Bündner Kantonsschule

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Bündner Kantonsschule
Kantonsschule Graubünden 1.jpg
Schulform Kantonsschule (Gymnasium), Fachmittelschule, Handelsmittelschule
Gründung 1850 (1804)
Ort Chur
Kanton Graubünden
Staat Schweiz
Koordinaten 759994 / 190701Koordinaten: 46° 50′ 53,5″ N, 9° 32′ 11,6″ O; CH1903: 759994 / 190701
Träger Kanton Graubünden
Schüler 1250
Lehrkräfte 160
Leitung Gion Lechmann
Website www.bks-campus.ch

Die Bündner Kantonsschule (rätoromanisch Scola chantunala grischuna, italienisch Scuola cantonale grigione, das Hauptgebäude auch bekannt als Kantonsschule Halde) in Chur ist die grösste Mittelschule des Kantons Graubünden. Sie liegt an der Alten Schanfiggerstrasse/Arosastrasse 2 in unmittelbarer Nachbarschaft zur Theologischen Hochschule Chur.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bündner Kantonsschule entstand 1850 aus den beiden 1804 gegründeten katholischen und evangelischen Kantonsschulen. Erster Schulleiter der letztgenannten war der reformierte Geistliche Peter Saluz. Die beide Konfessionen vereinigende Kantonsschule bezog 1850 einen Neubau.

Ihrem Namen entsprechend richtet die Bündner Kantonsschule sich gemäss ihrem Bildungsauftrag auf den ganzen Kanton aus und ist als schweizweit einzige der Dreisprachigkeit verpflichtet. Unterrichtet werden knapp 1250 Schülerinnen und Schüler (Stand: 2012) an den drei Abteilungen Gymnasium, Fachmittelschule und Handelsmittelschule von gut 150 Lehrerinnen und Lehrern.

Leitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rektor ist Gion Lechmann. Bei der Wahl des Konrektors (Philippe Benguerel) und der Prorektoren (Cristina Maranta, Giancarlo Sala und Christina Meier) wird stets darauf geachtet, dass möglichst alle Sprachgruppen und Subregionen des Kantons vertreten sind.

Weinbergtreppe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Weinbergtreppe an der Alten Schanfiggerstrasse

Nachdem das ehemalige Lehrerseminar der Kantonsschule übertragen worden war, mussten Schüler und Lehrer oft mehrmals täglich die gut 200 Meter Luftlinie zwischen dem Gebäude bei der Plessur und dem 30 Meter höher gelegenen Schulhaus Halde über die schmale und viel befahrene St. Luzi-Strasse bewältigen. Zwecks Schaffung einer sicheren und kürzeren Wegführung wurde 2009 ein Wettbewerb ausgeschrieben, den die beiden Zürcher Architekten Philipp Esch und Stephan Sintzel gewannen.

Sie realisierten einen überdachten, 161-stufigen Treppenweg mit Schräglift für Gehbehinderte, der die Stützmauer der St. Luzi-Strasse sowie den dahinter liegenden Fels durchstösst und sich oben zum Weinberg und der Alten Schanfiggerstrasse öffnet. Mit diesem vielbeachteten Projekt konnten sich Esch und Sintzel gegen namhafte einheimische Konkurrenz wie Bearth & Deplazes, Jüngling & Hagmann oder Corinna Menn durchsetzen.[1]

Varia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter dem Pausenplatz der Bündner Kantonsschule liegt die archäologisch bedeutsame Stephanskapelle.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Roman Hollenstein: Churs neue Architektur-Attraktion – Die Arche im Weinberg. In: Neue Zürcher Zeitung, 20. August 2012, S. 31