Bad Schönborn

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bad Schönborn
Bad Schönborn
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bad Schönborn hervorgehoben
Koordinaten: 49° 13′ N, 8° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Karlsruhe
Höhe: 131 m ü. NHN
Fläche: 24,11 km2
Einwohner: 12.896 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 535 Einwohner je km2
Postleitzahl: 76669
Vorwahl: 07253
Kfz-Kennzeichen: KA
Gemeindeschlüssel: 08 2 15 100
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Friedrichstraße 67
76669 Bad Schönborn
Webpräsenz: www.bad-schoenborn.de
Bürgermeister: Klaus Detlev Huge (SPD)
Lage der Gemeinde Bad Schönborn im Landkreis Karlsruhe
Karlsdorf-Neuthard Malsch (Landkreis Karlsruhe) Malsch (Landkreis Karlsruhe) Bretten Bruchsal Bruchsal Ettlingen Forst (Baden) Gondelsheim Hambrücken Kronau Kürnbach Marxzell Oberderdingen Östringen Philippsburg Sulzfeld (Baden) Ubstadt-Weiher Walzbachtal Weingarten (Baden) Zaisenhausen Karlsbad (Baden) Kraichtal Graben-Neudorf Bad Schönborn Pfinztal Eggenstein-Leopoldshafen Linkenheim-Hochstetten Waghäusel Oberhausen-Rheinhausen Rheinstetten Stutensee Waldbronn DettenheimKarte
Über dieses Bild

Bad Schönborn ist eine Gemeinde im nördlichen Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kurort liegt in 105 bis 185 Meter Höhe am Ostrand des Oberrheingrabens und am Tor zum Kraichgauer Hügelland, etwa auf halber Strecke zwischen Karlsruhe und Heidelberg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Leon-Rot Malsch Mühlhausen, Rettigheim
Kronau, Waghäusel Nachbargemeinden Östringen
Hambrücken Stettfeld, Ubstadt-Weiher Zeutern

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Bad Schönborn besteht aus den beiden Ortsteilen Bad Langenbrücken und Bad Mingolsheim. Zum Ortsteil Bad Langenbrücken gehört neben dem Dorf die Lußhardtsiedlung. Zum Ortsteil Bad Mingolsheim gehören neben dem Dorf das Gehöft Bruchhöfe, die Orte Kislau und Waldhaus und das Haus Sägewerk Bender. Im Gebiet des Ortsteils Bad Langenbrücken liegt die Wüstung Kenel.[2]

Sicht nach Süden vom Letzenberg bei Malsch auf Bad Schönborn und Umgebung (Mai 2008)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namensgeber Damian Hugo von Schönborn

Bad Schönborn entstand am 1. Januar 1971 im Zuge der baden-württembergischen Gemeindereform aus den beiden ehemaligen Gemeinden Bad Langenbrücken und Bad Mingolsheim. Die neue Gemeinde hieß zunächst Bad Mingolsheim-Langenbrücken und wurde am 7. August 1972 in Bad Schönborn umbenannt.[3] Der Name Bad Schönborn geht auf Damian Hugo von Schönborn (Fürstbischof von Speyer 1719–1743) zurück, der das Schloss Kislau in Bad Mingolsheim umfassend neu gestaltete. Bis zur Kreisreform am 1. Januar 1973 gehörte Bad Schönborn zum Landkreis Bruchsal.

Bad Mingolsheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Bad Mingolfsheim.svg
Gedenktafel in Bad Mingolsheim

Mingolsheim wurde erstmals 773 im Lorscher Codex erwähnt. 1353 geriet es unter die Herrschaft des Bischofs von Speyer (Gerhard von Ehrenberg). 1622 fand hier im Dreißigjährigen Krieg die Schlacht am Ohrenberg zwischen Graf Mansfeld und Tilly statt.

Bereits 1825 war man bei der Suche nach Trinkwasser mit der ersten Bohrung in 30 Meter Tiefe auf eine Schwefelquelle gestoßen. 1835 bis 1846 wurde die erste Kuranstalt in Betrieb genommen, welche sich aber nicht weiter halten konnte. 1905 wurde erneut von privater Seite durch Otto Sebastian Weickgenannt nach Erbohrung einer zweiten Quelle auf seinem Grundstück ein Anfang gemacht. Diese nahm er unter Schwefelbad Mingolsheim in Betrieb und gründete schließlich am 3. März 1920 die Firma Schwefelbad Mingolsheim GmbH. Heute besteht die Anstalt als St. Rochus Klinik weiter fort. Seit dem 30. Juni 1964 führt der Ort den Namenszusatz Bad. Im Mai 1970 fand eine neue Tiefbohrung in 645 Meter Tiefe eine Thermal-Sole, die mit einer Schüttung von vier Liter/sec und einer Temperatur von 45 °C artesisch austritt. Diese starke Natrium-Chlorid-Therme wurde als Lambertus-Quelle gefasst und 1975 mit dem neu errichteten Thermal-Sole-Bewegungsbad als Thermarium ihrer Bestimmung übergeben.

Bad Langenbrücken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Bad Langenbruecken.svg

Langenbrücken wurde im Jahr 1269 erstmals erwähnt, als der Bischof von Speyer (Heinrich II.) die Grundherrschaft dort erwarb.

Fürstbischof Franz Christoph von Hutten ließ 1766 nach dem Fund von Schwefelquellen ein Schwefelbad errichten, das zur Grundlage für den Kurbetrieb wurde. Langenbrücken gehörte bis 1802 zum Fürstbistum Speyer. Am 15. September 1802 wurde das rechtsrheinische Gebiet des Bistums, darunter auch Langenbrücken, durch den Markgrafen von Baden in Besitz genommen. Am 6. September 1965 wurde dem Ort durch die Landesregierung von Baden-Württemberg die Bezeichnung Bad verliehen. Der Name leitet sich von einer langen Brücke ab, die schon in der Römerzeit als Zollstation gedient haben soll.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mingolsheim und Langenbrücken wurden jahrhundertelang durch das Hochstift Speyer katholisch geprägt. Die Seelsorgeeinheit Bad Schönborn-Kronau gehört heute zum Erzbistum Freiburg. Daneben bestehen heute auch eine evangelisch-landeskirchliche und eine Freie evangelische Gemeinde (FeG). Auch die Neuapostolische Kirche ist im Ortsteil Langenbrücken mit einer Gemeinde vertreten.

Jüdischer Friedhof in Bad Mingolsheim

Vom 18. Jahrhundert bis 1935 gab es in Mingolsheim auch eine jüdische Gemeinde. 1714 wurden vier jüdische Familien gezählt, 1875 wurde mit 77 Personen der Höchststand erreicht. Ab 1827 gehörte die jüdische Gemeinde zum Rabbinatsbezirk Bruchsal. Bis in die 1930er Jahre bestand in Mingolsheim eine Synagoge. Die 2015 gründete Initiative Stolpersteine Bad Schönborn setzt sich aktiv dafür ein, die Erinnerung an die jüdischen Mitbürger von Bad Schönborn zu bewahren.

Der von einer Steinmauer umschlossene jüdische Friedhof mit 154 Grabstätten befindet sich am nordöstlichen Ortsrand von Bad Mingolsheim. Die Fläche beträgt 24 Ar, wovon die Gräber und der Weg nur etwa 10,5 Ar in Anspruch nehmen, der Rest ist Wiese. Der Friedhof wurde 1878 fertiggestellt und bis 1939 genutzt. Auf ihm liegen neben den Mingolsheimer Juden auch die Juden aus Malsch und Östringen. Vor dieser Zeit wurden die Toten in Obergrombach beigesetzt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus in Bad Langenbrücken mit dem Niederbronn-les-Bains-Platz (2009)

Die Gemeinde Bad Schönborn wird wie alle Kommunen in Baden-Württemberg von einem Gemeinderat und einem Bürgermeister verwaltet. Der Gemeinderat wird von der Bevölkerung auf fünf Jahre, der Bürgermeister auf acht Jahre gewählt.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis.[4] Die Wahlbeteiligung lag bei 53,9 % (2009: 52,4 %). Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Partei Stimmen Sitze Ergebnis 2009
CDU 35,2 % 8 41,7 %, 9 Sitze
Freie Wähler 28,7 % 6 35,2 %, 8 Sitze
SPD 20,8 % 5 23,1 %, 5 Sitze
Grüne Liste 15,3 % 3 0,0 %, 0 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bürgermeister wird für jeweils acht Jahre direkt gewählt. Von 1995 bis 2011 amtierte Rolf Müller (Freie Wähler) zwei Amtszeiten. Zu seinem Nachfolger wurde Klaus Detlev Huge (SPD) gewählt. Er trat sein Amt im Mai 2011 an.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Schönborn

Blasonierung: „In Blau ein nach links versetzter zweischaliger silberner Brunnen mit silberner Wasserfontäne, rechts oben beseitet von einem goldenen Schild, darin ein blau gekrönter roter Löwenkopf.“

Erklärung: Nach der Bildung der Gemeinde durch den Zusammenschluss von Bad Langenbrücken und Bad Mingolsheim wurde das Wappen der Gemeinde vom Innenministerium Baden-Württemberg 1975 verliehen. Das Schönborn’sche Wappen des Fürstbischofs ist hier auf einen Löwenrumpf reduziert. Der Name Schönborn spielt wie auch der Brunnen auf die seit dem 18. Jahrhundert genutzten Heilquellen des Kurortes an. Die Farben Blau und Silber sind die des Hochstifts Speyer, dem beide Orte bis 1803 angehörten.[5]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Schönborn unterhält seit 2001 partnerschaftliche Beziehungen zu Niederbronn-les-Bains (Elsass, Frankreich) und Kiskunmajsa (Ungarn).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Lambertus in Mingolsheim
Rochuskapelle in Bad Mingolsheim

In Bad Schönborn gibt es zwei katholische Pfarrkirchen, St. Lambertus in Mingolsheim und St. Vitus in Langenbrücken. Zudem wurde in Mingolsheim eine Rochuskapelle zu Ehren des Ortspatronen Rochus erbaut. Seit den 1950er Jahren gibt es in beiden Ortsteilen auch je eine evangelische Kirche, die Gustav-Adolf-Kirche in Mingolsheim sowie die Christuskirche in Langenbrücken.

Skulptur „Der Wagenlenker“ von Jürgen Goertz auf dem Marktplatz von Bad Mingolsheim

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Langenbrücken haben die Parabutscher Donauschwaben ihr Heimatmuseum eingerichtet. In Mingolsheim gibt es ein Puppenmuseum sowie die Gartenanlage der Eisenbahnfreunde Bad Schönborn.

Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Schönborn verfügt über zwei Kurparks, in jedem Ortsteil einen. In Mingolsheim gibt es einen Kleintierpark.

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Obstgengarten dient dem Erhalt alter Obstbaumsorten. Er befindet sich östlich des Kurgebiets in Mingolsheim. Die Grube im Posidonienschiefer in Langenbrücken schließt die jüngsten Gesteine des Kraichgaus auf.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jährlich am 2. Wochenende im Mai findet der Jahrmarkt in Mingolsheim statt, am 1. Wochenende im Oktober in Langenbrücken. Am 1. Advent ist in Mingolsheim und am 3. Advent in Langenbrücken Weihnachtsmarkt. Am Faschingssonntag gibt es einen Fastnachtsumzug in Mingolsheim. Der Nachtumzug in Langenbrücken fand nach einer Pause 2016 wieder im Jahr 2017 statt.

Ferienstraßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bertha Benz Memorial Route erinnert an die Strecke der ersten Autofahrt der Welt von Bertha Benz im Jahr 1888. Die damalige Langenbrücker Apotheke gilt als zweitälteste Tankstelle der Welt. Die Weinstraße Kraichgau-Stromberg verbindet zahlreiche Weinorte in der Region und führt dabei auch durch Bad Schönborn.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fassung der Lambertus-Quelle
Das Terex/Fuchs-Werk aus der Luft

Gesundheit und Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Schönborn zählt durch sein Schwefel- und Thermalwasser zu den bekannten Kurorten in Baden-Württemberg. Es verfügt über zahlreiche Kur- und Rehabilitationseinrichtungen. Einen wesentlichen Faktor zum Aufschwung des Kurortes brachte die Erschließung des St. Lambertus-Thermalbrunnens, die der ehemalige Bürgermeister Willhauck vorantrieb. Unter seinem Nachfolger Bender konnte 1975 das Thermarium im jetzigen Kurgebiet in Mingolsheim eingeweiht werden. Die wichtigsten Kliniken und Rehabilitationszentren am Ort sind in Bad Mingolsheim die St. Rochus Klinik, die Sigmund-Weil- und Gotthard-Schettler-Klinik sowie in Bad Langenbrücken die Sigel-Klinik und die Fachklinik Mikina.

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1956 wurde der Grundstein zum Bau des Mingolsheimer Werkes des Unternehmens Fuchs-Bagger aus Ditzingen bei Stuttgart gelegt. Damit begann ein wirtschaftlicher Aufschwung. Bis zu 1000 Menschen fanden hier in den späten Nachkriegsjahren Arbeit. 1985 übernahm das Langenburger Unternehmen Karl Schaeff GmbH & Co. die Johannes Fuchs KG Maschinenfabrik in Ditzingen und somit auch die ortsansässige Zweigstelle. Nach der erneuten Unternehmensübernahme 2002 durch den amerikanischen TEREX-Konzern aus Westport (Connecticut) firmiert das Unternehmen unter Terex/Fuchs. Die Umschlag- und Lademaschinen mit dem himmelblauen Anstrich sind auf der ganzen Welt anzutreffen.

Ein weiteres Unternehmen ist die Ophelis GmbH.

Die Unternehmensgruppe Schäfer entwickelt, konstruiert und fertigt Werkzeuge, Maschinen und Sondermaschinen als manuelle, halb- und vollautomatisierte Systeme für die kabelverarbeitende Industrie.[6]

Nach dem Zweiten Weltkrieg siedelte sich im Ortsteil Langenbrücken die Vogtländische Gardinenweberei Renz & Sohn GmbH an, die aus dem russisch besetzten Teil Deutschlands geflohen war. Mit der Firma kamen viele ehemalige Arbeiter, die sich in Langenbrücken ansiedelten. Die Gardinen waren überregional bekannt, u. a. kam die Schauspielerin Maria Schell in den 1950er Jahren, um sich Gardinen auszusuchen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beide Ortsteile sind an die Baden-Kurpfalz-Bahn (Heidelberg–Karlsruhe) angebunden. Die Eisenbahnstrecke Heidelberg–Bruchsal–Karlsruhe wurde am 10. April 1843 dem Verkehr übergeben. In Langenbrücken ist gleichzeitig eine Bahnstation eingerichtet worden (heute Bad Schönborn Süd). Der Bahnhof in Mingolsheim wurde erst 1875 gebaut (heute Bad Schönborn-Kronau). Auf der Strecke verkehren heute neben Fernzügen auch die Linien S 3 und S 4 der S-Bahn RheinNeckar. Die Gemeinde gehört mit ihren beiden Bahnhöfen zum Tarifgebiet des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV). Da die Tarifgrenze zum Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) nördlich der Gemeinde verläuft, gehört sie auch zum Übergangsgebiet dieses Verbunds.[7]

Der Ort ist durch die Bundesstraße 3 (Buxtehude–Weil am Rhein) an das überregionale Straßennetz angeschlossen. Im Ort zweigt die Bundesstraße 292 (nach Lauda-Königshofen) von der B 3 ab. In der Nähe verlaufen die Bundesautobahn 5 (Nord–Süd) und die Bundesautobahn 6 (West–Ost). Der Ort leidet unter erheblichen Lärmbelastungen durch den Straßen- und Bahnverkehr, daher ist an mehreren Stellen ein Nachtfahrverbot für LKW im Gespräch. Eine Ortsumgehung ist ebenfalls in Planung.[8]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der Realschule Bad Schönborn und der Michael-Ende-Gemeinschaftsschule gibt es in beiden Ortsteilen noch je eine Grundschule und außerdem die Franz-Josef-Mone-Förderschule. Für die Kleinsten gibt es zwei kommunale, vier römisch-katholische und einen evangelischen Kindergarten.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Prof. Wilhelm Bender
  • Pfarrer Ludwig Göbel
  • Leonhard Schanzenbach
  • Wilhelm Stang
  • Pfarrer Wilhelm Weitzel
  • Ewald Renz
  • Franz-Josef Kuhn
  • Rudolf Kramer
  • Josef Willhauck
  • Bernhard Freund
  • Walter Bender

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hensel Miner von Mingolsheim (* in Mingolsheim), Baumeister unter dem Bischof von Speyer Nikolaus von Wiesbaden bzw. seinem Nachfolger Raban von Helmstatt
  • Hans von Mingolsheim (* um 1410 in Mingolsheim), Baumeister unter anderem der Heilbronner Kilianskirche (1447–1454, 1458–1460)
  • Peter Luder, teilweise auch Petrus Luder (* um 1415 in Kislau; † 1479), Wanderredner, Humanist, Mediziner und Gelehrter
  • Hensel Frosch (* in Mingolsheim), Baumeister der gotischen Marienkapelle am Dom in Speyer (um 1472), der Wallfahrtskirche auf dem Michaelsberg in Untergrombach und der dortigen Pfarrkirche (1474)
  • Konrad Ganther (* 9. August 1749 in Mingolsheim; † ?), Theologe und Mitglied des Geheimbundes der Illuminati (Deckname Galilei)
  • Franz Josef Mone (* 12. Mai 1796 in Mingolsheim; † 1871), badischer Archivar und Historiker
  • Johann Adam Hammer (* 16. Dezember 1818 in Mingolsheim; † 1878), diagnostizierte 1876 als erster Arzt einen Herzinfarkt am lebenden Menschen, Gründer eines Humboldt-Institutes in St. Louis, Teilnehmer am Amerikanischen Bürgerkrieg
  • Albert „Al“ Sieber (* 27. Februar 1843 in Mingolsheim; † 1907), amerikanischer Kundschafter und Dolmetscher für die US-Armee in den Apachenkriegen, wurde in Arizona bekannt als Chief of Scouts
  • Leonhard Schanzenbach (* 12. Oktober 1852 in Mingolsheim; † 1938), Prälat in Freiburg im Breisgau
  • Wilhelm Stang (* 21. April 1854 in Langenbrücken; † 1907), Bischof von Fall River im US-Bundesstaat South Dakota
  • Hermann Julier (* 13. Februar 1877 in Mingolsheim; † 1939), Bürgermeister von Mingolsheim und Reichstagsabgeordneter
  • Heinz Friedrich Heckmann (* 22. März 1932 in Langenbrücken; † 2012), Verwaltungsfachmann, Politiker (CDU) und ehemaliger Staatssekretär von Baden-Württemberg
  • Margret Ruep (* 1950 in Mingolsheim), Rektorin

Sonstige mit der Gemeinde verbundene Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heribert Rech, (* 1950), Politiker (CDU) und ehemaliger Innenminister von Baden-Württemberg, lebt in Bad Schönborn
  • Joana, Sängerin (* 1944), lebt in Bad Schönborn

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klaus Gaßner (Hrsg.): Bad Schönborner Geschichte. Die Chronik der wiedervereinigten Dörfer Mingolsheim und Langenbrücken. Band 1: Von den Anfängen bis zur Auflösung des Alten Reiches. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2006, ISBN 3-89735-437-3.
  • Klaus Gaßner (Hrsg.): Bad Schönborner Geschichte. Die Chronik der wiedervereinigten Dörfer Mingolsheim und Langenbrücken. Band 2: Vom Großherzogtum Baden bis zur Gemeindefusion 1971. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2015, ISBN 978-3-89735-861-4.
  • Kurt Andermann: Bad Schönborn zwischen Dorfidylle und Heilbadatmosphäre. In: Kult-Bäder und Bäderkultur in Baden-Württemberg. Hg. v. W. Niess und S. Lorenz, Filderstadt 2004, ISBN 3-935129-16-5.
  • Ludwig Marum: Briefe aus dem Konzentrationslager Kislau. Mit einem Lebensbild von Joachim Wolfgang Storck. Hg. v. E. Marum-Lunau und J. Schadt, Karlsruhe 1984, ISBN 3-7880-9700-0.
  • Gemeinde Bad Schönborn (Hrsg.): Der Obst-Gen-Garten Bad Schönborn. Traditionelle Streuobstsorten zwischen Rhein und Neckar. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2002, ISBN 3-89735-197-8.
  • Willy Messmer: Juden unserer Heimat. Geschichte der Kraichgauer Juden aus den Orten Mingolsheim, Langenbrücken und Malsch. Verlag Epubli 2012.[9]
  • Willy Messmer: Der Jüdische Friedhof. Entstehungsgeschichte, Symbolik und Besonderheiten des jüdischen Friedhofs in Mingolsheim. Verlag Epubli 2012.[10]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alle politisch selbständigen Gemeinden mit ausgewählten Merkmalen am 30.09.2016 (3. Quartal 2016) (XLS-Datei, 4,86 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe. Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2, S. 65–67.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 473.
  4. Kommunalwahldaten 2014 des Statistischen Landesamtes
  5. leo-bw
  6. Homepage der Unternehmensgruppe Schäfer
  7. VRN: Übergang zum Karlsruher Verkehrsverbund (KVV)
  8. K3575 Initiative
  9. Book on Demand, Epubli.de
  10. Book on Demand Epubli.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bad Schönborn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien