Axpo Holding

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Axpo Holding AG

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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 2001
Sitz Baden, Schweiz
Leitung Thomas Sieber
(CEO a.i.)
Thomas Sieber
(VR-Präsident)
Mitarbeiterzahl 4'441 (2017/2018)
Umsatz 4,850 Mrd. CHF (2017/18)
Branche Stromversorgung
Website www.axpo.com

Die Axpo produziert Strom im Klöntalersee
… und mit Kernkraft

Die Axpo Holding AG mit Hauptsitz in Baden AG ist ein Schweizer Energiedienstleistungskonzern.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Axpo-Gruppe versorgt in der Nordostschweiz und der Zentralschweiz rund 3 Millionen Menschen und mehrere tausend Industrie- und Gewerbebetriebe mit Energie und energienahen Dienstleistungen. Eigentümer der Axpo Holding sind die Nordostschweizer Kantone und deren Kantonswerke.

Der Konzern wurde per Anfang Oktober 2012 neu formiert. Die Aktivitäten der früheren Axpo AG und der EGL AG wurden Axpo-intern in den Bereichen Produktion und Netze sowie Handel und Vertrieb zusammengefasst.

Ende 2016 setzte die UBS das Kreditrating der Axpo auf "BBB+" herunter.[1]

Die Unternehmensgruppe ist auch international tätig, insbesondere mit ihrem Tochterunternehmen Axpo Solutions AG im internationalen Stromhandel. Insgesamt erbrachte die Axpo-Gruppe im Geschäftsjahr 2016/2017 78'374 Millionen Kilowattstunden Energie in Form von Strom und Gas, davon entfielen 42'542 Millionen Kilowattstunden auf das Versorgungsgebiet und 35'832 Millionen Kilowattstunden auf dritte Unternehmen und Handel.[2] Die Axpo Gruppe ist mit eigenen Tochtergesellschaften in mittel-, ost- und südeuropäischen sowie skandinavischen Ländern vertreten und hat in einigen Ländern auch eigene Anlagen.

Unternehmenszahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Tabelle zeigt Unternehmenszahlen von Axpo für die Geschäftsjahre 2011/12 bis 2016/17:[2]

GJahr Umsatz Gew./Verl. Beschäftigte
2011/12 7'346 329 4'368
2012/13 7'025 364 4'430
2013/14 6'705 –838 4'435
2014/15 5'860 –867 4'312
2015/16 5'416 –1'226 4'293
2016/17 5'567 269 4'231

Tochterunternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Axpo Holding hält namhafte Anteile an folgenden Unternehmen:

Aktionäre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Aktien der Axpo Holding sind vollständig in der Hand der nordostschweizerischen Kantone bzw. Kantonswerke. Im Detail sind dies:[2]

Beteiligungen an Schweizer Kernkraftwerken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anlage Axpo Power AG Axpo Solutions AG CKW AG Axpo
Kernkraftwerk Beznau 100,0 %
Kernkraftwerk Gösgen 25,0 % 12,5 % 37,5 %
Kernkraftwerk Leibstadt 22,8 % 16,3 % 13,6 % 52,7 %

Die CKW AG hält 13,57 Prozent der Aktien am KKL, 5,43 Prozent sind im Besitz der AEW Energie AG, die Miteigentümerin der Axpo ist. Dadurch sind indirekt 58,1 Prozent des Kernkraftwerks Leibstadt im Besitz der Axpo und Axpo-naher Gesellschaften.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Axpo war 2011 nominiert für den Public Eye Award, mit welchem Konzerne ausgezeichnet werden, welche sich laut den Initianten besonders verantwortungslos gegenüber Mensch und Umwelt verhalten. Der Award ging jedoch an ein anderes Unternehmen. Gemäss Nominationstext ist die russische Anlage Majak, Bezugsort der Kernkraft-Brennelemente, der „verstrahlteste Ort der Welt“.[3] Die Neue Zürcher Zeitung schrieb dazu: Dass Umweltschützer besser über die Herkunft Bescheid wussten als die Axpo-Spezialisten, wirkt peinlich.[4] Die Axpo wollte die Anlage besuchen, was jedoch selbst den Inspektoren der Internationalen Atomenergie-Organisation verwehrt wird.[5][6] Am 12. November 2011 kommunizierte Axpo, „vorübergehend den Auftrag erteilt“ zu haben, auf Brennelemente aus Majak zu verzichten. Axpo behauptete, es gebe „keine Belege für eine unzulässige Belastung“. Die Anlagen entsprächen „international akzeptierten Vorschriften“ und würden „die gesetzlichen Anforderungen“ erfüllen.[7]

Anlagen in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mast der Leitung Schlattingen-Thayngen südlich von Bietingen auf deutschem Boden
Schild an einem Mast der Leitung Schlattingen-Thayngen südlich von Bietingen auf deutschem Grund

Die Hochspannungsleitung Thayngen-Schlattingen der Axpo verläuft teils über deutsches Gebiet, versorgt aber keine Umspannwerke in Deutschland.

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Varia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Axpo Holding war bis zum Jahr 2012 Hauptsponsor der höchsten Schweizer Fussballliga, der Axpo Super League.

2018 erzeugte die Axpo durchschnittlich 103 Gramm CO2-Äquivalente und 29 Kubikmillimeter Atommüll pro Kilowattstunde. Unter den vier grössten Energiekonzernen in der Schweiz – neben der Axpo sind dies Alpiq, BKW und Repower – schnitt die Axpo mit durchschnittlich 316 Umweltbelastungspunkten (UBP) im Mittelfeld ab.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Axpo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. handelszeitung.ch 22. Dezember 2016: Nach Rekordminus: UBS stuft Axpo zurück
  2. a b c Geschäftsbericht 2016 17 Axpo Holding AG (pdf 1,3 MB)
  3. Nominationstext Public Eye Award (Memento vom 15. September 2011 im Internet Archive)
  4. NZZ vom 10. September 2010
  5. Aargauer Zeitung: nicht einmal IAEA darf Majak inspizieren
  6. NZZ vom 20. Juni 2011: Axpo in Russland „ausgesperrt“
  7. axpo.ch 12. November 2011: Axpo verzichtet auf Uran aus Majak bis die notwendige Transparenz hergestellt ist (Memento vom 18. November 2011 im Internet Archive)
  8. Simon Banholzer, Tonja Iten: Kurzstudie: Strommix 2018. (PDF; 3 MB) Schweizerische Energiestiftung, 17. Juli 2019, abgerufen am 25. Juli 2019.