Bănia

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Bănia
Bania
Bánya
Wappen von Bănia
Bănia (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Banat
Kreis: Caraș-Severin
Koordinaten: 44° 53′ N, 22° 3′ OKoordinaten: 44° 52′ 34″ N, 22° 2′ 42″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Fläche: 207,68 km²
Einwohner: 1.740 (2014)
Bevölkerungsdichte: 8 Einwohner je km²
Postleitzahl: 327010
Telefonvorwahl: (+40) 02 55
Kfz-Kennzeichen: CS
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016[1])
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Bănia, Gârbovăț
Bürgermeister: Silvestru Bălan (PNL)
Postanschrift: Str. Principala Nr. 120
loc. Bănia, jud. Caraș-Severin, RO-327010
Website:
Lage von Bănia im Kreis Caraș-Severin

Bănia (deutsch: Bania, ungarisch: Bánya) ist eine Gemeinde im Kreis Caraș-Severin, Banat, Rumänien. Zur Gemeinde Bănia gehört auch das Dorf Gârbovăț.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bănia liegt im Süden des Kreises Caraș-Severin und der Almăj-Senke, an der Kreisstraße DJ 571 und der Nationalstraße DN 57B, in 165 km Entfernung von Reșița und 135 km von Caransebeș.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bozovici Prilipeț Prigor
Lăpușnicu Mare Nachbargemeinden Eftimie Murgu
Gârbovăț Almăj-Gebirge Almăj-Gebirge

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Archäologische Ausgrabungen aus dem Jahr 1878 legten auf dem Gemeindeareal eine prähistorische Siedlung der Coțofeni-Kultur frei. Ebenso wurden Artefakte aus der Römerzeit gefunden: eine dakische Münze, 250 römische Münzen aus dem 6. Jahrhundert v. Chr., eine Münze von Konstantin dem Großen.

Auf der Josephinischen Landaufnahme von 1717 ist der Ort Bania eingetragen. Nach dem Österreichisch-Ungarischen Ausgleich (1867) wurde das Banat dem Königreich Ungarn innerhalb der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn angegliedert. Bánya gehörte zum Komitat Krassó-Szörény.

Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts fand das Gesetz zur Magyarisierung der Ortsnamen (Ga. 4/1898) Anwendung, einschließlich der Magyarisierung aller Toponyme auf Kartenwerken, Grundbuchauszügen und Stadtplänen.[2] Die amtliche Ortsbezeichnung war Bánya. Die ungarischen Ortsbezeichnungen blieben bis zur Verwaltungsreform von 1923 im Königreich Rumänien gültig, als die rumänischen Ortsbezeichnungen eingeführt wurden.

Der Vertrag von Trianon am 4. Juni 1920 hatte die Dreiteilung des Banats zur Folge, wodurch Bănia an das Königreich Rumänien fiel.

In der Zwischenkriegszeit war die Ortschaft Teil des Kreises Caraș. Heute gehört sie zum Kreis Caraș-Severin.

Demografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volkszählung[3] Ethnie
Jahr Einwohner Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1880 3960 3954 - 4 2
1910 4259 4206 14 4 35
1930 3514 3385 - 2 127
1977 2489 2460 - - 29
2002 2014 1959 1 1 53

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bürgermeisterwahlen 2016 in Rumänien (MS Excel; 256 kB)
  2. Gerhard Seewann: Geschichte der Deutschen in Ungarn, Band 2 1860 bis 2006, Herder-Institut, Marburg 2012
  3. kia.hu (PDF; 858 kB), E. Varga: Statistik der Einwohnerzahlen nach Ethnie im Kreis Caraș-Severin laut Volkszählungen von 1880 - 2002