Babyface (Musiker)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Kenny 'Babyface' Edmonds (2013)
Kenny 'Babyface' Edmonds live in Amsterdam (2009)

Kenneth Edmonds (* 10. April 1959 in Indianapolis)[1][2], auch bekannt als Babyface, ist ein US-amerikanischer R&B- und Popsänger, Songwriter und Produzent, der in seiner Karriere bislang mit elf Grammys ausgezeichnet wurde.[3]

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Edmonds besuchte die North Central High School in Indianapolis. Später spielte er unter anderem mit Bootsy Collins zusammen. In den 1970er-Jahren war er Mitglied der Gruppe Manchild. Anfang der 1980er Jahre veröffentlichte Edmonds mit der Gruppe The Deele drei Alben. 1986 unterschrieb er einen Solovertrag bei Solar Records und veröffentlichte sein Debütalbum Lovers. Er gründete 1989 gemeinsam mit L.A. Reid das Plattenlabel LaFace Records.

Edmonds schrieb und produzierte die Songs End of the Road von Boyz II Men und Exhale (Shoop Shoop) von Whitney Houston. Von ihm stammt auch der Madonna-Hit Take a Bow aus dem Jahr 1994, der sich sieben Wochen auf Platz 1 der Billboard-Charts hielt. 1996 komponierte er zusammen mit David Foster The Power of the Dream, den offiziellen Song der Olympischen Spiele 1996. Edmonds arbeitete außerdem unter anderem mit TLC, Céline Dion, Mary J. Blige, Jay-Z, Foxy Brown, Mariah Carey, Toni Braxton, Az Yet, Eric Clapton (Change the World, und Talk to Me, 1996) Aretha Franklin, John Mellencamp (Walk Tall und Thank You, 2004) und Stevie Wonder zusammen. Von 1995 bis 1997 erhielt er dreimal in Folge den Grammy als „Produzent des Jahres“.

Am 15. April 2007 trat Babyface bei einem Konzert von Prince als Gast auf.

1999 wurde ein Teil der Interstate 65, die durch seine Heimatstadt Indianapolis führt, in Kenneth „Babyface“ Edmonds Highway umbenannt. Der Rolling Stone listete Babyface 2015 auf Rang 90 der 100 besten Songwriter aller Zeiten.[4]

Babyface heiratete am 5. September 1992 Tracey Edmonds, mit der er zwei Söhne hat: Brandon (* 1997) und Dylan (* 2001). Die Ehe wurde am 22. Juni 2007 geschieden.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[5][6]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH UK UK US US
1989 Tender Lover US14
Dreifachplatin
×3
Dreifachplatin

(61 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 30. Juli 1989
1993 For the Cool in You US16
Dreifachplatin
×3
Dreifachplatin

(83 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 17. August 1993
1996 The Day DE85
(5 Wo.)DE
UK34
Silber
Silber

(13 Wo.)UK
US6
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(46 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 29. Oktober 1996
1998 Christmas with Babyface US101
(5 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 27. Oktober 1998
2001 Face2Face US25
(11 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 11. September 2001
2005 Grown & Sexy US10
(10 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 26. Juli 2005
2007 Playlist US48
(4 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 18. September 2007
2015 Return of the Tender Lover US39
(3 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 4. Dezember 2015

Weitere Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[5][6]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH UK UK US US
1997 MTV Unplugged NYC 1997 US106
Gold
Gold

(13 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 25. November 1997
Livealbum
2000 A Collection of His Greatest Hits US75
(7 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 14. November 2000
Kompilation
2014 Love, Marriage & Divorce UK75
(2 Wo.)UK
US4
(17 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 4. Februar 2014
Kollaboration mit Toni Braxton

Weitere Veröffentlichungen

  • 1986: Lovers
  • 1991: A Closer Look
  • 2001: Love Songs
  • 2003: The Essential
  • 2005: The Other Side of Cool

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[5][6]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH UK UK US US
1989 It’s No Crime
Tender Lover
US7
(18 Wo.)US
Erstveröffentlichung: August 1989
Tender Lover
Tender Lover
UK86
(2 Wo.)UK
US14
(17 Wo.)US
Erstveröffentlichung: November 1989
1990 Whip Appeal
Tender Lover
US6
(18 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 22. Februar 1990
My Kinda Girl
Tender Lover
US30
(13 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Juni 1990
1992 Give U My Heart
Boomerang (O.S.T)
US29
(16 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 7. Juli 1992
(feat. Toni Braxton)
1993 For the Cool in You
For the Cool in You
US81
(9 Wo.)US
Erstveröffentlichung: August 1993
Never Keeping Secrets
For the Cool in You
US15
(23 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Oktober 1993
1994 And Our Feelings
For the Cool in You
US21
(20 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Februar 1994
When Can I See You
For the Cool in You
UK35
(3 Wo.)UK
US4
Gold
Gold

(36 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Juni 1994
Rock Bottom
For the Cool in You
UK50
(4 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: Juli 1994
1996 This Is for the Lover in You
The Day
UK12
(8 Wo.)UK
US6
Platin
Platin

(20 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 5. Oktober 1996
(feat. LL Cool J, Howard Hewett & Jody Watley)
1997 Every Time I Close My Eyes
The Day / The Moment
DE87
(3 Wo.)DE
UK13
(4 Wo.)UK
US6
Gold
Gold

(26 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 14. Januar 1997
(mit Kenny G)
How Come, How Long
The Day / At the Close of a Century
DE17
(19 Wo.)DE
AT9
(10 Wo.)AT
CH10
(19 Wo.)CH
UK10
(7 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 7. Juli 1997
(mit Stevie Wonder)
2001 There She Goes
Face2Face
DE93
(2 Wo.)DE
US31
(15 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Mai 2001
What If
Face2Face
US80
(15 Wo.)US
Erstveröffentlichung: September 2001

Als Gastmusiker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[5][6]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH UK UK US US
1990 Love Makes Things Happen
Always
US13
(19 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 6. November 1990
(Pebbles feat. Babyface)
1995 Someone to Love
Bonafide
US10
Gold
Gold

(30 Wo.)US
Erstveröffentlichung: April 1995
(Jon B. feat. Babyface)
1996 Slow Jams
Q’s Jook Joint
US68
(9 Wo.)US
Erstveröffentlichung: April 1996
(Quincy Jones feat. Babyface, Barry White & Tamia)
1997 (Always Be My) Sunshine
In My Lifetime, Vol. 1
DE18
(14 Wo.)DE
UK25
(2 Wo.)UK
US95
(2 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 16. September 1997
(Jay-Z feat. Babyface & Foxy Brown)

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Simon Glickman and Kelly Winters: Babyface Biography. musicianguide, abgerufen am 10. Mai 2011 (englisch).
  2. Steve Huey: Babyface Biography. allmusic, abgerufen am 10. Mai 2011 (englisch).
  3. Babyface. 19. November 2019, abgerufen am 27. März 2020 (englisch).
  4. The 100 Greatest Songwriters of All Time. Rolling Stone, August 2015, abgerufen am 7. August 2017 (englisch).
  5. a b c d Chartquellen: DE AT CH UK US
  6. a b c d Auszeichnungen für Musikverkäufe: UK, US

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Babyface – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien