Axel Milberg

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Axel Milberg (Januar 2013)

Axel Theodor Klaus Milberg (* 1. August 1956 in Kiel) ist ein deutscher Schauspieler und Sprecher von Hörbüchern.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Privates[Bearbeiten]

Milberg ist Sohn einer Ärztin und eines Rechtsanwaltes aus Kiel. Seine Schauspielausbildung absolvierte er von 1979 bis 1981 an der Otto-Falckenberg-Schule in München. [1]

Milberg ist seit 2004 mit der Kunsthistorikerin Judith verheiratet, mit der er einen Sohn hat. Aus seiner ersten Ehe hat Milberg ebenfalls einen Sohn. Milberg lebt mit seiner Familie in München. [2]

Künstlerische Laufbahn[Bearbeiten]

Theater[Bearbeiten]

1981 wurde Milberg von Intendant Dieter Dorn an die Münchner Kammerspiele engagiert. Er blieb festes Mitglied des Ensembles bis 1998 und stand u.a. im Faust von Johann Wolfgang von Goethe, in Nathan der Weise von Gotthold Ephraim Lessing und in Woyzeck von Georg Büchner auf der Bühne. [3]

Film und Fernsehen[Bearbeiten]

Neben seinem Theater-Engagement spielte Milberg seit Ende der 1980er Jahre in verschiedenen Fernsehserien und -reihen wie Café Meineid von Franz Xaver Bogner, Der Schattenmann von Dieter Wedel oder Die glückliche Familie.

Eine seiner ersten großen Rollen im Kino bekam Milberg 1995 mit der Hauptrolle in der Komödie Nach Fünf im Urwald von Regisseur Hans-Christian Schmid. Er spielte den Vater einer 17-jährigen Ausreißerin, dargestellt von Franka Potente.

1996 übernahm Milberg in der Neuverfilmung von Es geschah am hellichten Tag, einem Drama nach Friedrich Dürrenmatt, die Rolle des Päderasten Schrott, die im Original von 1958 von Gert Fröbe verkörpert worden war. Der zweiteilige Film, inszeniert von Nico Hofmann, wurde auf Sat.1 ausgestrahlt.

2002 verkörperte Milberg erstmals den eigensinnigen Hauptkommissar Klaus Borowski in der Folge PSI einer Neuauflage der TV-Serie Stahlnetz, angesiedelt in Hannover. 2003, nach Einstellung von Stahlnetz, wurde Borowski nach Kiel und in den Tatort versetzt. Milberg ermittelt seither als TV-Kommissar zwei Mal im Jahr in seiner Heimatstadt. Unterstützt wurde er dabei in den ersten sechs Folgen von Mehdi Moinzadeh als seinem Assistenten. Seit 2010 ist Sibel Kekilli als Polizeikommissaranwärterin Sarah Brandt an seiner Seite. Der schwedische Bestseller-Autor Henning Mankell schrieb die Vorlagen zu den Folgen Borowski und der vierte Mann, ausgestrahlt am 26. September 2010 in der ARD, und Borowski und der coole Hund, ausgestrahlt am 6. November 2011. In früheren Jahren war Milberg als Dr. Reinhart in Tatort Folge 398 sowie in zwei weiteren Tatort-Folgen mit einer Gastrolle vertreten.

Von 2007 bis 2009 spielte Milberg im ZDF in 14 Folgen die Titelfigur der Serie Doktor Martin, einen verschrobenen Arzt mit einer Blutphobie, den es aus Berlin in die Provinz nach Ostfriesland verschlagen hat. Für diese Rolle wurde Milberg mit dem Bayerischen Fernsehpreis als Bester Schauspieler in der Kategorie „Serien und Reihen” ausgezeichnet. [4]

2012 spielte Milberg mit Iris Berben, Nina Kunzendorf und Peter Simonischek in dem ZDF-Film Liebesjahre von Matti Geschonneck. Für diese Rolle wurde Milberg, gemeinsam mit dem Film-Ensemble, dem Regisseur und dem Drehbuchautor, ausgezeichnet mit dem Grimme-Preis in der Kategorie Fiktion [5]. Der Film wurde außerdem ausgezeichnet mit der Goldenen Kamera in der Kategorie Bester Fernsehfilm. [6]

In dem Kinofilm Hannah Arendt von Margarethe von Trotta verkörperte Milberg Heinrich Blücher, den Ehemann der Publizistin Hannah Arendt, gespielt von Barbara Sukowa. Der Film erlebte seine Weltpremiere am 11. September 2012 beim 37. Toronto International Film Festival [7] und wurde 2013 ausgezeichnet mit dem Deutschen Filmpreis in Silber in der Kategorie Bester Spielfilm. [8]

Hörbücher[Bearbeiten]

Axel Milberg nahm als Sprecher zahlreiche Hörbücher auf, darunter mehrere Romane des schwedischen Besteller-Autors Henning Mankell. Für das Mankell-Hörbuch Der Chinese wurde Milberg 2008 beim Literaturpreis Corine mit dem Claudio Hörbuchpreis ausgezeichnet. [9]

Filmografie[Bearbeiten]

Axel Milberg bei Tatort-Dreharbeiten (2007) in Kiel am südlichen Hafenende auf der Hörnbrücke

Tatort-Folgen[Bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten]

Hörbücher[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2008: Bayerischer Fernsehpreis: Bester Schauspieler in der Kategorie Serien und Reihen für Doktor Martin
  • 2008: Corine für seine Hörbuchlesung von Mankells Der Chinese
  • 2012: Grimme-Preis für Liebesjahre
  • 2012: Goldene Kamera: in der Kategorie Bester Film für Liebesjahre
  • 2013: Silberne Lola in der Kategorie Bester Fernsehfilm für Hannah Arendt

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Axel Milberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Biografie Axel Milberg In: Munzinger-Archiv, (abgerufen am 1. März 2015)
  2. „Ich fühle mich nur mit Axel komplett“ In: Bild, 11. Mai 2013 (abgerufen am 1. März 2015)
  3. „Biografie Axel Milberg In: Munzinger-Archiv, (abgerufen am 1. März 2015)
  4. Bayerischer Fernsehpreis: Katharina Wackernagel beste Schauspielerin. Artikel vom 10. Februar 2008 auf dem Portal von Filmstarts (abgerufen am 2. März 2015)
  5. In: grimme-institut.de, (abgerufen am 1. März 2015)
  6. In: goldenekamera.de, (abgerufen am 1. März 2015)
  7. Hannah Arendt begeistert in Toronto In: focus.de, (abgerufen am 1. März 2015)
  8. In: deutsche-filmakademie.de, (abgerufen am 1. März 2015)
  9. Claudio Hörbuchpreis In: Corine, (abgerufen am 1. März 2015)
  10. Sexy Sushi bei joergbuttgereit.com. Abgerufen am 5. August 2014.