Axl Rose

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Axl Rose (2010)
Axl Rose signature trans.png

W. Axl Rose (* 6. Februar 1962 in Lafayette, Indiana; eigentlich William Bruce Rose Jr., nach Heirat seiner Mutter mit Stephen Bailey William „Bill“ Bailey) ist ein US-amerikanischer Sänger. Er ist Frontmann der Rockband Guns N’ Roses. Seit April 2016 ist er vorübergehend auch Sänger der australischen Hardrockband AC/DC. Der Rolling Stone wählte ihn auf Rang 64 der 100 besten Sänger aller Zeiten.[1] Seine Stimme hat eine außerordentlich große Bandbreite (F1 - B♭6), was ihn in einem Ranking von concerthotels.com zu dem Sänger mit dem größten Stimmumfang macht.[2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roses Vater William Rose verließ die Familie 1964. Seine Mutter heiratete später Stephen Bailey, dessen Nachnamen Rose erhielt, ohne erklärt zu bekommen, dass es sich bei diesem Mann um seinen Stiefvater handelte. Als er dies im Alter von 17 Jahren durch Zufall selber herausfand, änderte er seinen Namen in W. Axl Rose. „W“ steht für „William“, nach seinem Vater, „Axl“ war der Name seiner damaligen Band. Rose lernte seinen leiblichen Vater nie kennen; dieser wurde 1984 ermordet, was Rose erst Jahre später erfuhr. Rose hat eine Schwester und einen Stiefbruder.

Nach seiner Schulzeit folgte er seinem Schulfreund und späteren Bandkollegen Izzy Stradlin nach Los Angeles. Stradlin hatte ein Jahr zuvor Indiana verlassen, um in der Metropole an der US-amerikanischen Westküste musikalisch Fuß zu fassen. Zahlreiche Schlägereien und Aufenthalte in Ausnüchterungszellen begleiteten Rose durch die Anfangszeit. 1985 gründete er mit Izzy Stradlin (Rhythmus-Gitarre), Tracii Guns (Lead-Gitarre), Ole Beich (Bass) und Rob Gardener (Schlagzeug) die Band Guns N’ Roses. Die Formation änderte sich bald, Slash ersetzte Guns, Duff McKagan kam statt Beich und Steven Adler statt Gardener in die Band. Mit dem Album Appetite for Destruction veröffentlichte die Band eines der meistverkauften Alben der Rockgeschichte. Nach ständig wachsenden inneren Spannungen in der Band stieg Stradlin später aus der Band aus. Adler wurde wegen massiver Drogenprobleme 1990 entlassen. Slash und McKagan verließen die Band 1996 bzw. 1997 offiziell, wobei bereits seit 1994 keinerlei Aktivitäten der Musiker verfolgt wurde. Rose war damit Ende der 1990er Jahre das einzig verbliebene Gründungsmitglied von Guns N’ Roses.

Axl Rose verschwand danach aus den Augen der Öffentlichkeit. In den späten 1990ern wurde er als Einsiedler betrachtet, erschien selten in der Öffentlichkeit und verbrachte die meiste Zeit in seiner Villa in Malibu.[3][4] Jahrelang arbeitete er an dem Comeback-Album Chinese Democracy, welches am 22. November 2008 in die Läden kam.[5]

2007 nahm Rose gemeinsam mit dem früheren Skid-Row-Sänger Sebastian Bach drei Songs auf, die im November 2007 auf Bachs Soloalbum Angel Down veröffentlicht wurden.

Des Weiteren erhielt Axl Rose in dem Spiel Grand Theft Auto: San Andreas die Rolle als Radiosprecher des Senders „K-DST“, in dem er den Namen Tommy „The Nightmare“ Smith trägt.

2012 wurde Axl Rose in Paris Opfer eines Diebstahls, bei dem ihm drei Gold- und Diamantketten im Wert von rund 200.000 Dollar (160.000 Euro) gestohlen wurden.[6]

Am 11. April 2012 veröffentlichte die Los Angeles Times einen Brief des Sängers, in dem er schrieb, er werde die Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame verweigern und die zugehörige Feier am 14. April in Cleveland boykottieren.[7][8]

Ab April 2016 stieg Axl Rose für 10 Konzerte als Sänger bei AC/DC ein, als Ersatz für Brian Johnson, der zu diesem Zeitpunkt nicht mehr live auftreten konnte, da ihm der Verlust seines Gehörs drohte. AC/DC setzten ihre zunächst unterbrochene Rock Or Bust World Tour mit Rose als Sänger fort.[9]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Ehe zwischen Rose und Erin Everly im Jahre 1990 wurde nach einem halben Jahr geschieden, da beide bei der Hochzeit angeblich betrunken gewesen seien. Bis 1992 war Rose mit Stephanie Seymour liiert, die unter anderem in den Videoclips zu November Rain und Don't Cry zu sehen ist. Kurze Zeit später trennte sich das Paar.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Axl Rose – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 100 Greatest Singers of All Time. Rolling Stone, 2. Dezember 2010, abgerufen am 9. August 2017 (englisch).
  2. The Vocal Ranges of the Greatest Singers. Abgerufen am 30. November 2017.
  3. heretodaygonetohell.com: Didn't You Used To Be Axl Rose?
  4. heretodaygonetohell.com: Just A Little Patience
  5. RollingStone: Axl Rose Breaks His Silence
  6. Abendzeitung München:Guns N'Roses Axl Rose beim Konzert beklaut: Sänger tobt
  7. Axl Rose verweigert Hall Of Fame. In: kurier.at. 12. April 2012, abgerufen im 12. April 2012 (deutsch).
  8. Daniel Koch: Guns N' Roses: Axl Rose und sein offener Brief an die Rock and Roll Hall of Fame. In: rollingstone.de. 12. April 2012, abgerufen im 12. April 2012 (deutsch).
  9. BubbleUp, LTD.: News. In: AC/DC Official Website. Abgerufen am 17. April 2016.