B.Z.

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von B.Z. am Sonntag)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter BZ aufgeführt.
B.Z. / B.Z. am Sonntag
Logo
Beschreibung Berliner Tageszeitung
Verlag B.Z. Ullstein GmbH/Axel Springer SE
Erstausgabe 1. Oktober 1877
Erscheinungsweise täglich / sonnabends / sonntags
Verkaufte Auflage
(IVW 2/2015, Mo–Sa, So)
118.106, 62.576 Exemplare
Reichweite (MA 2011 I) 0,48 Mio. Leser
Chefredakteur Peter Huth
Weblink bz-berlin.de

B.Z. ist eine Boulevardzeitung aus Berlin, die in der B.Z. Ullstein GmbH, einem 100%igen Tochterunternehmen der Axel Springer SE, erscheint. Sie ist in Berlin zurzeit die Lokalzeitung mit der höchsten Auflage, hat aber in den letzten Jahren hohe Auflageneinbußen hinnehmen müssen.[1] Die verkaufte Auflage beträgt 118.106 Exemplare, ein Minus von 5,7 Prozent seit 2013.[2]

Die B.Z. ist nicht zu verwechseln mit der seit 1945 erscheinenden Berliner Zeitung und der ebenfalls in der DDR erschienenen Boulevardzeitung BZ am Abend (heute Berliner Kurier).

Geschichte[Bearbeiten]

Bei seiner Gründung am 1. Oktober 1877 hieß das Blatt Berliner Zeitung, abgekürzt als B.Z. 1878 kaufte sie Leopold Ullstein. 1904 wurde sie zur B.Z. am Mittag umstrukturiert – und verdeutlichte, dass sie eine Tageszeitung war. Nach der Einstellung im Zweiten Weltkrieg und der Rückgabe des während der nationalsozialistischen Herrschaft enteigneten Ullstein-Vermögens erschien die B.Z. erstmals am 19. November 1953 wieder. Seit der Übernahme des Ullstein-Verlages 1960 ist sie – wie die Bild-Zeitung oder Die Welt – zu den Zeitungen des Axel-Springer-Konzerns zu rechnen und trägt auch deren politische Linie mit.

Am 9. November 2006 verkündete der Verlag, die Zeitung in eine eigene Gesellschaft, die B.Z. Ullstein GmbH, auszugliedern. Sie sollte so im hart umkämpften Berliner Markt profitabler werden. Mit der Ausgliederung verbunden war ein Umzug der Redaktion im Februar 2007 vom Axel-Springer-Hochhaus in Kreuzberg an den Kurfürstendamm in das Neue Kranzler Eck in Charlottenburg[3]. Die zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 auf den Markt gebrachte und seit August 2006 mit einer Auflage von 50.000 Exemplaren vertriebene Sport-B.Z. wurde zum 22. Dezember 2006 wieder eingestellt.

Im Juli 2013 kündigte der Springer-Konzern im Rahmen einer Neuordnung seiner Print-Sparte die Vereinigung der Redaktionen von B.Z. und der Berliner Ausgabe der Bild an. Beide Titel sollen aber – sowohl gedruckt als auch online – ihre Eigenständigkeit behalten.[4] In der Folge tauschte die B.Z. mit dem Springer-Schwesterblatt Berliner Morgenpost (Mopo) im November 2013 die Räumlichkeiten: Die B.Z. zog zurück in das Axel-Springer-Hochhaus, die Mopo übernahm von der B.Z. deren vorherigen Räumlichkeiten im Neuen Kranzler Eck.

Auflage[Bearbeiten]

Die B.Z. gehört zu den deutschen Tageszeitungen mit den größten Auflagenverlusten der vergangenen Jahre.

Montags bis freitags[Bearbeiten]

Die verkaufte Auflage ist von 1998 bis Ende 2012 um 54 Prozent gesunken. Sie betrug bei der letzten Meldung an die IVW 135.873 Exemplare.[1] Das entspricht einem Rückgang von 159.046 Stück. Danach stellte das Blatt die Meldung der Auflagenzahlen an die IVW auf den Zeitraum von Montag bis Samstag um.

Entwicklung der verkauften Auflage[5]


Montags bis samstags[Bearbeiten]

Die verkaufte Auflage ist seit 2013 um 5,7 Prozent gesunken.[6] Sie beträgt gegenwärtig 118.106 Exemplare.[7] Das entspricht einem Rückgang von 7201 Stück. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 15,5 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[8]


Samstags und sonntags[Bearbeiten]

Die verkaufte Auflage ist seit 2001 um 50,7 Prozent gesunken.[9] Sie beträgt gegenwärtig 183.060 Exemplare.[10] Das entspricht einem Rückgang von 188.421 Stück. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 20 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[11]


Chefredakteure[Bearbeiten]

B.Z.-Kulturpreis[Bearbeiten]

Seit 1991 vergibt die Zeitung jährlich einen Kulturpreis, den Berliner Bären.

Aktion „Berliner Helden“[Bearbeiten]

Gemeinsam mit Berliner Experten für freiwillige Arbeit gründete die B.Z. im Oktober 2009 das soziale Netzwerk der „Berliner Helden“.[14] „Wer helfen will, der soll durch die Aktion „Berliner Helden“ erfahren, wo er gebraucht wird und wo seine Hilfe am sinnvollsten eingesetzt werden kann.“[15] Auf der Website www.berliner-helden.com und täglich in der B.Z. werden die so genannten Aktionen zum Mitmachen, vorgestellt – von Hausaufgabenhilfe oder Renovieren eines Aufenthaltsraumes bis zum Müll im Wald sammeln oder Spielplatzbauen.[15]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b IVW: B.Z. (Mo-Fr), Abruf am 12. Februar 2015
  2. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  3. Eintrag über die B.Z.'' auf www.berlin.de
  4. Fusion bei Springer: „B.Z.“ und „Bild“-Berlin verschmelzen; Spiegel Online, 24. Juli 2013.
  5. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)
  6. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  7. laut IVW, zweites Quartal 2015, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  8. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)
  9. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  10. laut IVW, zweites Quartal 2015, Sa+So (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  11. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)
  12.  Ich werde Deutschland wiedervereinigen, ob Sie es glauben oder nicht. In: Der Spiegel. Nr. 4, 1968 (online).
  13.  Berufliches: Malte-Till Kogge. In: Der Spiegel. Nr. 37, 1973 (online).
  14. Presseinformation: Die „Berliner Helden“: Aktion der B.Z. rückt ehrenamtliches Engagement ins Licht der Öffentlichkeit; 12. Oktober 2009
  15. a b Website der B.Z.-Aktion „Berliner Helden“; abgerufen am 2. Mai 2011.