Bănița

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Bănița
Bansdorf
Banica
Wappen von Bănița
Bănița (Rumänien)
Basisdaten
Staat: Rumänien Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Hunedoara
Koordinaten: 45° 27′ N, 23° 16′ OKoordinaten: 45° 26′ 45″ N, 23° 15′ 40″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 731 m
Fläche: 78,61 km²
Einwohner: 1.211 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 15 Einwohner je km²
Postleitzahl: 337065
Telefonvorwahl: (+40) 02 54
Kfz-Kennzeichen: HD
Struktur und Verwaltung (Stand: 2020[2])
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Bănița, Crivadia, Merișor
Bürgermeister: Petru-Dorin Marc (PRO)
Postanschrift: Str. Gării, nr. 201
loc. Bănița, jud. Hunedoara, RO–337065
Website:

Bănița [ˈbənitza] (deutsch Bansdorf, ungarisch Banica)[3] ist eine Gemeinde im Kreis Hunedoara in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Der Ort ist auch unter der deutschen Bezeichnung Banitza bekannt.[4]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage der Gemeinde Bănița im Kreis Hunedoara

Die Gemeinde Bănița liegt im Nordosten des Retezat-Gebirges, im historischen Stuhlbezirk Petrozsény des Hunyader Komitat (Komitat Eisenmarkt) im Süden Siebenbürgens. Im Süden des Kreises Hunedoara befindet sich der Ort Bănița am gleichnamigen Bach, ein rechter Zufluss des Östlichen Jiu (ein Quellfluss des Jiu). An der Europastraße E 79 und der 1870 in Betrieb gesetzten Bahnstrecke Simeria–Petroșani, befindet sich der Ort acht Kilometer westlich von Petroșani (Petroschen); die Kreishauptstadt Deva (Diemrich) liegt ca. 95 Kilometer nordwestlich von Bănița entfernt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Bănița wurde 1770 erstmals urkundlich erwähnt.[5] Auf Grund archäologischer Funde in der nahe gelegene Höhle Peştera Bolii, wird eine Besiedlung der Region jedoch – nach Angaben von G. Téglás und M. Roska – bis in die Prähistorie zurückdatiert.[6]

In einem Marmorsteinbruch wurden Formsteine – ähnlich den römischen –; oberhalb des Steinbruchs, Reste steinerner Bauten und Ziegeln gefunden.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der offiziellen Erhebung von 1850 lebten auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde 1044 Menschen. 1038 davon waren Rumänen, vier Roma und zwei Magyaren. Die höchste Einwohnerzahl (2013) – und gleichzeitig die der Rumänen (1953) – wurde 1966 erreicht. Die höchste Einwohnerzahl der Magyaren (204) wurde 1900, die der Deutschen (30) 1890 und die der Roma (7) 1992 erreicht. Darüber hinaus bezeichneten sich einige Einwohner als Slowaken (höchste Einwohnerzahl 17, 1890), Ukrainer (höchste Einwohnerzahl zehn, 1900) und als Serben (höchste Einwohnerzahl zwei, 1930).[7]

Am 31. Oktober 2011, wurden bei einer vorläufigen Volkszählung in der Gemeinde Bănița, in 490 Haushalten 1190 Menschen gezählt.[8] Die Hauptbeschäftigung der Bevölkerung ist die Viehzucht.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bei Bănița die Reste einer dakischen Festung,[9] an höchster Stelle (902 m) des von den Einheimischen Piatra Cetății oder Dealul Bolii genannten Erhebung und am Fuße des Berges die Kalksteinhöhle Pestera Bolii,[10] sowie die Reste eines Römerlagers, auf dem von den Einheimischen genannten Jigorul Mare-Berg ( 1501 m), stehen unter Denkmalschutz.[11]
  • Die Ruine eines runden Wehrturms,[12] 1528 auf einer Anhöhe () etwa 100 Meter südöstlich vom eingemeindeten Dorf Crivadia (Kriwaden) entfernt, mit einem Durchmesser von ca. 30 Meter errichtet, steht unter Denkmalschutz.[11]
  • Die Naturparks Cheile Crivadiei[13] am Crivadia-Bach – ein linker Zufluss des Strei – auf einer Fläche von ca. 10 Hektar und der Grădiștea Muncelului - Cioclovina Naturpark.[14]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bănița – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de
  2. Angaben bei Biroului Electoral Central, abgerufen am 5. November 2020 (rumänisch).
  3. Wörterbuch der Ortschaften in Siebenbürgen.
  4. Johann Ferdinand Neigebaur: Dacien aus den Ueberresten des klassischen Alterthums, mit besonderer Rücksicht auf Siebenbürgen topographisch zusammengestellt. Druck und Verlag von Johann Gött, Kronstadt 1851.
  5. Heinz Heltmann, Gustav Servatius: Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft-Verlag, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2.
  6. Institute Of Archaeology − Bănița, abgerufen am 20. März 2012 (rumänisch).
  7. Volkszählung, letzte Aktualisierung 2. November 2008, S. 50 (ungarisch; PDF; 1,1 MB).
  8. Ergebnis der vorläufigen Volkszählung am 31. Oktober 2011 (PDF; 176 kB).
  9. Die dakische Festung von Bănița, bei der Kulturabteilung des nationalen Kulturerbe im Kreis Hunedoara (Memento vom 9. Juni 2011 im Internet Archive) (rumänisch).
  10. @1@2Vorlage:Toter Link/www.pensiunearetezat.com(Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: Bilder der Höhle auf PensiuneaRetezat.com) .
  11. a b Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2010 aktualisiert (PDF; 7,10 MB).
  12. Bilder des Wehrturms bei Crivadia: 1, 2.
  13. Cheile Crivadiei nature reserve („Crivadia Klamm“) in der World Database on Protected Areas (englisch).
  14. Grădiștea Muncelului-Cioclovina Natural park in der World Database on Protected Areas (englisch).