Bénédicte Savoy

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Bénédicte Savoy bei der Eröffnung der Ausstellung Napoleon. Traum und Trauma (2010)

Bénédicte Savoy (geboren 22. Mai 1972 in Paris) ist eine französische Kunsthistorikerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Savoy studierte Germanistik an der École Normale Supérieure in Fontenay, die sie 1994 mit einer Magisterarbeit über Anselm Kiefer abschloss. 1996 erhielt sie die Agrégation. Von 1998 bis 2001 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Centre Marc Bloch in Berlin sowie Lehrbeauftragte an der Technischen Universität und an der Freien Universität Berlin. Im Jahr 2000 wurde sie promoviert.

Von 2003 bis 2009 war Savoy Juniorprofessorin am Institut für Geschichte und Kunstgeschichte der Technischen Universität Berlin. Seit 2009 ist sie Professorin für Kunstgeschichte an der Technischen Universität. Sie ist Mitglied des Stiftungsrats der Kulturstiftung des Bundes.[1] Nach einer Vorlesungsreihe als Gastdozentin im Juni 2015 wurde Savoy 2016 zur Professorin am Collège de France berufen: Sie hält den Lehrstuhl Histoire culturelle du patrimoine artistique en Europe, XVIIIᵉ-XXᵉ siècles inne.[2]

Savoy erhielt 2001 den Prix Pierre Grappin, 2009 den Walter de Gruyter-Preis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, 2011 den Richard Hamann-Preis der Philipps-Universität Marburg für hervorragende wissenschaftliche Leistungen in der Kunstgeschichte und 2015 den Prix de l’Académie de Berlin sowie den Prix du Rayonnement de la langue et de la littérature françaises der Académie française. Für 2016 wurde ihr ein Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis zugesprochen. Ebenfalls 2016 wurde sie in die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften gewählt.[3]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Nikolaus Bernau und Hans-Dieter Nägelke (Hrsg.): Museumsvisionen. Der Wettbewerb zur Erweiterung der Berliner Museumsinsel 1883/84, Kiel: Ludwig 2015
  • mit France Nerlich (Hrsg): Pariser Lehrjahre. Ein Lexikon zur Ausbildung deutscher Maler in der französischen Hauptstadt, 2 Bde., Berlin: DeGruyter, 2012/2015
  • Vom Faustkeil zur Handgranate: Filmpropaganda für die Berliner Museen 1934–1939. Köln: Böhlau, 2014
  • mit Philippa Sissis (Hrsg.): Die Berliner Museumsinsel: Impressionen internationaler Besucher (1830–1990); eine Anthologie. Köln: Böhlau, 2013
  • (Hrsg.): Nofretete: eine deutsch-französische Affäre 1912–1931. Köln: Böhlau, 2011
  • Michel Espagne, Bénédicte Savoy (Hrsg.): Dictionnaire des historiens d?art allemands. Paris: CNRS éditions 2010
  • Kunstraub. Napoleons Konfiszierungen in Deutschland und die europäischen Folgen. Mit einem Katalog der Kunstwerke aus deutschen Sammlungen im Musée Napoléon (CD-ROM). Wien: Böhlau 2010
  • mit Kristina Kratz-Kessemeier, Andrea Meyer (Hrsg.): Museumsgeschichte. Kommentierte Quellentexte 1750–1950. Berlin: Reimer 2010
  • Helmina von Chézy, Leben und Kunst in Paris seit Napoleon I., Weimar 1805–1807, kommentierte Ausgabe. Berlin: Akademie-Verlag 2009
  • Tempel der Kunst. Die Entstehung des öffentlichen Museums in Deutschland. 1701–1815. Mainz: Philipp von Zabern, 2006
  • Patrimoine annexé. Les saisies de biens culturels pratiquées par la France en Allemagne autour de 1800. Vorwort von Pierre Rosenberg, 2 Bände, Paris 2003 Deutsches Forum für Kunstgeschichte / Éditions de la Maison des Sciences de l'Homme.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bénédicte Savoy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bénédicte Savoy, bei Kulturstiftung
  2. Accueil, Collège de France. Zugriff 20. Januar 2017
  3. Gisela Lerch: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften wählt fünf neue Mitglieder. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Pressemitteilung vom 10. Juni 2016 beim Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de), abgerufen am 10. Juni 2016.