Bad Rehburg

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Bad Rehburg ist ein ehemaliger Kurort in den Rehburger Bergen. Heute ist Bad Rehburg ein Ortsteil der Stadt Rehburg-Loccum im Süden des Landkreises Nienburg/Weser in Niedersachsen. Der Ort liegt auf einer Höhe von 85 m ü. NN und hat rund 800 Einwohner.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Rehburg liegt direkt an der B 441 und etwa 25 km entfernt von der A 2 mit der Abfahrt Wunstorf-Luthe. Die Ortschaft liegt zwischen dem Steinhuder Meer und der Weser, sie befindet sich auf den Erhebungen der Rehburger Berge rund 5 km südwestlich des Steinhuder Meeres und etwa 12 km östlich der Weser. Bad Rehburg ist nahezu komplett von Wald umgeben, lediglich im Nordosten grenzen ein paar Felder an die Wohnhäuser. Seit 1997 verkehrt ein Bürgerbus zwischen den Ortsteilen von Rehburg-Loccum.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friederikenkapelle
Neues Badehaus in den Historischen Kuranlagen

Die kleine Siedlung in den Rehburger Bergen wurde 1690 erstmals urkundlich erwähnt, als die Wirksamkeit ihrer Heilquellen bekannt wurde. Die auch als Rehburger Brunnen bezeichnete Ansiedlung gehörte zunächst zur Stadt Rehburg und wurde später eigenständig.

In den einhundert Jahren von 1750 bis 1850 zog der als „Madeira des Nordens“ bekannte Kurort den Adel des Königreichs Hannover nach Bad Rehburg. In dieser Zeit entstanden die Kuranlagen Bad Rehburg mit Badehaus, Brunnenhaus, Wandelhalle, Kurhotels und der Friederikenkapelle (1841/42) sowie dem Kurpark. Nachdem die Kuranlagen im 20. Jahrhundert unter anderem als Pflegeheim und Waisenhäuser genutzt wurden, verfielen sie seit den 1970er Jahren zunehmend. Zum Ende des 20. Jahrhunderts war das gesamte Areal kaum noch betretbar, da es nahezu vollständig verwuchert war. Anfang des 21. Jahrhunderts entschied man, die Kuranlagen aus ihrem „Dornröschenschlaf“ aufzuwecken und zu sanieren. Im Januar 2003 fand die Eröffnungsfeier statt. Bad Rehburg besitzt neben Hofgeismar das einzige noch erhaltene Badeensemble Deutschlands aus der Zeit der Romantik.

Am 1. März 1974 wurde die Gemeinde Bad Rehburg in die neue Stadt Rehburg-Loccum eingegliedert.[1]

Im Jahr 1990 beging der Ort eine aufwändige 300-Jahr-Feier.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die evangelische Friederikenkapelle wurde 1840-42 von Friederike von Mecklenburg-Strelitz und ihrem Ehemann Ernst August I. (Hannover) erbaut. Sie gehört zur Kirchengemeinde in Rehburg.
  • Katholische Gottesdienste fanden von 1929 bis 1984 im Friedrichs-Pavillon, in dem dafür eine Kapelle eingerichtet worden war, statt. Der Pavillon ist benannt nach Friedrich August, Herzog von York und Albany. Er diente ursprünglich als Brunnenhaus und wurde später umgesetzt. Heute wird er für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Die nächstgelegene katholische Kirche befindet sich heute im etwa 5 km entfernten Rehburg.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbürgermeisterin ist Michaela Klein (CDU).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter Bad Rehburgs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Bad Rehburg verbundene Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rehburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 199.
  2. Eckart Roloff und Karin Henke-Wendt: Einblicke in das Madeira des Nordens. (Historische Kuranlage mit Museum in Bad Rehburg) In: Besuchen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Eine Tour durch Deutschlands Museen für Medizin und Pharmazie. Band 1, Norddeutschland. Verlag S. Hirzel, Stuttgart 2015, S. 81–82, ISBN 978-3-7776-2510-2

Koordinaten: 52° 26′ N, 9° 13′ O