Büschergrund

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Büschergrund
Koordinaten: 50° 54′ 42″ N, 7° 53′ 15″ O
Höhe: 290–360 m
Fläche: 7,5 km²
Einwohner: 3367 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 449 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1969
Postleitzahl: 57258
Vorwahl: 02734

Büschergrund ist ein Stadtteil von Freudenberg im Kreis Siegen-Wittgenstein in Nordrhein-Westfalen mit rund 3400 Einwohnern.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick über Büschergrund

Büschergrund liegt im oberen Talende der Weibe auf einer Höhe zwischen 290 und 360 m ü. NN.

Nach Osten schmiegt sich die Besiedlung an die Hänge des Osterbergs (365,2 m), nach Westen um die Hänge der unbewaldeten Anhöhe Aufm Höchsten mit 371,7 m (Gipfelkreuz jedoch am Ostgipfel „Breedscheed“ auf 367 m ü. NN); südlich, an der Gemarkungsgrenze zu Bottenberg, ragt der Kuhlenberg 419,7 m hoch auf, der Gipfel am Knipsdell im Nordwesten der Gemarkung bringt es auf 456,8 m. Höchster Punkt der Gemarkung ist indes der jenseits des Osterbergs und der A 45 gelegene, 466,8 m erreichende Ischeroth im äußersten Nordosten, an der Gemarkungsgrenze zu Bühl.[2]

Nach Südwesten ist der Ort mit Freudenberg verwachsen. Büschergrund besteht heute aus den ehemaligen Orten Anstoß, Bockseifen, Büschen, Eichen und Büschergrund. Ferner gab es die Siedlungen Halmenhof und Ohrndorf im Ortsgebiet.

Nachbarorte von Büschergrund sind Hünsborn im Norden, Bühl im Osten, Alchen, Lindenberg und Bottenberg im Südosten und Süden und Freudenberg im Süden und Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsteile von Büschergrund wurden 1286 erstmals erwähnt. Büschergrund selbst wurde 1563 erstmals erwähnt. Der Ort gehörte vor 1597 zum Kirchspiel Oberholzklau und wurde dann nach Freudenberg umgepfarrt.

Im Zuge der kommunalen Gebietsreform wurde das Amt Freudenberg am 1. Januar 1969 aufgelöst, Büschergrund wurde Teil der neugebildeten Stadt Freudenberg.[3]

Der Büschergrund nebst Gesamtschule von der „Breedscheed“ (367 m ü. NHN) aus gesehen; im Hintergrund der Kuhlenberg (419,6 m)

Durch Fusion der ehemaligen Hauptschule mit der ehemaligen Realschule unter Einbezug des Gebäudes des ehemaligen Hallenbads entstand die vierzügige, im Einzelfall auch fünfzügige Gesamtschule Freudenberg, die seit 2019 auch über eine gymnasiale Oberstufe verfügt und deren Einzugsbereich bis über die Stadtgrenze Freudenbergs hinaus und auch über die Landesgrenze hinweg nach Rheinland-Pfalz reicht.[4]

Einwohnerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerzahlen des Ortes:[5][6]

Jahr Einwohner
1818 262
1885[7] 718
1895[8] 827
1905 983
1910[9] 995
Jahr Einwohner
1925[10] 1085
1933[11] 1176
1939[11] 1234
1950 1508
1961[12] 1652
Jahr Einwohner
1967 1843
1994[13] 3224
2000[14] 3481
2010 3508
2011 3489
Jahr Einwohner
2017 3406
2020 3387

Ehemalige Ortsvorsteher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erich Nöll († 15. November 2000)[15]

Infrastruktur und Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Büschergrund liegt an der östlich der Landstraße 512, die Freudenberg mit Gerlingen im Kreis Olpe verbindet. Im Ort zweigt die L 562 in Richtung Lindenberg ab. Beide Straßen verbindet eine Querstraße, die Kreisstraße 20, miteinander. Die nächste Auffahrt zur Bundesautobahn 45 ist „Freudenberg“, nur etwa einen Kilometer in östlicher Richtung entfernt.

In Büschergrund liegt das Freudenberger Schulzentrum mit Gesamt- und Grundschule (160 Schüler).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt Freudenberg: Einwohnerverteilung, abgerufen am 21. Mai 2021
  2. Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)
  3. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970.
  4. Homepage der Gesamtschule Freudenberg
  5. Otto Schaefer: Der Kreis Siegen, Siegen 1968
  6. freudenberg-stadt.de: Einwohnerverteilung (regelmäßig aktualisiert)
  7. Westfälisches Gemeindelexikon 1887, S. 108 / 109
  8. Westfälisches Gemeindelexikon 1897, S. 110 / 111
  9. gemeindeverzeichnis.de: Landkreis Siegen
  10. genealogy.net: Amt Freudenberg
  11. a b Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Stadt und Landkreis Siegen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  12. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 172.
  13. Bernhard Oltersdorf: Freudenberg, Stadt (Memento des Originals vom 21. Oktober 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lwl.org (PDF; 6,6 MB), ca. 1995
  14. Freudenberg: Ortsteile
  15. „Den Toten ein ehrendes Gedenken“, Siegerländer Heimatkalender 2002, S. 39, 77. Ausgabe, Hrsg. Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e.V., Verlag für Heimatliteratur