Büdesheim (Schöneck)

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Büdesheim
Gemeinde Schöneck
Koordinaten: 50° 12′ 50″ N, 8° 49′ 56″ O
Höhe: 118 (114–145) m ü. NHN
Fläche: 8,15 km² (LAGIS)
Einwohner: 3052 (1970) (LAGIS)
Bevölkerungsdichte: 374 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1970
Postleitzahl: 61137
Vorwahl: 06187

Büdesheim ist ein Ortsteil der Gemeinde Schöneck im Main-Kinzig-Kreis in Hessen.

Büdesheim liegt am Rande der Wetterau in der naturräumlichen Teileinheit Heldenbergener Wetterau. Die Bundesstraße 521 führt durch den Ort. Büdesheim liegt an der Bundesbahnstrecke Bad VilbelStockheim, der sogenannten Niddertalbahn, an der eine Haltestelle besteht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Dorf im Jahre 802 als Butensheim. Danach wandelte sich der Ortsname über Budensheim (1015) und Buodenesheim (1017) zum heutigen Namen. Büdesheim gehörte zum Freigericht Kaichen, das im 15. Jahrhundert unter die Herrschaft der Burggrafschaft Friedberg kam. Mit diesem fiel es 1806 an Hessen-Darmstadt.

Am 31. Dezember 1970 wurde Büdesheim in die neue Gemeinde Schöneck, im Landkreis Hanau, eingegliedert.[1]

Bis zu seinem Ausscheiden gehörte Büdesheim zu Landkreis Friedberg. Am 1. August 1972 wurde der Landkreis Friedberg durch das Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Büdingen und Friedberg vom 11. Juli 1972 aufgelöst.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: "Von Gold und Rot geteilt, oben ein wachsender rot-gekröter und rot-bewehrter schwarzer Adler, unten ein goldener Dreispitzbalken (Zickzackbalken)."

Das Wappen wurde 1957 durch das hessische Innenministerium genehmigt.

Der obere Teil des Wappens mit dem halben Reichsadler, der in ganzer Figur bereits im Gerichtssiegel im 18 Jh. erscheint, nimmt Bezug auf die ehemalige Zugehörigkeit des Ortes zur Burggrafschaft Friedberg. Der untere Teil stellt das Wappen des Burggrafen Johann Brendel von Homburg in verwechselten Farben dar.

Das Wappen wurde unter der Sachbearbeitung des Darmstädter Staatsarchivars Dr. Walter Gunzert in Zusammenarbeit mit dem Heraldiker Heinz Ritt, Bad Nauheim, entworfen. Es weicht von der im Buch "Hessisches Wappenbuch - Ortswappen" veröffentlichten Fassung (dort nur ein Entwurf) deutlich ab.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerzahl veränderte sich wie folgt:

  • 1939: 1296
  • 1961: 2518
  • 1970: 3052

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Büdesheimer Laternenfest findet jeweils am 1. Wochenende im August (Freitag–Montag) statt.
  • Im Ort gibt es die Sterntaler-Grundschule, den Kinderhort mit Tagesstätte Löwenzahn sowie die Kindertagesstätte Sonnenwelle.
  • Etwa ab dem 16. Jahrhundert bis 1938 gab es im Ort eine jüdische Gemeinde mit eigener Synagoge. Der ehemalige jüdische Friedhof mit einigen Grabsteinen ist am östlichen Ortsrand der Gemeinde erhalten.[3]

Die Glasfenster in der evangelischen Kirche schuf 1907 die bekannte Werkstatt Rudolf und Otto Linnemann aus Frankfurt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Büdesheim (Schöneck) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 366.
  2. Fritz H. Herrmann, im Auftrag des Friedberger Geschichtsvereins, des Heimatvereins Bad Nauheim und des Geschichtsvereins für Butzbach und Umgebung (Hrsg.): Wetterauer Geschichtsblätter, Beiträge zur Geschichte und Landeskunde, Bd. 18, S. 107–114. Verlag der Bindernagelschen Buchhandlung, Friedberg/Hessen 1969.
  3. Infos über die jüdische Gemeinde