Bösensell

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Bösensell
Gemeinde Senden
Koordinaten: 51° 54′ 56″ N, 7° 28′ 46″ O
Höhe: 64 m ü. NN
Fläche: 21,55 km²
Einwohner: 2853 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 132 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 48308
Vorwahl: 02536
Dorfkern Bösensell (12. April 2014)
Dorfkern Bösensell (12. April 2014)

Bösensell (plattdeutsch Baisensell) ist ein Ortsteil der Gemeinde Senden im Kreis Coesfeld und liegt 15 km westlich von Münster.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesiedelt wurde in dieser Gegend schon um 5000 vor Christus. Im benachbarten, rund acht Kilometer entfernten Uphoven wurden Spuren gefunden, die belegen, dass bereits vor rund 7000 Jahren hier Menschen gelebt haben.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Bösensell um das Jahr 890 in einer Urkunde der Abtei Werden, dort hieß der Ort noch Basinseli.

Karte mit der ersten Siedlungsstätte in Basinseli

Von Basinseli nach Bösensell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Basinseli änderte sich im Laufe der Jahrhunderte über Baisensell und Buzenzele zu Bösensell.

Um 1148 war Bösensell Mittelpunkt des grundherrlichen domkapitularischen Amtes Bösensell.

Bis zur kommunalen Neugliederung am 1. Januar 1975, bei der Bösensell nach Senden eingemeindet wurde, gehörte der Ort zum Amt Roxel im Kreis Münster.[2] Deshalb gehören die evangelischen Christen Bösensells bis heute zur Evangelischen Kirchengemeinde Roxel und nicht zur Kirchengemeinde Senden.

Besondere Orte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche St. Johannes Baptist

Eingemeindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1975 wurde Bösensell in die Gemeinde Senden eingegliedert.[3] Ein kleiner Gebietsteil kam zu Nottuln.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Bösensell lebten am:

  • 06. Juni 1961: 000001423 Einwohner,
  • 27. Mai 1970: 000001488 Einwohner,
  • 30. Juni 1974: 000001701 Einwohner,
  • 30. November 2004: 2529 Einwohner,
  • 31. Dezember 2005: 2661 Einwohner,
  • 31. Dezember 2006: 2727 Einwohner,
  • 31. Dezember 2007: 2943 Einwohner.

Gewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Erscheinungsbild von Bösensell wird für Ortsfremde in erster Linie von dem am südlichen Ortsrand direkt an der L551 gelegenen Gewerbegebiet Südfeld geprägt. Des Weiteren existiert in direkter Nähe zur Autobahn A43 das Gewerbegebiet Am Dorn, in dem sich 2006 ein stark frequentierter Autohof mit Spielothek, Restaurant sowie Reise- und Fernfahrerservice angesiedelt hat. Inzwischen eröffneten in unmittelbarer Nähe weitere Gewerbeeinrichtungen. Diese Unternehmen, sowie die Gewerbetreibenden im Bereich des eigentlichen Ortskerns, sind im Gewerbeverein Bösensell organisiert.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haltepunkt Bösensell
  • Eisenbahn: Die Station Bösensell (1897 eingerichtet) liegt an der Bahnstrecke Wanne-Eickel–Hamburg. Hier hält der Rhein-Haard-Express und in etwa halbstündigem Abstand der Niers-Haard-Express Düsseldorf/Mönchengladbach–Münster.
  • Autobahn: Die A43 ist über die Anschlussstelle Senden erreichbar.
  • Bundes- und Landesstraßen: Die B235 beginnt an der Autobahnauffahrt zur A43 und geht nach Süden über Senden nach Witten. Die L551 (früher B51) verläuft parallel zur A43. Nach Norden gelangt man über die L550 nach Havixbeck.
  • Ein weit verzweigtes Wegenetz lädt zu Radtouren ein.
  • Rastplatz: Seit Mai 2006 hat Bösensell einen Autohof kurz vor der Autobahnauffahrt der A43.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helga Kraneburg: Geschichte der Pfarrei St. Johannes in Bösensell. In: Senden. Eine Geschichte der Gemeinde Senden mit Bösensell, Ottmarsbocholt, Venne. Gemeinde Senden, Senden 1992.
  • Gemeinde Senden (Hrsg.): Senden. Eine Geschichte der Gemeinde Senden mit Bösensell, Ottmarsbocholt, Venne., Senden 1992, ISBN 978-3-9802977-0-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bösensell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohnerzahlen der Gemeinde Senden
  2. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 314.