BR-101

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Rodovia federal BR-101 in Brasilien
Rodovia Governador Mario Covas
BR-101
Karte
Basisdaten
Betreiber: Ministério dos Transportes
Straßenbeginn: Touros
(5° 9′ 25″ S, 35° 29′ 59″ W)
Straßenende: São José do Norte
(32° 0′ 35″ S, 52° 2′ 26″ W)
Gesamtlänge: 4772 km

Bundesstaaten:

Die brasilianische Bundesstraße BR-101 ist mit 4772 km die zweitlängste Fernstraße des Landes und verläuft mehr oder weniger küstennah von Touros (Bundesstaat Rio Grande do Norte) im Norden bis São José do Norte (Bundesstaat Rio Grande do Sul) in Südbrasilien.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die BR-101 heißt offiziell „Rodovia Governador Mario Covas“ und führt in Nord-Süd-Richtung (portugiesisch rodovia longitudinal) durch 12 Bundesstaaten. Da sie weitgehend an der Atlantikküste entlangführt, wird sie auch Trans-Küstenstraße (portugiesisch Translitorânea) genannt. Zusammen mit der BR-116, der mit 4885 km längsten brasilianischen Fernstraße, ist sie einer der bedeutendsten Verkehrswege Brasiliens.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bau der BR-101 durch das Militär begann 1950 mit dem Teilstück zwischen Rio de Janeiro und Salvador.[1] Der Abschnitt zwischen Curitiba und Florianópolis wurde als erster 1957 dem Verkehr übergeben, 1958 folgte der Abschnitt Salvador-Touros, 1980 die Strecke von Rio de Janeiro nach Santos. Ab 1988 begann die teilweise Verbreiterung auf Doppelspuren (portugiesisch duplicação) im Bereich zwischen Curitiba und Florianópolis, die bis heute fortgesetzt wird.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Norden ausgehend verläuft die BR-101 durch folgende Bundesstaaten und wichtigen Städte:

Bundesstaat Städte Länge
im Bundesstaat
in km
Rio Grande do Norte Rio Grande do Norte Touros, Natal 173
Paraíba Paraíba João Pessoa 128
Pernambuco Pernambuco Recife, Palmares 214
Alagoas Alagoas Maceió 249
Sergipe Sergipe Aracaju 206
Bahia Bahia Alagoinhas, Salvador, Camaçari 956
Espírito Santo Espírito Santo Vitória 461
Rio de Janeiro (Bundesstaat) Rio de Janeiro Niterói, Rio de Janeiro 599
São Paulo (Bundesstaat) São Paulo Ubatuba, Santos, Peruíbe 559
Paraná Paraná Paranaguá 155
Santa Catarina Santa Catarina Joinville, Florianópolis 465
Rio Grande do Sul Rio Grande do Sul Osório, São José do Norte 415
BR-101 gesamt: 4580[2]

Von Touros kommend führt die BR-101 in südlicher Richtung mehr oder weniger nah an der Atlantikküste entlang und durchquert mit Olinda eine der ältesten Stadt Brasiliens, sie führt westlich an Recife vorbei und erreicht das geschichtsträchtige Cabo de Santo Agostinho, das von Gonçalo Coelho am 28. August 1501 bei seiner Entdeckungsreise so benannt wurde.[3] Bei Propriá wird der Rio São Francisco überquert, dessen Brücke im Dezember 1972 eröffnet wurde. Bei Feira de Santana ist die Fernstraße am weitesten von der Küste entfernt. Nach Teixeira de Freitas gelangt sie in São Mateus wieder an die Küste und durchquert Vitória. In Campos dos Goytacazes überquert sie den Rio Paraíba do Sul und führt an der Guanabara-Bucht entlang nach Niterói, um über die 13,3 km lange Rio-Niterói-Brücke schließlich Rio de Janeiro zu erreichen. Sie hat dort den Straßennamen „Avenida Brasil“, und setzt sich südlich als kurvenreiche Strecke an der Küste fort. Als Panoramastraße gilt der Abschnitt zwischen Rio de Jeneiros Nobelvorort Barra da Tijuca und Santos, der an der Costa Verde, der Bucht von Grumari und Angra dos Reis entlangführt.[4] Bereits im Bundesstaat São Paulo liegt der Badeort Ubatuba.

Ein geringer Teil der Strecke ist Schotterpiste, und zwar etwa 438 km lange Abschnitt zwischen Peruíbe (im Bundesstaat Sao Paulo) und Joinville (im Bundesstaat Santa Catarina).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: BR-101 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gianluca Spadoni, Il fondo dell'aria era rosso Carlos Marighella vita passioni morte, 2021, o. S.
  2. nach Governomento Brasil, Transportes, BR-101, 2021
  3. Manfred Pawlak Verlag (Hrsg.), Meilensteine der Entdeckungen, 1983, S. 120
  4. Baedecker (Hrsg.), Rainer Eisenschmid/Beate Szerelmy, Brasilien, 2010, S. 138