Bílá hora

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Weißer Berg
Bílá hora Gipfel mit Denkmal für die Schlacht am Weißen Berg

Bílá hora Gipfel mit Denkmal für die Schlacht am Weißen Berg

Höhe 379 m n.m.
Lage Stadt Prag, Tschechien
Gebirge Prager Hochfläche
Koordinaten 50° 4′ 59″ N, 14° 19′ 55″ OKoordinaten: 50° 4′ 59″ N, 14° 19′ 55″ O
Bílá hora (Tschechien)
Bílá hora

Der Weiße Berg (tschechisch Bílá hora) liegt am westlichen Stadtrand von Prag rechtsseitig über dem Tal des Litovický potok.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bílá hora hat eine Höhe von 379 Metern. Er ist aus der Prager Innenstadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln in etwa 25 bis 30 Minuten zu erreichen (Straßenbahn-Linien 22 und 25). Künftig wird die Metrolinie A zum Flughafen Prag in der Nähe die Station Bílá hora besitzen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Schlacht am Weißen Berg

Hier fand am 8. November 1620 die erste entscheidende Schlacht des Dreißigjährigen Krieges, die Schlacht am Weißen Berg, statt. Am Ort der Schlacht wurde eine Kapelle und 1704 bis 1714 eine barocke Marienkirche errichtet.

Schloss Stern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Stern (Letohrádek Hvězda)
Hauptartikel: Schloss Stern (Prag)

Ferdinand I. legte 1530 auf dem Weißen Berg ein Wildgehege an. 1555 wurde mit dem Bau des Lustschloss Stern nach einem Entwurf des Ferdinands II. von Tirol errichtet. Das Renaissanceschloss zeichnet sich vor allem durch seinen sternförmigen Grundriss aus.

Wallfahrtskirche Maria vom Siege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wallfahrtskirche am Weißen Berg

Die Kirche Maria vom Siege am Weißen Berg ist ein Wallfahrtsort nahe dem Schlachtfeld von 1620. Sie befindet sich nördlich von der Karlovarská, einer Straße, und südöstlich des eigentlichen Weißen Berges, in der Katastralgemeinde Řepy. Die Kirche ist eine der bedeutendsten Denkmäler dieses Stadtteils. Von 1622 bis 1624 wurde an dieser Stelle eine Kapelle errichtet, die zunächst dem Hl. Wenzel geweiht war, später der Jungfrau Maria. Diese diente zur Aufbewahrung aufgefundener Gebeine von Gefallenen. Aus der Kapelle wurde ein Wallfahrtsort, der dem Servitenorden anvertraut wurde, welcher 1628 begann, ein Kloster zu errichten, was jedoch nicht vollendet wurde.

Von 1708 bis 1730 führte der Baumeister und Maler Christian Luna den Umbau der Marienkapelle zu einer weiträumigen Wallfahrtskirche durch. Im Zentrum des Hochaltars befindet sich eine Kopie des Bildes Maria vom Sieg, mit dem Dominicus a Jesu Maria bei der Schlacht am Weißen Berg die katholischen Verbündeten angefeuert hatte.

 Commons: Kostel Panny Marie Vítězné (Bílá Hora) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thomas Biller, G. Ulrich Großmann: Burg und Schloß: Der Adelssitz im deutschsprachigen Raum. Regensburg 2001, S. 174 f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bílá Hora – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien