Büttenhardt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Büttenhardt
Wappen von Büttenhardt
Staat: Schweiz
Kanton: Schaffhausen (SH)
Bezirk: Reiat
BFS-Nr.: 2914i1f3f4
Postleitzahl: 8236
Koordinaten: 690842 / 289526Koordinaten: 47° 45′ 0″ N, 8° 39′ 0″ O; CH1903: 690842 / 289526
Höhe: 658 m ü. M.
Fläche: 4,00 km²
Einwohner: 360 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 90 Einw. pro km²
Website: www.buettenhardt.ch
Büttenhardt

Büttenhardt

Karte
DeutschlandDeutschlandKanton ThurgauKanton ZürichBezirk SchaffhausenBüttenhardtDörflingenLohn SHStetten SHThayngenKarte von Büttenhardt
Über dieses Bild
w
Logo der Gemeinde

Büttenhardt ist eine politische Gemeinde des Kantons Schaffhausen in der Schweiz an der deutschen Grenze. Auf dem Gemeindegebiet liegt die ehemalige deutsche Exklave Verenahof.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1238 wurde das Dorf als Butinhart erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahre 1259 erhielt das Kloster Paradies von Graf Hartmann dem Älteren von Kyburg den Wald, den man nennt Buothenhart. Im 15. Jahrhundert kam alles zu Schaffhausen. Einzig der Verenahof blieb wegen verfehlter Politik bei Tengen. Der Verenahof wurde dann badisch und bildete jahrhundertelang eine deutsche Exklave in der Schweiz. 1967 wurde die deutsche Exklave Verenahof als bisher letzter Gebietsabtausch an die Schweiz angegliedert. Ein Teil der überflüssig gewordenen Grenzsteine sind beim Alten Schulhaus sowie beim Rathaus in Wiechs am Randen zu sehen.

Ausgemusterte Grenzsteine vom Verenahof in Büttenhardt

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung

In blau eine mit der Spitze im Boden steckende, weisse Pflugschar, beseitet von je zwei gelben stilisierten Ähren.

Büttenhardt gehört zu den Gemeinden, die vor 1800 kein eigenes Wappen führten. Als es dann Anfang des 19. Jahrhunderts für die Gemeinden üblich wurde, ein Wappen zu führen, wählten sie die im Boden steckende, von Ähren umgebene Pflugschare als Symbol für die Landwirtschaft. Die Tinktur wählten sie in Anlehnung an die Landgrafschaft Nellenburg, in der die Ortschaft sich früher befand.[2]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1836 148
1850 195
1880 220
1900 166
1910 142
1930 167
1950 192
1970 161
1990 269
2000 342
2006 352
2017 376

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kurt Bächtold: Die Geschichte der Gemeinde Büttenhardt, Büttenhardt 1988.
  • Gemeinde Büttenhardt (Hrsg.): Der Verenahof zu Büttenhardt. 25 Jahre Grenzbereinigung 1992.
  • Andreas Schiendorfer: 1000 Jahre Thayngen, Jubiläumsbuch, Thayngen 1995, ISBN 3-905116-03-0.
  • Schaffhauser Magazin 1/1980 "Reiat", Verlag Steiner Grüninger AG.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Büttenhardt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 29. August 2017; abgerufen am 20. September 2017.
  2. Bruckner-Herbstreit, Berty: Die Hoheitszeichen des Standes Schaffhausen und seiner Gemeinden, Reinach-Basel 1951, S. 187–188.