Bügelsäge

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Eine Handbügelsäge

Eine Bügelsäge ist durch das in einen U-förmigen, nach unten offenen Bügel eingespannte Sägeblatt und die hin- und hergehende Bewegung gekennzeichnet.

Funktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bügelsägen gibt es sowohl als Hand- als auch als Maschinensägen. Von Vorteil ist bei der Bügelsäge, dass das Sägeblatt sehr dünn sein kann, wodurch der zu zerspanende Werkstoff (Schnittbreite) und damit auch die Zerspanungsarbeit reduziert wird. Die Spannung zwischen den Schenkeln des Bügels hält das Sägeblatt straff. Eine gleich schmale Blattsäge würde dabei ausknicken, es sei denn, sie wird, wie bei der Zweimann-Baumsäge oder der Japansäge, nur gezogen.

Da der Bügel aus Stabilitätsgründen dicker ist als das Sägeblatt, begrenzt die Höhe des Bügels die Dicke des zu sägenden Werkstücks. Die Schnittbewegung kann in beide Richtungen verlaufen, wobei ein Hub immer als Leerhub (Tothub) ausgeführt wird. Daher kann nur die Hälfte der Arbeitszeit produktiv genutzt werden, woraus sich ein Vorteil für kontinuierlich arbeitende Sägeverfahren ergibt, wie den Bandsägen. Schwer zerspanbare Werkstoffe sind mittels bogenförmig ausgeführten Hüben (Räumschnitt) bearbeitbar, da sich hier immer nur wenige Zähne im Eingriff befinden. Die Säge wird dabei nicht gerade hin- und herbewegt sondern bogenförmig. Bügelsägen mit Metallbügel besitzen meist einen Schnellspannhebel und eine Vorrichtung zum Nachstellen der Blattspannung.

Holzbearbeitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bügelsäge
Rahmensäge
a) Sägeblatt
b) Griffe
d), e) Spanner (Spanische Winsch)

Typische Bügelsägen sind für die Holzbearbeitung die Laubsäge und die Astsäge. Die klassische Schreinersäge ist die Gestell- oder Rahmensäge, deren Rahmen aus Holz besteht und deren Sägeblatt durch Verdrehung eines Faserbündels mittels eines Knebels (Spanische Winsch) oder mit einem Draht und einer Spannschraube gespannt wird. Für lange Schnitte, beispielsweise um schmale Bretter zu schneiden, kann das Sägeblatt mit den drehbaren Griffen quer gestellt werden.

Bei der Zweimann-Baumsäge entsteht durch den leichten Zug des zweiten Mannes eine leichte Vorspannung am Blatt und dadurch die knickfreie Führung des Blattes. Die zwei Männen bilden sozusagen einen imaginären "Bügel". Sie ist aber natürlich keine Bügelsäge.

Metallbearbeitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Typisch für die Metallbearbeitung ist die Handbügelsäge und die Maschinen-Bügelsäge. Für kleinere Arbeiten dient die kleine Metallbügelsäge, bei der Bügel und Griff aus dem gleichen Metalldraht gefertigt sind. Der Goldschmied verwendet für präzise Arbeiten eine Bügelsäge die der Laubsäge ähnlich sieht.

Maschinenbetriebene Bügelsäge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elektrisch betriebene Bügelsäge

Eine maschinenbetriebene Hub- oder Bügelsäge wird von einem Motor und einem Getriebe, welches die Drehbewegung in einen Vorwärts- beziehungsweise Rückwärtsschub umwandelt, betrieben. Mit einer solchen Säge können fast alle Werkstoffe gesägt werden, meist Stangenmaterial, Profile oder Rohre. Beim Sägen von Metall wird über einen Schlauch meist Kühlflüssigkeit zugeführt, die das Sägeblatt und das Werkstück kühlt.