Bad Karlshafen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bad Karlshafen
Bad Karlshafen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bad Karlshafen hervorgehoben
Koordinaten: 51° 39′ N, 9° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Kassel
Höhe: 99 m ü. NHN
Fläche: 14,85 km²
Einwohner: 3497 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 235 Einwohner je km²
Postleitzahl: 34385
Vorwahl: 05672
Kfz-Kennzeichen: KS, HOG, WOH
Gemeindeschlüssel: 06 6 33 002
Stadtgliederung: 2 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hafenplatz 8
34385 Bad Karlshafen
Webpräsenz: www.bad-karlshafen.de
Bürgermeister: Ullrich Otto (parteilos)
Lage der Stadt Bad Karlshafen im Landkreis Kassel
Bad Karlshafen Gutsbezirk Reinhardswald Trendelburg Trendelburg Hofgeismar Hofgeismar Oberweser Oberweser Wahlsburg Reinhardshagen Liebenau Grebenstein Immenhausen Fuldatal Espenau Vellmar Calden Breuna Zierenberg Zierenberg Ahnatal Habichtswald Wolfhagen Naumburg Bad Emstal Schauenburg Baunatal Fuldabrück Lohfelden Söhrewald Helsa Kaufungen Nieste Niestetal KasselKarte
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Bad Karlshafen (niederdeutsch: Korlshoawen) ist eine Kurstadt im Landkreis Kassel sowie die nördlichste Gemeinde Hessens (Deutschland).

Im Stadtgebiet, das sich auf 14,85 km² Fläche ausbreitet, leben 3.778 Einwohner, davon 2.300 im Stadtteil Bad Karlshafen und 1.600 im Stadtteil Helmarshausen (Luftkurort, selbstständige Gemeinde bis 1972).

Seit 1977 trägt Karlshafen den Namen Bad Karlshafen und wird auch als Soleheilbad und Barockstadt beworben. Die Stadt ist ein staatlich anerkanntes Heilbad.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hessischen Klippen. Stahlstich nach Robert Batty

Bad Karlshafen liegt an der Nordgrenze von Nordhessen nahe dem an den direkt nordwestlich der Stadt gelegenen Hannoverschen Klippen befindlichen Dreiländereck HessenNiedersachsenNordrhein-Westfalen zwischen dem Solling im Norden und dem Reinhardswald im Süden. Es breitet sich unmittelbar an der auf 95,6 m ü. NN gelegenen Mündung der von Süden kommenden Diemel in die von Osten heran fließende Weser aus. Südwestlich in Höhe der Einmündung liegen die Hessischen Klippen.

Stadtteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtteile von Bad Karlshafen sind die gleichnamige Kernstadt und das 1,4 km südlich von dieser gelegene Dorf Helmarshausen. Zwischen beiden Stadtteilen sind auf der Bundesstraße 83 entlang der Diemel etwa 3 km zurückzulegen; etwa auf halber Strecke liegt an dieser Straße die Karlshafener Kolonie Nollendorf.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Karlshafen grenzt im Norden an das gemeindefreie Gebiet Solling, im Nordosten an den Flecken Bodenfelde (beide im Landkreis Northeim in Niedersachsen), im Osten an das gemeindefreie Gebiet Gutsbezirk Reinhardswald, im Süden an die Stadt Trendelburg (beide im Landkreis Kassel) sowie im Westen an die Stadt Beverungen (Kreis Höxter in Nordrhein-Westfalen).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karlshafen: Stahlstich von Johann Heinrich Martens nach Fink (um 1840)

Der heutige Stadtteil Bad Karlshafen wurde 1699 als Sieburg (Syburg) von Landgraf Karl als Exulantenstadt von Hessen-Kassel zur Ansiedlung von Hugenotten, protestantischen Glaubensflüchtlingen aus Frankreich, gegründet. Der Name leitete sich von der 274 m hohen Erhebung Sieburg im nördlichen Reinhardswald ab. Landgraf Karl ordnete den Aufbau einer neuen Fabrik- und Handelsstadt an, und sein Ingenieur und Baumeister Friedrich Conradi begann die Planungen dazu. Im Zusammenhang mit den ehrgeizigen Plänen, den Landgraf-Carl-Kanal zu graben, wollte der Landgraf die Zölle (Stapelrecht) von Hannoversch Münden umgehen und eine neue Wasserstraße bis in die Residenzstadt Kassel bauen lassen. Diese Pläne konnten jedoch nur teilweise realisiert werden, ebenso wie die weiteren Ausbaupläne für die Stadt Karlshafen. 1704 wurde das Invalidenhaus errichtet. Es diente bis 1918 der lebenslangen Unterbringung und Versorgung invalider hessischer Soldaten und ihrer Familien. 1717 wurde der Ort durch den Hofbaumeister Paul du Ry zu Ehren von Carl Landgraf zu Hessen in Carlshaven umbenannt. Die ersten Einwohner der neuen barocken Stadt waren Hugenotten und Waldenser. Gegenüber der Altstadt auf der anderen Weserseite liegt die Gartenstadt, die später erbaut wurde, um weiteren Wohnraum zu schaffen. Nach dem Tod des Stadtgründers 1730 wurde der erst 17 km fertiggestellte Kanalbau eingestellt.

Im Jahre 1730 wurden durch den hugenottischen Apotheker Jacques Galland Solequellen entdeckt. Es begann der Handel mit Salz. 1763 wurde eine Saline, bestehend aus Pumpwerk und drei Gradierwerken, aufgebaut.

Carlshafen war in Kurhessen (ab 1821) Sitz eines Justizamtes und nach der Annexion Kurhessens durch Preußen (ab 1867) Sitz eines Amtsgerichts.

Nach der Gründung des Preußisch-Hessischen Zollvereins wurde zum Schutz der norddeutschen Solevorkommen, die Salzgewinnung eingestellt.

1838 wurde in dem Ort das erste Badehaus errichtet, in dem die Sole zur Behandlung von Kurgästen eingesetzt wurde. 1903 erfolgte der Neubau einer Saline am rechten Weserufer, die während des Zweiten Weltkriegs zerstört wurde. 1935 erfolgte die Umbenennung von Carlshafen in Karlshafen.

1955 erfolgte die Anerkennung als Sole-Heilbad.

Am 16./17. Juli 1965 richtete die Heinrichsflut im Bereich der barocken Altstadt schwere Verwüstungen an.

Am 25. September 1966 wurde der Reisezugverkehr der Carlsbahn (Bahnstrecke Kassel–Warburg; Friedrich-Wilhelms-Nordbahn) eingestellt, und am 27. September 1986 erfolgt auch die Aufgabe des Güterzugverkehrs.

Der historisch viel ältere Ort, die ehemalige Stadt Helmarshausen, ist seit dem 1. August 1972 ein Stadtteil von Bad Karlshafen.[3] 1973 wurde ein neues Kurzentrum eröffnet.

Am 27. Mai 1977 wurde der Stadt Karlshafen den Titel Bad Karlshafen verliehen. 1986 wird ein neues Gradierwerk errichtet.

2004 wurde eine neue Solequelle in 1150 Metern Tiefe erschlossen und im Dezember 2004 die Kristalltherme Weserbergland, heute Weser-Therme, eröffnet.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Karlshafen
Jahr Einwohner zusammen mit Helmarshausen
1773 713 1412
1819 1203 2254
1849 1781 3127
1885 1600 2901
1895 1724 3038
1910 1908 3220
1919 1746 3003
1925 1869 3216
1939 2224 3565
1958 3135 4829
06.06.1961 3118 4763
27.05.1970 2910 4674
31.12.2002 4278
31.12.2006 4047
31.12.2008 3926
31.12.2009 3830
31.12.2010 3794
31.12.2012 3561
31.12.2013 3534

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der direkten Bürgermeisterwahl am 10. April 2005 wurde der CDU-Kandidat und später parteilose Ulrich Otto mit 62,94 Prozent gewählt und setzte sich damit gegenüber den Mitbewerber Rolf Schließmann (SPD) durch. Auch bei der Bürgermeisterwahl 2011 setzte sich der parteilose Otto mit 78,32 Prozent gegenüber den einzigen Herausforderer Rainer Rettinger (SPD) mit 21,68 Prozent durch.

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[4] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[5][6]

Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung 2016
    
Von 17 Sitzen entfallen auf:
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
FWG Freie Wählergemeinschaft Bad Karlshafen-Helmarshausen 38,2 6 39,2 8 29,0 7 22,2 5
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 26,5 5 33,5 6 42,4 10 50,0 12
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 21,4 4 27,3 5 28,5 6 27,7 6
AfD Alternative für Deutschland 14,0 2
Gesamt 100,0 17 100,0 19 100,0 23 100,0 23
Wahlbeteiligung in % 51.9 61,7 53,0 57,3

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 22. März 1974 durch das Hessische Ministerium des Innern genehmigt.

Blasonierung: „Der durch einen silbernen Zinnenkranz von Blau und Grün geteilte Schild zeigt oben den wachsenden hessischen Löwen, unten eine aufgehende, goldene Sonne.“

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pegelhaus an der Einfahrt zum historischen Hafenbecken

Bad Karlshafen unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesundheitswesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Carolinum – Dr. Ebel Fachklinik für Orthopädie, Neurologie, Geriatrie und Rehabilitation
  • Kreiskrankenhaus Helmarshausen, gehört zur Kreiskliniken Kassel GmbH, einer Tochtergesellschaft der kommunalen Gesundheit Nordhessen Holding AG. Ab 2014 ist das Kreiskrankenhaus Helmarshausen bis auf Weiteres von der medizinischen Versorgung abgemeldet.
  • Vor Ort sind mehrere Fachärzte verschiedener Fachrichtungen tätig.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf die Hannoverschen Klippen von einem Weserschiff
Blick von den Hannoverschen Klippen nach Bad Karlshafen

Straßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Karlshafen ist ein Endpunkt der Bundesstraße 80 nach Halle (Saale), die im Ort in die B 83 einmündet. Der nächstgelegene Anschluss zur Bundesautobahn 7 liegt im etwa 40 km entfernten Hann. Münden, in ähnlicher Entfernung ist die nächstgelegene Auffahrt zur A 44 mit Anschluss an den Flughafen Paderborn-Lippstadt.

Fahrradverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hessische Radfernwege R1 (Fuldaradweg) und der Hessische Radfernweg R4 von Hirschhorn enden in Bad Karlshafen. Daneben gibt es den Weserradweg (R99) von Hann. Münden bis Cuxhaven, den Diemelradweg von Usseln bis Bad Karlshafen sowie die D-Route 9 (Weser-Romantische Straße).

Eisenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 27,92 km lange Abschnitt der Carlsbahn von Grebenstein über Hümme nach Bad Karlshafen, der am 30. März 1848 eröffnet wurde, war die erste Eisenbahn in Kurhessen und führte vom Bahnhof Bad Karlshafen linkes Ufer (linkes Weserufer) über Hümme nach Kassel. Der Personenverkehr bis Hümme wurde 1966 eingestellt, ebenso der Güterverkehr zwischen Trendelburg und Bad Karlshafen. Endgültig wurde diese Strecke bis Hümme im Jahr 1986 stillgelegt.

Bis zur Stilllegung der Carlsbahn verfügte die Stadt über zwei Bahnhöfe, danach verblieb nur der Bahnhof Bad Karlshafen rechtes Ufer, heute Bad Karlshafen. Die dort verlaufende Sollingbahn auf der Strecke OttbergenBodenfeldeNortheim wird durch die NordWestBahn im Stundentakt mit Regionalbahnen bedient. Die Züge werden seit Dezember 2015 bis Paderborn durchgebunden. Die Strecke hatte keine Gleisverbindung zur (ehemaligen) Carlsbahn. Im Rahmen des eingleisigen Rückbaus der Sollingbahn in den 1990er Jahren wurde der Bahnhof zu einem unbesetzten Haltepunkt.

Die Stadt gehört zum Nordhessischen Verkehrsverbund. Der Bahnhof liegt in diesem Verbundgebiet isoliert zwischen den beiden niedersächsischen Bahnhöfen Bodenfelde und Lauenförde-Beverungen, so dass auf diesem Streckenabschnitt der Tarif des VSN angewendet wird. In Richtung NRW gilt außerdem der „Hochstift-Tarif“ (Nahverkehrsverbund Paderborn-Höxter) und der NRW-Tarif.

Schiffsbetrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von April bis Oktober werden mit Weserschiffen Linienfahrten nach Höxter und Oedelsheim angeboten. Anbieter sind die Unternehmen Flotte Weser und die Weserschiff-Linie 2000.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehem. Packhaus („Altes Rathaus“), 1715–1718 erbaut, mit Hafenbecken des Landgraf-Carl-Kanals

Die barocke Stadtanlage mit symmetrisch angelegten Straßenzügen ist in weiten Teilen eindrucksvoll erhalten. Als Hauptbau macht sich, direkt am historischen Hafenbecken gelegen, das ehemalige Pack- und Lagerhaus (heute Rathaus) mit mächtigem Walmdach und zentralem Dachreiter bemerkbar; es wurde 1715 bis 1718 erbaut und diente dem Landgrafen bei Besuchen als repräsentative Unterkunft. Hier begann der einstmals bis Marburg geplante aber nur bis kurz vor Hümme gebaute Landgraf-Carl-Kanal, von dem noch einige Relikte zu finden sind.

Das 1700 erbaute und damit älteste Haus der Stadt befindet sich am Hafenplatz und wird heute als Hotel-Restaurant genutzt.

Westlich über Bad Karlshafen erhebt sich auf einer der Hessischen Klippen das Denkmal Hugenottenturm (etwa 190 m ü. NN), der als Wanderziel genutzt wird und von dem man eine gute Aussicht auf die Stadt hatte.[7]

Ebenfalls westlich Karlshafens befindet sich die Hochebene der Sieburg, einer frühgeschichtlichen Ringwallanlage, die mit ihren Ausmaßen ein, im Bereich Nordhessens, beispielloses Bild einer natürlich und künstlich angelegten Wallanlage darstellt. Im südlichen Teil, der weder von der Diemel, noch von der Weser begrenzt wird, besitzt die Hochfläche eine Verbindung zum umliegenden Land. An dieser Stelle befinden sich zwei Abschnittswälle und -gräben. Der innere Wall verläuft in etwa einer westöstlichen Linie von einem Steilhang zum anderen und besitzt eine Länge von 550 m; am Ostende besteht er scheinbar nur aus Steinen und besitzt eine 4 m breite Lücke, die als Tor gedient haben könnte.[8] Der Umfang fasst einen Raum, der mehr als 1 km² groß ist. Der äußere Wall besitzt gegenüber dem inneren lediglich eine Länge von 250 m.

Beim südlich der Kernstadt gelegenen Ortsteil Helmarshausen befindet sich auf dem Waltersberg (184,2 m) die Ruine der Krukenburg. Der Bau der Burg begann zwischen 1215 bis 1220; nach 1617 verfiel sie allmählich.

Unweit weserabwärts und damit westlich der Stadt ragen bereits im Stadtgebiet von Beverungen (NRW) am rechten Stromufer die Hannoverschen Klippen aus bewaldeten Hängen auf, eine Gruppe von sieben bis zu 75 m hohen Buntsandsteinsäulen. Auf einer von ihnen befindet sich die Aussichtsplattform Weser-Skywalk.

Von Karlshafen führt der Ecopfad Archäologie Sieburg oberhalb der Diemel durch den nördlichsten Teil des Reinhardswalds zu der Wallanlage Sieburg. Mangels Funden konnte eine zeitliche Bestimmung des Alters der sichtbaren Wälle bisher nicht erfolgen.[9]

Museen (Stadtteil Bad Karlshafen)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 1989 gegründete Deutsche Hugenotten-Museum Bad Karlshafen befindet sich in einer ehemaligen Zigarrenfabrik in der Altstadt und befasst sich mit der Geschichte der Hugenotten in Frankreich und Deutschland. Die ersten Einwohner von Bad Karlshafen waren Hugenotten, die wegen ihres protestantischen Glaubens aus Frankreich vertrieben worden waren. Das Museum wurde 2006 erweitert und ist zudem eine Genealogische Forschungsstelle[10] und ein Stadtarchiv und bietet eine Ausstellungsfläche von 500 m².

Freizeit und Kur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Karlshafen ist eine beliebte Anlaufstelle für Wasserwanderer auf der Weser und bietet viele Möglichkeiten zum Wandern. Es gibt einen Campingplatz und einen Minigolfplatz, beides direkt an der Weser.

Als Kurstadt bietet Bad Karlshafen ein modernes Kurzentrum und ein 1986 neu errichtetes Gradierwerk.

Weser-Therme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für rund 20 Millionen Euro wurde an der Kurpromenade ein neues Thermalbad in der Stadt gebaut, das am 18. Dezember 2004 eröffnet wurde. Das Thermal-Sole-Heilwasser hat hier einen Salzgehalt von 23 Prozent und wird aus einer Tiefe von 1150 m gewonnen. Das Bad hieß zunächst Kristalltherme Weserbergland und gehörte zur Kristallbäder-Gruppe. Nach einem juristischen Dauerstreit, bei dem der Betreiber unter der Geschäftsführung von Heinz Steinhart vertraglich vereinbarte Pachtzahlungen zurückhielt, wurde die Stadt Bad Karlshafen bis 2009 mit rund 12,2 Millionen Euro belastet. Nach einem Vergleich im August 2009 und der Unterzeichnung eines Übergabevertrages übernahm die Stadt Bad Karlshafen ab 1. Oktober 2009 mit der Tochtergesellschaft Bäderbetriebe Weserbergland GmbH selbst den weiteren Betrieb als Weser-Therme.[11]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Carl Schaumburg, Bürgermeister, Ehrenbürger ab 23. Juni 1833
  • Ferdinand Calckhof, Justizbeamter, Ehrenbürger ab 12. November 1860
  • Wilhelm Koch, Praktikular aus Kassel, Ehrenbürger ab 28. Juni 1662
  • Johann Friedrich Kuhlenkamp aus Bremen, Ehrenbürger ab 19. Januar 1882
  • Josef Davin aus Bremen, Ehrenbürger ab 29. April 1913
  • Reinhold Liebetrau, Kapellmeister, Ehrenbürger ab 12. Juli 1957
  • Conrad Bönning, Ehrenbürger ab 14. November 1970
  • Emma Staubesand, Ehrenbürgerin ab 7. Oktober 1982

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erich Wenneker, Pfarrer und Leiter der Hugenotten-Bibliothek im Deutschen Hugenotten-Zentrum
  • Herbert Mager, Maler
  • Daniel Fawcett Tiemann (1805–1899). Der Sohn des aus Karlshafen ausgewanderten Bildermalers und späteren Industriellen Johann Anton Tiemann (* 11. November 1778 in Carlshafen) war von 1858 bis 1860 Bürgermeister von New York.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hafenbecken und seine Umgebung dienten 1976 als Drehort und Kulisse für Teile des Films Der Winter, der ein Sommer war.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. 78. Sitzung des Fachausschusses für Kurorte Erholungsorte und Heilbrunnen in Hessen vom 15. November 2012. In: Staatszeiger für das Land Hessen. Nr. 7, 2013, ISSN 0724-7885, S. 309.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 399.
  4. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  6. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  7. HNA-Artikel „Die Stadt zur Marke machen“, vom 4. Januar 2010 (vierter Absatz von unten)
  8. Irene Kappel: Die Sieburg bei Karlshafen. In: Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland - Stadt und Landkreis Kassel. Band 7, 1986, S. 108.
  9. Flyer: Ecopfad Archäologie Sieburg des Landkreises Kassel vom Oktober 2008
  10. Genealogisches Forschungszentrum auf der Internetseite der Deutsche Hugenotten-Gesellschaft e.V., abgerufen am 25. Juli 2013
  11. Bad wirft endlich Geld ab. Abgerufen am 6. August 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bad Karlshafen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Bad Karlshafen – Reiseführer