Börse Online

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Börse Online
Börse Online Logo.svg
Beschreibung deutsche Börsenzeitschrift
Verlag FV Börsen Verlag GmbH
Erstausgabe 6. November 1987
Erscheinungsweise donnerstags
Verkaufte Auflage
(IVW 4/2016)
24.090 Exemplare
Verbreitete Auflage (IVW 4/2016) 24.540 Exemplare
Chefredakteur Jens Castner
Weblink boerse-online.de

Börse Online ist eine deutsche Börsenzeitschrift.

1987 entwickelte der Markt & Technik Verlag einen elektronischen Börseninformationsdienst mit dem Titel Börse Online. Als Ergänzung produzierte der Verlag eine gleichnamige Zeitschrift. Die erste Ausgabe erschien nach kurzer Verzögerung des Projekts ausgerechnet zwei Wochen nach dem schwarzen Montag, unter dem Titel Chaos an den Börsen – Der Bulle ist tot.

Der Onlinedienst der Anfangszeit scheiterte daran, dass es in den 80er Jahren noch keine ausreichende Infrastruktur für die Übertragung von Online-Daten gab. Zudem war das Interesse der Privatanleger infolge des Crashs eher gering. Die Zeitschrift dagegen konnte sich behaupten. Sie wurde anfangs im Verlag Moderne Industrie verlegt, bis sie nach der Übernahme desselben an den Süddeutschen Verlag veräußert wurde. Dieser gab das Blatt im Oktober 1994 schließlich an Gruner+Jahr ab; die Redaktion verblieb in München.

Die Auflage entwickelte sich sehr wechselhaft. Anfangs lag sie bei rund 50.000 Exemplaren, danach stieg sie im Zusammenhang mit der historischen Börsen-Hausse der 90er Jahre auf über 150.000 Exemplare, ehe sie nach der Jahrtausendwende wieder deutlich zurückging. Im 4. Quartal 2011 lag sie bei 67.000 Stück.

Besonders schwach entwickelte sich der Einzelverkauf. Er lag im vierten Quartal 2009 bei 10.064 Exemplaren.

Die Zeitschrift ist Pflichtblatt aller deutschen Börsen. Einzelne Beiträge erhielten Journalistenpreise, so Redakteurin Renate Daum den Helmut Schmidt Journalistenpreis 2002 für die Aufdeckung des Skandals um die Neue Markt-Firma Comroad. Für das Online-Special „Geld-Akademie“ und eine Einsteigerserie in der gedruckten Ausgabe wurde Börse Online 2007 beim Medienpreis Oldenburger Feder ausgezeichnet.[1]

Herausgeber war seit dem Jahr 2000 Hans G. Linder, der vorher zehn Jahre Chefredakteur war. Bis Juli 2007 war dann Johannes Scherer Chefredakteur, der vorher bereits als stellvertretender Chefredakteur für die Zeitschrift tätig war. Im August 2007 hat ihn Stefanie Burgmaier abgelöst, die vorher Büroleiterin „Unternehmen“ der Wirtschaftswoche in Frankfurt war.

Ab März 2009 fasste der Gruner + Jahr Verlag seine Wirtschaftsredaktionen (u. a. auch impulse, Capital, Financial Times Deutschland) in einer Zentralredaktion in Hamburg zusammen. Der bisherige Redaktionsstandort München der Börse Online entfiel.[2] Neben der Hamburger Zentralredaktion saß die Politikredaktion in Berlin, die für Finanzen und Geld in Frankfurt am Main.

Anfang 2013 wechselte die Zeitschrift erneut den Eigentümer. Nachdem Gruner + Jahr die FTD eingestellt hatte, veräußerte der Verlag die Zeitschrift im Januar 2013 an den Finanzen Verlag, deren Geschäftsführer Frank-Bernhard Werner ist und der unter anderem Euro und Euro am Sonntag herausgibt.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Oldenburger Feder“ für sieben Journalisten PM vom 1. Februar 2007.
  2. FAZ: Ein ganz harter Schnitt