Büllingen

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Büllingen
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Büllingen (Lüttich)
Büllingen
Büllingen
Staat: Belgien
Region: Wallonien
Provinz: Lüttich
Bezirk: Verviers
Koordinaten: 50° 24′ N, 6° 15′ O50.40756.2577777777778Koordinaten: 50° 24′ N, 6° 15′ O
Fläche: 150,48 km²
Einwohner: 5521 (1. Jan. 2014)
Bevölkerungsdichte: 37 Einwohner je km²
Postleitzahl: 4760 (Büllingen, Manderfeld)
4761 (Rocherath)
Vorwahl: 080
Bürgermeister: Friedhelm Wirtz
Adresse der
Kommunalverwaltung:
Hauptstraße 16
4760 Büllingen
Website: www.buellingen.be
lflblelslh
Die St. Eligius-Kirche wurde 1130 erstmals erwähnt und liegt im Zentrum von Büllingen[1]

Büllingen (französisch Bullange) ist die flächenmäßig größte Gemeinde der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG) in Belgien und zugleich die östlichste Gemeinde des Landes. Die Einwohnerzahl beträgt 5521 (Stand 1. Januar 2014).

Geografie[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet von Büllingen grenzt an die belgischen Gemeinden Bütgenbach, Amel und St. Vith sowie an die deutsche Verbandsgemeinde Prüm, Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz, die Gemeinde Hellenthal, Kreis Euskirchen und Monschau, Städteregion Aachen in Nordrhein-Westfalen. Auf dem Gemeindegebiet liegt mit der Ortschaft Losheimergraben auf 677,5 m auch die höchstgelegene Ortschaft sowie der zweithöchste Punkt Belgiens, der Weiße Stein auf 692 m.

Rund 46,5 Prozent des Gebietes der Gemeinde sind bewaldet[2]. Diese Wälder bedecken den gesamten Norden und Nordosten Büllingens, weiter zieht sich ein ausgedehnter Waldgürtel von Nordost nach Südwest mitten durch die Großgemeinde. Dieser gliedert die Gemeinde in zwei Hauptsiedlungsgebiete: Einerseits das Gebiet rund um den Hauptort Büllingen im Nordwesten der Großgemeinde, wo die Siedlungsstruktur durch mittlere und größere Dörfer bestimmt ist. Andererseits das Manderfelder Land im Südosten, dieses ist durch zahlreiche kleine und kleinste Dörfer geprägt.

Insgesamt gehören 27 Ortschaften zur Großgemeinde Büllingen.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Büllinger Rathaus
Heimisch Gugelhupf.

Erstmals erwähnt wurde Büllingen im Jahr 850 n. Chr. als Königshof Bulingen[3].

Die heutige Gemeinde Büllingen wurde 1977 im Rahmen der belgischen Gemeindefusion aus den folgenden (Alt-)Gemeinden neu gebildet:


Im Winter 1944/45 war das jetzige Gemeindegebiet Schauplatz der sog. Ardennenoffensive (Unternehmen „Wacht am Rhein“) und zahlreiche Ortschaften (insbesondere die Doppelortschaft Rocherath-Krinkelt) wurden fast völlig zerstört.

Aus dem Wappen von Büllingen gehen die drei ursprünglichen Herrschaftsbezirke hervor, die sich das Gebiet von Büllingen in der Vergangenheit teilten: Das Trierer Kreuz, der Viandener Balken und der Luxemburger Löwe.

Wirtschaft und Flächennutzung[Bearbeiten]

  • Wald- und Forstwirtschaft
  • Möbelindustrie
  • Fahrzeugbau
  • Sägereien
  • Tourismus
  • Bauhandwerk und Baufachhandel
  • Landwirtschaft: Insbesondere die Milchviehzucht.

Die Gesamtfläche der Gemeinde Büllingen von 150,48 km² teilt sich in folgende Nutzung:

  • 67,29 km² Waldfläche
  • 74,33 km² Wiesen, Acker und Ödland
  • 8,64 km² bebaubare Landfläche
  • 0,22 km² Industriegebiet

Die Bahntrasse der ehemaligen Vennquerbahn wird gegenwärtig zu einem Wander-und Radverkehrsweg ausgebaut (RAVeL-Netz-Linie 45a Waimes-Jünkerath), mit Anschluss sowohl in Weywertz an die Vennbahnstrecke als auch in Jünkerath an das deutsche Radwegenetz.[4]

Personen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Altes Land an der Work. Der Königshof Büllingen im Rückspiegel der Zeit. St. Vith 1990.
  • Arnold Ortmanns: Der fränkische Königshof Büllingen, Verlag: Gustav Schmidt, Aachen 1904.
  • Vom Weißwein im Bocksvenn: Gemeinde Büllingen, in: Zs. Ostbelgische Chronik, Nr. 5, 1962, S. 69–73.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Büllingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.dglive.be/desktopdefault.aspx/tabid-2737/523_read-13325/
  2. DGStat: Natur und Wald, abgerufen am 22. März 2014
  3.  Arnold Ortmanns: Der fränkische Königshof Büllingen. Gustav Schmidt, S. 18/21, Aachen 1904.
  4. Ganz locker über 28 Brücken radeln, Kölnische Rundschau, abgerufen am 6. Juni 2011