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Bad Dürrenberg

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Wappen Deutschlandkarte
Bad Dürrenberg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bad Dürrenberg hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 51° 18′ N, 12° 4′ OKoordinaten: 51° 18′ N, 12° 4′ O
Bundesland:Sachsen-Anhalt
Landkreis: Saalekreis
Höhe: 104 m ü. NHN
Fläche: 36,15 km²
Einwohner: 11.458 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 317 Einwohner je km²
Postleitzahl: 06231
Vorwahl: 03462
Kfz-Kennzeichen: SK, MER, MQ, QFT
Gemeindeschlüssel: 15 0 88 020
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstraße 27
06231 Bad Dürrenberg
Website: www.badduerrenberg.de
Bürgermeister: Christoph Schulze (CDU)
Lage der Stadt Bad Dürrenberg im Saalekreis
KarteSachsenThüringenBurgenlandkreisHalle (Saale)Landkreis Anhalt-BitterfeldLandkreis Mansfeld-SüdharzSalzlandkreisBad DürrenbergBad LauchstädtBarnstädtBraunsbedraFarnstädtKabelsketalLandsberg (Saalekreis)LeunaWettin-LöbejünMerseburgMücheln (Geiseltal)Nemsdorf-GöhrendorfObhausenPetersberg (Saalekreis)QuerfurtSalzatalSchkopauSchraplauSteigraTeutschenthal
Karte
Luftbild

Die Solestadt Bad Dürrenberg (bis 1935 Dürrenberg) ist eine Kleinstadt im Saalekreis im Land Sachsen-Anhalt und staatlich anerkannter Erholungsort.

Die Solestadt Bad Dürrenberg liegt an der Saale zwischen Leipzig, Merseburg und Weißenfels. Im Süden der Stadt mündet der Ellerbach rechtsseitig in die Saale.

Stadtgliederung

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Ortschaft Einwohner Ortsteile
NempitzBad DürrenbergTollwitzOebles-SchlechtewitzSaalekreis
Bad Dürrenberg10.805Dürrenberg, Balditz, Goddula, Goddulasiedlung, Vesta, Keuschberg, Kirchdorf, Fährendorf, Lennewitz, Klein- und Großostrau, Porbitz, Poppitz
Nempitz293Nempitz, Oetzsch und Treben
Oebles-Schlechtewitz209Oebles-Schlechtewitz
Tollwitz1.175Ellerbach, Kauern, Ragwitz, Teuditz, Tollwitz und Zöllschen

Nachbargemeinden

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Nachbargemeinden sind Leuna im Norden, Markranstädt (Landkreis Leipzig) im Osten, Lützen (Burgenlandkreis) im Süden und Weißenfels (Burgenlandkreis) im Westen.

Aus der Ur- und Frühgeschichte Bad Dürrenbergs ist die Bestattung einer Schamanin mit Kind aus dem Mesolithikum bekannt. Diese wurde im Jahr 1934 im Zuge von Kanalbauarbeiten am Kurpark geborgen und ist heute im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle ausgestellt. Bad Dürrenberg wurde selbst erst mehrere Tausend Jahre später gegründet.

Mittelalter und Frühe Neuzeit

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Bürger- und Vereinshaus mit Touristinformation

Der Stadtteil Keuschberg ist der älteste Teil der Stadt. Am 5. Juli 993 wurde der Ort durch Otto III. erstmals urkundlich erwähnt. Vesta, ein mit Wällen befestigter Königshof, wurde 1197 im Naumburger Urkundenbuch erstmals genannt. Für die anderen Stadtteile von Bad Dürrenberg sind folgende Ersterwähnungsdaten überliefert: Kirchdorf: 1248, Goddula (später: Klein- und Groß-Goddula): 1263, Lennewitz: 1267, Balditz: 1317 und Fährendorf: 1320.[2] Zu dieser Zeit muss bereits eine namensgebende Fähre in Fährendorf existiert haben. Das Standesamt, das ehemalige Salzamt, ist das älteste Steingebäude der Stadt und ist bereits in Urkunden aus dem Hochmittelalter als Königsgut nachgewiesen.

Bahnhof Bad Dürrenberg
Kurpark

Das Gebiet der heutigen Ortschaft Bad Dürrenberg gehörte bis 1815 zum Gebiet des Hochstifts Merseburg, das seit 1561 unter kursächsischer Hoheit stand und zwischen 1656/57 und 1738 zum Sekundogenitur-Fürstentum Sachsen-Merseburg gehörte. Während Dürrenberg, Balditz, Keuschberg, Vesta, Groß- und Klein-Goddula zum Amt Lützen gehörten, unterstanden Kirchdorf, Fährendorf, Lennewitz, Ostrau, Porbitz und Poppitz der Verwaltung des Amts Merseburg.[3] 1741 unternahm der kurfürstlich-sächsische Bergrat Johann Gottfried Borlach bei Keuschberg Bohrversuche. Die Bohrung war erst 1763 erfolgreich, seitdem gibt es dort einen ständigen Solefluss mit 10,63 % Salzgehalt. Über diesem ersten Solebrunnen entstand 1765 ein wuchtiger Soleförderturm, der nach ihm benannte Borlachturm befindet sich in unmittelbarer Nähe der Gradierwerke. Das Museum im Turm würdigt die Leistungen von Borlach und dokumentiert die Geschichte der Salzgewinnung, die Verarbeitung der Dürrenberger Sole zu Siedespeisesalz und die Entwicklung Dürrenbergs zum Badeort.[4]

Spätgotische Kirche in Kirchfährendorf
Evangelische Kirche
St. Bonifatius

Preußische Zeit

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Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kamen die zwölf Orte der heutigen Ortschaft Bad Dürrenberg im Jahr 1815 zu Preußen. Sie wurden 1816 dem Kreis Merseburg[5] im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt. Im 19. Jahrhundert wurden folgende Orte erwähnt, die aus mehreren Orten entstanden sind: Kirchfährendorf (aus Kirchdorf und Fährendorf), Porbitz-Poppitz (aus Porbitz und Poppitz), Goddula (aus Groß-Goddula, Klein-Goddula und Vesta).

Erstmals an das Eisenbahnnetz angebunden werden sollte der Ort im Jahr 1826 mit der Errichtung einer Pferdeeisenbahn von Leipzig nach Dürrenberg; die Pläne wurden jedoch verworfen. Im Jahr 1836 wurde die 4,5 Kilometer lange Tollwitz-Dürrenberger Eisenbahn mit einer Spurweite von 585 mm und der erste, 133 m lange Eisenbahntunnel Deutschlands errichtet. Am 22. März 1856 nahm die Bahnstrecke von Leipzig nach Corbetha über Barneck, Markranstädt, Kötschau und Dürrenberg ihren Betrieb auf.

Die Errichtung des ersten Badehauses erfolgte 1845, die erste Saalebrücke wurde 1920 erbaut. Im selben Jahr wurde die Rössener Straßenbahnstrecke in Etappen über Daspig und Spergau bis Fährdorf verlängert, sechs Jahre später dann bis zum Bahnhof Bad Dürrenberg.

Blick durch das Gradierwerk in den Kurpark

20. Jahrhundert

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Das Bäder-Adressbuch warb in der Weimarer Republik für Dürrenberg a. d. Saale mit Hinweis auf die vorhandenen Gradierwerke (1821 m Länge) um Badegäste zum „Aufenthalt in mit Salz durchtränkter staubfreier, ozonreicher Luft“ und bezeichnete den Kurort als „Solbad“.[6] Die „Großgemeinde Dürrenberg“ entstand am 1. Juli 1930 durch Zusammenschluss der Landgemeinden Dürrenberg, Keuschberg, Porbitz-Poppitz, Ostrau, Lennewitz und Balditz. Seit der Verleihung des Prädikates „Bad“ im Jahr 1935 nennt sich Dürrenberg Bad Dürrenberg. Während des Zweiten Weltkriegs wurden ausländische Zwangsarbeiter bei Firmen in Bad Dürrenberg beschäftigt.[7] Am 30. November 1946 wurde der Gemeinde Bad Dürrenberg das Stadtrecht verliehen. Die Verkündung nahm Bezirkspräsident Otto Gotsche in der Stadtverordnetensitzung am 6. Januar 1946 vor. Die Urkunde wurde an Bürgermeister Paul Drese übergeben. Am 15. April 1947 bekam die Stadt ihr heutiges Wappen verliehen.[8] Am 1. Juli 1950 wurden die Orte Kirchfährendorf und Goddula-Vesta nach Bad Dürrenberg eingemeindet.[9]

Von 1952 bis 1994 lag Bad Dürrenberg im Kreis Merseburg (1952 bis 1990 im DDR-Bezirk Halle, dann im Land Sachsen-Anhalt). Nach der Kreisreform 1994 gehörte die Stadt zum Landkreis Merseburg-Querfurt, seit der Kreisreform 2007 ist sie Teil des Saalekreises.

Die Verwaltungsgemeinschaft Bad Dürrenberg mit Oebles-Schlechtewitz, Tollwitz sowie seit 1998 Spergau und seit 2006 Nempitz wurde 1994 gebildet.

Der Badebetrieb in Bad Dürrenberg wurde 1964 eingestellt, die Produktion von Siedesalz bereits ein Jahr zuvor. Trotz Erhalt der Bezeichnung als „Bad“ wurde der Ort in der DDR nicht mehr als Kurort geführt.[10]

21. Jahrhundert

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Ein neuer Solebrunnen wurde am 24. Juni 2000 in Betrieb genommen. 2003 sanierte man die ehemalige Trinkhalle im Kurpark, die anschließend wieder für Soleanwendungen geöffnet wurde. Das Prädikat „Staatlich anerkannter Erholungsort“ wurde der Stadt 1994 vorläufig[11] und 2008 dauerhaft verliehen.[12]

Unter dem Motto „Salzkristall & Blütenzauber“ bewarb sich die Stadt Bad Dürrenberg um die Ausrichtung der 5. sachsen-anhaltischen Landesgartenschau im Jahr 2022 und erhielt am 28. März 2017 den Zuschlag.[13] Die Landesgartenschau wurde wegen der Corona-Pandemie auf das Jahr 2024 verschoben (19. April bis 13. Oktober).[14] Sie konnte über 460.000 Besucher zählen.[15]

Im Jahr 1741 unternahm der kursächsische Bergrat Borlach erste bergbautechnische Maßnahmen zur Erschließung von Sole- und Kohlevorkommen in Mitteldeutschland. So fanden Bohrversuche bei Keuschberg statt, einem Ortsteil von Bad Dürrenberg. Im Jahr 1744 begann er mit dem Täufen nach Sole, dies musste 1757 kurzzeitig wegen des Siebenjährigen Krieges unterbrochen werden. Im Jahr 1763 endete nach 19 Jahren erfolgreich die Erschließung der Solequelle, die als Borlachschacht bezeichnet wird.[16]

Im Jahr 1800 erkundet Georg Philipp Friedrich von Hardenberg die Kohlevorkommen um Bad Dürrenberg. Es erfolgte der Abbau von Braunkohle in verschiedenen Ortsteilen im offenen Tagebauverfahren. Im Ortsteil Tollwitz begann man um 1830 mit dem Abbau unter Tage. Im August 1935 endete die Braunkohleförderung am Schacht Nr. 7.

Der Salinenbetrieb zur Speisesalzproduktion wurde 1963 eingestellt.[17]

Eingemeindungen

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Am 1. Juli 1950 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Goddula-Vesta und Kirchfährendorf eingegliedert. Oebles-Schlechtewitz wurde am 1. Juli 2008 in die Stadt Bad Dürrenberg eingemeindet.[18] Am 1. Januar 2010 folgten die Eingemeindungen von Nempitz und Tollwitz[19], was die Auflösung der Verwaltungsgemeinschaft Bad Dürrenberg nach sich zog.

Jahr Einwohner
199012.954
199512.214
200011.902
200511.391
201012.339
201511.763
Jahr Einwohner
202011.499
202111.389
202211.499
202311.540
202411.521
202511.458

Stand: 31. Dezember des jeweiligen Jahres (Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt)[20], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022

Der Stadtrat von Bad Dürrenberg besteht entsprechend der Einwohnerzahl der Stadt aus 28 Mitgliedern und dem Bürgermeister.[21] Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte zu folgendem Ergebnis:[22]

Partei / WählergruppeStimmenanteil
2019[23]
Sitze
2019
Stimmenanteil
2024
Sitze
2024
CDU30,1 %833,6 %9
AfD14,6 %328,5 %8
FDP16,6 %511,1 %3
PRO Bad Dürrenberg6,4 %29,3 %3
Die Linke10,3 %36,3 %2
Wählergruppe der Handwerker und Gewerbetreibenden6,1 %25,2 %1
SPD4,0 %13,5 %1
Bündnis 90/Die Grünen2,5 %1
Unabhängige Wählergemeinschaft.2
Allgemeine Freie Liste Tollwitz-Nempitz.1
NPD1,0 %
Insgesamt100 %27100 %28

Bei der Wahl 2019 entfielen auf die AfD vier Sitze, von denen einer unbesetzt blieb, weil die Partei nur drei Kandidaten nominiert hatte.

Bürgermeister (seit 1945)

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  • Wilhelm Presuhn[24] (NSDAP) bis April 1945
  • Kurt Eckart (SPD), Mai bis Juni 1945
  • Karl Herfurth (KPD), ab Juli 1945
  • Paul Drese (SED), 1946 bis 1947
  • Fritz Singer, 1948 bis 1952
  • Kurt Boose, ab 1951 stellvertretend
  • Gerry Meißel (SED), ab 1952 kommissarisch/Edmund Jatz
  • Martha Wessler (SED), 20. Februar 1953 bis 19. Februar 1976
  • Liselotte Wehowski (SED), 20. Februar 1976 bis 20. August 1986
  • Frank Klappach (SED), 21. August 1986 bis 30. September 1988
  • Karin Zeisler (SED), 1. Oktober 1988 bis Mai 1990
  • Thomas Heilmann (CDU), 28. Mai 1990 bis 30. Juni 2001
  • Jürgen Elste (FDP), 1. Juli 2001 bis 30. Juni 2008
  • Árpád Nemes (CDU), 1. Juli 2008 bis 30. Juni 2015
  • Christoph Schulze (CDU), seit 1. Juli 2015

Schulze wurde im März 2015 zum neuen Bürgermeister gewählt.[25] Am 13. März 2022 wurde er mit 77,0 % der gültigen Stimmen in seinem Amt bestätigt.[26] Seine Amtszeit beträgt sieben Jahre.[27]

Das Wappen wurde am 15. April 1947 durch den Minister des Innern der Provinzialregierung Sachsen-Anhalt genehmigt.

Blasonierung: „In Rot über blauem Wasser ein silbernes Gebäude mit turmartigem Dach, schwarzen Fenstern, Tür und silberner Eingangstreppe.“

Flagge von Bad Dürrenberg

Das Gebäude im Wappen der Stadt stellt das Wahrzeichen von Dürrenberg, den sogenannten Kunst- oder Borlachturm dar. Die Wellen deuten die geografische Lage der Stadt an der Saale an.[28]

Die Flagge der Stadt Bad Dürrenberg ist weiß - rot (1:1) gestreift.

Städtepartnerschaften

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Bad Dürrenberg unterhält Partnerschaften zu Caudebec-lès-Elbeuf in Frankreich, Ciechocinek in Polen, Encs in Ungarn und Melle in Niedersachsen.[29]

Sehenswürdigkeiten und Kultur

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Gradierwerk
Borlachturm
Gedenkstein zur Ungarnschlacht
Szene aus dem traditionellen Borlachschauspiel (2023)

Geschichtsdenkmale

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  • Sühnekreuz Kirchfährendorf aus dem Bauernkrieg
  • Kriegerdenkmal auf dem Borlachplatz zur Erinnerung an die 151 Gefallenen des Ersten Weltkrieges, eingeweiht am 23. August 1925
  • Grabstätten von 18 Zwangsarbeitern auf dem Neuen Friedhof
  • Denkmal aus dem Jahre 1959 auf dem Alten Friedhof für 41 Zwangsarbeiter aus mehreren Nationen
  • Kriegerdenkmal vor der evangelischen Kirche zum Andenken an die Teilnehmer und Gefallenen des deutsch-französischen Krieges 1870/71
  • Kriegerdenkmal an der Kirchfährendorfer Straße im Ortsteil Fährendorf für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges
  • Denkmal auf dem OdF-Platz zur Erinnerung an die „Opfer des Faschismus und des imperialistischen Krieges“
  • Hunnenstein mit dem sagenhaften Abdruck der Hand König Heinrichs I. zur Ungarnschlacht 933
  • Bauernstein Porbitz

Regelmäßige Veranstaltungen

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  • Brunnenfest: Jeweils am Wochenende des dritten Sonntags im September; zu den Brunnenfesten wird traditionell das „kleine Borlachspiel“ aufgeführt. Dabei wird die Erschließung der Solequelle am 15. September 1763 dargestellt und eine öffentliche Solemessung durchgeführt. Das Brunnenfest wurde 2023 in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen.[32]
  • Kurparkkonzerte Mai bis September im Kurpark
  • Ostermarkt am Karsamstag vor dem Palmen- und Vogelhaus
  • Adventszauber am zweiten Adventwochenende vor dem Palmen- und Vogelhaus
  • Ausstellungen regionaler Künstler im Wasserturm des Zweckverbandes für Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung Bad Dürrenberg
  • Tag des offenen Denkmals, u. a. mit Führungen zum Borlachschacht, Kohlebahntunnel, Gradierwerk

Wirtschaft und Infrastruktur

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Eisenbahnbrücke bei Bad Dürrenberg über die Saale
Straßenbahnlinie 5

Bad Dürrenberg verfügt über einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Leipzig–Großkorbetha, der stündlich von der S-Bahnlinie S6 (Leipzig Hbf–Weißenfels–Naumburg Hbf) und zweistündlich vom Regional-Express RE15 (Leipzig–Saalfeld) bedient wird. Zudem ist die Stadt mit der Straßenbahnstrecke Halle-Ammendorf–Bad Dürrenberg (Halle–Schkopau–Merseburg–Leuna–Bad Dürrenberg) an den Nahverkehr der Halleschen Verkehrs-AG (HAVAG) im 30-Minuten-Takt angebunden. Die darauf verkehrende Linie 5 ist mit ca. 30 Kilometern die längste Straßenbahnlinie in den neuen Bundesländern. Busverbindungen gibt es unter anderem nach Markranstädt, Merseburg, Günthersdorf und Kleinkorbetha.

Die Stadt liegt direkt an der A 9, an der sie eine eigene Anschlussstelle hat.

In Bad Dürrenberg gibt es eine Saaleschleuse.

Das ehemalige Salzamt wurde zum Hotel umgebaut, ebenso das frühere Badehaus. Daneben gibt es zwei weitere Hotels sowie Ferienwohnungen und private Gästezimmer. Außerdem gibt es das Sole Spa (Gesundheit, Wellness und Entspannung) direkt im Kurpark und das Gesundheitszentrum mit Sole Bewegungsbad (Veranstaltungs- und Dienstleistungszentrum Bad Dürrenberg gGmbH).

Feuerwehr und Sicherheit

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Die Freiwillige Feuerwehr der Solestadt Bad Dürrenberg besteht folgenden Ortsfeuerwehren:

  • Ortsfeuerwehr Bad Dürrenberg (KdoW, 2xLF, GW-L2, TGM, ELW, MTF, GW-W, Boot)
  • Ortsfeuerwehr Tollwitz (TLF 5000, GTLF 13000, VRW, MTF)
  • Ortsfeuerwehr Nempitz (GW-L1, MTF, TFS-W)

In den drei Feuerwehren leisten ausschließlich ehrenamtliche Mitglieder ihren Dienst. Gesamtstädtisch werden ca. 300 Einsätze pro Jahr geleistet. Das Gebiet des Hauptorts sowie die nahegelegene Bundesautobahn 9 werden hauptsächlich durch die Einheiten aus Bad Dürrenberg und Tollwitz betreut. Die Einheit Nempitz übernimmt in der Hauptsache den Schutz des eigenen Ortsteils sowie logistische Sonderaufgaben.

Die Einheiten Bad Dürrenberg und Tollwitz unterhalten zudem seit 2019 jeweils eine First Responder-Gruppe zum Einsatz bei medizinischen Notfällen in ihrem jeweiligen Einsatzbereich. In der Einheit Bad Dürrenberg ist ebenfalls eine Drohnengruppe beheimatet, welche auch überörtlich eingesetzt wird. Die Einheit Tollwitz hält als Besonderheit zwei Tanklöschfahrzeuge mit einem Gesamtvolumen von 18.500 Litern Wasser vor, welche regelmäßig in die benachbarten Gemeinden ausrücken.[33]

Neben den drei Standorten der Feuerwehr existiert zudem noch eine Rettungswache der Johanniter-Unfallhilfe (im Stadtgebiet), ein Polizeiposten (im Stadtgebiet) sowie einen Stützpunkt der Wasserwehr Bad Dürrenberg (im Ortsteil Nempitz).

Persönlichkeiten

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Söhne und Töchter der Stadt

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Personen, die mit der Stadt in Verbindung stehen

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Borlach-Gedenkplakette
  • Christoph Schulze: 250 Jahre Entdeckung der Solequelle Dürrenberg 1763-2013 - Festschrift. Herausgeber: Stadt Bad Dürrenberg, 2013, Format A5, 31 Seiten, ohne ISBN
  • Förderkreis „Rettet das Gradierwerk“ (Hrsg.): Das Gradierwerk der Saline Bad Dürrenberg, Kulturstiftung der Länder, Berlin 1996, 32 Seiten, Format A4, Klammerheftung, mit Beiträgen von Rainer Philipp, Thomas Witzsche, Johannes Mager und Rainer Zocher
  • Walter Zwarg: Unser kleines Wanderheft, Teil: H. 111, Bad Dürrenberg, Dresdner Verlag, 51 Seiten
  • David Falk: Die Kohleneisenbahn Tollwitz – Bad Dürrenberg 1836–1935 (1963) – Große Geschichte einer kleinen Bahn, Herausgeber: Eisenbahnfreunde Kötzschau e. V., 34 Seiten, Format A5
Commons: Bad Dürrenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Bad Dürrenberg – Reiseführer

Einzelnachweise

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  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2025 (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
  2. Geschichte der Ortsteile von Bad Dürrenberg (Memento vom 4. Oktober 2015 im Internet Archive)
  3. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas, Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0, S. 84 f.
  4. Vollständiger Artikel auf Suite101.de über Bad Dürrenberg an der Saale
  5. Der Landkreis Merseburg im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 6. Juli 2024; abgerufen am 7. August 2025.
  6. Reichs-Bäder-Adressbuch. Nach amtlichen Quellen bearbeitet. [Sonderausgabe im Kupfertiefdruck]', Berlin (1928), S. 40, OCLC 183309541
  7. Siehe Frank Falla Archive (auf Englisch).
  8. Geschichte der Stadt Bad Dürrenberg (Memento vom 4. Oktober 2015 im Internet Archive)
  9. Bad Dürrenberg und seine Ortsteile im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 12. Oktober 2025.
  10. Touristische Entwicklung in Sachsen-Anhalt. (PDF) Drucksache 1/3142, Antwort der Landesregierung auf die Große Anfrage Drs. 1/2943 der Fraktionen der CDU und F.D.P. vom 03.09.1993. In: landtag.sachsen-anhalt.de. Landtag von Sachsen-Anhalt, 3. November 1993, S. 2, abgerufen am 8. Dezember 2025.
  11. Anerkennung als Kur- und Erholungsort. (PDF) Drucksache 4/463, Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage KA 4/6214 von Bianka Kachel (SPD) zur schriftlichen Beantwortung. In: landtag.sachsen-anhalt.de. Landtag von Sachsen-Anhalt, 15. Januar 2003, S. 2–3, abgerufen am 3. Dezember 2025.
  12. Erholungsorte. (PDF) In: lvwa.sachsen-anhalt.de. Landesportal Sachsen-Anhalt, Januar 2023, abgerufen am 3. Dezember 2025.
  13. Jubel im Saalekreis – Bad Dürrenberg bekommt die Landesgartenschau 2022 mz-web.de vom 28. März 2017. Abgerufen am 29. März 2017
  14. Laga Bad Dürrenberg (abgerufen am 16. Juli 2022)
  15. Enrico Seppelt: Fast 100.000 Besucher mehr als erwartet: Landesgartenschau in Bad Dürrenberg beendet. In: dubisthalle.de. Abgerufen am 7. Dezember 2024.
  16. Solestadt Bad Dürrenberg - Geschichte von Bad Dürrenberg. (https://www.lda-lsa.de/fileadmin/landesmuseum/alle/pdf/pdf_braunkohle_industriekultur/braunkohle_industriekultur_salzwerk_bad_duerrenberg.pdf) Abgerufen am 18. März 2026.
  17. Solestadt Bad Dürrenberg - Geschichte von Bad Dürrenberg. Abgerufen am 18. März 2026.
  18. StBA: Gebietsänderungen vom 01.01. bis 31.12.2008
  19. StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010
  20. Bevölkerung der Gemeinden. In: statistik.sachsen-anhalt.de. Abgerufen am 15. Juli 2025.
  21. Kommunalverfassungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt, § 37
  22. Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024
  23. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  24. Zugleich Standesbeamter mit zwei stellvertretenden Standesbeamten, laut Einwohnerbuch für den Stadt- und Landkreis Merseburg, Ausgabe 1936, S. 268 f. (Bad Dürrenberg, Behördenverzeichnis), Druck und Verlag: Mitteldeutsche National-Zeitung, Merseburg, OCLC 648221980
  25. Neuer Bürgermeister in Bad Dürrenberg: Christoph Schulze: "Bin nicht die Axt im Walde". In: Mitteldeutsche Zeitung. 1. Juli 2015, abgerufen am 7. August 2025.
  26. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 13. März 2022
  27. Kommunalverfassungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt, § 61
  28. Lexikon Städte und Wappen der DDR 1979 Seite 99 ff.
  29. Partnerschaften. In: badduerrenberg.de. Abgerufen am 16. Januar 2024.
  30. Gartenträume Sachsen-Anhalt. In: gartenträume-sachsen-anhalt.de. Abgerufen am 26. März 2026.
  31. Klaus-Martin Bresgott: St. Bonifatius Bad Dürrenberg, in: ders.: Neue Sakrale Räume. 100 Kirchen der Klassischen Moderne. Zürich 2019. S. 168f.
  32. Brunnenfest in Bad Dürrenberg ist jetzt Immaterielles Kulturerbe. In: MDR.de. Abgerufen am 1. Juli 2023.
  33. Freiwillige Feuerwehr Bad Dürrenberg: Website. In: www.feuerwehr-bad-duerrenberg.de. Abgerufen am 2. August 2024.