Bad Dürkheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bad Dürkheim
Bad Dürkheim
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bad Dürkheim hervorgehoben
Koordinaten: 49° 28′ N, 8° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Dürkheim
Höhe: 132 m ü. NHN
Fläche: 102,67 km2
Einwohner: 18.469 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 180 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67098
Vorwahl: 06322
Kfz-Kennzeichen: DÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 32 002
Stadtgliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Mannheimer Straße 24
67098 Bad Dürkheim
Website: www.bad-duerkheim.de
Bürgermeister: Christoph Glogger (SPD)
Lage der Stadt Bad Dürkheim im Landkreis Bad Dürkheim
Bad DürkheimGrünstadtGrünstadtHaßlochMeckenheim (Pfalz)Niederkirchen bei DeidesheimRuppertsbergForst an der WeinstraßeDeidesheimWattenheimHettenleidelheimTiefenthal (Pfalz)Carlsberg (Pfalz)AltleiningenEllerstadtGönnheimFriedelsheimWachenheim an der WeinstraßeElmsteinWeidenthalNeidenfelsLindenberg (Pfalz)Lambrecht (Pfalz)FrankeneckEsthalKindenheimBockenheim an der WeinstraßeQuirnheimMertesheimEbertsheimObrigheim (Pfalz)ObersülzenDirmsteinGerolsheimLaumersheimGroßkarlbachBissersheimKirchheim an der WeinstraßeKleinkarlbachNeuleiningenBattenberg (Pfalz)NeuleiningenKirchheim an der WeinstraßeWeisenheim am SandWeisenheim am SandWeisenheim am SandErpolzheimBobenheim am BergBobenheim am BergDackenheimDackenheimFreinsheimFreinsheimHerxheim am BergHerxheim am BergHerxheim am BergKallstadtKallstadtWeisenheim am BergWeisenheim am BergLandkreis Alzey-WormsWormsLudwigshafen am RheinFrankenthal (Pfalz)Rhein-Pfalz-KreisLandkreis GermersheimNeustadt an der WeinstraßeLandkreis Südliche WeinstraßeLandau in der PfalzKaiserslauternLandkreis KaiserslauternDonnersbergkreisKaiserslauternLandkreis SüdwestpfalzKarte
Über dieses Bild
Stadtzentrum

Bad Dürkheim (pfälzisch: Derkem, Derkm, Därkem oder Dergem[2]) ist eine Kur- und Kreisstadt in der Metropolregion Rhein-Neckar am Rande des Pfälzerwalds in Rheinland-Pfalz. Sie ist der Verwaltungssitz des Landkreises Bad Dürkheim und gemessen an der Einwohnerzahl dessen zweitgrößte Ortsgemeinde. Überregionale Bekanntheit erlangte die Stadt durch den Dürkheimer Wurstmarkt sowie durch das Dürkheimer Riesenfass.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Dürkheim liegt am Ostrand des Pfälzerwalds an der Deutschen Weinstraße, etwa 30 km östlich von Kaiserslautern sowie knapp 20 km westlich von Ludwigshafen und Mannheim. Die Gemarkung ragt bis weit in den Pfälzerwald hinein; im äußersten Nordwesten umfasst sie Gebiete von dessen Teilbereich Diemersteiner Wald. Etwa 15 km südlich liegt Neustadt an der Weinstraße. Nordöstlich von Bad Dürkheim liegt der Dürkheimer Bruch.

Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn – einschließlich ExklavenKallstadt, Freinsheim, Erpolzheim, Birkenheide, Ellerstadt, Gönnheim, Friedelsheim, Wachenheim an der Weinstraße, Neidenfels, Weidenthal, Frankenstein, Fischbach (bei Kaiserslautern), Wattenheim, Neuleiningen, Kirchheim an der Weinstraße, Bobenheim am Berg, Weisenheim am Berg, Herxheim am Berg, Kallstadt, Weisenheim am Sand, Dackenheim, Altleiningen, Freinsheim, Kallstadt, Freinsheim, Weisenheim am Sand, Herxheim am Berg, Weisenheim am Berg und Herxheim am Berg.

Erhebungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teufelsstein

Auf Gemarkung von Bad Dürkheim befinden sich mehrere Berge des Pfälzerwalds. Entlang dessen Ostrand erstrecken sich Gipfel wie der Ebersberg (342,1 m). Nördlich von Grethen erheben sich der Kleine Peterskopf (425,1 m) und der Teufelsstein (317 m). An der Grenze zu einer Waldexklave von Herxheim am Berg liegt der Weilerskopf (470 m). Unmittelbar nördlich der Kernstadt und außerhalb des Pfälzerwalds liegt der 147,4 m hohe Michelsberg.

Weiter westlich liegt mit dem 570,8 m messendem Drachenfels die höchste Erhebung innerhalb der Stadtgemarkung. Weitere Berge in diesem Bereich sind der Steinkopf (527 m), der Becherskopf (522 m), der Große Pfaffenkopf (486 m), die Dreispitz (461 m) und an der Grenze zu einer zu Freinsheim gehörenden Exklave der Rahnfels (517 m).

Im äußersten Nordwesten der Gemarkung erstrecken sich das 449 m hohe Krumme Eck und der 429 m hohe Spitzkopf sowie im Westen der 403,5 m hohe Mainzer Berg.

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herzogweiher, dahinter das Pfalzmuseum
Isenach innerhalb von Bad Dürkheim

Von West nach Ost fließt die Isenach durch die Stadt, ein linker Nebenfluss des Rheins, die zugleich das zentrale Gewässer der Stadt darstellt. Sie besitzt mit dem Isenachweiher nahe ihrer Quelle mitten im Pfälzerwald einen Stausee. Im Nordosten zweigen von ihr der Erlengraben und der Albertgraben ab. Zum Flusssystem der Isenach gehört der auf gesamter Länge durch die Waldgemarkung der Stadt fließende Glashüttentalbach.

Mehrere Kilometer südlich der Isenach entspringt auf der Bad Dürkheimer Waldgemarkung der Schwabenbach, der abseits der Bebauung verläuft und nach einigen Kilometern Wachenheim erreicht. Im äußersten Westen bildet der Glasbach, ein linker Nebenfluss des Hochspeyerbachs, auf weite Strecke die Grenze zu Frankenstein. Am Nordrand von Grethen befindet sich der Herzogweiher. Bereits in der Rheinebene nordöstlich der Stadt liegt der Almensee.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jährlich fallen 574 mm Niederschlag; dies liegt im unteren Viertel der in Deutschland erfassten Werte, nur an 16 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Februar, die meisten Niederschläge fallen im Mai, nämlich 1,6-mal mehr als im Februar. Die Niederschläge variieren wenig und sind sehr gleichmäßig über das Jahr verteilt, an nur 1 % der Messstationen werden noch niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steinzeit und Antike[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1200 und 500 v. Chr. war das Gebiet um den Ostausgang des Isenachtales von Kelten besiedelt. Auf sie geht eine keltische Höhensiedlung bei der späteren Benediktinerabtei Limburg[3] und eine zweite Höhensiedlung auf der nördlichen Seite der Isenach, die Heidenmauer, zurück; 1864 wurde beim Bau der Rhein-Haardtbahn auf dem Heidenfeld ein Fürstinnengrab und am Ebersberg ein Grabhügelfeld mit 60 reich ausgestatteten Gräbern entdeckt[4]. Mit weiteren fünf möglichen Fürstengräbern zeigen diese Bauwerke die Bedeutung der Gegend schon zu damaliger Zeit. Ausgrabungen sollen weitere Erkenntnisse zu diesem keltischen Zentrum erbringen.[5]

Auch die Römer hinterließen zahlreiche Belege für ihre Aktivitäten, beispielsweise das große römische Weingut Weilberg in Bad Dürkheim-Ungstein mit Friedhof und Herrenhaus, mit Belegen für damals schon angebaute Vorläufer der Riesling-, Traminer- und Burgunder-Reben. Wenige Kilometer weiter südlich in Wachenheim wurde ebenfalls eine Villa rustica gefunden. Bedeutsam ist auch der römische Steinbruch Kriemhildenstuhl.

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juni 778 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt – im Lorscher Codex als „Turnesheim“.[6] In einem Lehnsbrief des Bischofs von Speyer aus dem Jahr 946 ist von „Thuringeheim“ die Rede.

Um 1025 wurde der Bau der Benediktinerabtei Limburg begonnen, die heute als Klosterruine erhalten ist. Kaiser Konrad II. schenkte die Siedlung Dürkheim laut Urkunde vom 16. Februar 1035 diesem neu gegründeten Kloster. Es heißt dort, das Kloster erhalte den Ort „zum Eigentum, mit allen Rechten und Nutznießungen wie sie seither die rheinfränkischen Herzöge dort inne gehabt“ hätten.[7]

Die am 1. Januar 1360 verliehenen Stadtrechte wurden Dürkheim 1471 wieder entzogen, nachdem Kurfürst Friedrich der Siegreiche von der Pfalz den Ort erobert und beträchtliche Zerstörungen angerichtet hatte. Der kurpfälzische Geschützmeister Martin Merz leitete damals die Beschießung.

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stich von Johann Jakob Rieger, 1787
Blick auf Bad Dürkheim vom Vigilienturm aus

Nach dem langsamen Wiederaufbau kam Dürkheim 1554 an die Linie Leiningen-Dagsburg der Leininger Grafen. Im Jahre 1689 wurde der Ort fast vollständig zerstört, als die Truppen Frankreichs im Pfälzischen Erbfolgekrieg die Kurpfalz niederbrannten. Diesmal wurde zügiger wieder aufgebaut, so dass Graf Johann Friedrich von Leiningen bereits 1700 erneut die Stadtrechte vergab. Graf Friedrich Magnus von Leiningen-Dagsburg-Hardenburg (1703–1756) ließ ab ca. 1720 an der nordöstlichen Ecke der Stadt das barocke Schloss Dürkheim als Residenz erbauen und verlegte 1725 hierher seinen Wohnsitz. Dürkheim wurde gräfliche, ab 1779 fürstliche Residenz. Das Schloss brannten die Franzosen 1794 nieder und es existieren nur geringe Reste davon. An seinem Platz befinden sich heute Kurhaus und Kurpark-Hotel.

Die Region wurde 1794 im Ersten Koalitionskrieg von französischen Revolutionstruppen besetzt und 1798 an das französische Staatsgebiet angegliedert. Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Dürckheim - so die damalige Schreibweise - Verwaltungssitz des gleichnamigen Kantons im Département Donnersberg, dem 21 weitere Gemeinden angehörten sowie der gleichnamigen Mairie. 1815 wurde der Ort Österreich zugeschlagen. Anschließend wechselte der Ort in das Königreich Bayern. Von 1818 bis 1862 war Dürkheim Bestandteil des Landkommissariat Neustadt, das anschließend in ein Bezirksamt umgewandelt wurde. Wegen seiner sieben Heilquellen erhielt Dürkheim 1847 den Zusatz „Solbad“.

1902 wurde Dürkheim Sitz des neu geschaffenen Bezirksamt Dürkheim, ehe dieses 1931 wieder in sein Neustadter Pendant eingegliedert wurde. Seit 1904 trägt die Stadt die Bezeichnung „Bad Dürkheim“.[8] Am 31. März 1935 wurden Grethen, Hausen und Seebach eingemeindet.[8] Ab 1939 war die Stadt Bestandteil des Landkreises Neustadt. Am 18. März 1945 wurde Bad Dürkheim durch einen alliierten Luftangriff schwer getroffen, dabei kamen über 300 Menschen zu Tode. Nach dem Krieg wurde die Stadt innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurden am 7. Juni 1969 Hardenburg und Leistadt und am 22. April 1972 Ungstein mit dem Weiler Pfeffingen nach Bad Dürkheim eingemeindet.[9] Außerdem wurde die Stadt Verwaltungssitz des neugeschaffenen Landkreises Bad Dürkheim und lag im zugleich neu gebildeten Regierungsbezirk Rheinhessen-Pfalz, der bis 2000 Bestand hatte.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1951 gegründete Evangelische Akademie der Pfalz hatte ihren Sitz anfangs in Bad Dürkheim. Zum 31. Dezember 2013 waren 38,7 % der Einwohner evangelisch, 24,7 % römisch-katholisch, 5,1 % gehörten einer anderen öffentlich-rechtlichen Religionsgemeinschaft an, und 31,5 % waren konfessionslos.[10]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtrat von Bad Dürkheim besteht aus 32 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Stadtrat:[11]

Wahl SPD CDU GRÜNE FDP LINKE REP FWG Gesamt
2014 9 14 3 2 1 3 32 Sitze
2009 9 12 3 3 1 1 3 32 Sitze
2004 9 14 2 2 2 3 32 Sitze
  • FWG = Freie Wählergemeinschaft Bad Dürkheim e. V.

Im Stadtrat bilden die CDU, die FDP und die Grünen eine Koalition. Damit ist Bad Dürkheim eine der wenigen Städte in Deutschland, in der eine sogenannte Jamaika-Koalition regiert. Das Zweckbündnis wurde 1999 geschlossen, nachdem die SPD ihre Mehrheit verloren hatte. Es wurde nach der Kommunalwahl 2004 und 2009 jeweils um fünf Jahre verlängert.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Nachfolger von Wolfgang Lutz (CDU), der 16 Jahre im Amt war, wurde am 12. Juli 2015 Christoph Glogger (SPD) mit 52,83 % der Stimmen zum Bürgermeister gewählt. Er gewann die Stichwahl gegen den CDU-Bewerber Gerd Ester.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Bad Dürkheim
Blasonierung: „In Silber ein schwarzer Maueranker (Türangel).“[12]
Wappenbegründung: Das Wappen geht zurück auf ein Gerichtssiegel von 1405, das Bezug auf das Wappen der Herren von Dürkheim nahm.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es bestehen Partnerschaften mit Paray-le-Monial (Frankreich), Wells (Großbritannien), Kreuzburg (Polen) und Kempten (Deutschland). Die seit 1990 bestehende Patenschaft mit dem thüringischen Bad Berka wurde 2015 während des jährlichen Partnerschaftstreffens (mit Gästen aller Partnerstädte) anlässlich des Dürkheimer Wurstmarkts zu einer offiziellen Partnerschaft aufgewertet.[13] Mit Michelstadt (Deutschland) und Emmaus (USA) werden Städtefreundschaften gepflegt.

Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmalzonen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innerhalb der Stadtgrenzen sind insgesamt 13 Denkmalzonen ausgewiesen, darunter die am Rande des Pfälzerwalds liegenden die Ruinen der ehemaligen Benediktinerabtei Limburg. Im 9. Jahrhundert errichteten die salischen Herzöge aus Worms auf dem „Linthberg“ eine Festung als Stammburg ihres Geschlechtes. Zu Beginn des 11. Jahrhunderts wurde die Festung zu einem Kloster mit Basilika umgebaut. Es bestand bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts. Die Burgruine Hardenburg erstreckt sich oberhalb des gleichnamigen Ortsteils. Sie war seit dem 13. Jahrhundert Sitz der Grafen von Leiningen, wurde in ihrer jetzigen Form aber erst im 16. Jahrhundert erbaut. Endgültig zerstört wurde sie Ende des 18. Jahrhunderts. Die Burg Schlosseck entstand im zehnten Jahrhundert und war mindestens bis ins 14. Jahrhundert bewohnt. Am Weilberg bei Ungstein existieren die Überreste einer außergewöhnlich großen Villa rustica, die mittlerweile als Freilichtmuseum fungiert.

Einzeldenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adelige errichteten in der Waldgemarkung der Stadt die Jagdschlösser Kehrdichannichts, Murrmirnichtviel und Schaudichnichtum. Während Ersteres heute als Forsthaus genutzt wird, sind von den anderen beiden nur noch Ruinen vorhanden.

Die 1155 erstmals bezeugte Michaels­kapelle war der Ursprungsort des Dürkheimer Wurstmarkts. Die katholische Pfarrkirche St. Ludwig wurde 1828/29 im Stil des Klassizismus errichtet. Die Pläne von Johann Bernhard Spatz waren inspiriert durch den badischen Baumeister Weinbrenner. Der Bau wurde durch den bayerischen König Ludwig I. gefördert und finanziell unterstützt.

Die protestantische Schlosskirche – ehemals Kirche St. Johannis – wurde im späten 13. Jahrhundert erbaut. Ihr Turm ist mit 70 m Höhe nach den Türmen der Speyerer Gedächtniskirche (100 m), der Speyerer Josephskirche (91 m) und dem Speyerer Dom (zweimal 71,2 m) der fünfthöchste Kirchturm der Vorderpfalz.

Die Burgkirche wurde im 18. Jahrhundert erbaut, 1945 zerstört und danach wieder aufgebaut. Heute dient sie als protestantisches Gemeindezentrum. In ihrem Turm hängt eine 1758 gegossene, 317 kg schwere Glocke. Sie wurde 2006 saniert und ist von Hand an einem Seil zu läuten. Sie erklingt jedes Jahr am 18. März um 14 Uhr zur Erinnerung an den Bombenangriff auf Bad Dürkheim im Jahre 1945 und am 1. Adventssamstag um 17 Uhr zusammen mit den anderen Innenstadtglocken zum Einläuten des neuen Kirchenjahres.

Die kath. Ludwigskirche wurde nach Plänen von Johann Bernhard Spatz[14] zwischen 1828 und 1829 im klassizistischen Stil erbaut. 1938/39 schuf Paul Thalheimer hier ein monumentales Altarbild. Es handelt sich um eine Kreuzigungsszene. Einer der neben Jesus gekreuzigten Verbrecher trägt ganz deutlich die Gesichtszüge von Adolf Hitler. Damals ist es offenbar unentdeckt geblieben, heute gehört das Bild deshalb zu den ganz besonderen Kunstschätzen der Region.[15][16]

Die Heidenmauer ist der Überrest einer großen keltischen Siedlung mit 2 km langer Ringmauer, die um 500 v. Chr. errichtet wurde. Der römische Steinbruch Kriemhildenstuhl war im 4. Jahrhundert n. Chr. in Gebrauch.

Das Kurhaus beherbergt heute neben Gastronomie und Gesellschaftsräumen auch die Dürkheimer Spielbank. Auf einer Bergkuppe nördlich des Stadtzentrums steht der Vigilienturm, ein tempelartiges Weinberghaus, das wegen seiner auffälligen Architektur und der exponierten Lage zu den Wahrzeichen der Stadt zählt.

Das Gradierwerk, das von Einheimischen auch Saline genannt wird, ist ein Teil der Kuranlagen Bad Dürkheims. Mit einer Länge von etwa 330 m ist es eines der größten seiner Art in Deutschland. Letztmals am 7. April 2007 wurde die Anlage durch Brandstiftung fast völlig zerstört; nach Wiederaufbau wurde sie am 9. Oktober 2010 neu eröffnet.[17]

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausflugs- und Wanderziele im Pfälzerwald sind vor allem der Isenachweiher und der Drachenfels, aber auch – im Bereich der Hofruine Weilach – die Naturdenkmäler Teufelsstein und Heidenfels sowie nahe dem ehemaligen Forsthaus Lindemannsruhe die Kupferfelsen. Im Süden der Stadt befindet sich das Naturschutzgebiet Haardtrand – Auf der Krähhöhle und im Nordwesten das Naturschutzgebiet Haardtrand – Am Schlammberg.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wurstmarkt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wurstmarkt 2007 bei Nacht

Bekannt ist Bad Dürkheim vor allem durch den Wurstmarkt, das mit über 700.000 Besuchern größte Weinfest der Welt. Der Wurstmarkt entstand im Jahr 1416 durch den Handel mit Wurst und Wein. Heute zieht das Weinfest nicht nur überregionale, sondern auch viele internationale Touristen an. Für die Zeit des zweiten und dritten Wochenendes im September sind Unterkünfte im Regelfall frühzeitig ausgebucht. Am Westrand des Wurstmarktgeländes steht das Dürkheimer Riesenfass, das größte Fass der Welt. Es beherbergt ein Restaurant.

Weinbergnacht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Himmelsscheinwerfer beim Weinbergleuchten in Bad Dürkheim am 7. März 2009

Einmal jährlich Mitte März findet die größte Open-Air-Weinprobe der Pfalz statt. Auf einem 6 km langen Rundweg durch die beleuchteten Weinberge bieten Winzer und Gastronomen Weine und Speisen an.[18]

Riesenroulette[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1997 und 2007 wurde einmal jährlich im August im Kurpark im Rahmen der Kurparkgala das größte Roulette der Welt mit einer fußballgroßen Spielkugel aufgebaut.

Literaturpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Bad Dürkheim schreibt in dreijährigem Turnus im Sommer den Limburg-Preis für Literatur aus, der nach dem Kloster benannt ist.

Stadtgeläute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einmal jährlich, am ersten Adventssamstag um 17 Uhr, erklingt das große Bad Dürkheimer Stadtgeläute mit seinen zehn Glocken aus Burgkirche, Schlosskirche und Ludwigskirche.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Größte
Weinbaugemeinden
im Anbaugebiet
Rang unter allen
rheinland-pfälzischen
Weinbaugemeinden
nach Rebfläche
Bestockte
Rebfläche 2017
(in ha)
Rebsorten
weiße  rote 
(in %)
Pfalz 23.652 65 35
Landau (Pfalz) 1 2.067 66 34
Neustadt (Weinstr.) 2 2.031 67 33
Billigheim-Ingenheim 4 843 62 38
Bad Dürkheim 6 819 68 32
Kirrweiler 14 589 67 33
Edesheim 17 505 61 39
Deidesheim 18 498 85 15
Wachenheim (Weinstr.) 20 473 75 25
Göcklingen 22 464 65 34
Freinsheim 25 437 61 39
Quelle: Faltblatt Weinbau 2018. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Bad Ems, Mai 2018

Hauptwirtschaftszweig in Bad Dürkheim ist der Weinbau. Die Stadt ist mit 855 Hektar bestockter Rebfläche drittgrößte Weinbaugemeinde der Pfalz, in Rheinland-Pfalz nimmt sie den vierten Rang ein. Vor Ort befinden sich die Großlagen Feuerberg und Hochmess sowie mehrere Einzellagen wie Abtsfronhof, Bettelhaus, Fronhof, Fuchsmantel, Herrenberg, Herrenmorgen, Herzfeld, Hochbenn. Der Bad Dürkheimer Jörg Wolf arbeitet zudem als Erhaltungszüchter der weißen Rebsorte Fanny.

Daneben spielen Tourismus, insbesondere der Wein- und Gesundheitstourismus, und Gesundheitsförderung eine wichtige Rolle. In der Stadt sind einige Kurkliniken angesiedelt; zudem ist Bad Dürkheim einer der Orte in Deutschland, in denen noch ein Gradierwerk in Betrieb ist. Im Bereich der mittelständischen Wirtschaft sind Papier- und Holzindustrie sowie unterschiedliche Technologieunternehmen vertreten. Die Stadt ist Sitz des Unternehmens Auto Technisches Spezialzubehör sowie von Uniwheels, zu dem ersteres mittlerweile gehört. Bis etwa 2011 unterhielt das US-amerikanische Unternehmen GE Transportation Systems ein Werk in Bad Dürkheim.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flugplatz Bad Dürkheim

Bad Dürkheim ist über die Bundesstraßen 37 (KaiserslauternMosbach) und 271 (Neustadt an der WeinstraßeMonsheim), die sich in Bad Dürkheim kreuzen, an das überregionale Straßennetz angeschlossen. Die Autobahn 650 von Ludwigshafen her ist vierspurig noch nicht ganz bis Bad Dürkheim ausgebaut.

1865 erhielt Dürkheim Anschluss an das Eisenbahnnetz als nördlicher Endpunkt der in Neustadt beginnenden Pfälzischen Nordbahn, die 1873 bis nach Monsheim durchgebunden wurde; seither stellt der Bahnhof einen Kopfbahnhof dar. Von ihm fährt unter anderem der Ausflugszug Elsass-Express ab, der von Mainz aus bis nach Wissembourg an der nordelsässischen Grenze verkehrt.

1913 wurde die Rhein-Haardtbahn eröffnet, die Bad Dürkheim mit Ludwigshafen und Mannheim verbindet. Auf der Strecke fährt eine über Maxdorf führende schmalspurige Überlandstraßenbahn als Linie 4. Sie verbindet Bad Dürkheim mit Ludwigshafen und Mannheim, wo sie ins dortige Straßenbahnnetz übergeht und weiter bis nach Mannheim-Gartenstadt führt. Die Linie 9 ist eine Expresslinie, welche kleine Haltestellen auslässt; am Wochenende wird sie nach Heidelberg verlängert (ehemals RNV-Express).

Im Osten der Stadt liegt der Flugplatz Bad Dürkheim. Bis 1981 wurde in Bad Dürkheim eine Gondelbahn betrieben, die vom Wurstmarktgelände auf den Teufelsstein führte. Sie musste wegen eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts stillgelegt werden.[19] Seit 2005 war eine Wiedereinrichtung im Gespräch, doch um den Jahreswechsel 2017/2018 wurde, auch weil Zivilklagen befürchtet wurden, das endgültige Aus verkündet.[20][21]

Zudem ist die Stadt nördlicher Ausgangspunkt des Pfälzer Mandelpfads und liegt am Pfälzer Weinsteig.

Medien und Institutionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lokale Printmedien sind die Tageszeitung Die Rheinpfalz mit Lokalteil für die Region Bad Dürkheim sowie der wöchentlich erscheinende Stadtanzeiger. Über das Kabelnetz ist der Bürgerfernsehsender Offener Kanal Neustadt und Weinstraße zu empfangen. Von 1954 bis 1967 erschien im örtlichen Beacon-Verlag die Zeitschrift Alindethra. In Bad Dürkheim sind zudem der SCHUKO-Warenzeichenverband, die Bryologisch-lichenologische Arbeitsgemeinschaft für Mitteleuropa und der Drachenfels-Club ansässig.

Gesundheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurpark

Vor Ort existieren die Klinik Sonnenwende, die Rhein-Haardt-Klinik, die Park-Klinik, die Kurpfalz-Klinik, das Therapiezentrum Reha-Med und die Rhein-Klinik. Ab 1894 befand sich vor Ort mit der Pfälzischen Kinderheilstätte ein Kindersanatorium. Da in ihrem Einzugsgebiet eine Umgehungsstraße errichtet werden sollte und dies mit dem Erholungsaspekt unvereinbar erschien, wurde sie 1970 durch die Edelsteinklinik Bruchweiler im Landkreis Birkenfeld ersetzt.

Die Alte Maxquelle in der Maxbrunnenstraße, mit der zwischen 1859 und 1960 das Gradierwerk betrieben wurde, hat den höchsten Arsengehalt in Deutschland und den zweithöchsten weltweit. Bei der Analyse ihres Wassers (1861) entdeckten der Chemiker Robert Wilhelm Bunsen und der Physiker Gustav Robert Kirchhoff mittels Spektralanalyse die neuen Elemente Cäsium und Rubidium. Im Kurpark befindet sich eine öffentliche Kneipp-Amlage.

Bildung und Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundschulen

Realschule Plus

Gymnasium

Berufsbildende Schule

  • BBS Bad Dürkheim

Förderschulen

  • Limburgschule (etwa 130 Schüler)
  • Siegmund-Crämer-Schule

Museen

Freie Kultureinrichtung

Wissenschaftliche Einrichtung

Sportvereine

  • Dürkheimer Hockey-Club
  • TV Dürkheim 1860, Turn- und Sportverein
  • LTV Bad Dürkheim, Leichtathletik-Verein
  • Dürkheimer Judo-Vereinigung 1959
  • Reiterverein Bad Dürkheim

Telekommunikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein 72 m hoher Richtfunkturm aus Stahlbeton wurde früher militärisch genutzt, die Betriebsgebäude befanden sich im Ortsteil Hardenburg. Heute wird der Turm im Richtfunk für die Mobilfunknetze von O₂ und E-Plus verwendet.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Dürkheim beherbergt als Kreisstadt die Verwaltung des gleichnamigen Landkreises. Es verfügt über ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Frankenthal und zum OLG-Bezirk Zweibrücken gehört.

Am 23. November 2008 wurde im Bad Dürkheimer Ortsteil Seebach der erste protestantische Urnenfriedhof der Pfalz eingeweiht. Er liegt direkt an der Klosterkirche. Es werden ausschließlich Urnen aus sich auflösender ungebrannter Erde bestattet. Mit der künstlerischen Gestaltung wurde die Landauer Bildhauerin Madeleine Dietz beauftragt.[22]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • SWR: Die Toskana der Pfalz. Rund um Bad Dürkheim. Reisedokumentation, 2008, 28 Min., Erstausstrahlung 15. Juli 2008.[23]
  • SWR: Pälzisch im Abgang. TV-Serie, 2015, 6 × 28 Min., Erstausstrahlung 27. Oktober 2015.[24]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bad Dürkheim – Sammlung von Bildern
 Wikisource: Bad Dürkheim – Quellen und Volltexte
 Wikinews: Bad Dürkheim – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Volker Widdrat: Mudderschbrooch im Kurpalzblues verteidigt. In: Schwetzinger Zeitung. 22. Januar 2011, abgerufen am 25. Dezember 2013: „Es ging über den ‚Rhoi‘, nach ‚Derkem‘ zum ‚Worschtmarkt‘ […]“
  3. Die Kelten im pfälzischen Siedlungsraum. Abgerufen am 15. Mai 2016.
  4. Fürstinnengrab, Keltenstadt und Höhensiedlungen. Verein Keltenwelten, abgerufen am 17. Mai 2016.
  5. Heidenmauer und Limburg mit Siedlungsumland… fuerstensitze.de, abgerufen am 15. Mai 2016.
  6. Minst, Karl Josef [Übers.]: Lorscher Codex (Band 4), Urkunde 2030 1. Juni 788 – Reg. 1409. In: Heidelberger historische Bestände – digital. Universitätsbibliothek Heidelberg, S. 23, abgerufen am 18. Januar 2016.
  7. Wilhelm Manchot: Kloster Limburg, Mannheimer Altertumsverein, 1892, S. 7.
  8. a b Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 450.
  9. Amtliches Gemeindeverzeichnis (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 407). Bad Ems Februar 2016, S. 158 (PDF; 2,8 MB).
  10. ewois, Stand: 31. Oktober 2011.
  11. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen.
  12. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.
  13. bad-duerkheim.de – Besiegelung der Städtepartnerschaft mit Bad Berka Höhepunkt des Partnerschaftstreffens.
  14. Handbuch des Bistums Speyer, Speyer, 1961, S. 131
  15. Petra Depper-Koch: Kirchen der Pfalz: Viele Superlative, Die Rheinpfalz, 22. Dezember 2017; (Digitalansicht)
  16. Franz-Josef Wittkampf: Hitler in Kreuzigungsszene dargestellt, in: Der Pilger, Nr. 1, vom 8. Januar 2017
  17. Die Rheinpfalz, Lokalausgabe Bad Dürkheimer Zeitung: Gradierbau wird am 9. Oktober eingeweiht, 3. August 2010.
  18. Weinbergnacht. In: bad-duerkheim.com. Stadtverwaltung Bad Dürkheim, aufgerufen und empfangen am 9. Februar 2017.
    Weinbergnacht Bad Dürkheim. In: weinwanderung.net. Ralf Hettinger IT-Beratung, aufgerufen und empfangen am 9. Februar 2017.
    Dürkheimer Weinbergnacht (Memento des Originals vom 21. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.muk24.de. In: muk24.de. Kattner Effekt Marketing, aufgerufen und empfangen am 9. Februar 2017.
  19. Urteilstext bei www.servat.unibe.ch
  20. Keine Chance auf eine neue Gondelbahn. In: Die Rheinpfalz. Pfalz-Ticker Bad Dürkheim, 22. Dezember 2017, abgerufen am 18. Januar 2018.
  21. Bürgermeister kündigt Abriss der Gondelbahn-Ruine an. In: Die Rheinpfalz. Pfalz-Ticker Bad Dürkheim, 17. Januar 2018, abgerufen am 18. Januar 2018.
  22. Die Rheinpfalz, Nr. 274, 24. November 2008.
  23. Inhaltsangabe.
  24. Website der Serie.