Bachtel

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Bachtel (Begriffsklärung) aufgeführt.
Bachtel
Der Bachtel vom Egelsee (Bubikon) aus gesehen

Der Bachtel vom Egelsee (Bubikon) aus gesehen

Höhe 1115 m ü. M.
Lage Hinwil, Zürcher Oberland, Schweiz
Dominanz 3,95 km → Ramsel
Schartenhöhe 358 m ↓ Gibswil
Koordinaten 709583 / 239339Koordinaten: 47° 17′ 45″ N, 8° 53′ 15″ O; CH1903: 709583 / 239339
Bachtel (Kanton Zürich)
Bachtel
Der Bachtel über den Pfäffikersee gesehen.

Der Bachtel über den Pfäffikersee gesehen.

Der Bachtel ist ein Berg im Zürcher Oberland bei Hinwil in der Schweiz. Er ist 1115 m ü. M. hoch.

1854 erbaute der Bachtelverein auf dem Kulm eine Trinkhütte. Zwei Jahre später baute Johannes Ryf ein Wohn- und Wirtschaftsgebäude mit einem Aussichtspodium.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historisches Luftbild von 1923, aufgenommen aus 100 Metern Höhe von Walter Mittelholzer

Bachtel ist ein in der Region verbreiteter Flurname mit der Bedeutung «Bachtal», «Bachtobel». Das maskuline Genus rührt davon, dass der Name des Bergs verkürzt ist aus Bachtalberg (so auf der Gygerkarte von 1667). Das namensgebende Bachtal ist das des Sagenbachs (an der Südflanke des Bergs), an dessen oberem Lauf die Bachtelweid liegt.[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bachtel liegt zwischen Hinwil im Nordwesten, Wald ZH im Südosten und Rüti ZH im Südwesten. Er ist der höchste Punkt und südliche Abschluss der langen Hügelkette zwischen den Tälern der Töss und Jona im Osten und des Pfäffikersees und der Kempt im Westen. Der obere Bereich des Berges ist mehrheitlich bewaldet. Die tieferen Lagen werden landwirtschaftlich genutzt. Der Berg gehört nach der Einteilung des SAC zu den Ostschweizer Voralpen, die in anderen Einteilungen als „Appenzeller Alpen“ bezeichnet werden.

Mit Ausnahme von Sonntagen kann man mit dem Auto bis zum Gipfel fahren. Die Strassen von Hinwil und Wald bis Orn (925 m ü. M.) sind immer für den Verkehr freigegeben. Am Südhang findet sich auf rund 750 Meter Höhe das Flugfeld Hasenstrick.

Südöstlich, unterhalb des Gipfels, liegt auf ca. 955 Meter Höhe der Bachtelspalt.[2] Es handelt sich um eine Spalte, die 1939 beim Abrutschen eines Nagelfluhkopfes entstand. Sie ist begehbar, aber sehr eng.

Bauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aussichtsturm

Der Bachtel ist ein beliebtes Ausflugsziel. Auf dem Gipfel des Bachtels steht ein Restaurant und ein Aussichtsturm, der Bachtelturm. Ein erster Turm aus Holz wurde bereits 1873 errichtet. Der zweite Turm aus Metall, der alte Bachtel-Turm, wurde aufgrund seiner Schutzwürdigkeit nach dem Abbau eingelagert und steht heute auf dem Pfannenstiel. Der heutige Turm stammt aus dem Jahr 1986 und ist 75 Meter hoch.[3][4]

Die Skisprungschanzen im Orn wurden 2003 abgerissen.[5] Als Ersatz wurde ein paar Jahre später in Gibswil die Bachtelblickschanze erbaut.

Das auf der Südseite des Bachtels gelegene Flugfeld Hasenstrick (ICAO: LSPK) musste 2009 den Betrieb einstellen wegen Differenzen zwischen den Inhabern der Betriebsbewilligung und der Eigentümerin des Grundstücks.[6][7]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bachtel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hinwil/Wald (Hof, Bergkuppe, laut älterer Angabe aus ZWald n., sonst m. 'Bachtalberg.') 1643, HKGyger, Karte Bachtal, Schweizerisches Idiotikon; daneben steht ein fem. Bachtalen, das in Flurnamen allerdings als Bachtlen, Bachtelen erscheint. Bachtalen, Schweizerisches Idiotikon.
  2. Standort Bachtelspalt 47° 17′ 22″ N, 8° 53′ 51″ E
  3. Geschichte vom Bachtel. In: Restaurant Bachtel-Kulm. Abgerufen am 3. März 2014.
  4. Chronik 2011 – Gemeinde Hinwil. Gesellschaft Ortsmuseum Hinwil, S. 5, abgerufen am 3. März 2014 (PDF).
  5. Hinwil. In: Skisprungschanzen-Archiv. Abgerufen am 2. August 2015.
  6. Unser Flugplatz. In: Fluggruppe Hasenstrick. 31. Dezember 2009, abgerufen am 2. August 2015.
  7. Gesuch um Betriebsbewilligung für Hasenstrick. In: Neue Zürcher Zeitung. 18. Dezember 2009, abgerufen am 2. August 2015.