Bäingsen

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Bäingsen
Stadt Hemer
Koordinaten: 51° 22′ 22″ N, 7° 50′ 22″ O
Höhe: 290 m ü. NN
Postleitzahl: 58675
Vorwahl: 02372
Karte
Noch erhaltenes Teilobjekt des Gutes Bäingsen

Bäingsen ist als ein Teil der ehemals selbstständigen Gemeinde Deilinghofen seit dem 1. Januar 1975 ein Ortsteil der Stadt Hemer.[1] Das Gut liegt im Osten Hemers, an der Grenze zur Nachbarstadt Balve.

Im Mittelalter war das Gut Bäingsen ein Rittersitz, der ins Verteidigungssystem der Burg Klusenstein integriert war. In Bäingsen lag zum Beispiel die Wehrkirche, die bei einem Brand 1837 fast vollständig zerstört wurde. Nur der Kapellenturm ist bis heute erhalten. 1237 wurde das Gut mit dem damaligen Namen Bedinchusen an das Kloster Fröndenberg der Zisterzienserinnen verkauft.[2] Die Gebäude stehen seit 1984 unter Denkmalschutz.[3]

Als Hemer Mitte der 1930er-Jahre Garnisonsstadt wurde, errichtete die Wehrmacht einen Schießstand für Infanterie- und Maschinengewehre sowie Granatwerfer bei Bäingsen. Neben dem Bau von fünf Bunkern wurde ein mehrere Quadratkilometer großes Gelände zum Sperrgebiet erklärt.[4]

In Bäingsen liegt eine Bachschwinde, die das Wasser ins Hönnetal leitet und auf diese Weise zur dortigen Höhlenbildung beiträgt. Außerdem befinden sich rund um das Gut Fundstellen von eisenhaltiger Schlacke, die in früheren Jahrhunderten in sechs Schmelzöfen vor Ort verhüttet wurden.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 333.
  2. GRAL: Klostergut Bäingsen
  3. Denkmalliste der Stadt Hemer (Memento des Originals vom 31. August 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hemer.de
  4. a b Bürger- und Heimatverein Hemer e.V. (Hrsg.): Hemer. Beiträge zur Heimatkunde. Engelbert-Verlag, Balve 1980.