Bad Häring

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Bad Häring
Wappen Österreichkarte
Wappen von Bad Häring
Bad Häring (Österreich)
Bad Häring
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Kufstein
Kfz-Kennzeichen: KU
Fläche: 9,27 km²
Koordinaten: 47° 31′ N, 12° 7′ OKoordinaten: 47° 30′ 45″ N, 12° 7′ 25″ O
Höhe: 650 m ü. A.
Einwohner: 2.846 (1. Jän. 2020)
Postleitzahl: 6323
Vorwahl: 05332
Gemeindekennziffer: 7 05 03
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Obere Dorfstraße 7
6323 Bad Häring
Website: www.bad-haering.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Hermann Ritzer (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2016)
(15 Mitglieder)
9
4
2
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Bad Häring im Bezirk Kufstein
AlpbachAngathAngerbergBad HäringBrandenbergBreitenbach am InnBrixleggEbbsEllmauErlKirchbichlKramsachKufsteinKundlLangkampfenMariasteinMünsterNiederndorfNiederndorferbergRadfeldRattenbergReith im AlpbachtalRettenschössScheffau am Wilden KaiserSchwoichSöllThierseeWalchseeWildschönauWörglTirol (Bundesland)Lage der Gemeinde Bad Häring im Bezirk Kufstein (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Ortskern von Norden
Ortskern von Norden
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Bad Häring ist eine Gemeinde mit 2846 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2020[1]) im Bezirk Kufstein in Tirol. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Kufstein.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Häring liegt zwischen Wörgl und Kufstein, auf einem Hochplateau oberhalb des Inntales am Fuße des Pölven. Der Ortskern des ehemaligen Knappendorfs ist von mehreren Weilern umgeben.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwoich
Kirchbichl Nachbargemeinden Söll

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer Tauschurkunde von 1298 wird der Ort als Gut ze Herringe erstmals schriftlich erwähnt. Der Name geht auf den althochdeutschen Personennamen Heri (‚Krieger‘) mit -ing-Suffix zurück. Die Siedlung zählte ursprünglich zum Gericht Schwoich und kam 1593 zum Gericht Kufstein.[2]

Ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bis 1954 wurde Braunkohle abgebaut. Seit 1854 wird Mergel und Kalkstein für die Zementherstellung an Steinbrüchen des Pölven gewonnen.

Das Gestein um Bad Häring ist zudem bekannt für seine fossilen Pflanzen, die sich in der Mergelschicht erhalten haben. Der renommierte k. u. k. Paläobiologe Constantin von Ettingshausen führte hier von 1850 bis 1852/53 Studien durch und machte Bad Häring mit seinem Schriftwerk Die tertiäre Flora von Häring in Tirol (1853) über die Reichsgrenzen hinaus bekannt.[3]

1951 wurde eine starke Schwefelquelle gefunden, die den Gesundheitstourismus förderte. Vor allem Erkrankungen und Beschwerden des Bewegungsapparates und rheumatische Erkrankungen der Gelenke und Gefäße sowie Wirbelsäulenschäden werden behandelt. Seit 1965 trägt Häring den Beinamen „Bad“.

Bad Häring ist seit 1996 der erste Tiroler „Bäderkurort“ (kein Luftkurort). Mit Bescheid des Amtes der Tiroler Landesregierung wurde die Gemeinde Bad Häring von der Tiroler Landesregierung als Kurort anerkannt. Als Name des Kurortes wurde „Bäderkurort (Schwefelheilbad)“ bestimmt. Neben den Bädern wird auch eine Kältetherapiekammer betrieben.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1869 bis 1910

  • 1869: 0740
  • 1880: 1.043
  • 1890: 1.080
  • 1900: 1.470
  • 1910: 1.709

1923 bis 1961

  • 1923: 1.772
  • 1934: 1.774
  • 1939: 1.656
  • 1951: 1.814
  • 1961: 1.807

1971 bis 2013

  • 1971: 1.922
  • 1981: 2.065
  • 1991: 2.197
  • 2001: 2.265
  • 2013: 2.562[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Bad Häring
  • Die Pfarrkirche St. Johann Baptist wurde 1397 erstmals urkundlich erwähnt, ist im Kern spätgotisch und wurde 1732 barockisiert.
  • Die Antoniuskapelle stammt aus dem Jahre 1708.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Tourismus im zweisaisonalen Fremdenverkehrsort ist von wirtschaftlich erstrangiger Bedeutung.

Das Rehabilitationszentrum Häring der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt wurde 1973 eröffnet und zwischen 2005 und 2011 saniert und umgebaut.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • seit 2003 Hermann Ritzer (SPÖ)

Die Gemeinde ist Mitglied im Klimabündnis Tirol und Teil des Tourismusverbandes Kufsteinerland.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Panorama von Bad Häring, aufgenommen beim Fußballplatz

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bad Häring – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria - Bevölkerung zu Jahresbeginn 2002–2020 nach Gemeinden (Gebietsstand 1.1.2020)
  2. Peter Anreiter, Christian Chapman, Gerhard Rampl: Die Gemeindenamen Tirols: Herkunft und Bedeutung (= Veröffentlichungen des Tiroler Landesarchives). Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 3-7030-0449-5, S. 280 ff.
  3. Constantin von Ettingshausen: Die tertiäre Flora von Häring in Tirol. In: Abhandlungen der Kaiserlich-Königlichen Geologischen Reichsanstalt. Band 2-3. Braumüller, Wien 1853, ISBN 978-0-365-35777-3.
  4. Bad Häring auf oesterreich-info.at abgerufen am 31. Mai 2010
  5. Statistik Austria, abgerufen am 22. Dezember 2013