BMW K 1600 GT

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BMW
BMW K 1600 GT 02.jpg
Werkscode K48
K 1600 GT
Hersteller: Bayerische Motorenwerke AG
Produktionszeitraum ab 2011
Klasse Motorrad
Bauart Tourer
Motordaten
Viertaktmotor, flüssigkeitsgekühlter Sechszylinder-Reihenmotor, DOHC, 4 Ventile pro Zylinder, elektronische Benzineinspritzung, geregelter Katalysator
Hubraum (cm³) 1649
Leistung (kW/PS) 118/160 bei 7.750 min−1
Drehmoment (N m) 175 bei 5.250 min−1
Höchst­geschwindigkeit (km/h) 250 km/h (K 1600 GT) bzw. 220 km/h (K 1600 GTL), jeweils abgeregelt
Getriebe 6-Gang-Getriebe
Antrieb Kardanantrieb
Bremsen vorne 2 Scheibenbremsen mit ø320 mm
hinten eine Scheibenbremse mit ø320 mm
Radstand (mm) 1.680
Sitzhöhe (cm) 81
Leergewicht (kg) 306
Vorgängermodell K 1300 GT

Die BMW K 1600 GT ist ein Motorrad des Herstellers BMW. Sie ist das erste serienmäßige Sechszylindermotorrad aus deutscher Produktion.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

K1600 GT Front.jpg

Die K 1600 GT wurde auf der Messe Intermot im Oktober 2010 als Weltneuheit vorgestellt.[1] Die Markteinführung war im März 2011 zum Basispreis von 19.900 Euro; 2017 betrug er 22.050 Euro.[2]

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Motor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

K1600Motor.jpg

Der Sechszylinder ist auf geringe Baubreite, hohes Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen und geringes Gewicht ausgelegt. Durch konstruktive Maßnahmen, wie die hohl gegossene Nockenwelle mit einer Wandstärke von 3 mm, wird ein Gewicht des Motors von 102 kg erreicht. Damit wiegt er trotzdem 25 kg mehr als der annähernd leistungsgleiche Motor der BMW K 1300 GT mit vier Zylindern.

Die Gemischaufbereitung verfügt über lediglich eine elektrisch angetriebene Drosselklappe mit 52 mm, da die sonst bei Motorrädern üblichen Einzeldrosselklappen die durch den Kurbeltrieb vorgegebene Baubreite von 555 mm übertroffen hätte.[3]

Der Motor ermöglicht eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3,2 Sekunden.[2]

Fahrwerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Brückenrahmen ist aus Aluminium. Das Hinterrad wird von einer Zweigelenk-Einarmschwinge ebenfalls aus Aluminium geführt. Das Vorderrad führt eine Duolever-Konstruktion mit einem zentralen Federbein.

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

K1600 Cockpit.jpg

Als erstes Motorrad weltweit bietet die K 1600 GT ein adaptives Kurvenlicht, das die Straße bei nächtlichen Kurvenfahrten besser ausleuchtet. Ein Schwenkspiegel in der Optik des Xenon-Abblendlichts kompensiert bis zu 25 Grad Schräglage.

Versionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

K 1600 GTL[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die K 1600 GTL ist durch zusätzliche Ausstattungen wie eine bequemere einteilige Sitzbank, einen stärker zum Fahrer hin gekröpften Lenker, gummierte Fußrasten und einen auf 26,5 Liter vergrößerten Kraftstofftank noch weiter als Langstreckentourer entwickelt.[4]

Zur BMW K 1600 GTL gehört serienmäßig ein Topcase, das optional mit einer zweiten, hochgelegten Bremsleuchte ausgestattet ist. Mehr Chromteile an der Seitenverkleidung, Windflaps und die verchromten Endschalldämpfer unterscheiden sie zusätzlich zur K 1600 GT. Der Listenpreis in Deutschland betrug zur Markteinführung 21.850 Euro.

K 1600 B[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 2017 stellte BMW die K 1600 B vor. Diese Version hat tropfenförmig zulaufende Koffer mit geschwungenen Rückleuchten und 17-Zoll-Schmiederäder. Bei ihrer Einführung kostete sie 21.900 Euro.[5]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stefan Kaschel: BMW-Sechszylinder: Der Souverän. In: Motorrad. Nr. 4, 2011, ISSN 0027-237X, S. 34–39 (Interview mit Wolfgang Mattes und Heinz Hege).
  • Thomas Schmieder: Fahrbericht: BMW K 1600 GT/GTL. In: Motorrad. Nr. 6, 2011, ISSN 0027-237X, S. 10–14.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: BMW K 1600 GT – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mike Schümann: Intermot 2010: BMW baut Gold Wing (mit Video). BMW stellt vor: 6-Zylinder-Luxus auf zwei Rädern. In: Motorrad online. 5. Oktober 2010, archiviert vom Original am 21. November 2011; abgerufen am 24. Juni 2018.
  2. a b BMW K 1600 GT (2017) im Test: Sechs Richtige auf zwei Rädern. In: motor-talk.de. 21. Juli 2017, abgerufen am 12. März 2019.
  3. BMW K 1600 GT/GTL: Der Antrieb. (Nicht mehr online verfügbar.) In: 7-forum.com. Ehemals im Original; abgerufen am 2. Mai 2019.@1@2Vorlage:Toter Link/www.7-forum.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
  4. K 1600 GTL. BMW Motorrad Deutschland, archiviert vom Original am 24. Juli 2012; abgerufen am 24. Juni 2018.
  5. Michael Schümann: Bagger-Präsentation K 1600 B. In: motorradonline.de. 8. März 2017, abgerufen am 2. Mai 2019.