BKS Bank

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
  BKS Bank AG
Logo der Bank
Staat Österreich
Sitz Klagenfurt am Wörthersee
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN AT0000624705
Bankleitzahl 17000[1]
BIC BFKKAT2KXXX[1]
Gründung 1922
Website www.bks.at
Leitung
Vorstand Herta Stockbauer
Dieter Krassnitzer
Wolfgang Mandl
Aufsichtsrat Peter Gaugg(Vorsitzender)

Die BKS Bank AG ist eine Universalbank mit Sitz in Klagenfurt (Kärnten), sie betreut heute sowohl Privat- als auch Geschäftskunden. Sie bildet mit der Oberbank und der Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV) die 3-Banken-Gruppe. Sie versteht sich als solide Regionalbank, welche nachhaltig und verantwortungsvoll agiert. Die Bank wurde im Jahr 1922 als reine Unternehmensbank unter Mitwirkung der Bayrischen Hypotheken- und Wechselbank gegründet. Seit 1964 betreut sie auch Privatkunden. Im Jahr 1969 begann eine Kooperation mit der Bausparkasse Wüstenrot, die bis heute besteht. Zugleich mit der Gründung einer Filiale in Graz im Jahr 1983 wurde der Unternehmensname (Firma) erweitert auf „Bank für Kärnten und Steiermark Aktiengesellschaft“, welcher 2005 auf „BKS Bank“ reduziert wurde. Bereits 1986 folgte die Aktiennotierung an der Wiener Börse.

Ihre Geschäftsstrategie setzt langfristige Erfolge vor kurzfristige Gewinne. Ihren Kunden bietet die Bank alle Produkte einer Universalbank (Konten, Sparprodukte, Veranlagungsprodukte, Kredite, Zahlungsverkehrsdienstleistungen, etc.). Sie legt großen Wert auf hohe Beratungsqualität und wurde dafür mehrfach ausgezeichnet (z.B. 2014 durch die ÖGVS und Format als Beste Filialbank Österreich bei einem Test der Anlageberatung und 2015 ebenfalls durch die ÖGVS und Format als Testsieger in Wien bei der Kreditberatung). Als erste Bank in Österreich setzte sie des EFQM-Modell for Excellence um und unterzog sich 2014 dem verkürzten Verfahren zum Staatspreis für Unternehmensqualität. Die Bank wurde dabei mit "5* recognised for excellence" ausgezeichnet.

Das Institut engagiert sich in vielen Aspekten der Nachhaltigkeit. So wurde es für ihr Engagement für ihre Mitarbeiter bereits mehrfach geehrt. Sie ist u.a. Träger des Zertifikats des Audit "berufundfamilie" und des Gütesiegels für betriebliche Gesundheitsförderung. Gemeinsam mit mehreren Partnern hat sie den TRIGOS Kärnten und den TRIGOS Steiermark initiiert, bei dem Unternehmen für ihr CSR-Engagement ausgezeichnet werden. Mit einer Photovoltaikanlage am Dach der Zentrale startete sie den Senkung ihres Carbon Footprints, den die Bank sie seit 2013 für alle österreichischen Filialen und die Zentrale regelmäßig ermitteln lässt. Die Vermögensverwaltung AVM nachhaltig war die erste Vermögensverwaltung, die mit dem Österreichischen Umweltzeichen für nachhaltige Finanzprodukte ausgezeichnet wurde.

Eckdaten der 90-jährigen Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1922 trat A. v. Ehrfeld mit der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank in ein Kommanditverhältnis unter dem Namen „Kärntner Kredit- und Wechsel-Bankgesellschaft Ehrfeld & Co“ ein. Sitz der Bank war schon damals Klagenfurt. Im gleichen Jahr wurden Zweigniederlassungen in Villach und Spittal/Drau, ein Jahr später auch eine in Wolfsberg erworben. Zu Beginn wurden nur Firmenkunden betreut. Nach jahrelangen Bestrebungen, die Kommandite in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln, kam es 1928 zur Gründung der „Bank für Kärnten“. Trotz der weltweiten Krise entwickelte sich die Bank in jener Zeit gut. 1939 wurde der Firmenname von „Bank für Kärnten“ in „Bank für Kärnten Aktiengesellschaft“ geändert. Die Bank nahm ab 1964 das Privat-Klein-Kredit-Geschäft als neue Geschäftssparte auf und baute in den folgenden Jahren sukzessive das Zweigstellennetz aus. Ab 1965 kooperierte die Bank mit der Bausparkasse Wüstenrot, wodurch das Institut fortan seinen Kunden auch Bausparprodukte anbieten konnte. Im Jahr 1970 kam es erstmals zu einer gemeinsamen Drei-Banken-Anleihe mit der Bank für Oberösterreich und Salzburg und der Bank für Tirol und Vorarlberg.

Expansion über Kärnten hinaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Expansion über die Kärntner Grenzen geschah 1983 mit der Gründung einer Filiale in Graz. Es folgte die Änderung des Firmenwortlautes in Bank für Kärnten und Steiermark Aktiengesellschaft (BKS) und die Gründung der Alpenländische Garantie-GmbH (ALGAR) in Linz. Diese Gesellschaft sicherte die BKS Bank, die Oberbank und die Bank für Tirol und Vorarlberg gegen eventuelle Ausfälle bei Großkrediten ab. Ab 1986 wurde die BKS-Bank-Stammaktie im Amtlichen Handel an der Wiener Börse gehandelt. Das Grundkapital war damals in 3,0 Mio. Aktien im Nennbetrag von je ATS 100,- zerlegt. 1988 erfolgte der Einstieg in das Leasinggeschäft und die Gründung der Drei-Banken-Versicherungs-AG mit den Schwesterbanken. Zwei Jahre später wurde die erste Geschäftsstelle in Wien eröffnet.

Im darauffolgenden Jahr wurde die Drei-Banken-EDV GmbH mit den Schwesterbanken gegründet und nach den Plänen von Architekt Prof. Wilhelm Holzbauer mit dem Bau der BKS Bank-Zentrale am St. Veiter Ring 43 begonnen. Die neuen Büros am St. Veiter Ring wurden termingerecht im November 1993 bezogen. Mit dem Abschluss einer Vertriebs- und Kooperationsvereinbarung für das Versicherungs- und Investmentfondsgeschäft mit der Generali-Vienna-Gruppe 1998 wuchs die Bank weiter. Nach dem Ausscheiden der langjährigen Aktionärin Bayerische Hypotheken- und Wechselbank AG erwirbt die Generali-Gruppe rund 7,44 % der BKS-Bank-Stammaktien. Es begann die internationale Expansion mit Gründung einer Repräsentanz in Zagreb (Kroatien), sowie dem Erwerb einer Leasinggesellschaft in Ljubljana (Slowenien), der heutigen BKS-leasing d.o.o.

Erstmals traten die BKS und die Schewsterbanken im Jahr 2000 gemeinsame medienwirksam als 3-Banken-Gruppe auf.

Internationale Expansion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2002 folgte die Gründung der kroatischen BKS-leasing Croatia d.o.o. mit dem Sitz in Zagreb. Im Folgejahr erwarb die Bank die Mehrheit an der „Die Burgenländische Anlage & Kredit Bank AG“ (Die BAnK). 2004 wurde die erste slowenische Bankfiliale in Ljubljana in Betrieb genommen, sowie eine Repräsentanz in Italien errichtet. Zur Fusionierung der „Die BAnK“ in die BKS kam es 2005. Im gleichen Jahr wurde eine Repräsentanz in Ungarn gegründet und der Firmenwortlaut an die Expansion der letzten Jahre angepasst. Er lautete nunmehr „BKS Bank AG“.

Mit der Übernahme der Kvarner banka d.d., Rijeka 2006 trat die Bank in den Bankenmarkt in Kroatien ein. Es folgte die Errichtung einer Repräsentanz in Bratislava und der Kauf der slowakischen „KOFIS Leasing“ 2007, die in den BKS Bank Konzern integriert und in BKS-Leasing a.s. umbenannt wurde. 2008 wurde die Kvarner banka d.d. in „BKS Bank d.d.“ umbenannt und eine Filiale in Zagreb eröffnet. Ein Jahr später erfolgte ein Split der BKS-Bank-Aktien im Verhältnis 1 : 6 und die Anhebung des Grundkapitals auf 65,52 Mio € im Zuge einer Kapitalerhöhung. Es wurde seither durch 30.960.000 Stamm-Stückaktien und 1.800.000 Vorzugs-Stückaktien vertreten. 2010 wurde das Wertpapiergeschäft in Slowenien aufgenommen, womit nun alle Dienstleistungen des Universalbankgeschäftes angeboten wurden. Gleichzeitig erfolgte die Ausweitung des Retailkundengeschäftes in Kroatien. Im darauffolgenden Jahr erfolgte der Markteintritt in das slowakische Bankgeschäft mit Eröffnung einer Filiale in Bratislava und 2012 die Aufnahme des Retailkundengeschäfts in der Slowakei. Die Direktion Wien übersiedelte vom Lugeck in die Renngasse. Es wurde das 90-jährige Bestandsjubiläum der BKS Bank AG gefeiert.

2013 erfolgte die Fusion der österreichischen Leasinggesellschaften, die Gründung der BKS Service GmbH zur Übernahme von Agenden der Marktfolge und die Bündelung der Immobilienaktivitäten in der BKS Immobilien-Service Ges.m.b.H.. 2014 wurde die BKS Bank mit „Recognised for excellence 5*“ in die Liste der exzellenten Unternehmen in Österreich aufgenommen, zur „Besten Filialbank Österreichs“ gekürt und erzielte eines der besten Ergebnisse der Unternehmensgeschichte. Im Zuge der im Oktober durchgeführten Kapitalerhöhung konnten rund 700 neue Aktionäre gewonnen werden, die den Streubesitz verbreiterten. In Slowenien wurde das Wertpapiergeschäft der in Abwicklung befindlichen Factor banka d.d. übernommen. Die oekom Research AG bewertete die Nachhaltigkeitsaktivitäten der BKS Bank 2015 mit „Prime“. Damit zählte die Bank weltweit zu den Klassenbesten.

Kennzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die BKS Bank AG ist unter der Nummer AT0000624705 börsennotiert. Die Hauptaktionäre sind die Oberbank, BTV und Generali 3 Banken Holding AG, die ein Syndikat bilden. Weitere stimmberechtigte Aktionäre sind die BA-CA-Gruppe und Wüstenrot. Ca. 19 % der Aktien befinden sich in Streubesitz.

Die Bilanzsumme der BKS Bank betrug zum 31. Dezember 2014 6,86 Mrd. EUR (+1,8%), der Konzernjahresüberschuss nach Steuern 46,6 Mio. (+14,8%)EUR. Sowohl das Kreditvolumen als auch die Primäreinlagen kamen zum Ultimo 2014 bei rund 5 Mrd. EUR zu liegen. Die Bank verfügte auch über ausgezeichnete Kapitalquoten. Die Eigenmittelquote betrug 12,0%, die Kernkapitalquote 11,2%. Beide Werte liegen deutlich über den gesetzlichen Anforderungen.

Der Konzern beschäftigt heute rund 1.100 Mitarbeiter in 59 Geschäftsstellen in Kärnten, Steiermark, Burgenland, Wien, Niederösterreich, in Slowenien sowie in der Slowakei. Weiters verfügt die Bank über Repräsentanzen in Zagreb, Padua und Sopron. In Kroatien hält die BKS Bank eine 100%-Beteiligung an der BKS Bank d.d. (vormals Kvarner Banka d.d.), weiters ist sie zu 100 % Eigentümerin an der slowakischen BKS-Leasing s.r.o. (vormals KOFIS Leasing a.s.), der slowenischen BKS-Leasing d.o.o. und der kroatischen BKS-Leasing Croatia d.o.o.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Referenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Abfrage für BLZ 17000. In: SEPA-Zahlungsverkehrs-Verzeichnis der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB). (Neuladen des Browsers erforderlich.)