B-Prominenz

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B-Prominenz ist ein im Bereich der Medien geprägter Begriff, der Personen bezeichnet, die nicht unbestritten prominent sind oder bestenfalls Prominente aus der zweiten Reihe darstellen. Die einzelnen Personen werden B-Prominente oder meist verkürzt B-Promis genannt.

Begrifflicher Hintergrund[Bearbeiten]

Den Begriff kann als Analogie zu Begriff "B-Movie" angesehen werden. Als C-Movies gelten Billigproduktionen. Für Personen von abermals geringerer Prominenz wird deshalb gelegentlich der Begriff C-Promi verwendet. Ironisch wird in Teilen der Szene von D-Promi oder Z-Promi gesprochen um anzudeuten, dass die Person in keine der Prominenten-Kategorien fällt.

Die Einteilung in Kategorien von Prominenten ist vom Bezugsrahmen abhängig. Ein Oberbürgermeister oder ein regionaler Sänger kann lokal ein A-Promi, auf nationaler Ebene aber ein B- oder C-Promi.

Kategorisierung[Bearbeiten]

A-Prominenz[Bearbeiten]

A-Prominente sind dauerhaft und nahezu allgemein bekannte Personen wie international bekannte oder national herausragende Schauspieler, Sänger und Spitzensportler, deren Status als Prominente allgemein anerkannt ist und die in der Lage sind, für ein Ereignis oder ein Projekt durch ihre Beteiligung daran allgemeine Medienaufmerksamkeit zu generieren.

B-Prominenz[Bearbeiten]

B-Prominente sind Personen, die über Bekanntheit verfügen, aber nicht allgemein bekannt sind. Darunter fallen z. B. Nebendarsteller in sehr bekannten oder Hauptdarsteller in verschiedenen weniger bekannten Filmen und Fernsehserien, Sportler aus der zweiten Reihe und ähnliche Personen. B-Prominente haben sich ihren Status zumeist beruflich erarbeitet und sind nicht alleine Produkte von Medienhypes.

C-Prominenz[Bearbeiten]

C-Prominente sind Personen mit relativ geringer oder nur kurzlebiger, manchmal negativ vermerkter, keinesfalls aber allgemeiner Bekanntheit. Sie verdanken ihre Bekanntheit häufig nur der Medienaufmerksamkeit für Auftritte in einzelnen Showreihen oder Serien (z. B. Casting-Shows oder Seifenopern) und haben vielfach keinerlei Ausbildung für die Tätigkeit, durch die sie bekannt wurden.[1] Auch (Ex-)Lebenspartner von A-Prominenten ohne eigenständige Bekanntheit fallen in diese Kategorie. Ihr Status als Prominente ist zweifelhaft.[2]

Weitere Begriffe[Bearbeiten]

  • In der Schweiz werden Personen von lediglich lokaler oder regionaler Bekanntheit als Cervelat-Prominenz bezeichnet.[3]
  • In Österreich und Bayern heißen nachrangige Prominente, die sich an der Schickeria beteiligen, Adabeis (von „A dabei“, hochdeutsch: „Auch dabei“).[4]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ulrich Ammon et al. Variantenwörterbuch des Deutschen: Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol, Walter de Gruyter 2004, ISBN 3-11-016575-9, darin S. 21 zu „Adabei“, S. 161 zu „Cervelatprominenz“.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Karriere um jeden Preis: Manche C-Promis verdienen gutes Geld und leisten nichts, Schwäbisches Tageblatt, 31. Januar 2014
  2. Jacob Hein: ironischer Definitionsversuch, zitiert diesen Wikipedia-Artikel bereits, für A-, B-, und so weiter-Promis bei blogs.taz.de vom 19. Februar 2013 (abgerufen 11. Mai 2014)
  3. Ammon et al. 2004, S. 21
  4. Ammon et al. 2004, S. 161