Bad Bodenteich

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bad Bodenteich
Bad Bodenteich
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bad Bodenteich hervorgehoben

Koordinaten: 52° 50′ N, 10° 41′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Uelzen
Samtgemeinde: Aue
Höhe: 55 m ü. NHN
Fläche: 49,89 km2
Einwohner: 3741 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner je km2
Postleitzahl: 29389
Vorwahl: 05824
Kfz-Kennzeichen: UE
Gemeindeschlüssel: 03 3 60 005
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Langdoren 4
29559 Wrestedt
Website: www.samtgemeinde-aue.de
Bürgermeister: Jörg Formella (seit 29. Jan. 2020) (CDU)
Lage der Gemeinde Bad Bodenteich im Landkreis Uelzen
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Über dieses Bild

Bad Bodenteich ist ein Flecken in der Lüneburger Heide im Landkreis Uelzen, Niedersachsen (Deutschland). Die Samtgemeinde Bodenteich hatte dort bis zu ihrer am 31. Oktober 2011 erfolgten Auflösung den Verwaltungssitz. Seither gehört die Gemeinde zur Samtgemeinde Aue mit Sitz in Wrestedt. Diese unterhält in der Burg Bodenteich ein Bürgerbüro.

Geografie

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden von Bad Bodenteich sind Wrestedt, Soltendieck und Lüder. Zudem grenzt Bad Bodenteich an Sachsen-Anhalt.

Gemeindegliederung

Der Flecken Bad Bodenteich besteht aus dem Kernort Bad Bodenteich und den Ortsteilen Abbendorf, Bomke, Flinten, Häcklingen, Kuckstorf, Overstedt, Schafwedel und Schostorf.

Geschichte

Kurort

Ansicht von Bodenteich um 1654
Parksee und St.-Petri-Kirche

Bad Bodenteich war von 1973 bis 2010 staatlich anerkannter Luftkurort und bietet seit 1985 als Kneippkurort Schrothkuren an. Seit dem 1. Oktober 1998 trägt der Flecken den Zusatz Bad.[2] Am Parksee befindet sich die 215 Betten aufweisende Mediclin Seeparkklinik, eine psychosomatische Reha- und Akutklinik mit dem Schwerpunkt Essstörungen.

Eingemeindungen

Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Bomke, Flinten, Häcklingen, Schafwedel und Schostorf eingegliedert.[3]

Ortsname

Frühere Ortsnamen von Bodenteich waren Bodendieck, Bodendik, Bodendyk; Badendieck, Bodendike. Das Wort „Boden“, mittelhochdeutsch „bōdem, bōden“, mittelniederdeutsch „bōdem(e), boddem, bodden“ und mittelniederländisch „bōdem“ („Erdboden, Grund“) hatte bis ins 17. Jahrhundert die Nebenform „Bodem“. In den niederdeutschen Mundarten wurde „-d-“ zwischen Vokalen nur schwach artikuliert und schwand häufig, übrig blieb ein leichter Zwielaut oder ein lang gesprochener Vokal. „Bodenteich“ lautet im Niederdeutschen „Boden-dik“ und bedeutet „unten gelegener, liegender Teich, See“.[4]

Politik

Rat des Fleckens Bad Bodenteich

Stand: Kommunalwahl am 11. September 2016[5]

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: Das Wappen zeigt in silbernem Schild über schwarz-silbernen Wellenlinien (Bodenteicher See) einen aufspringenden Hirsch (Zehnender), der auf dem Rücken eine rote Decke mit silbernem gezähnten Balken trägt.

Religion

Zur evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde gehört die St.-Petri-Kirche von 1836 (Turm von 1894), daneben noch die St.-Bartholomäus-Kirche in Lüder und die Christuskapelle in Soltendieck. Die Kirchengemeinde gehört zur Region Süd-Ost des Kirchenkreises Uelzen im Sprengel Lüneburg.

Die katholische St.-Bonifatius-Kirche wurde 1960/61 erbaut und gehört seit 2006 zur Pfarrgemeinde Zum Göttlichen Erlöser in Uelzen. Zuvor bestand bereits seit 1948 in einem Lagerschuppen auf dem Gelände einer ehemaligen Munitionsanstalt, ab 1949 „Bodenteich-Heide“ genannt, eine ebenfalls nach Bonifatius benannte Kapelle.

Die neuapostolische Gemeinde wurde 2001 aufgegeben und der Gemeinde Wittingen angeschlossen.

Verkehr

  • Der Ort ist über die Bundesstraße 4 und die Landesstraßen 265, 266 und 270 zu erreichen.
  • Bad Bodenteich hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Braunschweig–Wieren.
  • Der Elbe-Seitenkanal durchzieht das Gemeindegebiet in Nord-Süd-Richtung. Der Elbe-Seitenkanal-Anleger bietet Liegeplätze für Sportboote und Frachtschiffe.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Baudenkmäler

Fotogalerie

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Personen, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen

Literatur

  • Heinrich Schäfer: Chronik des Kneipp-Kurortes. Bodenteich, Burg – Amt – Flecken. Selbstverlag Flecken Bodenteich, Bad Bodenteich 1985.

Weblinks

Commons: Bad Bodenteich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2019 (Hilfe dazu).
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1998
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 238.
  4. Jürgen Udolph (Recherche): Der „Ortsnamenforscher“. In: Internetseite NDR 1 Niedersachsen. Archiviert vom Original am 29. November 2015; abgerufen am 8. Oktober 2018.
  5. Ergebnis Kommunalwahl 2011