Bílovec

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Bílovec
Wappen von Bílovec
Bílovec (Tschechien)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Moravskoslezský kraj
Bezirk: Nový Jičín
Fläche: 4930 ha
Geographische Lage: 49° 46′ N, 18° 1′ OKoordinaten: 49° 45′ 34″ N, 18° 0′ 44″ O
Höhe: 243 m n.m.
Einwohner: 7.419 (1. Jan. 2019)[1]
Postleitzahl: 742 92 – 743 01
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 6
Verwaltung
Bürgermeister: Pavel Mrva (Stand: 2014)
Adresse: Slezské náměstí 1
74301 Bílovec 1
Gemeindenummer: 599247
Website: www.bilovec.cz

Bílovec (deutsch Wagstadt, früher auch Wokenstadt) ist eine Stadt in Tschechien im Moravskoslezský kraj.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt in Mährisch-Schlesien im Städte-Dreieck Ostrava (Ostrau), Opava (Troppau), Nový Jičín (Neu Titschein).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bílovec wurde 1276 erstmals erwähnt, die Stadterhebung erfolgte zwischen 1316 und 1324 durch Wok von Krawarn. Im 17. Jahrhundert war es ein bedeutendes Zentrum der Textilindustrie.

Nach dem Münchner Abkommen wurde der Ort dem Deutschen Reich zugeschlagen und gehörte bis 1945 zum Landkreis Wagstadt, Regierungsbezirk Troppau, im Reichsgau Sudetenland. Aufgrund der Beneš-Dekrete wurde der deutsche Bevölkerungsanteil 1945 enteignet und vertrieben.

Bis 1960 war Bílovec Bezirksstadt.

Demographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung bis 1945
Jahr Einwohner Anmerkungen
1857 3.583 [2]
1900 4.556 deutsche Einwohner[3]
1930 4.960 davon 3.608 Deutsche, 1.198 Tschechen und 122 Ausländer[4]
1939 4.607 [4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bílovec, Kirche des Hl. Nikolaus
Rathaus
Schloss Bílovec
  • Gotische Kirche des Hl. Nikolaus aus dem 14. Jahrhundert
  • Renaissance-Rathaus (1593) mit einem Laubgang.
  • Renaissance-Schloss aus dem 16. Jahrhundert
  • Barockes Stadthaus aus dem 18. Jahrhundert, heute Museum
  • Gotische Kirche des Hl. Georg aus dem 13. Jahrhundert in Lubojaty
  • Kirche des Hl. Jakob in Stará Ves
  • Windmühle in Stará Ves

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Stadt Bílovec sind die Ortschaften Bravinné (Brawin) mit Dolní Nový Dvůr (Unterneuhof) und Horní Nový Dvůr (Oberneuhof), Labuť (Wipplarsdorf), Lhotka (Blaschdorf), Lubojaty (Laubias), Ohrada (Ohrad), Požaha (Poschaha), Radotín (Radnitz), Stará Ves (Altstadt) und Výškovice (Wischkowitz) eingemeindet.

Söhne und Töchter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bílovec – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2019 (PDF; 0,8 MiB)
  2. Carl Kořistka: Die Markgrafschaft Mähren und das Herzogthum Schlesien in ihren geographischen Verhältnissen. Wien und Olmüz 1861, S. 268–269.
  3. Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage, Band 20, Leipzig und Wien 1909, S. 306.
  4. a b Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Wagstadt (tschech. Bílovec). (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).