Ayn-Rand-Institut

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Das Ayn Rand Institute: The Center for the Advancement of Objectivism (ARI) ist ein US-amerikanischer Think Tank in Irvine (Kalifornien), der die Ideen von Ayn Rand, den sogenannten „Objektivismus“, verbreitet. Der Think Tank wurde 1985, drei Jahre nach Rands Tod, von Leonard Peikoff, Rands Schüler, gegründet. Executive Director des ARI ist Yaron Brook.

Aktivitäten[Bearbeiten]

Zu den Aktivitäten zählen Kurse in Objektivismus und verwandten Themen, die vom Objectivist Academic Center angeboten werden. Des Weiteren veranstaltet das ARI öffentliche Vorträge, schreibt Autoren-Wettbewerbe zu Rands Novellen aus, stellt Material zum Objektivismus für Campus-Clubs bereit, verbreitet Rands Schriften an Schulen und Professoren und vermittelt Interview-Gäste an Radio- und TV-Sender.

Politische Positionierung[Bearbeiten]

Das Ayn Rand Institute und seine Mitarbeiter geben regelmäßig Stellungnahmen und Kommentare zu politischen Themen und Ereignissen ab. Darin wurde u.a. ein sehr hartes Vorgehen im Krieg gegen den Terror gefordert[1][2], Multikulturalismus mit „Rassismus“ gleichgesetzt[3], Umweltschutzvorhaben abgelehnt[4] und der anthropogene Klimawandel bestritten.[5]

Kritik[Bearbeiten]

In die Kritik[6] gerieten das Ayn Rand Institute und der Objektivismus immer wieder wegen der Betonung des Egoismus, u. a. nachdem ein Sprecher des Think Tanks forderte, dass keine Steuergelder an die Opfer der Tsunami-Katastrophe in Südostasien 2004 gespendet werden sollten.[7] Später veröffentlichte das ARI eine „Klarstellung“ zu dem Thema. In einer vollkommen freien, „vollkommenen“ Gesellschaft, für das sich das ARI einsetze, hätte die Regierung nicht die Macht, die Bürger zu besteuern und ihren Reichtum für wohltätige Zwecke umzuverteilen, weder im Inland noch im Ausland. Eine kurzfristige Katastrophenhilfe an ausländische Opfer einer Naturkatastrophe sei aber eine der harmlosesten Arten von Rechtsverletzungen durch den Staat. Es sei daher unangemessen gewesen, die Katastrophenhilfe herauszugreifen und zu verurteilen. Obwohl es besser gewesen wäre, die Hilfsgelder für einen „legitimen“ Staatszweck einzusetzen, wie zum Beispiel für die Ausrüstung und die Bewaffnung der US-Truppen im Irak, gebe es doch Tausende von staatlichen Aktionen, die für „unsere“ Rechte schädigender seien. Weit schlimmer wäre es zum Beispiel gewesen, wenn die Regierung das Geld in die Anti-Kartellabteilung des Justizministeriums gepumpt hätte, die direkt für die „Verfolgung“ erfolgreicher Geschäftsleute zuständig sei.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "End States Who Sponsor Terrorism", von Leonard Peikoff
  2. Moral Cowardice Prevents Winning the War
  3. Multiculturalism: The New Racism
  4. Man vs. Nature
  5. Global-Warming Fraud
  6. The Last Person On Earth To Turn To Now Is Ayn Rand, von Johann Hari, in: The Huffington Post, 10. März 2009
  7. a b U.S. Government Should Not Help Tsunami Victims (Updated) (ursprünglicher ARI-Artikel und spätere „Klarstellung“ im Capitalism Magazine)

Weblinks[Bearbeiten]