Zum Inhalt springen

Bürgerschaftswahl in Bremen 1951

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
← 1947Bürgerschaftswahl 19511955 →
(Stimmenanteile in %)
 %
40
30
20
10
0
39,1
14,7
11,8
9,0
7,7
6,4
5,6
4,3
1,3
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 1947
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
  −8
−10
−12
−14
−2,6
+10,8
−7,6
−13,0
+7,7
−2,4
+5,6
+4,3
+0,2
−3,1
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
c 1947 BDV 14,0 %; FDP 5,4 %
i 1947: RSF
        
Insgesamt 100 Sitze

Die Bürgerschaftswahl in Bremen 1951 war die dritte Wahl zur Bürgerschaft der Freien Hansestadt Bremen. Sie fand am 7. Oktober 1951 statt.

Ergebnis

[Bearbeiten]

Die Wahlbeteiligung lag bei 83,8 Prozent. Die SPD verteidigte ihre Stellung als stärkste Partei. Die CDU erreichte mit 9,0 Prozent der Stimmen das bislang (2024) schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte auf Länderebene. Die SPD stellte mit Wilhelm Kaisen weiterhin den Bürgermeister; ihre neuen Koalitionspartner in der Schwarz-rot-gelben Koalition waren CDU und FDP im Senat Kaisen IV.

ParteiStimmenProzentSitze Veränderung
SPD130.47139,143 −3
DP49.00714,716 +13
FDP39.43211,812 −5
CDU30.1729,09 −15
SRP25.8137,78 +8
KPD21.2446,46 −4
BHE18.7445,62 +2
WdF14.3554,34 +4
FSU4.2621,3

Der BHE schaffte nur in Bremerhaven den Sprung über die (getrennte) Fünf-Prozent-Hürde. In Bremen blieb die Partei 170 Stimmen unter 5 % (4,94 %). Somit hatte die Partei landesweit mehr Stimmen als die Wählergemeinschaft der Fliegergeschädigten, die aber nur in der Stadt Bremen antrat und die doppelte Anzahl an Sitzen holte. Der Bremer Staatsgerichtshof bemängelte dies und sah die in der Verfassung verankerte getrennte Hürde als grundgesetzwidrig an. Gleichwohl folgte keine Korrektur des Wahlergebnisses.[1]

Als 1952 die Sozialistische Reichspartei verboten wurde, hoffte der BHE, dass deren Wählerstimmen nachträglich als ungültig gewertet würden und sie somit auch im Wahlbereich Bremen 5,4 % zugerechnet bekäme. Dies verneinte der Staatsgerichtshof am 17. Oktober 1953.[2]

Siehe auch

[Bearbeiten]

Quellen

[Bearbeiten]

Einzelnachweise

[Bearbeiten]
  1. Urteil des Staatsgerichtshofs vom 29. Oktober 1952.
  2. Urteile des Staatsgerichtshofs vom 17. Oktober 1953 und vom 21. November 1953.