BSW Sixers

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BSW Sixers
Spitzname Die Sixers
Gegründet 21.06.2006
Halle Ballsporthalle
(ca. 950 Plätze)
Homepage www.bsw-sixers.de
Vereinspräsident Maik Leuschner
Trainer Christopher Schreiber
Liga 2. Bundesliga ProB Nord
20211/22: 6. Platz
Farben Heim: Weiß; Auswärts: Blau

Die BasketballGemeinschaft (BG) BSW Sixers (eigentlicher Vereinsname BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen 06 e.V.)[1] ist der größte eigenständige Basketballverein im Landkreis Anhalt-Bitterfeld und wurde am 21. Juni 2006 aus den Basketballabteilungen der Vereine SG Chemie Bitterfeld, SG Union Sandersdorf und SG Chemie Wolfen gegründet. Das Akronym BSW steht dabei für die Ortschaften der beteiligten Vereine aus Bitterfeld, Sandersdorf und Wolfen. Der Verein hat seinen Sitz in Sandersdorf und auch die Halle der 1. Herrenmannschaft ist hier zu finden. Zusätzlich finden auch Trainingseinheiten in der Turnhalle des Berufsschulzentrum August von Parseval statt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der überraschende Aufstieg der Männermannschaft von Union Sandersdorf in die zweite Regionalliga im Frühling 2006 galt als Auslöser für die Gründung eines eigenständigen Basketballvereins in der Region, der unter anderem eine höherklassige Männermannschaft etablieren sollte. Am 21. Juni 2006 hoben Mitglieder der Basketball-Sparten von Chemie Bitterfeld, Union Sandersdorf sowie Chemie Wolfen die Basketballgemeinschaft Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen 06 aus der Taufe. Der Vorschlag des Mannschaftsspitznamens „BSW Sixers“ kam von Cornelius Damm, der erster Trainer der BSW-Mannschaft wurde.[2]

BSW nahm den Platz in der 2. Regionalliga ein, den Union Sandersdorf durch den Aufstieg errungen hatte, und wurde in der Premierensaison 2006/07 Tabellenvierter. Bester Werfer der Mannschaft im ersten Spieljahr der Vereinsgeschichte war der US-Aufbauspieler Mark Peters, der im Januar 2007 verpflichtet wurde und einen Punkteschnitt von 28,4 erreichte.

Zur Saison 2007/08 übernahm Fritz Espenhahn (ehemaliger Junioren-Nationaltrainer der DDR)[3] das Traineramt und führte die Mannschaft als ungeschlagener Meister der 2. Regionalliga Nord-Ost zum Aufstieg in die 1. Regionalliga. Garanten des Titelgewinns waren unter anderem die drei US-Amerikaner Elton Coffield, Elijah Rouse und Brandon James[4] sowie Centerspieler Thomas Mähne.

In der 1. Regionalliga waren die BSW Sixers als Aufsteiger gleich vorne dabei und beendeten die Saison 2008/09 auf dem vierten Rang. Nach der Saison löste der frühere Bundesliga-Star Keith Gray Espenhahn auf der Trainerbank ab,[5] im Dezember 2009 übernahm mit Chuck Evans ein weiterer ehemaliger Profispieler den Posten.[6] Im Mai 2010 lagen die NBA und die Sixers wegen der Verwechslungsgefahr mit den Philadelphia 76ers im Rechtsstreit, der 2011 außergerichtlich beendet wurde.[7]

Aufstieg in die 2. Bundesliga ProB[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende September 2010 trat Evans aus familiären Gründen zurück, der frühere Nationalspieler Stephen Arigbabu wurde als neuer Cheftrainer eingestellt.[8] Unter Arigbabus Leitung wurde die Saison auf dem zweiten Tabellenplatz der 1. Regionalliga Nord beendet. Da Meister BG 74 Göttingen auf den Aufstieg verzichtete, war der Weg für die Sixers in die 2. Bundesliga ProB frei.[9]

In der ersten Saison nach dem Aufstieg (2011/12) landete man in der Vorrunde der ProB Süd auf dem vierten Platz, ehe man im Playoff-Viertelfinale gegen Schwelm ausschied.

Im Juli 2012 vereinbarten die Sixers eine Kooperation mit dem Mitteldeutschen BC, die unter anderem eine Zusammenarbeit im Nachwuchsbereich regelte.[10] Zur Spielzeit 2012/13 wurden die Sixers in die Nordstaffel verschoben. Im Dezember 2012 kam es zur Trennung von Trainer Arigbabu.[11] Tino Stumpf wurde sein Nachfolger und führte die Mannschaft als Tabellenachter in die Playoffs, wo im Viertelfinale das Aus gegen den späteren Meister Bayer Leverkusen folgte.[12]

Im April 2013 reichte Präsident Bernd Gleau, der zu den Sixers-Gründern gehörte, aufgrund von Meinungsverschiedenheiten im Vorstand seinen Rücktritt ein.[13] Sein Nachfolger im Präsidentenamt wurde der bisherige Manager Maik Leuschner.[14]

Im Mai 2013 wechselte Stumpf auf den Posten des Sportlichen Leiters, neuer Cheftrainer wurde Torsten Schierenbeck.[15] Nach acht Niederlagen am Stück musste Schierenbeck im Dezember 2013 gehen,[16] Stumpf kehrte auf den Trainerposten zurück und hielt die Mannschaft in der ProB. In der Saison 2014/15 stiegen die BSW Sixers als Tabellenletzter der ProB Nord in die 1. Regionalliga ab.[17]

Wieder in der Regionalliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter Stumpfs Leitung landete die Mannschaft in der Saison 2015/16 auf dem dritten Tabellenplatz der 1. Regionalliga Nord. Im Juni 2016 wurde der Tscheche Tomáš Grepl als neuer BSW-Cheftrainer und Nachwuchsleiter beim Kooperationspartner MBC in Personalunion vorgestellt.[18] Er leitete die Mannschaft in der Saison 2016/17 auf den vierten Rang in der Abschlusstabelle der 1. Regionalliga Nord.

Zurück in der 2. Bundesliga ProB[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch einen 102:42-Sieg über Bremen sicherte sich BSW unter Grepl am 18. März 2018 den Meistertitel in der 1. Regionalliga Nord und schaffte damit den sportlichen Aufstieg in die 2. Bundesliga ProB.[19] Bester Korbschütze der Meistermannschaft war der Litauer Eimantas Stankevicius (17,2 Punkte je Begegnung), dicht gefolgt vom US-Amerikaner Terrence Williams (17,1 Zähler pro Spiel).[20]

In der Sommerpause 2019 übernahm Sebastian Ludwig das Traineramt,[21] Grepl hatte ein Angebot aus Tschechien angenommen[22] und dieses Anfang April 2019 angetreten.[23] 2021 ging Ludwig, sein vorheriger Assistent Christopher Schreiber wurde ins Cheftraineramt befördert.[24]

Bilanz der letzten Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006/2007 → 04. Platz in der 2. Regionalliga Ost
  • 2007/2008 → 01. Platz in der 2. Regionalliga Ost (Aufstieg)
  • 2008/2009 → 04. Platz in der 1. Regionalliga Nord
  • 2009/2010 → 07. Platz in der 1. Regionalliga Nord und Erreichen des Achtelfinales im DBB-Pokal[25]
  • 2010/2011 → 02. Platz in der 1. Regionalliga Nord (Aufstieg)
  • 2011/2012 → 04. Platz in der 2. Bundesliga ProB Süd (Aus in der 1. Runde der Play-Offs)
  • 2012/2013 → 08. Platz in der 2. Bundesliga ProB Nord (Aus in der 2. Runde der Play-Offs)
  • 2013/2014 → 09. Platz in der 2. Bundesliga ProB Nord
  • 2014/2015 → 13. Platz in der 2. Bundesliga ProB Nord (Abstieg)
  • 2015/2016 → 3. Platz in der 1. Regionalliga Nord
  • 2016/2017 → 4. Platz in der 1. Regionalliga Nord
  • 2017/2018 → 1. Platz in der 1. Regionalliga Nord (Aufstieg)
  • 2018/2019 → 9. Platz in der 2. Bundesliga ProB Nord (1. Platz in der Abstiegsrunde)
  • 2019/2020 → 7. Platz in der 2. Bundesliga ProB Nord (keine Austragung der Meisterrunde wegen SARS-CoV-2)
  • 2020/2021 → 4. Platz in der 2. Bundesliga ProB Nord (Aus in der Viertelfinalrunde)[26]
  • 2021/2022 → 6. Platz in der 2. Bundesliga ProB Nord (Aus im Viertelfinale)[27]

Team 2019/2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader der BSW Sixers in der Saison 2019/2020
Achtung: Kaderangabe ist veraltet!
(aktuelle Saison: 2021/2022)
Spieler
Nr. Nat. Name Geburt Größe Info Letzter Verein
Guards (PG, SG)
6 Deutschland Marko Krstanovic 16.11.1997 1,97 m ScanPlus Baskets Elchingen
7 Deutschland Franz Veit 28.09.2000 1,86 m Mitteldeutscher BC
12 Deutschland Ole Sievers 16.07.2002 1,86 m Mitteldeutscher BC
62 Kroatien Luka Petkovic 10.07.1988 1,85 m Kapitän der Mannschaft Rot-Weiss Cuxhaven
10 Deutschland Ferdinand Zylka 11.04.1998 1,91 m Mitteldeutscher BC
Forwards (SF, PF)
11 Deutschland Sven Papenfuß 11.11.2000 2,01 m Mitteldeutscher BC
2 Litauen Daniel Baslyk 24.02.2001 1,97 m Rytas Vilnius
15 Deutschland Marco Rahn 17.04.1998 1,99 m ETB Wohnbau Baskets Essen
17 Deutschland Roland Winterstein 17.03.1996 1,96 m Aschersleben Tigers
8 Deutschland Niklas Radestock 27.04.1998 1,98 m Aschersleben Tigers
4 Kroatien Martin Jelic 11.12.1999 1,98 m GKK Sibenka
23 Griechenland Alexandros Varytimiadis 21.06.1994 1,98 m A3 Basket Umea
Center (C)
21 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Justin Smith 13.04.1987 2,01 m s.Oliver Würzburg
44 Deutschland Benedikt Turudic 27.01.1997 2,07 m Mitteldeutscher BC
34 Deutschland Anthony Okao 21.04.1998 2,07 m Herzöge Wolfenbüttel
Trainer
Nat. Name Position
Deutschland Sebastian Ludwig Head Coach
Deutschland Christopher Schreiber Assistant Coach
Legende
Abk. Bedeutung
Kapitän der Mannschaft Teamkapitän
Quellen
Teamhomepage
Ligahomepage
Stand: 10. Oktober 2019

Trainer 1. Mannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Impressum. In: bsw-sixers.de. Abgerufen am 22. November 2021.
  2. Christian Kattner: BSW Sixers: Zehn Jahre - Zehn Etappen. In: Mitteldeutsche Zeitung. 27. Juni 2016 (Online [abgerufen am 1. Juli 2021]).
  3. Nationalspieler. In: Archiv Basketball Mitteldeutschland. Abgerufen am 22. Januar 2022.
  4. Basketball: Das Fernziel heißt Zweite Bundesliga. In: Mitteldeutsche Zeitung. (mz-web.de [abgerufen am 18. April 2017]).
  5. CHRISTIAN KATTNER: Basketball: Entscheidung für die Jugend. In: Mitteldeutsche Zeitung. (mz-web.de [abgerufen am 18. April 2017]).
  6. THOMAS SCHAARSCHMIDT: Basketball: Evans der neue Mann auf der Bank. In: Mitteldeutsche Zeitung. (mz-web.de [abgerufen am 18. April 2017]).
  7. THOMAS SCHAARSCHMIDT: Basketball: US-Profiliga klagt gegen Sandersdorfer Basketballer. In: Mitteldeutsche Zeitung. 20. Juni 2011 (Online [abgerufen am 7. Juli 2021]).
  8. THOMAS SCHAARSCHMIDT: Basketball: Eine Entscheidung für die Familie. In: Mitteldeutsche Zeitung. (mz-web.de [abgerufen am 18. April 2017]).
  9. Brit Rocktaeschel: BSW Sixers. Abgerufen am 18. April 2017.
  10. Mitteldeutscher Basketball Club: MBC und BSW Sixers bündeln Kräfte im Nachwuchsbereich und bringen gemeinsames NBBL-Team an den Start. Archiviert vom Original am 19. April 2017; abgerufen am 22. November 2021.
  11. Tino Gerbert: Pro B: Zusammenarbeit beendet. In: bsw-sixers.de. Archiviert vom Original am 5. März 2016; abgerufen am 22. November 2021.
  12. Tino Gerbert: ProB: Die Reise endet in Leverkusen. In: bsw-sixers.de. Archiviert vom Original am 19. April 2017; abgerufen am 22. November 2021.
  13. philip thomisch: Basketball-Pro B: Sixers und Gleau gehen getrennte Wege. In: Mitteldeutsche Zeitung. 8. April 2013 (Online [abgerufen am 1. Juli 2021]).
  14. BSW Sixers: Neuordnung an der Vereinsspitze – Mitglieder wählen Vorstand. In: bsw-sixers.de. Archiviert vom Original am 19. April 2017; abgerufen am 22. November 2021.
  15. Tino Gerbert: ProB: BSW Sixers strukturieren sportliche Leitung neu. In: bsw-sixers.de. Archiviert vom Original am 1. September 2013; abgerufen am 22. November 2021.
  16. Wochenspiegel-Verlags-Gesellschaft mbH & Co. KG: BSW Sixers Coach Torsten Schierenbeck gefeuert |. Abgerufen am 18. April 2017.
  17. Daniel George: Basketball Pro B: BSW Sixers können Abstieg nicht verhindern. In: Mitteldeutsche Zeitung. (mz-web.de [abgerufen am 18. April 2017]).
  18. Basketball: MBC-Idol Grepl wird Trainer der Sixers. In: Mitteldeutsche Zeitung. 30. Juni 2016 (Online [abgerufen am 4. Juni 2021]).
  19. bsw-sixers.de: 1.RLN: Sixers schlagen Bremen 102:42! Sportliche Aufstieg in die ProB steht! (Memento vom 20. März 2018 im Internet Archive)
  20. https://www.basketball-bund.net/statistik.do?reqCode=spielerstatistikScouting&_top=-1&_absolut=1&archiv=0
  21. https://www.schoenen-dunk.de/news_a102411_ProB_Sebastian-Ludwig-und-Chris-Schreiber-fuehren-BSW-Sixers-in-die-neue-Saison.htm
  22. Jaroslav Zeman: Proti Svitavám povede Děčín nový trenér Tomáš Grepl. In: Děčínský deník. 30. März 2019 (denik.cz [abgerufen am 14. März 2022]).
  23. Tomas Grepl geht nach Decin. In: Mitteldeutscher BC. 1. April 2019, abgerufen am 14. März 2022.
  24. Chris Schreiber ist neuer Headcoach. In: BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen 06 e.V. Abgerufen am 25. November 2021.
  25. Pokal-Viertelfinale erreicht, Lich vor der Brust (Memento vom 9. Januar 2010 im Internet Archive) Bericht vom Viertelfinalspiel auf court-vision.de
  26. Tabelle ProB Nord. In: 2. Basketball-Bundesliga GmbH. Abgerufen am 11. Mai 2021.
  27. Tabelle ProB Nord. In: 2basketballbundesliga.de. 15. Mai 2022, abgerufen am 15. Mai 2022.