Bücherverbrennung beim Wartburgfest 1817

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Kolorierter Holzstich der Verbrennungsszene (ca. 1880)
Darstellung der Bücherverbrennung (1883)

Als Bücherverbrennung beim Wartburgfest wird ein Ereignis am 18. Oktober 1817 bezeichnet, bei dem nach dem offiziellen Ende des ersten Wartburgfestes Symbole der Gegner der frühen burschenschaftlichen Einheits- und Freiheitsbewegung verbrannt wurden. Im engeren Sinne handelte es sich um keine Bücherverbrennung, da mit Buchtiteln beschriftete Altpapierballen und militärische Objekte verbrannt wurden.

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wartburgfest in Eisenach am 18. Oktober 1817 erregte durch die geplante Teilnahme von etwa 5 % der damaligen deutschen Studenten bereits früh die Aufmerksamkeit der Behörden. So warnten etwa Repräsentanten aus Hannover den Weimarer Großherzog Carl August vor der Veranstaltung. Der liberale Großherzog war dem Vorhaben der Studenten jedoch zugetan. Für die am Abend des 18. Oktober geplanten Siegesfeuer zum Gedenken an die Völkerschlacht spendete er sogar das Holz.[1]

Es wird zumeist angenommen, dass der nicht anwesende Friedrich Ludwig Jahn die Aktion angeregt und die zu verbrennenden Bücher aufgelistet habe. So äußerte er bereits 1808 in seiner Schrift Deutsches Volksthum: „Es giebt Bücher genug, die von Henkershand sammt ihren Verfassern verbrannt zu werden verdienen“. Jakob Friedrich Fries habe Ergänzungen an der Liste vorgenommen. Der Philologiestudent Hans Ferdinand Maßmann, der die Verbrennung durchführte, habe die Bücher größtenteils nicht einmal gekannt. Weitere Bücher könnten während des Wartburgfestes hinzugefügt worden sein.[2] Der Historiker Klaus Malettke sieht für die Anleitung Jahns und die Behauptung, dass dieser die verbrannten Titel zusammengestellt habe, allerdings keine Belege.[3] Maßmann selbst berichtete, dass die gesamte Idee einer Bücherverbrennung spontan während des Festes entstanden sei, was der Historiker Joachim Burkhard Richter jedoch als Schutzbehauptung ansieht.[4]

Die Festleitung – ein Ausschuss der Jenaer Urburschenschaft – lehnte es mehrheitlich ab, eine Bücherverbrennung im offiziellen Teil des Wartburgfestes durchzuführen.[5]

Ablauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Darstellung des Siegesfeuers vom 18. Oktober 1814

Nach dem Ende der offiziellen Feierlichkeiten und einem Festessen zogen viele Teilnehmer des Wartburgfestes mit einem Fackelzug vom Eisenacher Marktplatz zum nahe gelegenen Wartenberg. Dort hatten Angehörige des Eisenacher Landsturms zum Gedenken an die Völkerschlacht wie schon in den Jahren zuvor mehrere Siegesfeuer entzündet.[6] Der Teilnehmer und spätere slowakische Nationaldichter Ján Kollár schildert die Szenerie als Volksfest mit „Buden, Zelte[n], Verkaufsstände[n] und Lauben“ sowie „Spiel, Tanz, Schießen, Feuerwerk, Gesänge[n] und unzählige[n] Unterhaltungen“.[7] Die eintreffenden Studenten wurden mit einem Feuerwerk begrüßt. Den Studenten wurde zuerst ein gesonderter Platz zugewiesen, später vermischten sich die Gruppen.[8]

Zunächst sangen die Teilnehmer das Lied „Des Volkes Sehnsucht flammt“ des Studenten Ludwig Roediger.[9][10] Dieser selbst hielt daraufhin eine aufrührerische Rede, die später als „Ein deutsches Wort an Deutschland’s Burschen gesprochen vor dem Feuer auf dem Wartenberg bei Eisenach“ veröffentlicht wurde. Sie wurde vor allem von den jungen anwesenden Teilnehmern begeistert aufgenommen:

„Wer bluten darf für das Vaterland, der darf auch davon reden, wie er ihm am besten diene im Frieden. So stehn wir unter freiem Himmel und sagen das Wahre und Rechte laut. Denn die Zeit ist gottlob gekommen, wo sich der Deutsche nicht mehr fürchten soll vor den Schlangenzungen der Lauscher und dem Henkerbeil der Tyrannen und sich niemand entschuldigen muß, wenn er vom Heiligen und Wahren spricht.“

Ludwig Roediger: Ein deutsches Wort an Deutschland’s Burschen gesprochen vor dem Feuer auf dem Wartenberg bei Eisenach, 1817, zitiert nach [11]

Nach der Rede Roedigers war das Ende der Veranstaltung vorgesehen. Aufgrund der kalten Witterung verließen nun die meisten Studenten den Wartenberg, um in ihre Unterkünfte in Eisenach zurückzukehren. Auch Jakob Friedrich Fries, der als einziger Professor an dem Siegesfeuer teilnahm, machte sich auf den Rückweg.

Paul Thumann: Luther verbrennt die Papstbulle (1872)

Während die verbliebenen Studenten am Feuer sangen und tranken, brachten Angehörige der Turnerbewegung, darunter Wilhelm und Robert Wesselhöft, einen Korb mit Makulaturballen. Diese stammten von dem Eisenacher Buchhändler Bärecke.[12] Hans Ferdinand Maßmann aus dem engeren Kreis des nicht anwesenden „Turnvaters“ Friedrich Ludwig Jahn begann nun, in einer Rede Schriftsteller, Schriften und die Obrigkeit zu schmähen. Er nahm Bezug auf die Bücherverbrennung, bei der Luther die Päpstliche Bulle Exsurge Domine und die Schriften des kanonischen Rechts im Dezember 1520 den Flammen überantwortet hatte.[13][14]

„So wollen auch wir durch die Flamme verzehren lassen das Angedenken derer, so das Vaterland geschändet haben, durch ihre Rede und That, und die Freiheit geknechtet und die Wahrheit und Tugend verleugnet haben in Leben und Schriften …“

Hans Ferdinand Maßmann, zitiert nach [13]

Mit einer Heugabel wurde jeweils ein Makulaturballen ins Feuer geworfen und der Titel laut ausgerufen. Nach einigen Quellen wurde der Titel vorher noch auf die Ballen geschrieben.[13][15] Den übrigen Teilnehmern war eventuell nicht bewusst, dass es sich um keine echten Bücher handelte.[16]

Danach wurden weitere Lieder gesungen und der Großherzog von Sachsen-Weimar für die Einführung einer Verfassung bejubelt.[17]

Verbrannte Gegenstände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Zeitschrift Isis wurden in der Nummer 195 aus dem Jahr 1817 die verbrannten Gegenstände und Bücher aufgeführt.

Bei der Aktion wurden keine Bücher verbrannt. Stattdessen wurden Altpapierbündel außen mit dem Titel der unerwünschten Bücher beschriftet und so dem Feuer übergeben. Daneben wurden auch Gegenstände, die die verhasste Obrigkeit repräsentieren sollten, verbrannt.

Autor Titel/Gegenstand Ausrufe zur Verbrennung[18]
Jean Pierre Frédéric Ancillon Ueber Souverainitaet etc. „Frohne du fortan dem Zwingherren der Hölle“
Georg Friedrich Willibald Ferdinand von Coelln Vertraute Briefe, Freymüthige Blätter, u. a. „Will ein undeutsches Preußenthum, hat die löbliche Turnkunst verketzert“
August Friedrich Wilhelm Crome Deutschlands Crisis und Rettung im April und May 1813.
Christoph Christian von Dabelow Der 13e Artikel der deutschen Bundesacte „Wer kennt den Gesellen nicht und sein Geschrei?“
H. (anonym) Die deutschen Roth- u. Schwarzmäntler
Karl Ludwig von Haller Restauration der Staatswissenschaft „Der Gesell will keine Verfassung des Deutschen Vaterlandes!“
Johann Paul Harl Die gemeinschädl. Folgen der Vernachlässigung einer den Zeitbedürfnissen angemessenen Policey in Universitätsorten überhaupt und in Ansehung der Studierenden ins Besondere „Fahre hin, du böser Feind und Widersacher der edlen Jugendfreiheit!“
Johann Ernst Theodor Janke Der neuen Freyheitsprediger Constitutionsgeschrey „Pfui dich, du Zwingherrnprediger!“
August von Kotzebue Geschichte des deutschen Reichs
Ludwig Theobul Kosegarten Rede gesprochen am Napoleonstage 1800, Geschichte meines fünfzigsten Lebensjahres, Vaterländische Lieder „Dies Buch frevelt an dem Vaterlande und an der Kunst der Rede, weil es gar redekünstlich geschrieben und den Zwingherrn abgöttlich verehrt.“
Carl Albert Christoph Heinrich von Kamptz Codex der Gensd’armerie
Wilhelm Reinhard Die Bundesacte über Ob, Wann und Wie? deutscher Landstände „Der Kerl muss brühwarm gepfeffert und gesalzen werden! - Es sind erst 8 Bogen etwa erschienen“
Theodor Schmalz Berichtigung einer Stelle in der Bredow-Venturinischen Chronik; und die beyden darauf „Das Buch ist wider den redlich strebenden Tugendbund, den Vaterlandsbund in der Noth, geschrieben, und somit gegen die Tugend. […] Gänse-, Schwein- und Hundeschmalz; Alles aber ohne Salz!“
Saul Ascher Germanomanie „Wehe über die Juden, so da festhalten an ihrem Judenthum und wollen über unser Volksthum und Deutschthum spotten und schmähen!“
Karl Christian Ernst Graf von Bentzel-Sternau Jason
Zacharias Werner Martin Luther oder die Weihe der Kraft, Die Söhne des Thals
Karl August von Wangenheim Die Idee der Staatsverfassung mit besonderer Rücksicht auf Württembergs alte Landesverfassung etc. „Der Mensch knechtet und frohnet dem Zwingherrn klar und offenbar.“
Code civil „Wer Pech angreift, besudelt sich!“
Justus Friedrich Wilhelm Zachariae Über den Code Napoleon
Carl Leberecht Immermann Ein Wort zur Beherzigung (gegen die Burschenschaft zu Halle)
Franz Daniel Friedrich Wadzeck, Joachim Gottfried Wilhelm Scheerer, „und alle andre schreibende, schreiende und schweigende Feinde der löblichen Turnkunst“ gegen die Turnkunst „In’ Feuer mit den Wichten! In’s Feuer!“
Die Statuten der Adelskette „Die Hemmkette der Freiheit, Wahrheit und Gerechtigkeit! Eine wahre Höllenkette!“
Allemannia und andere Zeitschriften und Zeitungen „Die allerlei Männer und Mannschaften will, aber nicht Ein Deutsches Vaterland; die Verkappte, die solchen Namen zur Hel- und Nebelkappe trägt“
hessischer Soldatenzopf
„Schnürleib“ eines preußischen Ulanen[19] „Es hat der Held und Kraft-Ulan sich einen Schnürleib umgetan, damit das Herz dem braven Mann nicht in die Hose fallen kann“
österreichischer Korporalsstock

Folgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die „Feuerrede“ Roedigers sorgte bereits für sich alleine für Aufmerksamkeit. Sie wurde verlegt und war schnell vergriffen. Von Gegnern wie Sympathisanten der Burschenschaft wurde sie zur Einschätzung der Vorkommnisse herangezogen.[20] Dadurch fand Roediger auch zu einem Stipendium.[21]

Der neue Leitende Direktor des preußischen Polizeiministeriums Karl Albert von Kamptz bewertete die Rede nach einer Detailanalyse als „staatsverbrecherisch“. In einer „Erörterung über die öffentliche Verbrennung von Druckschriften“ forderte Kamptz, „daß sie [die Verbrennung] für alle, besonders treulosen und schändlichen Verbrechen, z. B. für die Werke öffentlicher Lehrer und Histrionen [sic!] eingeführt werden sollte, welche vom Staat angestellt worden, die jungen Bürger zu treuen Staatsbürgern und brauchbaren Staatsdienern zu bilden, diese Bestimmung aber nicht erfüllen, sondern ihnen schon frühzeitig das Gift ihrer demagogischen Grundsätze einhauchen!“ Damit zielte von Kamptz auf die liberalen Professoren, die die Burschenschaft unterstützten, und bezog sich auf das damals geltende Preußische Landrecht, das eine Bücherverbrennung zur Bekämpfung politischer Gegner ermöglichte.[22][23] Von Kamptz sah in der Verbrennung von gültigen Rechtstexten – insbesondere seiner eigenen Sammlung von Polizeigesetzen – eine „Majestätsbeleidigung“ und warf Großherzog Karl August vor, dass dieser durch die Duldung der Veranstaltung ermöglicht habe, dass seine eigenen Gesetze „öffentlich verhöhnt und beschimpft wurden.“[24]

Auch der russische Gesandte David Maximowitsch Alopaeus sah in der Rede zu seinem Entsetzen „den Wunsch einer allgemeinen republikanischen Verfassung laut ausgesprochen.“[25]

Die am Wartburgfest anwesenden Professoren wurden in der Folge zunehmend unter Druck gesetzt und ließen sich dadurch sukzessive ausschalten. Lediglich Lorenz Oken stellte sich eindeutig vor die Studenten:[26]

„Denn das Gekrächze, als hienge ihm das Bücherverbrennen eine Makel an, worauf selbst die Freunde hörten und daher wähnten, es stünde besser im Hintergrunde, ist in unsern Ohren ein Jammergeklapper unseres süßen Zeitalters. Nein! Gerade dieser Brand ist die Erscheinung des Festes; diese ist es, welche ihm Rang gegeben; und dieser ist es, welcher unserer Jugend Stärke gibt; und diese ist es, welche einst Deutschland sich selbst gibt! Großes ist nie in der Ordnung (nehmlich in der eurigen) und wehe der Welt, wenn sie das Große verliert oder gar unterdrückt – oder vielmehr nur unterdrücken wollen möchte; denn Frösche wie ihr strampeln nur, weil eine höhere Kraft die Pfoten zwischen zwei Fingern hält! Durch euere Schleicherey oder Quackerey ist noch kein Guller aufgeweckt worden. Ein Volk muß sich rühren, wenn es denken soll, und es rührt sich, wenn es denkt und je mehr es denkt, desto mehr rührt es sich; denn das Volk ist kein steifer Gelehrter der lebenslänglich meist nur einerley, nicht viel denkt, und dabei ersteift wie wir bald auch – müssen. Frisch, jugendlich und beweglich ist das Leben, und die Menschheit ist die ewige Jugend, die sich so wenig im Gleise halten läßt, welches ein versteifter Stäätler ausfurcht, als ein rüstiger geschickter und tüchtiger Knabe von seinen hypochondrischen Vater, es sey denn, daß er ihn einsperre und ihm das Licht raube, oder ihn ein Bein entzwey schlage.“

Maßmann wurde zu einer achttägigen Karzerhaft verurteilt, zuvor schrieb er über die Verbrennung in seiner Verteidigungsschrift:

„Wir wollten verbrennen und haben verbrannt […] die Grundsätze und Irrlehren der Zwingherrschaft, Knechtschaft, Unfreiheit, Unmännlichkeit und Unjugendlichkeit, der Geheimniskrämerei und Blindschleicherei, des Kastengeistes und der Drillerei, die Machwerke des Schergen-, Hof-, Zopf-, Schnür- und Perückenteufels, der Schmach des Lebens und des Vaterlandes.“

Hans Ferdinand Maßmann, 21. Januar 1818

Mit der zwei Jahre später folgenden Ermordung August von Kotzebues durch Karl Ludwig Sand wurden die Burschenschafter dann mit aller Härte verboten und verfolgt (Demagogenverfolgung).

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wartenberg (rechts) neben der Wartburg.

Zeitgenössische[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dietrich Georg von Kieser und vor allem auch Johann Wolfgang von Goethe – damals Staatsminister – bekundeten ihren Beifall für Roedigers Rede. Goethe erklärte später, er musste bei einem Treffen mit Roediger an sich halten, „dem lieben Jungen […] nicht um den Hals zu fallen“.[11] Die Verbrennung von Kotzebues Buch erfüllte dessen Rivalen Goethe mit Genugtuung, welche er in einem Spottgedicht verewigte:[27]

Demselben. [gemeint ist Kotzebue]
Eisenach, dem 18. October 1817

Du hast es lange genug getrieben,
Niederträchtig vom Hohen geschrieben,
Hättest gern die tiefste Niedertracht
Dem Allerhöchsten gleichgebracht.
Das hat denn deine Zeitgenossen,
Die Tüchtigen mein’ ich, baß verdrossen:
Hast immer doch Ehr’ und Glück genossen.

St. Peter hat es dir aber gedacht,
Daß du ihn hättest gern klein gemacht,
Hat dir einen bösen Geist geschickt,
Der dir den heimischen Sinn verrückt,
Daß du dein eignes Volk gescholten.
Die Jugend hat es dir vergolten:
Aller End’ her kamen sie zusammen,
Dich haufenweise zu verdammen;
St. Peter freut sich deiner Flammen.

Andererseits ist in Goethes Korrespondenz auch über „den garstigen Wartburger Feuerstank […], den ganz Deutschland übel empfindet“ zu lesen. Dies ist wohl auch durch den wachsenden politischen Druck begründet, der Goethe zu Zurückhaltung und diplomatischer Vermittlung zwang.[28]

Karl Wilhelm von Fritsch, Staatsminister des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach, verteidigte das Wartburgfest und sah etwaige politische Äußerungen wie die Bücherverbrennung als „accidens“ und „Seitensprung“ an. Auch sein Kollege und leitender Staatsminister Christian Gottlob von Voigt schrieb, es sei „alles ernstlich zugegangen, vielleicht die Späße bei dem Feuer auf dem Berge ausgenommen“, letztere seien ein Ausrutscher durch „Studentenlustigkeit“. In Reaktion auf Verstimmungen ausländischer Politiker verfasste schließlich auch Karl Friedrich Anton von Conta eine Gegenschrift.[29]

Heinrich Heine, der selbst kurz einer Burschenschaft angehörte, äußerte sich folgendermaßen zu dem Vorkommnis:

„Auf der Wartburg krächzte die Vergangenheit ihren obskuren Rabengesang, und bei Fackellicht wurden Dummheiten gesagt und getan, die des blödsinnigsten Mittelalters würdig waren! (…) Auf der Wartburg herrschte jener beschränkte Teutomanismus, der viel von Liebe und Glaube greinte, dessen Liebe aber nichts anderes war als Haß des Fremden und dessen Glaube nur in der Unvernunft bestand, und der in seiner Unwissenheit nichts Besseres zu erfinden wußte als Bücher zu verbrennen! […] Eben derjenige, welcher das Bücherverbrennen auf der Wartburg in Vorschlag brachte, war auch zugleich das unwissendste Geschöpf, das je auf Erden turnte und altdeutsche Lesarten herausgab: wahrhaftig, dieses Subjekt hätte auch Bröders lateinische Grammatik ins Feuer werfen sollen!“

Heinrich Heine: Ludwig Börne. Eine Denkschrift. Viertes Buch, 1840.

Das berühmte Zitat Heines „dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen“ aus seinem Werk Almansor von 1821 bezieht sich entgegen einer weit verbreiteten Annahme nicht auf das Wartburgfest, sondern auf eine Koranverbrennung während der spanischen Reconquista um 1500.

Günter Steiger (1925–1987) stellte fest, dass die medialen Berichte zunächst „fast durchweg positiv“ ausfielen. Wenig später, um den Beginn des November 1817 begannen publizistische Angriffe.[30] So habe die Neue Speyerer Zeitung am 27. November 1817 einen den Vorkommnissen gewogenen Leserbrief folgenden Text vorangestellt:

„Hört man die Nachrichten aus Berlin, so sollte man meinen, auf dem Wartenberg sey eine wahre Hexen-Nacht gefeiert worden, wozu 600 rothkäppige Studenten auf Ziegenhörnern, Besenstielen und Ofengabeln herbeygefahren, und wo es auf nichts geringeres abgesehen gewesen sey, als den Mond vom Himmel herabzureißen und über Erd und Meer wilde Stürme zu erregen.“

Neue Speyerer Zeitung, 27. November 1817

Wissenschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Günter Steiger begann mit Roedigers Rede nach dem eher volksfesthaften Charakter der vorhergehenden Veranstaltungen eine „eindeutig profilierte Demonstration“. In der Rede brach nun die „Empörung über die Ungerechtigkeit der Gegenwart […] mit elementarer Wucht durch“, die Rede wurde „der schärfte Ausdruck studentischen Rebellentums“. Das deutsche Volk sei „im Abwehrkampf gegen fremde Unterdrückung mündig geworden […] und zum Bewusstsein eigener Kraft [gelangt], aus dem sich […] das Recht der Mitbestimmung über die Geschicke des Vaterlandes ableitet“. Gleichzeitig habe diesem „Protest ohne Programm“ eine „konkrete politische Zielstellung und Orientierung“ gefehlt.[31]

Der Historiker Hans-Ulrich Wehler vermutet, der beim Wartburgfest nicht anwesende Jahn sei der geistige Urheber „jener wirren Mischung aus antikonservativem Protest, Germanenkult, Frankophobie und Judenhass“ gewesen.[32]

Der Essayist Peter Hacks bemerkte, dass ausnahmslos alle betroffenen Autoren Anhänger Napoleons bzw. seiner Auffassungen und Ziele gewesen seien. Der Sozialwissenschaftler Gerhard Schäfer bezieht sich darauf, und sieht so einen „Haß der rückständigen völkisch-deutschtümelnden Nationalisten im Gefolge Jahns auf die bonapartistischen Universalisten“.[33]

Antijudaismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mehrfach wurde in der Verbrennung des Buches „Germanomanie“ des jüdischen Schriftstellers Saul Ascher sowie der dazu erklungene Ausruf „Wehe über die Juden […]“ eine Traditionslinie des religiös motivierten Antijudaismus gesehen, die spätestens in den 1920er Jahren in Studentenverbindungen zu Antisemitismus und zum Ausschluss von Juden geführt habe. Dies wird zuweilen in Kontext zu den Verbrechen des Nationalsozialismus gesetzt, indem etwa das bekannte Heine-Zitat „dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende Menschen“ entgegen Heines Intention auf die Bücherverbrennung beim Wartburgfest bezogen wird. Nach dem Erziehungswissenschaftler Benjamin Ortmeyer sei die „ganze Zeitspanne zwischen 1814 und 1848 […] nicht umsonst und nicht zufällig zentrale Fundquelle für die Nazis gewesen“.[34]

Saul Ascher, der sich mit der Germanomanie unter anderem gegen den Antijudaismus und den vermeintlichen Gegensatz von Deutschen und Juden seiner Zeit wendete, reagierte 1818 auf die Verbrennung mit dem Pamphlet Die Wartburgfeier.[35]

Joachim Burkhard Richter bezeichnet es in seiner Biografie Hans Ferdinand Maßmanns als „überzogen“, die Bücherverbrennung zum „antisemitischen Fanal“ zu erklären. In Maßmanns Werken aus der Zeit vor dem Wartburgfest seien Juden nicht erwähnt worden. Seiner Meinung „lief das Werk [Aschers] mehr am Rande mit“.[36]

Peter Kaupp weist auf die religiöse Motivation der Urburschenschaft hin, wo es um den Ausschluss von Juden ging und betont damit den Unterschied von Antijudaismus und Antisemitismus. Weiter sei in mehreren Hochschulorten die Aufnahme von Juden in Burschenschaften zunächst möglich gewesen, andernorts war sie ausgeschlossen. Unter dem Eindruck der staatlichen Verfolgung mit den Karlsbader Beschlüssen ab 1819 wurde Juden die Aufnahme versagt. Zwischen 1827 und 1831 wurden diese Regelungen aufgegeben, so dass Juden in alle Burschenschaften aufgenommen werden konnten und wurden. Daher sei keine durchgehende Linie zum Antisemitismus des 20. Jahrhunderts zu ziehen.[37][38]

Im Handbuch des Antisemitismus wird die Verbrennung der „Germanomanie“ Aschers unterschiedlich bewertet. Nach dem Historiker Werner Treß verliehen diese Vorgänge dem Wartburgfest eine „antisemitische Dimension“, der Historiker Ulrich Wyrwa – der über Ascher hinaus weitere durch die Bücherverbrennung betroffene jüdische Autoren proklamiert – bezeichnet den Vorgang als „antijüdischen Eklat“.[38][39] Der Soziologe Werner Bergmann nimmt dagegen an, dass Jahn Aschers Buch der Verbrennungsliste „als direkte Reaktion auf Aschers Angriffe und dessen »Französelei« […] und weniger als eine gegen Ascher als Juden gerichtete Aktion“ hinzugefügt habe.[40]

Bezüge zu den Bücherverbrennungen von 1933[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vielfach wurden Bezüge zwischen der Bücherverbrennung 1933 in Deutschland und dem Wartburgfest hergestellt. Die für erstere maßgeblich verantwortliche Deutsche Studentenschaft stellte diesen Bezug bereits in den Vorbereitungen der Aktion „wider den undeutschen Geist“ selbst her und versuchte damit, sich in eine historische Tradition zu stellen. Insbesondere der NS-Studentenfunktionär und Burschenschafter Gerhard Krüger wollte so historische Brücken schlagen.[41]

Von Oppositionellen der NS-Zeit, Verbindungskritikern aber auch Historikern wird in diesem Zusammenhang des Öfteren eine zentrale Rolle von Studentenverbindungen und insbesondere Burschenschaften bei den Aktionen 1933 erwähnt. Allerdings waren an keinem Hochschulort Verbindungen organisatorisch an den Bücherverbrennungen beteiligt, und lediglich in Berlin nahmen ganze Aktivitates von Verbindungen an den Verbrennungen teil.[42][43]

Die Politikwissenschaftlerin Alexandra Kurth sieht dennoch eine Traditionslinie von 1817 zu 1933:

„Die Bücherverbrennungen von 1817 und 1933 verklammern […] gleichsam Herausbildung und Radikalisierung des völkisch-nationalistischen Denkens und geben Zeugnis von der Kontinuität des antiliberalen und antidemokratischen Geistes.“

Alexandra Kurth, in: Blut und Paukboden. Eine Geschichte der Burschenschaften, Frankfurt a.M. 1997, S. 116, zitiert nach [43]

Der DDR-Historiker Günter Steiger äußerte sich dazu wie folgt:

„In […] der […] Tendenz unterschied sich die Verbrennung von 1817 […] grundlegend von der berüchtigten Bücherverbrennung im Mai 1933. Diese […] Aktion eröffnete bekanntlich die Diktatur einer extrem reaktionären Bewegung und wandte sich gegen Deutschlands progressivste Schriftsteller, war planmäßig von oben organisiert und ‚beantwortete‘ das Problem der Freiheit kurzerhand im Sinne der Bejahung des politischen Terrors.“

Günter Steiger, Urburschenschaft und Wartburgfest, 2. Auflage, Leipzig 1991, S. 126; zitiert nach [43]

Die Historikerin Helma Brunck bemerkte, dass sich die NS-Studenten als „die eigentlichen Fortführer der Tradition von 1817, darin übrigens nicht unähnlich jener FDJ, die nach 1950 die Usurpation und Instrumentalisierung der Tradition der Urburschenschaft versuchte“, darstellten. „Als eine der frühesten politischen Äußerungen in Deutschland waren das Wartburgfest und die Bücherverbrennung, ihre Signal- und Symbolfunktion zu jeder Zeit offensichtlich ungeheuer wichtig, zumal sich ganz verschiedene politische Zielsetzungen hineinprojizieren ließen, abstrakte Begriffe wie Einheit und Freiheit völlig unterschiedlich interpretiert werden konnten und in der Folge Legitimiationsgrundlagen für gegenwärtige Politik schufen.“[44]

Der Historiker Peter Kaupp wies darauf hin, dass bei der Bücherverbrennung 1933 Korporierte Täter wie Opfer waren. Zu ersteren gehörten etwa Joseph Goebbels, Alfred Rosenberg, Gerhard Krüger, Hans Karl Leistritz und Fritz Hippler, zu letzteren etwa Sigmund Freud, Alfred Kerr, Ferdinand Lassalle, Karl Marx, Franz Mehring, Magnus Hirschfeld, Egon Erwin Kisch, Heinrich Heine und Franz Oppenheimer.[43]

Die Verbrennung militärischer Gegenstände

Steiger wie Kaupp führen den Unterschied an, dass das Ziel der Bücherverbrennung von 1933 die physische Vernichtung der verhassten Bücher, die systematisch aus den Bibliotheken gesammelt und zu den Feuern transportiert wurden, und mittelbar ihrer Inhalte und Autoren war. Dagegen sei die Verbrennung von 1817 als eine symbolische Abneigungsbekundung zu verstehen. In der Verbrennung militärischer Gegenstände 1817 sieht Steiger einen antimilitaristischen Zug, der ob der vielen teilnehmen Veteranen und Anhänger der Idee eines „Volkes in Waffen“ erstaunlich sei und im starken Kontrast zur Bücherbrennung 1933 stehe. Außerdem stehe die Parole von 1933 „Wir fordern die Zensur!“ inhaltlich im Gegensatz zu den freiheitlichen Idealen der Burschenschaft.[45] Werner Treß hält es aufgrund der „unterschiedlichen historischen Kontexte“ für „irreführend, von einer wirklichen Kontinuität der Bücherverbrennungen von 1520, 1817 und 1933 auszugehen.“[46]

Der Literaturwissenschaftler Theodor Verweyen sieht einige stichhalte Hinweise dafür, die Bücherverbrennung von 1933 als historische Singularität – ähnlich der Singularität des Holocaust – zu bezeichnen. Dazu gehörten die „Größenordnung der vernichteten Buchkultur“, das Ausmaß der betroffenen Wissenschafts- und Kulturbereiche, die Intensität der Ausgrenzung der Autoren, die „Systemizität der Durchführung, die staatliche und behördliche Unterstützung, die Breite der gesellschaftlichen Unterstützung“ und schließlich „das Maß des Vernichtungswillens“. Während vorausgehende Bücherverbrennungen meist symbolische Handlungen gewesen seien, seien die Bücherverbrennungen von 1933 eine „Liquidierung in re“, „Vorwegnahmen realer Menschenvernichtungen in systematisch-planmäßigem Vollzug“ gewesen.[47]

Gerhard Schäfer sieht Bezüge zu 1933 ambivalent. Er verweist auf die rechtliche Lage 1817, die Bücherverbrennungen als Strafe ermöglicht habe, und sieht es als problematisch, den Studenten von 1817 die nachträgliche Vereinnahmung ihrer Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten zum Vorwurf zu machen.[33]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst Jung: Wartburgfest 1817. Aufbruch zur deutschen Einheit (= Deutschland und Europa, Band 21). Landeszentrale für politische Bildung, Stuttgart / Vaihinger Satz und Druck, Wimmershof, Vaihingen/Enz 1991 OCLC 75342601.
  • Klaus Malettke (Hrsg.): 175 Jahre Wartburgfest. 18. Oktober 1817–18. Oktober 1992 (= Darstellungen und Quellen zur Geschichte der deutschen Einheitsbewegung im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert, Band 14). Winter, Heidelberg 1992, ISBN 3-533-04468-8.
  • Bernhard Sommerlad: Wartburgfest und Corpsstudenten. Einst und Jetzt. Band 24 (1979), S. 16–42.
  • Günter Steiger: Aufbruch. Urburschenschaft und Wartburgfest. Urania, Leipzig 1967, OCLC 4296001.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Joachim Burkhart Richter: Hans Ferdinand Maßmann - Altdeutscher Patriotismus im 19. Jahrhundert, de Gruyter, Berlin 1992, S. 72
  2. Joachim Burkhart Richter: Hans Ferdinand Maßmann - Altdeutscher Patriotismus im 19. Jahrhundert, de Gruyter, Berlin 1992, S. 75
  3. Klaus Malettke: Zur politischen Bedeutung des Wartburgfestes im Frühliberalismus, in: Klaus Malettke (Hrsg.): 175 Jahre Wartburgfest, 18. Oktober 1817 - 18. Oktober 1992, Heidelberg 1992, S. 23
  4. Joachim Burkhart Richter: Hans Ferdinand Maßmann - Altdeutscher Patriotismus im 19. Jahrhundert, de Gruyter, Berlin 1992, S. 75
  5. Joachim Burkhart Richter: Hans Ferdinand Maßmann - Altdeutscher Patriotismus im 19. Jahrhundert, de Gruyter, Berlin 1992, S. 73
  6. Günter Steiger: Aufbruch - Urburschenschaft und Wartburgfest, Leipzig/Jena/Berlin 1967, S. 106
  7. Jutta Krauss: Das Wartburgfest der deutschen Burschenschaft, Schnell + Steiner, 2011, S. 16–17
  8. „So strömten dann die Gefühle Aller aus in ein lautes Herrlich! Herrlich! als der Redner geendet hatte, und in ungestümer Freude stürzten sich die ergriffenen Jünglinge einander in die Arme, wie von einem unsichtbaren Geiste geführt. Die Landsturmsmänner, die nahe bei ein eigenes Jubelfeuer hatten, waren während der Rede alle herübergekommen und hatten sich in die Schaar gemischt, waren eingetaucht und getauft worden in dem Strom des allgemeinen Enthusiasmus.“ Carl Hoffmeister: Beschreibung des Festes auf der Wartburg. Sendschreiben eines Gutgesinnten, gedruckt in Deutschland und für Deutsche 1818, 1818, zitiert nach Angela Luise Heinemann: Studenten im Aufbruch - die Entstehung der Jenaer Urburschenschaft und das Wartburgfest als mediale Inszenierung, in Harald Lönnecker (Hrsg.): „Deutschland immer gedient zu haben ist unser höchstes Lob!“ Zweihundert Jahre Deutsche Burschenschaften. Eine Festschrift zur 200. Wiederkehr des Gründungstages der Burschenschaft am 12. Juni 1815 in Jena, Heidelberg 2015, S. 55
  9. Günter Steiger: Aufbruch - Urburschenschaft und Wartburgfest, Leipzig/Jena/Berlin 1967, S. 107
  10. Text zu finden etwa im Morgenblatt für gebildete Stände, Ausgabe vom 8. November 1817, abrufbar bei Google Books
  11. a b Peter Kaupp: „Aller Welt zum erfreulichen Beispiel“ Das Wartburgfest von 1817 und seine Auswirkungen auf die demokratischen deutschen Verfassungen, Online-Veröffentlichung der Gesellschaft für burschenschaftliche Geschichtsforschung, Dieburg 2003, S. 7
  12. Robert Wesselhöft: Geschichte der Jenaischen Burschenschaft, redigiert und kommentiert von Peter Kaupp und Klaus Malettke, S. 266, Fußnote 55, in: Klaus Malettke (Hrsg.): 175 Jahre Wartburgfest, 18. Oktober 1817 - 18. Oktober 1992, Heidelberg 1992
  13. a b c Günter Steiger: Aufbruch - Urburschenschaft und Wartburgfest, Leipzig/Jena/Berlin 1967, S. 111
  14. Peter Kaupp: „Dort, wo man Bücher verbrennt …“, in Studentenkurier der Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte, Ausgabe 2/2008, S. 7
  15. Paul Wentzcke: Das Wartburgfest am 18. Oktober 1817, in: Geschichte der Deutschen Burschenschaft, 1. Band, Heidelberg 1919, S. 216–218
  16. Joachim Burkhart Richter: Hans Ferdinand Maßmann - Altdeutscher Patriotismus im 19. Jahrhundert, de Gruyter, Berlin 1992, S. 75
  17. Angela Luise Heinemann: Studenten im Aufbruch - die Entstehung der Jenaer Urburschenschaft und das Wartburgfest als mediale Inszenierung, in Harald Lönnecker (Hrsg.): „Deutschland immer gedient zu haben ist unser höchstes Lob!“ Zweihundert Jahre Deutsche Burschenschaften. Eine Festschrift zur 200. Wiederkehr des Gründungstages der Burschenschaft am 12. Juni 1815 in Jena, Heidelberg 2015, S. 57
  18. Hans Ferdinand Maßmann: Kurze und wahrhaftige Beschreibung des großen Burschenfestes auf der Wartburg bei Eisenach am 18ten und 19ten des Siegesmonds 1817. Nebst Reden und Liedern. 1817.
  19. damit ist wahrscheinlich die taillierte Kurtka gemeint; vgl. Markus Bernauer (Hrsg.): Jean Pauls Sämtliche Werke. Historisch-kritische Ausgabe, IV. Abteilung, Bd. 7: Briefe an Jean Paul 1815 bis 1819. Akademie-Verlag, Berlin 2013, S. 595.
  20. Günter Steiger: Aufbruch - Urburschenschaft und Wartburgfest, Leipzig/Jena/Berlin 1967, S. 109–110
  21. Er erhielt 200 Taler und eine Zusage für eine Festanstellung durch den preußischen Regierungsdirektor Fernow aus Gumbinnen in Ostpreußen.
  22. Friedrich Förster: Bemerkungen gegen die angeblich rechtliche Erörterung des Herrn von Kamptz, über die öffentliche Verbrennung von Druckschriften. In: Nemesis. Zeitschrift für Politik und Geschichte. Band 11/3, S. 315–350.
  23. Klaus Malettke: Zur politischen Bedeutung des Wartburgfestes im Frühliberalismus, in: Klaus Malettke (Hrsg.): 175 Jahre Wartburgfest, 18. Oktober 1817 - 18. Oktober 1992, Heidelberg 1992, S. 24
  24. „Ew. K[önigliche] H[oheit] eigne Gesetze sind es also, die in Höchst Ihrem eignen Lande, von Höchst-Ihren eigenen Dienern, von Höchst-Ihren eigenen Unterthanen öffentlich verbrannt, oder, nach Absicht jener Feuer-Censoren, öffentlich verhöhnt und beschimpft sind.“ zitiert nach Günter Steiger: Aufbruch - Urburschenschaft und Wartburgfest, Leipzig/Jena/Berlin 1967, S. 113
  25. Günter Steiger: Aufbruch - Urburschenschaft und Wartburgfest, Leipzig/Jena/Berlin 1967, S. 110
  26. Günter Steiger: Aufbruch - Urburschenschaft und Wartburgfest, Leipzig/Jena/Berlin 1967, S. 127–128
  27. Johann Wolfgang von Goethe, Goethe’s sämmtliche Werke in vierzig Bänden, Bände 5-6, S. 162
  28. Goethes Haltung zum Burschenschaftstreffen von 1817
  29. Hans Tümmler: Die Folgen des Wartburgfestes für den Herrn der Burg, Großherzog Carl August von Sachsen-Weimar, seinen Staat und die Universität Jena, in: 175 Jahre Wartburgfest, 18. Oktober 1817 - 18. Oktober 1992, Heidelberg 1992, S. 174–175
  30. Günter Steiger: Aufbruch - Urburschenschaft und Wartburgfest, Leipzig/Jena/Berlin 1967, S. 128–130
  31. Günter Steiger: Aufbruch - Urburschenschaft und Wartburgfest, Leipzig/Jena/Berlin 1967, S. 106–109
  32. Hans-Ulrich Wehler: Deutsche Gesellschaftsgeschichte, Bd. 2: Von der Reformära bis zur industriellen und politischen „Deutschen Doppelrevolution“. C.H. Beck, München 1987, S. 335
  33. a b Gerhard Schäfer: Die frühe Burschenschaftsbewegung, in: Blut und Paukboden – Eine Geschichte der Burschenschaften, Frankfurt am Main 1997, S. 26–31
  34. Benjamin Ortmeyer: Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch Menschen; Heinrich Heine und die Wartburgfeier – anlässlich des 70. Jahrestages der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933, Online-Veröffentlichung an der Universität Frankfurt, S. 10
  35. André Thiele: Gegen den ewigen deutschen Hass, Die Zeit, Ausgabe 45/2015, 9. November 2015, online abgerufen am 13. Juli 2017
  36. Joachim Burkhart Richter: Hans Ferdinand Maßmann - Altdeutscher Patriotismus im 19. Jahrhundert, de Gruyter, Berlin 1992, S. 77–78
  37. Peter Kaupp: Burschenschaft und Antisemitismus, Online-Veröffentlichung der Gesellschaft für burschenschaftliche Geschichtsforschung, Dieburg 2004, S. 4–9
  38. a b Ulrich Wyrwa: Deutsche Burschenschaften, in: Wolfgang Benz (Hrsg.): Handbuch des Antisemitismus, Bd. 5, Organisationen, Institutionen, Bewegungen, Berlin 2012, S. 138–140
  39. Werner Treß: Wartburgfest, in: Wolfgang Benz (Hrsg.): Handbuch des Antisemitismus, Bd. 4, Ereignisse, Dekrete, Kontroversen, Berlin 2011, S. 434–435
  40. Werner Bergmann: Jahn, Friedrich Ludwig, in: Wolfgang Benz (Hrsg.): Handbuch des Antisemitismus, Bd. 2/1, Personen, Berlin 2009, S. 406
  41. Helma Brunck: Zwischen Heroisierung und Instrumentalisierung - die Burschenschaften zwischen beiden Weltkriegen, in Harald Lönnecker (Hrsg.): „Deutschland immer gedient zu haben ist unser höchstes Lob!“ Zweihundert Jahre Deutsche Burschenschaften. Eine Festschrift zur 200. Wiederkehr des Gründungstages der Burschenschaft am 12. Juni 1815 in Jena, Heidelberg 2015, S. 995 und S. 1006
  42. Helma Brunck: Zwischen Heroisierung und Instrumentalisierung - die Burschenschaften zwischen beiden Weltkriegen, in Harald Lönnecker (Hrsg.): „Deutschland immer gedient zu haben ist unser höchstes Lob!“ Zweihundert Jahre Deutsche Burschenschaften. Eine Festschrift zur 200. Wiederkehr des Gründungstages der Burschenschaft am 12. Juni 1815 in Jena, Heidelberg 2015, S. 1007
  43. a b c d Peter Kaupp: „Dort, wo man Bücher verbrennt…“, in Studentenkurier 2/2008, S. 7
  44. Helma Brunck: Zwischen Heroisierung und Instrumentalisierung - die Burschenschaften zwischen beiden Weltkriegen, in Harald Lönnecker (Hrsg.): „Deutschland immer gedient zu haben ist unser höchstes Lob!“ Zweihundert Jahre Deutsche Burschenschaften. Eine Festschrift zur 200. Wiederkehr des Gründungstages der Burschenschaft am 12. Juni 1815 in Jena, Heidelberg 2015, S. 1009–1010
  45. Günter Steiger: Aufbruch - Urburschenschaft und Wartburgfest, Leipzig/Jena/Berlin 1967, S. 116
  46. Werner Treß: Einleitung, In: Werner Treß (Hrsg.): Verbrannte Bücher 1933, Bonn 2009, S. 10
  47. Theodor Verweyen: Bücherverbrennungen – Eine Vorlesung aus Anlaß des 65. Jahrestages der »Aktion wider den undeutschen Geist«, Heidelberg 2000, S. 207–210