Büffelbeeren

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Büffelbeeren
Silberblättrige Büffelbeere (Shepherdia argentea)

Silberblättrige Büffelbeere (Shepherdia argentea)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Ölweidengewächse (Elaeagnaceae)
Gattung: Büffelbeeren
Wissenschaftlicher Name
Shepherdia
Nutt.

Die Büffelbeeren (Shepherdia) sind eine Gattung der Ölweidengewächse (Elaeagnaceae). Büffelbeeren wachsen überwiegend strauchförmig, können jedoch auch kleine Bäume bilden. Sie tragen kleine rote, orangefarbene oder graue Früchte. Drei nordamerikanische werden zu dieser Gattung gerechnet. Die drei Arten sind in gemäßigten Gebieten Nordamerikas verbreitet.

Beschreibung und Ökologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Shepherdia-Arten sind laubabwerfende bis wintergrüne Gehölze, die Wuchshöhen von 1 bis 6 Meter erreichen. Die Silberblättrige Büffelbeere (Shepherdia argentea) bildet über unterirdische Ausläufer dichte Bestände und besitzt dornige Zweige; die beiden anderen Arten sind unbewehrt. In Verdickungen der Wurzeln befinden sich Knöllchenbakterien (Frankia), die Stickstoff fixieren können; außerdem wurden Mykorrhiza-Pilze gefunden. Die gegenständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die einfachen Blattspreiten sind ganzrandig. Nebenblätter sind nicht vorhanden.

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Shepherdia-Arten sind zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Die Blütezeit liegt schon zeitig im Jahr, vor oder zusammen mit dem Laubaustrieb. Die Blüten stehen einzeln oder zu mehreren in den Blattachseln. Die Blüten duften und werden von Insekten bestäubt. Die eingeschlechtigen Blüten besitzen vier gelblich-grüne Kelchblätter, aber keine Kronblätter. Die männlichen Blüten besitzen acht Staubblätter. Die weiblichen Blüten besitzen einen Fruchtknoten, der aus einem Fruchtblatt besteht. Unfruchtbare oder rudimentäre Organe des jeweils anderen Geschlechts sind in den Blüten nicht vorhanden.

Bei der beerenähnlichen Frucht wird das „Fruchtfleisch“ vom Blütenbecher gebildet, das eine Nussfrucht umschließt.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die drei Shepherdia-Arten sind in gemäßigten Gebieten Nordamerikas verbreitet. Fossile Funde aus dem Miozän sind ebenfalls aus Nordamerika bekannt.

Die Standorte liegen in Auwäldern, lichten Wäldern, in der Prärie, in trockenen Gebüschen und Halbwüsten. Es werden Höhenlagen bis 3400 Metern besiedelt.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gattung Shepherdia wurde 1818 von Thomas Nuttall aufgestellt. Der Gattungsname Shepherdia ehrt John Shepherd, einen leitenden Mitarbeiter des botanischen Gartens in Liverpool.[1] Die Gattung Shepherdia ist das Schwestertaxon der Ölweiden (Elaeagnus) und gehört zur Familie der Ölweidengewächse (Elaeagnaceae).

Folgende drei Arten sind in der Gattung Shepherdia bekannt:

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • I. V. Bartish, U. Swenson: Elaeagnaceae. In: Klaus Kubitzki (Hrsg.): The Families and Genera of Vascular Plants. Flowering Plants. Dicotyledons: Celastrales, Oxalidales, Rosales, Cornales, Ericales. Band 6. Springer, 2013, ISBN 3-540-06512-1, S. 131–134 (Shepherdia auf S. 133 in der Google-Buchsuche).
  • Scott C. Walker: Shepherdia Nutt.: buffaloberry. Archiviert vom Original am 17. Juli 2011, abgerufen am 25. August 2015 (PDF, im webarchiv).

Einzelbelege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thomas Nuttall: The Genera of North American Plants. Band 2, 1818, S. 240. online

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Büffelbeeren (Shepherdia) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien