Aystetten

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Aystetten
Aystetten
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Aystetten hervorgehoben
Koordinaten: 48° 24′ N, 10° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Augsburg
Höhe: 485 m ü. NHN
Fläche: 9,35 km2
Einwohner: 3019 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 323 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86482
Vorwahl: 0821
Kfz-Kennzeichen: A, SMÜ, WER
Gemeindeschlüssel: 09 7 72 117
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bäckergasse 2
86482 Aystetten
Webpräsenz: www.aystetten.de
Bürgermeister: Peter Wendel (Freie Wähler e. V.)
Lage der Gemeinde Aystetten im Landkreis Augsburg
AmmerseeBaden-WürttembergAugsburgLandkreis Aichach-FriedbergLandkreis DachauLandkreis Dillingen an der DonauLandkreis Donau-RiesLandkreis FürstenfeldbruckLandkreis GünzburgLandkreis Landsberg am LechLandkreis OstallgäuLandkreis StarnbergLandkreis UnterallgäuLandkreis Neuburg-SchrobenhausenSchmellerforstAdelsriedAllmannshofenAltenmünsterAystettenBiberbach (Schwaben)BobingenBonstetten (Schwaben)Diedorf (Schwaben)DinkelscherbenEhingen (Landkreis Augsburg)EllgauEmersackerFischachGablingenGersthofenGessertshausenGraben (Lechfeld)GroßaitingenHeretsriedHiltenfingenHorgauKleinaitingenKlosterlechfeldKönigsbrunnKühlenthalKutzenhausenLangenneufnachLangerringenLangweid am LechMeitingenMickhausenMittelneufnachNeusäßNordendorfOberottmarshausenScherstettenSchwabmünchenStadtbergenThierhauptenUntermeitingenUstersbachWalkertshofenWehringenWeldenWestendorf (Landkreis Augsburg)ZusmarshausenKarte
Über dieses Bild
Aystetten im Jahre 1620: Kupferstich von Raphael Custos
Aystetten
Alte Pfarrkirche in Aystetten
Schloss Aystetten von Osten
Der Rauhe Forst umgibt Aystetten

Aystetten ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Augsburg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aystetten liegt in der Region Augsburg.

Es existiert nur die Gemarkung Aystetten mit der Einöde Louisenruh (auch Luisenruh).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Aystetten gehört zu den im späten Mittelalter während der sogenannten Rodungsperiode entstandenen Siedlungen. Das Reizenstein-Lexikon weist auf das Jahr 1195 hin und nennt „Aichstetin“, Wohnstätte im oder am Eichwald. Urkundlich erwähnt werden Schlossgut (Schloss Aystetten) und Dorf „Eystetenb“ 1424 als Lehen des Bischofs von Augsburg. Erster Lehnsträger war die Familie Langenmantel von Radau. Um 1487 soll es zum Besitzerwechsel an die Augsburger Patrizierfamilien Eggenberger und Herwart gekommen sein. 1545 kommen Dorf und Schloss an das Kloster Heilig Kreuz, von diesem 1582 an Anton Fugger und schließlich 1615 an die Fleckenheimer. Im Dreißigjährigen Krieg wird der Ort fast vollständig zerstört und erst im Jahre 1693 baut der neue Besitzer Leonhard Carl Sulzer das Schloss wieder auf. 1718 erwirbt Franz Oktavian Langenmantel das Lehen, verkaufte es jedoch nach kurzer Zeit 1729 an Christian Freiherr von Münch. Der begüterte Bankier aus Württemberg vergrößert das Schloss um das Doppelte, baut Wirtschaftsgebäude und legt umfangreiche Gärten an. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. 1858 geht der Besitz an die alteingesessene Augsburger Patrizierfamilie von Stetten, deren Nachkommen noch heute Schloss und Gutshof bewirtschaften.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: 1900 Einwohner
  • 1987: 2383 Einwohner
  • 1991: 2641 Einwohner
  • 1995: 2931 Einwohner
  • 2000: 3078 Einwohner
  • 2005: 3007 Einwohner
  • 2010: 2887 Einwohner
  • 2015: 2993 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 1. Mai 2008 Peter Wendel (FW), nachdem er die Stichwahl am 16. März 2008 mit 60,01 %, gegen die Kandidatin der CSU, Ulrike Steinbock, gewinnen konnte. Die darauffolgende Kommunalwahl im Jahr 2014 konnte er ebenfalls für sich entscheiden.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung im 14-köpfigen Gemeinderat (Stand Kommunalwahl 2014):

  • FW: 8 Sitze
  • CSU: 4 Sitze
  • SPD: 1 Sitz
  • Grüne: 1 Sitz

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe keine und im Bereich Handel und Verkehr 35 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 124 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 859. Im verarbeitenden Gewerbe gab es sechs, im Bauhauptgewerbe keine Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 drei landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 63 ha.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur 1986 erfolgten Stilllegung der Weldenbahn (Augsburg–Welden) hatte Aystetten einen Bahnhof, seitdem bedienten Regionalbusse die Strecke Augsburg-Neusäß-Aystetten-Welden. Bis zum Augsburger Stadtkern sind es etwa elf Kilometer und zum Autobahnanschluss Stuttgart–München drei Kilometer. Durch den Ort führt die Staatsstraße 2032 Augsburg – Dillingen. Die Regionalbusse der AVV-Linie 500/501 verkehren in der Hauptverkehrszeit im 30-Minuten-Takt zum Bahnhof Augsburg-Oberhausen mit dortigem Anschluss an die Straßen- und Regionalbahn, ebenso besteht Anschluss nach Welden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • alter und neuer Kindergarten mit über 100 Kindergartenplätzen
  • Volksschule (1. bis 4. Klasse) mit acht Lehrern und 140 Schülern
  • alte Dorfkirche „St. Martin“ aus dem späten 15. Jahrhundert
  • neue 1966 erbaute Pfarrkirche
  • Schloss Luisenruh, im Jahr 1785 errichtet
  • Schloss Aystetten, seit der sechsten Generation im Familienbesitz, mit dem erwähnenswerten sogenannten Porzellanzimmer
  • mehrere Vereine; z. B. Musikverein, Schützenverein, Sportverein, Kiga-Gang Aystetten

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aystetten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien