Böhmische Mark

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Die Böhmische Mark (auch marchia bohemica[1]) war ein kurzlebiges historisches Gebiet im Mittelalter auf dem Gebiet des heutigen Niederösterreichs.

Die Böhmische Mark umfasste das Gebiet von Hardegg an der Thaya im Westen bis zu Pollauer Bergen und den Falkensteiner Bergen im Osten. Im Süden wurde es durch die Berge nördlich von Sitzendorf, Hollabrunn, Gnadendorf und Mistelbach begrenzt.

Die Böhmische Mark bzw. die Markgrafschaft gegen Böhmen wird im Zusammenhang mit den Grafen von Schweinfurt mehrmals genannt.[2]

Die Böhmische Mark ist historisch nur ein einziges Mal als Schenkung an einen Haderich im Jahr 1055 belegt. Daher sieht man sie heute teilweise nur als Grenzsaum zwischen Böhmen und der Marcha orientalis an. Ähnlich der Ungarischen Mark hat sie nie größere Bedeutung erlangt. Ernst der Tapfere vereinigte die beiden Marken kurz danach zu Niederösterreich.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Max Spindler (Begründer), Andreas Kraus (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Geschichte. Band 1: Das alte Bayern. Das Stammesherzogtum bis zum Ausgang des 12. Jahrhunderts. 2., überarbeitete Auflage. Beck, München 1981, ISBN 3-406-07322-0, S. 316.
  2. Friedrich Stein: Das markgräfliche Haus von Schweinfurt. In: Archiv des Historischen Vereins von Unterfranken und Aschaffenburg. Bd. 42, 1900, ISSN 0178-9740, S. 11–56, hier S. 13, 40 und 42.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]