Axel Noack (Theologe)

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Axel Noack (* 8. November 1949 in Biesnitz bei Görlitz) ist ein evangelischer Theologe und war von 1997 bis 2008 Bischof der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen in Magdeburg. Von Januar bis Juni 2009 war er einer von zwei Bischöfen der fusionierten Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Axel Noack wurde als Kind eines Betriebswirtschaftlers und einer Sachbearbeiterin geboren. Er besuchte die Schule in Halle (Saale), machte 1968 das Abitur und schloss eine Ausbildung als Betriebsschlosser ab.

Wegen der Verweigerung des Wehrdienstes wurde er nicht zum Mathematikstudium zugelassen. Von 1968 bis 1969 war er als diakonischer Helfer in den Hoffnungstaler Anstalten Lobetal bei Bernau tätig. Von 1969 bis 1975 studierte Noack Theologie an der Kirchlichen Hochschule (Katechetisches Oberseminar) in Naumburg (Saale) und absolvierte sein Vikariat in Merseburg.

Von 1976 bis 1978 war er als Repetent für Kirchengeschichte an der Kirchlichen Hochschule Naumburg tätig und übernahm dann den Dienst als Studenten- und Kreisjugendpfarrer in Merseburg. Nach siebenjähriger Tätigkeit in diesem Amt ging er als Gemeindepfarrer nach Wolfen im Kirchenkreis Bitterfeld.

Im Jahre 1997 wurde Axel Noack zum Bischof der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen als Nachfolger von Christoph Demke gewählt, der dieses Amt 14 Jahre lang innehatte. Im Juni 2009 trat Noack von seinem Bischofsamt ab[1] und ermöglichte der fusionierten Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland einen unvorbelasteten Start. Seine Nachfolge trat Ilse Junkermann an. Noack hat seither eine Arbeitsstelle im Fach Kirchengeschichte an der Theologischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg inne und beschäftigt sich mit der Aufarbeitung der Kirchengeschichte in der Zeit der DDR. Seit dem Wintersemester 2010/2011 ist er ebenda Honorarprofessor.

Axel Noack ist verheiratet und hat drei Kinder.

Sonstige Tätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1989 und 1990 beteiligte sich Noack engagiert an der Bürgerbewegung. Er arbeitete mit am „Runden Tisch“ in der Wende in der DDR und im MfS-Überprüfungsausschuss.
  • Von 1991 bis 2003 war Noack Mitglied im Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland und ist seit 2005 dessen Beauftragter für den missionarischen Dienst der Kirche. 1996 bis 1999 war er Vorstandsvorsitzender von „Dienste in Übersee“, das 1999 mit anderen kirchlichen Werken zum Evangelischen Entwicklungsdienst fusionierte. Dort ist er Mitglied des Aufsichtsrates. Außerdem ist er seit 2003 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste.
  • Seit 2001 ist er Mitglied des Beirats des INKOTA-netzwerks.
  • Seit 2008 ist er Kuratoriumsvorsitzender der von ihm initiierten Evangelischen Johannes-Schulstiftung, Sitz in Magdeburg.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Altbischof Axel Noack (Memento vom 26. Dezember 2014 im Internet Archive) auf der Website der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, abgerufen am 3. März 2014.
  2. Kuratorium ProChrist e.V.