Böß-Gesäß

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Böß-Gesäß
Gemeinde Birstein
Koordinaten: 50° 22′ 37″ N, 9° 16′ 8″ O
Höhe: 133 m ü. NN
Fläche: 1,36 km²
Einwohner: 97 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 71 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 63633
Vorwahl: 06054

Böß-Gesäß (umgangssprachlich Hessisch-Bösgesäß, amtlich auch Bös-Gesäß II) ist ein Ortsteil der Gemeinde Birstein in Hessen. Zusammen mit Bösgesäß bildete es ursprünglich einen gemeinsamen Ort. Die beiden Teile des damaligen Bösgesäß gehörten jedoch bereits im späten Mittelalter zu verschiedenen Gerichten innerhalb des Herrschaftsgebietes der Isenburger. Als Grenze wurde die durch den Ort fließende Bracht festgelegt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsausgangsschild von Bösgesäß ("Preußisch-Bösgesäß") mit dem Hinweis auf das "1 km" entfernte Böß-Gesäß ("Hessisch-Bösgesäß"). Die beiden Ortsteile liegen nur etwa 150 Meter auseinander.

Die erste urkundliche Nennung von Böß-Gesäß ist aus dem Jahr 1384 als Bunsgesesze überliefert.[2]

Diese Dorfhälfte am orografisch rechten Brachtufer gehörte zum Gericht Unterreichenbach. Als das Fürstentum Isenburg nach dem Wiener Kongress im Jahr 1816 geteilt wurde[3], fiel das Gebiet an das Großherzogtum Hessen. Böß-Gesäß wurde 1822 zunächst in den Landratsbezirk Büdingen, dann 1848 in den Regierungsbezirk Nidda und schließlich 1852 in den späteren Kreis Büdingen (ab 1939 Landkreis Büdingen[4]) der Provinz Oberhessen eingegliedert. Infolge der Gebietsreform in Hessen ist die bis dahin selbstständige Gemeinde am 31. Dezember 1971 nach Birstein eingemeindet worden.[5]

Das Gebiet am linken Brachtufer kam dagegen 1816 an das Kurfürstentum Hessen, 1866 an Preußen und wurde später in den Kreis Gelnhausen der Provinz Hessen-Nassau eingegliedert. Am 1. Februar 1971 ist Bösgesäß (mit dem damaligen amtlichen Gemeindenamen Bößgesäß) ebenfalls in die Gemeinde Birstein eingemeindet worden.[5]

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe: Liste der Kulturdenkmäler in Birstein#Böß-Gesäß

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gemeindeportrait Birstein: Zahlen, Daten & Fakten. Einwohnerzahl HW
  2. „Böß-Gesäß II, Main-Kinzig-Kreis“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL), abgerufen am 4. Februar 2014.
  3. Convention Territorial entre le Grand Duc de Hesse et Electeur de Hesse. — Signèe à Francfort sur Mein, le 29 Juin, 1816. British and Foreign State Papers 1815–1816, Band 3, Compiled by the Librarian and Keeper of the Papers, Foreign Office, James Ridgway and Sons, Piccadilly, London: 1838, S. 812–819
  4. § 1 Abs. 3 der Dritten Verordnung über den Neuaufbau des Reiches vom 28. November 1938, (Reichsgesetzblatt) RGBl. 1938 I S. 1675
  5. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 362.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]