Bärenstein (Berg im Erzgebirge)

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Bärenstein
Der Bärenstein vom südlich gelegenen Klínovec gesehen

Der Bärenstein vom südlich gelegenen Klínovec gesehen

Höhe 897,8 m ü. NHN [1]
Lage bei Bärenstein, Erzgebirgskreis, Freistaat Sachsen, Deutschland
Gebirge Erzgebirge
Koordinaten 50° 30′ 29″ N, 13° 1′ 9″ OKoordinaten: 50° 30′ 29″ N, 13° 1′ 9″ O
Bärenstein (Berg im Erzgebirge) (Sachsen)
Bärenstein (Berg im Erzgebirge)
Typ Tafelberg
Gestein Basalt
Besonderheiten Aussichtsturm Bärenstein
Basaltsäulen am Bärenstein

Basaltsäulen am Bärensteinbdep2

Der Bärenstein ist ein 897,8 m ü. NHN[1] hoher Berg im Erzgebirge. Er befindet sich etwa zwei Kilometer nördlich des gleichnamigen Ortes Bärenstein im sächsischen Erzgebirgskreis. Das Bergmassiv gehört zum Landschaftsschutzgebiet Bärenstein.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Erosionsrest eines ehemaligen Lavastromes besteht er wie seine Nachbarn Pöhlberg und Scheibenberg, die er beide überragt, überwiegend aus Basalt. Alle drei Erhebungen sind Tafelberge. An der Nordseite befindet sich ein aufgelassener Steinbruch, der die Säulenbildung des Basalts zeigt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vermessung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Königlich-Sächsischen Triangulirung wurde der Bärenstein in das Messnetz eingebunden und 1865 auf dem Gipfel eine Triangulationssäule 2. Ordnung errichtet. Die jahrelang umgestürzte Säule wurde 2005 rund 25 Meter südlich des originalen Standortes wiedererrichtet. Aufgrund der dichten Bewaldung der Bergkuppe ist die Sicht zu den Nachbarstationen auf dem Pöhlberg, Scheibenberg und Fichtelberg mittlerweile nicht mehr möglich.

Touristische Erschließung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Bärenstein befindet sich ein Gipfelrundweg mit mehreren lohnenden Aussichtspunkten sowie ein Berggasthaus mit Aussichtsturm. Bemühungen zur Errichtung eines Aussichtsturmes durch den Erzgebirgsverein Bärenstein reichen bis 1890 zurück. Das sächsische Innenministerium stand diesen Plänen jedoch vorerst ablehnend gegenüber. 1903 wurde der Bau einer Schutzhütte genehmigt und durchgeführt. 1911 erfolgte die Genehmigung zum Bau eines Unterkunftshauses mit Turm sowie des dafür notwendigen Baus einer Straße sowie der Strom- und Wasserleitung. Die Grundsteinlegung für den Bau fand am 1. Mai 1913 und die Einweihung am 30. November 1913 verbunden mit der 25-Jahr-Feier des Erzgebirgszweigvereins Bärenstein statt. 1936 wurde der Bau um einen Saal erweitert und 1992/93 grundlegend saniert.

Am Bärenstein sorgen ein Skilift, Rodelhang und Skiloipen für gute Wintersportbedingungen.

Der Stoneman Miriquidi, die anspruchsvollste Mountainbikestrecke im Erzgebirge, verläuft über den Berg.

Aussicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom 30 Meter hohen Aussichtsturm des Berggasthauses reicht der Blick zum nahegelegenen Klínovec (Keilberg) und Fichtelberg. Im Osten fällt der Berg steil ins Tal des Pöhlbaches ab, im Westen liegt die Talsperre Cranzahl zu Füßen des Berges. Im Südosten fällt der Blick auf den Mědník (Kupferhübel) und die Kammlagen des böhmischen Erzgebirges, im Norden auf die Bergstadt Annaberg und den Pöhlberg.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Panoramablick vom Hohen Stein auf die tschechischen Orte Neugeschrei und Vejprty im Vordergrund sowie den deutschen Ort Bärenstein mit dem Berg Bärenstein.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bärenstein (Berg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)