Begleitgesang

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Jennie Abrahamson und Linnea Olsson als Backing Vocalists, 2014

Begleitgesang (engl. Backing vocal; auch Hintergrundgesang) ist eine oder sind mehrere Nebenstimmen, die in der Rock- und Popmusik die Hauptstimme (Melodie, Lead Vocal) unterstützen.

Diese Nebenstimmen werden von einem Begleitsänger (engl. Backing oder Background vocalist) gesungen. Während der Leadsänger die Hauptstimme eines Stückes singt, wird er von einem Begleitsänger unterstützt. Oft wird dieser von weiteren Begleitstimmen ergänzt, bis hin zu einem vollständigen Chor. Bei Plattenaufnahmen kann der Leadsänger durch die Technik des Stimm-Overdubbing auch selbst die Rolle der Begleitsänger übernehmen.

Funktion von Begleitstimmen:

  • Bestimmte Stellen des Stückes sollen hervorgehoben werden, wie zum Beispiel der Refrain oder Chorus.
  • Der Leadstimme soll mehr Fülle und Durchsetzungskraft gegenüber den Instrumenten verliehen werden.

Musikalische Möglichkeiten:

Es gibt folgende Möglichkeiten der Unterscheidung zwischen Lead- und Backingstimmen:

  1. physiologisch: durch Stimmfarbe, Stimmcharakter und Artikulation
  2. kompositorisch: als Dopplung, Satzgesang, u. ä.
  3. klangtechnisch: durch Tiefenstaffelung auf Lautstärke-, Frequenz-, Stereo- und Effekte-Ebene

In der Regel sind die Backingsänger leiser als der Leadsänger, um diesen nicht zu übertönen. Treten auf der Bühne eigene Backingsänger auf, stehen diese meist im Hintergrund der Bühne. In vielen Bands übernehmen die Bandmitglieder den Backupgesang, während sie ihre eigenen Instrumente spielen.

Beispiel:

  • In der Band Queen war Freddie Mercury der Leadsänger. Auch wenn er gelegentlich Klavier oder Gitarre spielte, sang er die Hauptstimme. Die Backupstimmen übernahmen Brian May (Gitarre) und Roger Taylor (Schlagzeug). Bei Plattenaufnahmen ergänzte Mercury auch die Backupstimmen.

Der 2014 mit einem Oscar prämierte Dokumentarfilm 20 Feet from Stardom des Regisseurs Morgan Neville setzt sich mit der Arbeit von Begleitsängerinnen und -sängern großer Stars der Rock- und Popmusik auseinander.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]