Bülowstraße

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Bülowstraße
Wappen
Straße in Berlin
Bülowstraße
Die Bülowstraße mit dem gleichnamigen Hochbahnhof und der Lutherkirche
Basisdaten
Ort Berlin
Ortsteil Schöneberg
Anschlussstraßen Kleiststraße (westlich),
Mansteinstraße (südlich)
Querstraßen Kulmer Straße,
Alvenslebener Straße,
Dennewitzstraße,
Blumenthalstraße,
Steinmetzstraße,
Potsdamer Straße,
Frobenstraße,
Zietenstraße
Plätze Dennewitzplatz,
Nollendorfplatz
Bauwerke Lutherkirche
Nutzung
Nutzergruppen Fußverkehr, Radverkehr, Autoverkehr, ÖPNV
Technische Daten
Straßenlänge 1100 Meter

Die Bülowstraße im Berliner Ortsteil Schöneberg ist Teil des sogenannten „Generalszuges“. Den Namen erhielt sie 1864 in Erinnerung an die Befreiungskriege gegen Napoleon im Jahr 1813. Namensgeber ist Friedrich Wilhelm Bülow von Dennewitz, preußischer General, der vor allem in der Schlacht bei Großbeeren am 23. August 1813 und in der Schlacht bei Dennewitz am 6. September 1813 in Erscheinung trat.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entlang der Bülowstraße verkehrt die dort oberirdisch geführte Stammstrecke (aktuell: Linie U2) der Berliner U-Bahn. An der Kreuzung zur Potsdamer Straße liegt der Hochbahnhof Bülowstraße, der 1902 im Jugendstil vom Architekten Bruno Möhring entworfen wurde. Am Bülowbogen liegt der (ebenfalls zu Ehren Bülows benannte) Dennewitzplatz. Dort wurde die Hochbahnstrecke durch ein Mietshaus geführt; unter der Durchfahrt befanden sich die Akademischen Bierhallen, ein seinerzeit populäres Bierlokal. Bei den Luftangriffen auf Berlin im November 1943 wurde diese Bebauung zerstört und die Reste später zu einem großen Teil abgerissen. Unterhalb des U-Bahn-Viadukts befindet sich ein Zugang zu einer Kleingartenkolonie, die 2013 in den Westpark einbezogen wurde und einen Zugang für Fußgänger und Radfahrer ermöglicht. Der Westpark wurde am 31. Mai 2013 als zweiter Teil des Parks am Gleisdreieck eröffnet.

Bülowbogen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Bülowstraße 52 und 54 stehen ehemals besetzte Häuser, die 1984 legalisiert wurden. Heute verwalten sie sich selbst. Es gab weitere besetzte Häuser in der Bülowstraße 55 (erstes „Tuntenhaus“ Berlins) und 89. Das Haus Bülowstraße 55 wurde kurz vor Weihnachten 1984 geräumt, das Haus Nummer 89 am 22. September 1981. Nach der Räumung wurden die Demonstranten in den laufenden Verkehr der Potsdamer Straße getrieben. Dabei wurde Klaus-Jürgen Rattay von einem Bus der BVG erfasst und starb.[1]

Der südliche Teil der Bülowstraße ist Teil einer überregionalen Radverbindung; die für 2008 angekündigte Anbindung[2] an den Nelly-Sachs-Park wurde nach vielen Planungsmängeln[3] erst 2014 realisiert.

Deutschlandweit bekannt wurde die Straße durch die ARD-Vorabendserie Praxis Bülowbogen mit Günter Pfitzmann. Mit Berlin, Bülowstraße 80a ist sie auch titelgebender Schauplatz eines historischen Jugendromans von Gabriele Beyerlein, der im Berlin des ausgehenden 19. Jahrhunderts spielt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bülowstraße (Berlin-Schöneberg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Fall Klaus-Jürgen Rattay, Dokumentation des rbb mit Fernsehinterview Benny Härlins
  2. [1]
  3. [2]

Koordinaten: 52° 29′ 39″ N, 13° 22′ 3″ O