Bad Harzburg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bad Harzburg
Bad Harzburg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bad Harzburg hervorgehoben
Koordinaten: 51° 53′ N, 10° 34′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Goslar
Höhe: 261 m ü. NHN
Fläche: 65,42 km2
Einwohner: 22.017 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 337 Einwohner je km2
Postleitzahl: 38667
Vorwahl: 05322
Kfz-Kennzeichen: GS, BRL, CLZ
Gemeindeschlüssel: 03 1 53 002
Stadtgliederung: 8 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Forstwiese 5
38667 Bad Harzburg
Webpräsenz: www.stadt-bad-harzburg.de
Bürgermeister: Ralf Abrahms (Grüne)
Lage der Stadt Bad Harzburg im Landkreis Goslar
Clausthal-ZellerfeldBraunlageClausthal-ZellerfeldClausthal-ZellerfeldLutter am BarenbergeWallmodenLutter am BarenbergeHahausenSeesenLiebenburgLangelsheimGoslarGoslarBraunlageBraunlageBad HarzburgLangelsheimClausthal-ZellerfeldLandkreis GoslarNiedersachsenLandkreis WolfenbüttelSalzgitterLandkreis WolfenbüttelLandkreis HildesheimLandkreis NortheimLandkreis GöttingenThüringenSachsen-Anhaltgemeindefreies Gebiet HarzKarte
Über dieses Bild

Bad Harzburg [bat ˈhaɐ̯t͡s.buɐ̯k] ist eine Stadt sowie mit 22.017 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2017) die zweitgrößte Stadt im Landkreis Goslar. Sie liegt am Nordrand des Harzes und ist ein anerkanntes Sole-Heilbad.[2] Überregional bekannt ist die Stadt für ihr breites touristisches Angebot und den traditionsreichen Kurbetrieb, ferner befindet sich hier eine wichtige Wirtschaftsakademie.

Bad Harzburg – früher noch unter dem Namen Neustadt – erlangte im 19. Jahrhundert den Status eines Weltbades, das im Gegensatz zu anderen Heilbädern nicht durch einen starken Bäder-Antisemitismus betroffen war und durch seine touristische Bedeutung als eine der ersten Städte in Deutschland Anschluss an eine staatliche Eisenbahn fand. Unrühmlichen Eingang in die Geschichte fand die Stadt durch das antidemokratische Bündnis Harzburger Front im Jahre 1931. Zudem zählt die Stadt mit dem Ortsteil Harlingerode zu einer der ältesten Industrieregionen Europas.

Die Stadt bezeichnet sich als Stadt der kurzen Wege.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luftbild vom Kleinen Burgberg, 2008

Die Stadt liegt im Bereich der nördlichen Ausläufer des Harzes auf einer Höhe zwischen 170 m ü. NHN und 555 m ü. NHN über N.N. an der Landesgrenze von Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Sie erstreckt sich nach Süden in das Tal der Radau und grenzt an den Nationalpark Harz. Die Radau fließt in Süd-Nord-Richtung durch die Stadt. Die höchste Erhebung des Harzes, der Brocken, ist rund 13 km südlich gelegen.[3]

In West-Ost-Richtung quert die Nordharzrandverwerfung die Stadt, die durch ihre geologische und archäologische Vielfalt eine Besonderheit darstellt. Der Langenberg und der Butterberg ziehen sich länglich durch das Stadtgebiet und bilden eine natürliche geographische Barriere. Weiter angrenzend im Norden befindet sich das Harzburger Harzvorland, das intensiv landwirtschaftlich genutzt wird und den Übergang in die Norddeutsche Tiefebene darstellt.

Das Stadtgebiet umfasst eine Fläche von 6.541,66 Hektar.

Nachbargemeinden und -ortschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtgebiet

Zu den Nachbargemeinden zählen die seit 1992 zum Weltkulturerbe gehörende ehemalige Kaiserstadt Goslar und Braunlage sowie Nordharz, Ilsenburg und Osterwieck.

Hannover – 78 km
Hildesheim – 51 km
SZ-Lebenstedt – 34 km
SZ-Bad – 22 km
Braunschweig – 42 km
Wolfenbüttel – 32 km
GS-Vienenburg – 8 km
Magdeburg – 77 km
Wolfsburg – 63 km
Bielefeld – 139 km
Seesen – 26 km
Goslar – 9 km
GS-Oker – 5 km
Nachbargemeinden Quedlinburg – 42 km
Halberstadt – 34 km
Wernigerode – 16 km
Ilsenburg – 9 km
Clausthal-Zellerfeld – 17 km
Osterode am Harz – 27 km
Göttingen – 58 km
Kassel – 98 km
Torfhaus – 9 km
Braunlage – 18 km
Nordhausen – 47 km
Halle (Saale) – 108 km
Leipzig – 139 km

*Entfernungsangaben beziehen sich jeweils auf die Entfernung zum Ortskern per Luftlinie.

Stadtteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

EckertalBettingerodeGöttingerodeWesterode (Bad Harzburg)Schlewecke (Bad Harzburg)HarlingerodeBündheim

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klimadiagramm für Bad Harzburg
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Bad Harzburg
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temperatur (°C) 0,3 0,5 3,5 7,4 12,2 15,4 16,9 16,5 13,6 9,5 4,7 1,6 Ø 8,5
Niederschlag (mm) 64,3 51,1 70,3 66,3 77,7 87,5 71,4 77,8 50,9 50,9 66,9 76,1 Σ 811,2
Sonnenstunden (h/d) 1,0 1,7 3,3 4,6 6,1 6,2 6,2 6,0 4,5 2,9 1,3 0,7 Ø 3,7
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
64,3
51,1
70,3
66,3
77,7
87,5
71,4
77,8
50,9
50,9
66,9
76,1
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Bad Harzburg hat eine klimatische Übergangslage zum reinen Mittelgebirgsklima mit betontem Lokalklima. Vorherrschend Schonklima, waldreiche Umgebung. Aufgrund der Luv-Lage Bad Harzburgs am Harz gibt es hier relativ hohe Niederschlagsraten, während die Temperaturen knapp unter dem Durchschnitt Deutschlands liegen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überreste der Harzburg

Zugehörigkeit Bad Harzburgs

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühere Namen der Harzburg waren:

  • um 1280: Hartesborg
  • 1311: Hartesborch
  • 1314: Hartesborch
  • 1338: Hartesburg
  • 1357: Hartsborg
  • 1388: Hartesborch
  • 1436: Hartzburg
  • 1455: Harteesborch

Harzburg bedeutet „des Harzes Burg“.[4] Nach der Burg wurde das „Braunschweigisch-Wolfenbüttelische Amt Harzburg“ bezeichnet, das sich zunächst auf dem Burgberge befand[5] und dessen Hauptort „Neustadt unter der Harzburg“ (bzw. Vorformen dieser Bezeichnung) genannt wurde.

Frühzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In alten Veröffentlichungen wird berichtet, dass sich auf dem Gelände der späteren Harzburg bereits 300 vor Christi Geburt eine Burg mit Namen Saterburg oder Saturburg sowie ein Idol des Abgottes Krodo befunden habe. Beides soll Karl der Große im Jahr 780 zerstört haben und an dem Ort eine Kapelle errichten lassen haben.[6][7][8] Dies lässt sich historisch nicht nachweisen.[9] Gesichert ist jedoch die Gründung eines Stifts im Jahr 916. Zwischen 1066 und 1068 ließ Heinrich IV. die Harzburg erbauen.

Im 13. Jahrhundert versuchten die Grafen von Wernigerode, ihren Einfluss im Harzgau nach Westen auszuweiten: Bereits 1249 erwarben sie Bovingerode, das 1254 um einen Wirtschaftshof erweitert wurde und letztendlich den Beginn eines stärkeren Eingriffs in das Amt Harzburg darstellt. Am 1. Mai 1269 wurde der Harzburger Raum an die Grafschaft Wernigerode verpfändet.[10]

Das Spätmittelalter war im Bad Harzburger Raum geprägt von einer starken Wüstungswelle. Im 13. bis 15. Jahrhundert wurden unter anderem die Ortschaften Bovingerode, Döringerode, Göttingerode, Wanlefsrode und Wenderode auf dem Gebiet der heutigen Stadt aufgegeben. Die Einwohner und die den Orten zugehörigen Felder fielen an die Nachbarorte, wovon vor allem die Ortsteile Bettingerode und Harlingerode profitierten.

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amt Harzburg
Ansicht auf das Amt Harzburg im 17. Jahrhundert
Amt Harzburg 1910

1569 wurde in der Regierungszeit von Herzog Julius eine Solequelle gefunden und für die Saline Juliushall erschlossen. Dieses Schlüsselereignis legte den Grundstein für den späteren Kurbetrieb.

Im Dreißigjährigen Krieg gelangten 1625 erste Truppen des katholischen Heerführers Wallenstein in das Amt Harzburg. Die Harzburg wurde nicht erobert, aber die umliegenden Dörfer wurden in der Folgezeit schwer verwüstet. Die Bevölkerung versuchte, sich in den angrenzenden Bergen in Sicherheit zu bringen. Nach dem Dreißigjährigen Krieg ordnete Herzog August der Jüngere von Braunschweig an, dass diejenigen, die sich im Amte Harzburg niederließen, auf drei Jahre von allen Belastungen frei sein sollten. Diese Maßnahme hatte besten Erfolg, so gab es 1699 im ganzen Amte keine unbewohnte Hofstelle mehr.

19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1819 wurde Bad Harzburg an die Postroute Wolfenbüttel–Harzburg angeschlossen. Die Post-Expedition wurde später 1848 in eine Postverwaltung umgewandelt wurde und 1855 zum Bahn- und Postamt umfirmiert, das über weitere Bezeichnungsänderungen bis 1904 zum Postamt I. Klasse wurde. Neben dieser Postanstalt gab es seit 1843 eine Station für die Pferdepost mit Postillionen.

Ab 1831 war Neustadt als Kur- und Badeort bekannt. 1851 wurde die Saline geschlossen und es entstand der eigentliche Badebetrieb. Nach dem Vorbild der großen europäischen Bäder entstand eine Kolonie von zunächst auswärtigen wohlhabenden Bürgern, die es verstanden, die mondänen Anforderungen der damaligen Zeit am Fuße des Harzes zu vereinen: elegante Hotels, ein Spielcasino, eine Pferderennbahn und zahlreiche Kuranlagen.

Außergewöhnlich früh erhielt die Stadt einen Anschluss an das Eisenbahnnetz, als am 31. Oktober 1841 die Bahnstrecke Braunschweig–Bad Harzburg in Betrieb genommen wurde. Bis 1843 lief diese Strecke auf dem Abschnitt bis Vienenburg als Pferdebahn.

Die Industrialisierung erreichte Bad Harzburg, als zwischen 1859 und 1861 Wilhelm Castendyck bei Neustadt-Harzburg abbauwürdige Eisenerzvorkommen entdeckte. Zusammen mit dem Bremer Konsul Hermann Henrich Meier begründete er zwischen 1860 und 1861 die zwischen Schlewecke und Westerode gelegene Mathildenhütte sowie die Eisenerzgruben Friederike und Hansa. Damit begann die Harzburger Bergbaugeschichte, die bis zur Stilllegung des Kalksteinbruchs Langenberg 1985 anhielt.

Bis 1892 erwuchs aus Neustadt-Harzburg eine selbstbewusste Badegemeinde, die sich nunmehr nicht mehr beliebig Neustadt nannte, sondern den Namen des braunschweigischen Amtes Harzburg verwendete. Harzburg erlangte um 1900 den Titel eines „Weltbades“, da es im Gegensatz zu anderen Kur- und Badeorten eine von dem damals verbreiteten Bäder-Antisemitismus weitestgehend geschonte Badegemeinde war; Historiker schätzen den Anteil jüdischer Gäste zu dieser Zeit auf 10 Prozent.[11] Gegenüber anderen Badeorten wie beispielsweise Borkum grenzte sich Bad Harzburg dadurch ab, dass es bewusst mit seiner Offenheit warb und sich damit von den anderen, als „judenrein“ beworbenen Bädern abgrenzte. Eine Synagoge wurde in den 1890er-Jahren für die jüdischen Touristen errichtet, Schächtungen wurden 1899 vom Harzburger Magistrat ausdrücklich erlaubt und das 1931 später initiierte Verbot der NSDAP zunächst bekämpft. Bad Harzburg verfügte über keine eigene jüdische Gemeinde. Seit dem 27. Mai 1892 darf sich die Gemeinde Bad Harzburg nennen. Der Status einer Stadt wurde Bad Harzburg erst 1894 zugesprochen.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1920er-Jahren wandte sich das wirtschaftliche Bild der Stadt dem Massentourismus zu. Damit einher ging neben einer vielschichtigeren Herkunft der Badegäste auch eine zunehmend antisemitisch beeinflusste Mentalität innerhalb der Stadt. So begannen Hotels, bewusst auf eine nichtjüdische Kundschaft zu setzen, und 1928 verließ das einzige jüdische Mitglied des Schützenvereins auch aufgrund judenfeindlicher Bemerkungen den Verein. Zwischenzeitlich wurde Bad Harzburg durch die immer noch relativ hohe Toleranz als „Judenbad“ diffamiert.

Das gesellschaftliche Klima in der Stadt verschärfte sich aufgrund der spürbaren Weltwirtschaftskrise in den frühen 1930ern: Im Jahre 1931 versammelten sich auf Initiative des DNVP-Vorsitzenden Alfred Hugenberg die wichtigsten rechtsextremen Parteien und Verbände der Weimarer Republik, DNVP, NSDAP, Stahlhelm und Reichslandbund, in Bad Harzburg und bündelten ihre Opposition gegen die Republik und gegen das Kabinett Brüning zur sogenannten Harzburger Front. Bis 1932 konnte diese Front etwa zwei Drittel der Wählerstimmen in der Stadt vereinigen.[12]

Nach 1933 wurden die Aktivitäten im Amt Bad Harzburg intensiviert. Der Bergbau hielt verstärkt Einzug, so wurden in Harlingerude die Grube Hansa (Bad Harzburg) reaktiviert und 1935 die Zinkhütte Harlingerode erbaut. Um den verstärkten Bedarf an Wohnraum für die Bergarbeiter zu decken, wurde im selben Jahr die Siedlung Göttingerode an der Position der gleichnamigen Wüstung errichtet. Bad Harzburg blieb, wie auch die restliche Harzregion, von Kriegsschäden beinahe komplett verschont.

Nachkriegszeit und kommunale Neugliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Nachkriegszeit errichtete römisch-katholische Liebfrauenkirche

In der Nachkriegszeit kristallisierten sich im Amte Harzburg erste Ansätze zu einer kommunalen Neugliederung heraus. Schlewecke fusionierte mit dem direkt angrenzenden Bündheim bereits am 1. Januar 1963. Strittig blieb zunächst der Status von Harlingerode: In Bad Harzburg befürwortete man eine Fusion mit dem benachbarten Oker, das kulturell durch die Industriegeschichte eng mit Harlingerode verwoben ist und als Montanstadt passender erschien als eine Eingliederung in die Kurstadt. Bettingerode und Westerode standen frei, welcher Stadt sie sich in diesem Fall anschließen würden. Zur Gemeindereform 1972 setzte sich jedoch letzten Endes die Fusion zu „einer“ Stadt durch, die 1972 vollzogen wurde.

1974 wurde Bad Harzburg aus dem Landkreis Wolfenbüttel ausgegliedert und dem Landkreis Goslar zugeordnet.

Unmittelbar nach dem Mauerfall am 12. November 1989 hatte die Stadt über 300.000 Besucher aus der DDR, da sie direkt an der Grenze zur DDR (heute Bundesland Sachsen-Anhalt) lag.

Am 26. Juli 2017 verursachte das Tief „Alfred“ schwere Hochwässer der Flüsse Radau, Bleiche und Stübchenbach. Der Schaden an öffentlichen Einrichtungen wird auf rund drei Millionen Euro geschätzt, dazu kommen Ausbauten und Neustrukturierungen der Kanalisation.[13]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Bettingerode, Bündheim, Harlingerode und Westerode eingegliedert.[14]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung von Bad Harzburg von 1821 bis 2016

Erreichte das Amt Harzburg in den 1950er-Jahren eine Einwohnerzahl von beinahe 30.000 Einwohnern durch den starken Zustrom von Heimatvertriebenen an der Grenze zur DDR, sank die Einwohnerzahl seitdem bis auf ein Tief von 21.735 Einwohnern zum 31. Dezember 2015. Sie ist seit Mitte der 2010er-Jahre wieder im Steigen begriffen, von 2015 (21.735) bis 2017 (22.017) um etwa 0,65 % pro Jahr. Die demografische Entwicklung Bad Harzburgs ist mit Stand 2017 die positivste im Landkreis Goslar.

Jahr Einwohner
1821 4.358
1848 4.679
1871 6.132
1885 7.630
1905 11.568
1925 14.164
1933 14.744
1939 16.686
1946 27.417
1950 29.901
1956 26.487
1961 25.946
Jahr Einwohner
31. Dezember 1968 26.256
31. Dezember 1970 25.334
31. Dezember 1975 25.780
31. Dezember 1980 24.924
31. Dezember 1985 23.662
31. Dezember 1990 23.882
31. Dezember 1995 23.599
31. Dezember 2000 23.100
31. Dezember 2005 22.734
31. Dezember 2010 21.891
31. Dezember 2015 21.735
31. Dezember 2016 21.969
Jahr Einwohner
31. Dezember 2017 22.017

Einwohnerentwicklung seit 1821, ab 1968 Stand jeweils am 31. Dezember sofern nicht anders angegeben.[15][16]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

LutherkircheHarzburgOst.jpg
Ost- und
LutherkircheHarzburgWest.jpg
Westseite der Martin-Luther-Kirche


Bad Harzburg ist Sitz einer evangelisch-lutherischen Propstei, sie gehört zur Braunschweigischen Landeskirche. Zu ihr gehört in Bad Harzburg die Gemeinde der Lutherkirche (siehe Kultur und Sehenswürdigkeiten). Evangelisch sind in Bad Harzburg ebenfalls die zum Diakonissenmutterhaus Bad Harzburg (vormals „Kinderheil“) gehörende Bugenhagenkapelle sowie die Hauskapelle im Seniorenheim Wichernhaus.

Die Ansiedelung von heimatvertriebenen Katholiken nach dem Zweiten Weltkrieg machte neben dem Bedarf der Kurgäste den Bau einer katholischen Kirche erforderlich. 1960–1961 wurde die Liebfrauenkirche errichtet, sie gehört heute zum pastoralen Raum Nordharz im Dekanat Goslar-Salzgitter.

Ferner befindet sich in Bad Harzburg eine zum Kirchenbezirk Wolfenbüttel gehörende Neuapostolische Kirche, sowie ein Königreichssaal der Zeugen Jehovas.

Das Krankenhaus Fritz-König-Stift verfügt über eine Hauskapelle, Gottesdienst findet auch in der Herzog-Julius-Klinik statt.

Weitere evangelisch-lutherische Kirchen gibt es in den Stadtteilen

In Bündheim befindet sich noch die katholische Kirche St. Gregor VII.

Bis Mitte der 1930er Jahre gab es in Bad Harzburg auch eine Synagoge für die kleine jüdische Gemeinde und die zahlreichen Kurgäste, und zwar im Garten des Hotels Parkhaus.[17]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2016
in Prozent
 %
40
30
20
10
0
31,87
31,76
12,46
11,21
6,3
3,21
3,17
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-4,13
-2,64
+12,46
-2,99
-3,6
+0,21
+0,77
Sitzverteilung im Harzburger Stadtrat 2016
       
Insgesamt 34 Sitze

Der Rat der Stadt Bad Harzburg hat gemäß dem Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetz 35 Sitze. Einer davon wird vom hauptamtlichen und direkt gewählten Bürgermeister besetzt.

Bei den letzten Kommunalwahlen 2016[18], 2011[19] und 2006[20] ergaben sich folgende Ergebnisse:

Parteien und Wählergemeinschaften Prozent
2016
Sitze
2016
Prozent
2011
Sitze
2011
Prozent
2006
Sitze
2006
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 31,87 11 36,0 12 38,4 13
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 31,76 11 34,4 12 35,0 12
AfD Alternative für Deutschland 12,46 4
Grüne Bündnis 90/Die Grünen 11,21 4 14,2 5 8,5 3
WTD Bad Harzburg Wählergruppe Transparente Demokratie Bad Harzburg 6,3 2 9,9 3 4,8 2
Linke Die Linke 3,21 1 3,0 1
Offensive D Partei Rechtsstaatlicher Offensive 6,6 2
Gesamt 100,0 34 100,0 34 100,0 34
Wahlbeteiligung in Prozent 51,59 56,2 48,5

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • um 1908 Wilhelm von Stutterheim (1848–1927), Mitglied der braunschweigischen Landesversammlung[21][22]
  • 1913–1933 Walter Bode[23]
  • 1933–1945 Hermann Berndt (NSDAP/FDP) beamteter Bürgermeister auf Lebenszeit, bis 1963 Kurdirektor[24]
  • 1945: Hermann Nordmann (kommissarisch)[25]
  • 1945–1947: Walter Bode[26]
  • 1947–1956: Hermann Nordmann (CDU)[27]
  • 1956–1961: Joachim Hinkel (FDP)
  • 1961–1970: Fritz Schrader (CDU)[28]
  • 1970–1972: Friedrich Ehrhardt (CDU) („interimistisch“)[29]
  • 1972–1977: Siegfried Hoffmann (SPD)[29]
  • 1977–1981: Klaus „Jockel“ Homann (SPD)[30]
  • 1981–1986: Jürgen Dorka (CDU)[31]
  • 1986–2002: Klaus „Jockel“ Homann (SPD); ab 1998 hauptamtlich[32]
  • seit 2002: Ralf „Charly“ Abrahms (Grüne)

Bürgermeister Ralf Abrahms wurde in einer Stichwahl am 22. September 2002 mit 53,8 % der Stimmen gewählt und am 11. September 2011 mit 63 % bestätigt. Abrahms ist der erste grüne Bürgermeister Niedersachsens.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Bad Harzburg

Das Wappen von Bad Harzburg zeigt auf blauem Grund eine steinerne Burg mit zwei Wehrtürmen, die das geöffnete Burgtor flankieren.

Über dem Torbogen steht ein „wilder Mann“ mit braunem Bart, Laubkranz und Laubschurz, der mit einer Hand eine Tanne umschließt. Im Durchgang des Tores befindet sich ein vertikal geteiltes Wappenschild.

Dieses ziert in der einen Hälfte zwei schreitende goldene Löwen auf rotem Grund und auf der anderen einen halben schwarzen Adler mit roten Krallen und Schnabel auf goldenem Grund.[33]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Bad Harzburg unterhält seit 1988 eine Städtefreundschaft mit Wilhelmshaven (Niedersachsen). Seit 1993 besteht in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Französischen Gesellschaft eine Partnerschaft mit der Stadt Port-Louis (Bretagne). Weiter besteht seit 1995[34] eine Partnerschaft zur Stadt Szklarska Poręba (Schreiberhau) in Polen sowie mit der Stadt Ilsenburg (Sachsen-Anhalt).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krodo, das von dem Heilbad beworbene Maskottchen
  • Seit 1989 verleiht die Stadt den Bad Harzburger Jugendliteraturpreis an Autoren herausragender Werke der Jugendliteratur.
  • Der Deutsche Staatsbürgerpreis wird seit 1995 von der Stiftung „Staatsbürgerliche Stiftung Bad Harzburg e. V.“ an besonders verdiente Persönlichkeiten der Gesellschaft verliehen.
  • In Bad Harzburg gibt es zwei Museen, das Haus der Natur im Kurpark mit der interaktiven Dauerausstellung „Harzwald“, sowie das Museum in der Remise, welches sich neben dem Rathaus in einem denkmalgeschützten Gebäude, der ehemalige Wagenremise befindet.
  • Wichtige Bauwerke sind die Ruine der Harzburg mit der Burgbergseilbahn, der Canossasäule und dem Kreuz des deutschen Ostens, das Bündheimer Schloss sowie einige historische Fachwerkbauten wie die Wandelhalle aber auch der Jungbrunnen in der Stadtmitte oder die Lutherkirche mit der Sauer-Orgel. Sehenswert ist auch der künstlich angelegte Radauwasserfall, der von der Radau gespeist wird.
  • Die Stadt verfügt über mehrere Parkanlagen, den Badepark, den Kurpark, den Schlosspark sowie den Stadtpark (ehemals Casinopark).
  • Der am 8. Mai 2015 eröffnete Baumwipfelpfad Bad Harzburg ist mit rund 1000 m Länge in über 20 m Höhe dank einer 300 m langen, spiralförmigen Rampe im Einstiegsturm auch für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen geeignet. Die Anlage liegt im Kurpark von Bad Harzburg und führt über das Kalte Tal und einen Teich hinweg.[35]
  • Für sportliche Aktivitäten stehen ein 18-Loch-Golfplatz und die Swingolfanlage, als Bademöglichkeiten die Bad Harzburger Sole-Therme (32 °C warme Sole) und das Hallenbad Silberbornbad zur Verfügung. Des Weiteren gibt es den Skyrope-Hochseilpark und Sportpark an der Rennbahn (Pferdesport, Fußball, Hockey, Beachvolleyball und -tennis, Fitness-Parcours, Joggingstrecken, Bogenschieß-Parcours, Inlineskating), eine Rodelbahn, Nordic-Walking- und Wanderstrecken sowie speziell im Winter die Freiluft-Eisbahn. Der rund 13 km lange Teufelsstieg führt als Wanderweg zum Brocken

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ende April: Mountainbike Marathon Bad Harzburg (seit 2009), Kinderwalpurgis
  • Mai: Kastanienblütenfest, Maisingen am Molkenhaus (Bad Harzburg)
  • Pfingsten: Bad Harzburger Bergmarathon
  • Juni: Harzer Trike-Treffen, Bad Harzburger Musiktage (seit 1970)[36]
  • Juli: Bad Harzburger Galopprennwoche (seit 1880)
  • August: Salz- und Lichterfest[37], Internationales Vielseitigkeitsreitturnier
  • September: Ökomarkt, Shetland-Pony-Festival, Dressur- und Springturnier
  • Letzter Sonntag im September: Kastanienfest[38]
  • Dezember: Frei-Eisbahn, Wintertreff, Milchkannenturnier (seit 1981)

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Big Wrestling Action – BWA Harz e. V.
  • Billard-Snooker-Club Harlingerode e. V.
  • Bob- und Rennrodelclub
  • Bogensportverein BSV Toxophilus Bad Harzburg e. V.
  • Bridge Club Bad Harzburg e. V.
  • Casino Tanzclub Rot-Gold e. V.
  • Gesellschaft für Jagdreiterei – Reiterverein Westerode e. V.
  • Golf-Club Harz
  • Handballspielgemeinschaft HSG Bad Harzburg
  • Harzburger Rennverein e. V. von 1880
  • Harzburger Tanz-Sport-Club
  • Harzklub e. V.
  • Hockeyclub HC Bad Harzburg e. V.
  • Leichtathletik-Verein von 2007 e. V. - LAV 07 Bad Harzburg e. V.
  • MTK Männer-Turn-Klub Bad Harzburg 1886 e. V.
  • MTV Männer-Turnverein von 1890 Bettingerode e. V.
  • Nordharzer Radsportgemeinschaft Bad Harzburg e. V.
  • Radfahrverein Germania Harlingerode
  • SC 1918 Harlingerode e. V.
  • Schachklub Bad Harzburg von 1927 e. V.
  • Schützengesellschaft Bad Harzburg von 1662 e. V.
  • Schützengesellschaft Bündheim von 1900 e. V.
  • Schützengesellschaft Göttingerode v. 1952 e. V.
  • Schützengesellschaft Harlingerode
  • Schützengesellschaft SG Schlewecke v. 1954 e. V.
  • Sportpark an der Rennbahn
  • Sportverein SV Göttingerode von 1948 e. V.
  • Tauchclub Bad Harzburg
  • Tennisclub Rot Gelb Bad Harzburg e. V.
  • Tischtennisverein TTV Göttingerode
  • TSG Bad Harzburg
  • TSV Westerode
  • TTC Rot Weiß Harlingerode
  • Turniergemeinschaft St. Georg Bad Harzburg
  • Verein für Vielseitigkeitsreiten Bad Harzburg e. V.
  • WSV Wintersportverein Bad Harzburg e. V. von 1896

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baumwipfelpfad Bad Harzburg LauraHoeppner.png
Kontrast zwischen Tourismus (Baumwipfelpfad Bad Harzburg)...
20-Tage-Lager.JPG
...und Industrie (ehemalige Zinkhütte Harlingerode)


Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptwirtschaftszweig in Bad Harzburg ist der Tourismus. Als Kurbad mit vielseitigen Einrichtungen aus dem 19. und 20. Jahrhundert verfügt es über eine traditionell angestammte Tourismuskultur, zudem ergänzen moderne Projekte wie der Baumwipfelpfad Bad Harzburg das touristische Leben der Stadt. Mit der Bad Harzburger Mineralbrunnen verfügt die Stadt über eine regional bekannte Wassermarke, deren Einfluss bis nach Braunschweig reicht und auch Sponsor der Eintracht Braunschweig ist.

Der Ortsteil Harlingerode ist ausschlaggebend für die wirtschaftliche Entwicklung außerhalb des Tourismus. Als aktiver Bestandteil einer der ältesten Industrieregionen Europas, ursprünglich geprägt durch die Verhüttung von Blei und später Zink aus dem Rammelsberg, unterscheidet er sich strukturell vom restlichen Stadtgebiet. Auf dem Gelände der einstigen Zinkhütte Harlingerode dominieren heutzutage nun bedeutende Unternehmen der Recycling- und Metallaufarbeitungs und -weiterverarbeitungsbranche das Industriegebiet (Electrocycling, Norzinco). Mit den Gewerbegebieten Bad Harzburg-Nord und Halberstädter Straße nahe der Hauptverkehrsachsen nimmt die Stadt an der gewerblichen Entwicklung teil. Automobilzuliefererbetriebe und weiteres mittelständisches Gewerbe prägen die weitere Wirtschaftsstruktur der Stadt. Im Radautal befindet sich ein seit 1838 betriebener Gabbrosteinbruch der Norddeutschen Naturstein GmbH.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Individualverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Harzburg ist nach Norden durch die A 395 mit der Stadt Braunschweig verbunden und somit mit der A 2; das Teilstück bis ins Stadtgebiet ist zur Aufstufung als A 369 vorgesehen. In Ost-Westrichtung verbindet sie Wernigerode und Quedlinburg über die Bundesstraßen 6 und 82 mit der A 7

In Bad Harzburg endete bis 2001 die Autobahn A 395 von Braunschweig über Wolfenbüttel nach Süden. Sie verzweigte sich nördlich der Stadt in drei Richtungen: Die B 6n nach Osten über Stapelburg, Wernigerode nach Blankenburg und weiter nach Aschersleben und Bernburg, die B 4 nach Süden durch Bad Harzburg quer durch den Harz über Torfhaus und Braunlage nach Nordhausen und Erfurt sowie die B 6 nach Westen über Goslar, Salzgitter-Bad nach Hildesheim. Der abgestufte Abschnitt der A 395 wird ab 2019 als A 369 geführt, womit die Stadt eine ausgewiesene Stadtautobahn erhält. Die B 6n ist inzwischen als Bundesstraße B6 gewidmet und durchgängig bis zur A 14 und darüber hinaus befahrbar. Die B6 ist von der A14 im kompletten Verlauf nach Westen zuzüglich der A395 bis nach Braunschweig zur Aufstufung als die durchgängige Autobahn A36 vorgesehen. Die innerstädtische ehemalige B 6 ist umgewidmet in eine Landesstraße.

Bahn- und Busverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Harzburg ist Endpunkt folgender Bahnstrecken:

Alle Strecken treffen im 5-gleisigen Bahnhof Bad Harzburg zusammen. Dessen Lage hat allerdings dazu geführt, dass die Fortsetzung der Bahnlinien in Richtung Osten nicht, wie vor der Deutschen Teilung, über Bad Harzburg und Eckertal, sondern über Vienenburg in Richtung Wernigerode und Halberstadt verläuft.

Der Bahnhof sollte zudem Endpunkt der geplanten RegioStadtBahn Braunschweig werden, wodurch sich die Anbindung an die Braunschweiger Innenstadt verbessert und eine umstiegsfreie Verbindung von Bad Harzburg nach Uelzen entstanden wäre.[39]

Seit 2014 fährt Erixx regelmäßig folgende Verbindungen:

  • RB 42 nach Braunschweig
  • RE 10 nach Hannover

Bad Harzburg verfügt über folgende Buslinien:

Nummer Strecke Takt Anbieter Anmerkungen
270 Bad Harzburg – EckertalStapelburgIlsenburgWernigerode zweistündig[40] Harzer Verkehrsbetriebe (VTO) Sa/So/Fe Umsteigeverbindung 270874 in Stapelburg
810 Bad Harzburg – BündheimGöttingerode*/Harlingerode* - OkerGoslar stündlich[41] Regionalbus Braunschweig *parallel angefahren
820 Bad Harzburg – TorfhausBraunlageSt. Andreasberg stündlich, zu Schulzeiten gehäufter[42] KVG Braunschweig
821 Bad Harzburg – Bündheim – WesterodeBettingerodeLochtumVienenburg stündlich Regionalbus Braunschweig
866 Bad Harzburg – Kästeklippen zweistündig [43] KVG Braunschweig Tagesmaut zzgl. dem Fahrpreis, saisonal von April bis November, Kleinbus, Ausfall bei schlechten Straßenverhältnissen möglich, Gruppenanmeldung ab 5 Personen erforderlich
871 Bad Harzburg – Bündheim – Schlewecke – Harlingerode – Göttingerode* stündlich, zu Schulzeiten mehrfach stündlich[44] KVG Braunschweig *unregelmäßig angefahren
873 Bad Harzburg (Ringverkehr) – Bündheim* - Schlewecke* stündlich, zu Schulzeiten regelmäßiger[45] KVG Braunschweig *unregelmäßig angefahren
874 Bad Harzburg – Eckertal (– Stapelburg) zweistündig[46] KVG Braunschweig Sa/So/Fe Umsteigeverbindung 874270 in Stapelburg; Kleinbus im Einsatz, Gruppenanmeldung ab 5 Personen erforderlich
875 Bad Harzburg – MolkenhausRabenklippeRadau-Wasserfall – Gabbrosteinbruch zweistündig[47] KVG Braunschweig Tagesmaut zzgl. dem Fahrpreis, saisonal von April bis November, Ausfall bei schlechten Straßenverhältnissen möglich, Gruppenanmeldung ab 20 Personen erforderlich

Spitzname: „Grüner Harzer“[48]

Bad Harzburg ist über mehrere Buslinien der KVG Braunschweig mit dem Umland (u. a. Braunlage) verbunden. Nach Wernigerode fährt eine Buslinie der HVB. Zudem gibt es zwei Stadtbuslinien, welche die Stadtteile Bad Harzburgs miteinander verbinden. Alle Buslinien treffen sich am Bahnhof/Bahnhofsplatz und befahren dann größtenteils die gemeinsame Stammstrecke bis zum Berliner Platz.

Der seit 1999 verkehrende CityBus, der auch durch die Fußgängerzone Bad Harzburgs und zu mehreren Kurkliniken fuhr, wurde im Jahr 2006 aufgrund zu hoher Kosten wieder eingestellt. Seit 1929 befördert die Burgbergseilbahn Gäste auf den 482,80 m hoch gelegenen Großen Burgberg mit der sogenannten Canossasäule und der Ruine der Harzburg.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfgemeinschaftshaus und Sitz des Kindergartens in Göttingerode

Bad Harzburg ist Heimat der Akademie für Führungskräfte der Wirtschaft und anderer privater Management-Institute. Als ausgewiesenes Mittelzentrum verfügt Bad Harzburg über eine reichhaltige Bandbreite an Bildungseinrichtungen, deren Einfluss auch in Richtung Goslar und Vienenburg ausstrahlt:

Kindergärten und Kindertagesstätten

Als eine der ersten Städte konnte Bad Harzburg eine flächendeckende Versorgung mit Kindergärten realisieren.

  • Kindergarten Bahnhofstraße 6b – Schlewecke
    • Kindergarten Göttingerode
  • Kindergarten Bündheim
  • Kindertagesstätte Harlingerode
  • Kindertagesstätte Schlewecke
  • Kindertagesstätte Westerode
Grundschulen

Die Stadt verfügt über insgesamt vier Schulbezirke mit drei Grundschulen zzgl. einer Außenstelle:

  • Grundschule Bündheim – Bündheim, Schlewecke
  • Grundschule Gerhart-Hauptmann-Schule – Innenstadt, Eckertal
    • Außenstelle Westerode – Westerode, Bettingerode
  • Grundschule Harlingerode – Harlingerode, Göttingerode
Weiterführende Schulen

Für den Zeitraum um 2020 sind aufgrund steigender Kinderzahlen im Harzburger Erweiterungen vorgesehen: Unter anderem wird der Göttingeröder Kindergarten im Zeitraum 2018/2019 um die erste Etage erweitert, ein neuer Kindergarten in Harlingerode um 2020/21 errichtet und ein Anbau des Werner-von-Siemens-Gymnasiums um sechs Klassenräume um 2020/21 vorgenommen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die mit dem Ort in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf die Bad Harzburger Landschaft; Standort: Großer Burgberg

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Harald Meier, Kurt Neumann: Bad Harzburg. Chronik einer Stadt. Lax, Hildesheim 2000, ISBN 3-8269-8210-X.
  • Hans Hoffmann: Bad Harzburg und seine Geschichte. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Verlag der Buchh. Hoffmann, Bad Harzburg 1994, ISBN 3-928826-04-2.
  • Hans Hoffmann: Bad Harzburg und seine Geschichte. Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. Verlag der Buchh. Hoffmann, Bad Harzburg 1995, ISBN 3-928826-10-7.
  • Hans Hoffmann: Bad Harzburg und seine Geschichte. Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts. Verlag der Buchh. Hoffmann, Bad Harzburg 1997, ISBN 3-928826-14-X.
  • Theodor Müller: Schlagschatten der Grenze. Westermann, Braunschweig 1964, OCLC 767952769.
  • Paul Jonas Meier und Karl Steinacker: Die Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Wolfenbüttel. Amtsgerichtsbezirk Bad Harzburg. Julius Zwissler, Wolfenbüttel, 1906, OCLC 40935100, S. 388–426.
  • Markus Weber: Das ist Deutschland… und es gehört uns allen: Juden zwischen Akzeptanz und Verfolgung im Kurort Bad Harzburg. Appelhans, Braunschweig 2016, ISBN 978-3-944939-19-3.
  • Richard Wieries: Die Namen der Berge, Klippen, Täler, Quellen, Wasserläufe, Teiche, Ortschaften, Flurteile, Forstorte und Wege im Amtsgerichtsbezirk Harzburg nebst einem Versuche, sie zu deuten. In: Landesverein für Heimatschutz im Herzogtum Braunschweig (Hrsg.): Die Flurnamen des Herzogtums Braunschweig. Band 1. E. Appelhans & Comp. G.m.b.H, Braunschweig 1910 (tu-braunschweig.de [PDF; 9,2 MB]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bad Harzburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Bad Harzburg – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2017 (Hilfe dazu).
  2. Niedersächsischer Landtag, 16. Wahlperiode, Drucksache 16/3359: Kleine Anfrage Welchen Stellenwert haben Prädikate wie „staatlich anerkannter Luftkurort“ speziell für den Heidetourismus und die Tourismuswirtschaft in Niedersachsen? (PDF; 102 kB). Abgerufen am 23. März 2011.
  3. Daten und Fakten – Kurzinformationen über Bad Harzburg. (Memento des Originals vom 21. Februar 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bad-harzburg.de auf: bad-harzburg.de, abgerufen am 25. Februar 2013.
  4. Der „Ortsnamenforscher“. In: NDR 1 Niedersachsen, Recherche Jürgen Udolph.
  5. Johann Heinrich Zedler: Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste. Halle und Leipzig 1735, S. 659.
  6. Matthäus Merian (Herausgeber und Illustrator) und Martin Zeiller (Textautor): Topographia Braunschweig Lüneburg. Merian, Frankfurt am Main 1654, S. 104–106.
  7. Andreas Jacob Krieg: Harztburgischer Mahl-Stein / Welchen um Denckmahlder Güte Gottes / in Zerstörung des daselbst verehrten Ab=Gotts Crodons, Einführung der wahren Christl. Lehre, und Schenckung einer Geseegneten Saltz=Qvelle, Durch einen Historischen Entwurff der Hartzburgischen Merckwürdigkeiten / Auch Vier Saltz= u. Danck=Predigten aufgerichtet. Goslar 1709, S. 3f.
  8. Johann Heinrich Zedler: Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste. Halle und Leipzig 1735, Sp. 659–661.
  9. Siehe hierzu Christian Heinrich Delius' Untersuchungen über die Geschichte der Harzburg und den vermeinten Götzen Krodo, Halberstadt 1826.
  10. Jan Habermann: Die Herrschaftsausweitung der Grafen von Wernigerode am Nordharz (1249 – 1369). TU Chemnitz 2006, S. 11 f. (qucosa.de [PDF; 1000 kB; abgerufen am 6. Oktober 2018]).
  11. Sebastian Weitkamp: Judenverfolgung Bad Harzburg: Gemäßigter als anderswo? Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31. Juli 2017, abgerufen am 26. Februar 2018.
  12. Markus Weber: Das ist Deutschland... und es gehört und allen. Juden zwischen Akzeptanz und Verfolgung im Kurort Bad Harzburg. Braunschweig 2016.
  13. NDR: Hochwasser: Hoher Millionen-Schaden für Goslar auf ndr.de, Stand 20. November 2017.
  14. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 272.
  15. Landesamt für Statistik Niedersachsen. Abgerufen am 13. Februar 2017.
  16. Einwohner der Gemeinden und Ortsteile. Abgerufen am 12. August 2018.
  17. Harald Meier, Kurt Neumann: Bad Harzburg. Chronik einer Stadt. Verlag Lax, Hildesheim 2000, S. 286 f.
  18. Webseite der Kommunalen Datenverarbeitung Oldenburg, abgerufen am 30. September 2016
  19. stadt-bad-harzburg.de
  20. stadt-bad-harzburg.de
  21. Eckart von Stutterheim, Kurt von Stutterheim: Die Herren und Freiherren von Stutterheim/Alt-Stutterheim. Verlag Degener & Co., Neustadt an der Aisch 1965, S. 181–182, Bildtafel nach S. 180.
  22. Die Organisation der Gesellschaft zur Förderung der Wasserwirtschaft im Harze. Albert Limbach GmbH, Braunschweig 1908, S. 10. (PDF).
  23. Harald Meier, Kurt Neumann: Bad Harzburg. Chronik einer Stadt. Verlag Lax, Hildesheim 2000, S. 17, S. 173, S. 243 ff.
  24. Stimmen von Zeitzeugen. In: spurensuche-harzregion.de.
  25. Hermann Nordmann wurde von der US-amerikanischen Militärverwaltung eingesetzt; Theodor Müller: Schlagschatten der Grenze. Westermann, Braunschweig 1964, S. 33.
  26. Harald Meier, Kurt Neumann: Bad Harzburg. Chronik einer Stadt. Verlag Lax, Hildesheim 2000, S. 316.
  27. Theodor Müller: Schlagschatten der Grenze. Westermann, Braunschweig 1964, S. 34.
  28. Harald Meier, Kurt Neumann: Bad Harzburg. Chronik einer Stadt. Verlag Lax, Hildesheim 2000, S. 640.
  29. a b Harald Meier, Kurt Neumann: Bad Harzburg. Chronik einer Stadt. Verlag Lax, Hildesheim 2000, S. 649.
  30. Harald Meier, Kurt Neumann: Bad Harzburg. Chronik einer Stadt. Verlag Lax, Hildesheim 2000, S. 653.
  31. Harald Meier, Kurt Neumann: Bad Harzburg. Chronik einer Stadt. Verlag Lax, Hildesheim 2000, S. 658.
  32. Harald Meier, Kurt Neumann: Bad Harzburg. Chronik einer Stadt. Verlag Lax, Hildesheim 2000, S. 664, 672, 689, 697.
  33. Arnold Rabbow: Neues Braunschweigisches Wappenbuch. Braunschweiger Zeitungsverlag, 2003, ISBN 3-926701-59-5, S. 36.
  34. Heimatstube Schreiberhau. – Information zu Partnerstadt. In: bkge.de.
  35. Baumwipfelpfad Bad Harzburg.
  36. Website – Harzburger Musiktage.
  37. harzlife.de – Salz- und Lichterfest Bad Harzburg.
  38. Übersicht über aktuelle Events in Bad Harzburg.
  39. Erixx gewinnt Ausschreibung in Niedersachsen. In: bahnnews.info, abgerufen am 25. Februar 2013.
  40. HVB-270 von www.hvb-harz.de, abgerufen am 9. April 2018
  41. Kursbuch (VU/MB2/FPL_KBP)/4.0.3.84 – 810_beide_FPL.pdf von bahn.de (PDF), abgerufen am 1. Juni 2017
  42. 820 – 820.pdf von www.kvg-braunschweig.de, abgerufen am 1. Juni 2017
  43. Kursbuch (VU/MB2/FPL_KBP)/4.0.3.84 – 866.pdf von www.kvg-braunschweig.de, abgerufen am 1. Juni 2017
  44. 871_Dez16 – 871.pdf von www.kvg-braunschweig.de, abgerufen am 1. Juni 2017
  45. 873 – 873.pdf von www.kvg-braunschweig.de, abgerufen am 1. Juni 2017
  46. KVG-874 von www.kvg-braunschweig.de, abgerufen am 9. April 2018
  47. 875.pdf von www.kvg-braunschweig.de, abgerufen am 1. Juni 2017
  48. Nationalpark Harz – Wanderung zum Luchsgehege. Abgerufen am 23. Januar 2018 (PDF; 2,7 MB – automatischer Download).
  49. Karl Körner: Martin Luserke, Würdigung zum 80. Geburtstag, in: Mitteilungsheft der Vereinigung ehemaliger Schüler und der Lehrer der Meldorfer Gelehrtenschule, Doppelheft 19/20 (December 1960), S. 5–7.