Bad Schwalbach

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Wappen Deutschlandkarte
Bad Schwalbach
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bad Schwalbach hervorgehoben

Koordinaten: 50° 8′ N, 8° 4′ O

Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Rheingau-Taunus-Kreis
Höhe: 306 m ü. NHN
Fläche: 40,27 km2
Einwohner: 11.207 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 278 Einwohner je km2
Postleitzahl: 65307
Vorwahl: 06124
Kfz-Kennzeichen: RÜD, SWA
Gemeindeschlüssel: 06 4 39 002
Stadtgliederung: Kernstadt und 7 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Adolfstraße 38
65307 Bad Schwalbach
Website: www.bad-schwalbach.de
Bürgermeister: Markus Oberndörfer (SPD)
Lage der Stadt Bad Schwalbach im Rheingau-Taunus-Kreis
Lorch (Rheingau)Rüdesheim am RheinGeisenheimOestrich-WinkelKiedrichEltville am RheinWallufSchlangenbadBad SchwalbachHeidenrodAarbergenHohenstein (Untertaunus)TaunussteinHünstettenIdsteinNiedernhausenWaldemsRheinland-PfalzWiesbadenLandkreis Limburg-WeilburgMain-Taunus-KreisHochtaunuskreisLandkreis Groß-GerauKarte
Über dieses Bild
karte-von-lagenschwalbach-1728.
Karte von Langenschwalbach im Jahre 1728
Bad Schwalbach – Auszug aus der Topographia Hassiae von Matthäus Merian dem Jüngeren 1655
kurhaus-von-bad-schwalbach.
Kurhaus (fertiggestellt 1879)
im angedeuteten Renaissance-Stil
langenschwalbach-um-1900-jarhundert.
Bad Langenschwalbach um 1900
Bad Schwalbach um 1832 auf einem Stich nach Tombleson
Bad Langenschwalbach um 1900
Schuldverschreibung über 1000 Mark der Stadt Langenschwalbach vom 1. März 1880 für den Bau einer Schule, einer Trinkhalle und eines Leichenhauses.
Kurpark von Bad Schwalbach mit blick auf den Kurweiher.
Kurpark von Bad Schwalbach – das Herz der Stadt
naturdenkmal-bad-schwalbach.
Naturdenkmal die Steinerne Bank in Bad Schwalbach
moorbadehaus-in-bad-schwalbach.
Altes Moorbadehaus in Bad Schwalbach

Bad Schwalbach (bis 21. April 1927 Langenschwalbach) ist die Kreisstadt im südhessischen Rheingau-Taunus-Kreis. Die Stadt ist eines der ältesten hessischen Heilbäder, zugleich ist sie seit 2014 ein anerkannter Kneippkurort.[2]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Schwalbach ist ein Kurort etwa 20 Kilometer nordwestlich der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden. Die Kernstadt liegt in 289 bis 465 Meter Höhe im westlichen Hintertaunus sehr langgestreckt auf 2,5 Kilometer Länge in einem linken Seitental der Aar, das vom Nesselbach durchflossen wird. Über 56 Prozent der Gemarkungsfläche besteht aus Wald.

Nachbargemeinden und -kreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Schwalbach grenzt im Norden an die Gemeinde Hohenstein, im Osten an die Stadt Taunusstein, im Süden an die Gemeinde Schlangenbad sowie im Westen an die Gemeinde Heidenrod.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt besteht aus den Stadtteilen Adolfseck, der Kernstadt Bad Schwalbach, Fischbach, Heimbach, Hettenhain, Langenseifen, Lindschied und Ramschied.

Für die sieben außerhalb der Kernstadt Bad Schwalbach liegenden Stadtteile wurde je ein Ortsbezirk gebildet. Jeder Ortsbezirk hat einen Ortsbeirat aus sieben Mitgliedern unter dem Vorsitz eines Ortsvorstehers.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Schwalbach wurde als Langinswalbach im Jahre 1352 erstmals urkundlich erwähnt und war seit 1364 als Pfarrei bekannt. Weitere historisch dokumentierte Erwähnungen des Ortsnamens sind Swalbach 1360 und Langenschwalbach Anfang des 16. Jahrhunderts[4]. Erste zuverlässige Berichte über die Mineralquellen gibt es ab 1568 durch den Wormser Arzt Tabernaemontanus, der den Ort auch in seinem 1581 erschienenen Werk Neuw Wasserschatz bekannt machte. Der Speyerer Weihbischof Heinrich Fabricius hielt sich bereits 1583 zur Kur am Sauerbrunnen von Bad Schwalbach auf.[5] Obwohl Langenschwalbach im Dreißigjährigen Krieg völlig zerstört wurde, wurde es schnell wieder aufgebaut, der Handel mit dem Heilwasser begann zu blühen. Zunächst wurde das Wasser im Versandhandel in Krügen und Fässern in ganz Europa verkauft. Nur wenige Heilungsuchende nahmen den beschwerlichen Weg in den Taunus auf sich.

Langenschwalbach war im Mittelalter eines der 15 Überhöhischen Dörfer, die zu Kurmainz gehörten. Im Laufe der Zeit gewann die Grafschaft Katzenelnbogen immer mehr Einfluss auf die Orte außerhalb des Rheingauer Gebücks, die schließlich zu einem Teil der Niedergrafschaft Katzenelnbogen wurden und dem Amt Hohenstein unterstellt waren. Im Jahre 1729 wurde Langenschwalbach Sitz des Amtes Hohenstein, das seinen Namen aber beibehielt. Nach der französischen Besetzung des Linken Rheinufers im Jahr 1794 wurde die Verwaltung der ganzen Niedergrafschaft nach Langenschwalbach verlegt. Seit 1806 verwaltete der Kaiserliche Präfekturrat Balthasar Pietsch von Langenschwalbach aus im Namen Napoleons das Territorium des Pays réservé de Catzenellenbogen. Als schlussendlich am 17. Oktober 1816 das Herzogtum Nassau von diesem Gebiet Besitz ergriff, bestimmte es Langenschwalbach zum Sitz eines herzoglichen Amtes.

Erst mit der Verbesserung der Verkehrsverhältnisse durch den Straßenbau setzte zu Beginn des 19. Jahrhunderts der Kurbetrieb ein. Nachdem Francis Head 1830 Bubbles from the Brunnen[6] veröffentlicht hatte, wurden die Taunusbäder unter Briten populär. Zahlreiche gekrönte Häupter, Fürsten und Grafen kamen nun zur Kur und besuchten die Spielbank, wo auch weniger seriöse Herrschaften verkehrten.[7] Während der Zeit des Aufschwungs nach der nassauischen Erwerbung und der Veröffentlichung der „Bubbles“ hatten Schlangenbad und Schwalbach keinen Standortnachteil gegenüber Bad Ems bzw. Wiesbaden. Mit der Errichtung vom Cursaal Bau bis 1879 (heutiges Kurhaus im renaissanceverwandten Baustil) wurde dem Anspruch auf verbesserte Kurbedingungen Rechnung getragen. Parallel zu den Verbesserungen der örtlichen Einrichtungen wurde das Reisen mittels Postkutsche (bis um 1845) obsolet durch die schnellere, bequemere und günstigere Eisenbahn. Die 1889 fertiggestellte Aartalbahn von Wiesbaden nach Langenschwalbach trug auch wesentlich zum Aufschwung bei. Nach Ende des Ersten Weltkriegs verlor der Zuspruch des Adels als Kurklientel schnell an Bedeutung, und es begann der langwierige und teilweise mit gravierenden wirtschaftlichen Einschnitten verbundene Wandel vom Luxusbad zu einem für die Allgemeinheit offenen Kurbad mit einer Anpassung an andere gesellschaftliche Verhältnisse und Ansprüche, die erst nach dem Zweiten Weltkrieg vollendet wurde.

In einem Wald bei Langenschwalbach soll Katharina Pfeiffer aus Langenhain im Taunus Ende 1800 oder Anfang 1801 dem Räuber Schinderhannes ein Kind geboren haben.[8]

Lord Carnarvon verunglückte 1901 bei einer Autofahrt auf der Bäderstraße schwer und hatte bis zu seinem Lebensende unter den Unfallfolgen zu leiden. Aus gesundheitlichen Gründen hielt er sich fortan in den Wintermonaten gerne in Ägypten auf und lernte hier Howard Carter, den Mitentdecker des Königsgrabes von Tut-Ench-Amun kennen, dessen Ausgrabungen im Tal der Könige er fortan finanzierte. Lord Carnarvon verstarb am 6. April 1923.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Dezember 1971 wurden im Zuge der Gebietsreform in Hessen die bisher selbständigen Gemeinden Adolfseck, Fischbach, Heimbach, Hettenhain, Langenseifen und Ramschied auf freiwilliger Basis eingemeindet.[9] Lindschied wurde am 1. Januar 1977 kraft Landesgesetz in die Stadt eingegliedert.[10] Für alle eingemeindeten Stadtteile wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung eingerichtet.[11]

Territorialgeschichte und Verwaltung im Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Bad Schwalbach lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[4][12]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Bad Schwalbach 10.394 Einwohner. Darunter waren 1082 (10,4 %) Ausländer, von denen 402 aus dem EU-Ausland, 501 aus anderen Europäischen Ländern und 178 aus anderen Staaten kamen.[13] Von den deutschen Einwohnern hatten 20,0 % einen Migrationshintergrund.[14] Bis zum Jahr 2020 erhöhte sich die Ausländerquote auf 21,1 %.[15] Nach dem Lebensalter waren 1749 Einwohner unter 18 Jahren, 3549 zwischen 18 und 49, 2364 zwischen 50 und 64 und 2268 Einwohner waren älter.[16] Die Einwohner lebten in 4734 Haushalten. Davon waren 1617 Singlehaushalte, 1428 Paare ohne Kinder und 1176 Paare mit Kindern, sowie 381 Alleinerziehende und 132 Wohngemeinschaften. In 1098 Haushalten lebten ausschließlich Senioren/-innen und in 3138 Haushaltungen leben keine Senioren/-innen.[16]

Einwohnerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Schwalbach: Einwohnerzahlen von 1809 bis 2020
Jahr  Einwohner
1809
  
1.455
1827
  
1.766
1834
  
2.040
1840
  
2.050
1846
  
2.258
1852
  
2.121
1858
  
2.072
1864
  
2.384
1871
  
2.644
1875
  
2.731
1885
  
2.658
1895
  
2.702
1905
  
2.836
1910
  
2.708
1925
  
2.790
1939
  
3.506
1946
  
4.982
1950
  
5.475
1956
  
5.609
1961
  
5.789
1967
  
6.146
1973
  
8.937
1975
  
8.972
1980
  
9.254
1985
  
9.412
1990
  
10.222
1995
  
10.937
2000
  
10.979
2005
  
11.069
2010
  
10.718
2011
  
10.394
2015
  
10.697
2020
  
11.207
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS[4]; Hessisches Statistisches Informationssystem[15]; Zensus 2011[13]
Nach 1970 einschließlich der im Zuge der Gebietsreform in Hessen eingegliederten Orte.

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

• 1885: 1637 evangelische (= 61,56 %), 826 katholische (= 31,08 %), 5 anderes christliche-konfessionelle (= 0,19 %), 190 jüdische (= 7,15 %) Einwohner[4]
• 1961: 3362 evangelische (= 58,08 %), 2210 katholische (= 38,18 %) Einwohner[4]
• 1987: 4789 evangelische (= 47,96 %), 3323 katholische (= 33,38 %), 1874 sonstige (= 18,77 %) Einwohner[17]
• 2011: 3780 evangelische (= 36,37 %), 2590 katholische (= 24,92 %), 4020 sonstige (= 38,78 %) Einwohner[17]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 14. März 2021 lieferte folgendes Ergebnis,[18] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[19][20][21]

Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung 2021
     
Insgesamt 31 Sitze
Parteien und Wählergemeinschaften 2021 2016 2011 2006 2001
% Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze
Grüne Bündnis 90/Die Grünen 26,0 8 16,8 6 19,0 7 11,1 4 9,3 4
SWA & BSB Wählergemeinschaft SWA & BSB 24,1 7 22,2 8
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 21,1 7 31,6 12 26,5 10 34,1 13 33,0 12
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 18,6 6 20,8 8 24,5 9 30,8 11 32,8 12
BLF Bürgerlich Liberaler Fortschritt 10,3 3 8,6 3
SWA SWA – Unser Bad Schwalbach 18,1 7
BSB Bad Schwalbacher Bürgerblock 7,9 3 15,8 6 11,2 4
FDP Freie Demokratische Partei 4,2 1 4,0 1 3,9 1
FWG Freie-Wähler-Gemeinschaft 4,1 2 9,8 4
Gesamt 100,0 31 100,0 37 100,0 37 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in Prozent 49,2 48,6 49,0 46,6 52,4

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Stichwahl am 24. November 2019 setzte sich Markus Oberndörfer (SPD) mit 56,5 Prozent der Stimmen gegen Andreas Ruck (parteilos) durch. Die Wahlbeteiligung betrug 42 Prozent.[22]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine offizielle Städtefreundschaft besteht seit 1993 mit der in der Nähe von Versailles gelegenen Gemeinde Buc in der französischen Region Île-de-France.[23]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Kur-, Stadt- und Apothekenmuseum wurde 2002 mit neuen Ausstellungsstücken eröffnet. Mit seinen Exponaten führt es die Besucher durch die Geschichte Bad Schwalbachs und dessen Kurleben. Das Museum beherbergt unter anderem das früher in Privaträumen betriebene Apothekenmuseum. Das Apothekenmuseum zeigt die im Jahre 1642 gegründete und vollständig eingerichtete älteste Apotheke im Taunus, die Adler-Apotheke.[24] Im Museum ist auch das Stadtarchiv untergebracht.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Besonderen Zugang zur Stadt- und Kurgeschichte bietet die Bad Schwalbacher Kurbahn, die auf den historischen Gleisen der ehemaligen Moortransportbahn im Kurpark verkehrt. Von April bis Oktober fahren die Züge des Bad Schwalbacher Kurbahnvereins an allen Sonn- und Feiertagen. Von der Station Moorbadehaus aus führt die Strecke zu den Moorgruben, vorbei am Golfhaus, Schwalbenbrunnen und Waldsee.
  • Vom 28. April 2018 bis zum 7. Oktober 2018 fand in Bad Schwalbach die Hessische Landesgartenschau 2018 statt.
  • Sehenswert sind außerdem die sieben Brunnen und viele Tempel, u. a. der Elisabethentempel, der von der Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn bei einem Kuraufenthalt in Langenschwalbach gestiftet wurde. Von dort aus hat man eine gute Aussicht über die Stadt.
  • Nördlich der Stadt befindet sich Alexander’s Rest, eine überdachte Sitzbank, die als Gedenkstätte dient.
stahlbrunnen-in-bad-schwalbach.
Der Stahlbrunnen in Bad Schwalbach, eisenhaltigste Quelle in Deutschland
Die St.-Elisabeth-Kirche (1916) ist mit einer Turmhöhe von 55 Metern ein Wahrzeichen im Ort.
Neuapostolische Kirche am Goetheweg

Religion und Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Infrastruktur und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Größter Arbeitgeber ist die Schwälbchen Molkerei. Das Klinikzentrum Lindenallee mbH ist eine interdisziplinäre Rehabilitationsklinik und beschäftigt etwa 190 Mitarbeiter. Entsprechend dem Bäderstatus kann Bad Schwalbach auf eine Reihe weiterer Kliniken verweisen, z. B. auf die Klinik am Park der DRV Hessen, die Montanus-Klinik der DRV Oldenburg-Bremen, das Otto-Fricke-Krankenhaus Paulinenberg.

Finanzamt im Behördenzentrum an der Emser Straße

Behörden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Amtsgericht Bad Schwalbach hat seinen Sitz in der Stadt. Neben den städtischen Behörden haben die Agentur für Arbeit, das Finanzamt und die Polizei ihren örtlichen Dienstsitz in Bad Schwalbach, die beiden Letztgenannten im Behördenzentrum an der Emser Straße.

Feuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Feuerwehrwesen liegt in Händen der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Bad Schwalbach.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anleihe der Stadt Langenschwalbach vom 30. März 1887 zur Finanzierung der „Secundärbahn“ von Wiesbaden nach Langenschwalbach

Bad Schwalbach liegt an der Bundesstraße 260, auch Bäderstraße genannt, sowie an der B 54 und der B 275. Autobahnanschluss besteht in 15 Kilometer Entfernung an die A 66 und in 20 Kilometer Entfernung an der Anschlussstelle Idstein der A 3.

Der Bahnhof Bad Schwalbach liegt an der Aartalbahn, auf der seit 1986 kein regulärer öffentlicher Personennahverkehr mehr betrieben wird. Bad Schwalbach ist damit eine der wenigen deutschen Kreisstädte, die im fahrplanmäßigen Eisenbahnverkehr nicht mehr bedient werden. Die Strecke ist als Kulturdenkmal Hessens längstes Baudenkmal und wird saisonal am Wochenende mit historischen Zügen von der Nassauischen Touristik-Bahn befahren. Im Rahmen des Projekts Stadtbahn Wiesbaden war zwischen 1998 und 2001 eine Wiederaufnahme des Personenverkehrs zwischen Bad Schwalbach und Wiesbaden im Gespräch. Heute existieren Planungen zur Reaktivierung der Aartalbahn als Stadt- oder Regionalbahn. Die Bad Schwalbacher Kurbahn ist eine an Wochenenden betriebene Schmalspurbahn für den Ausflugsverkehr vom Moorbadehaus zu den Moorgruben.

Schule und Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nikolaus-August-Otto-Schule (kooperative Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe, ca. 1200 Schüler)
  • Wiedbachschule (Grundschule)
  • Janusz-Korczak-Schule (Schule für Lernhilfe Sonderpädagogisches Beratungs- und Förderzentrum)
  • Internationale Opernakademie (Berufsfachschule für Opernsänger)

Die Volkshochschule Bad Schwalbach hat ihre Vertretung am Ort in der Adolfstraße. Weiter kann Bad Schwalbach auf mehrere Kindergärten bzw. -tagesstätten verweisen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Bad Schwalbach wurden geboren:

Außerdem lebten und wirkten in der Gemeinde:

Die Realschule im damaligen Langenschwalbach (Hufeisenschule) besuchte in den Jahren 1846 bis 1848 Nikolaus Otto (1832–1891), der im nahen Holzhausen an der Haide geborene Miterfinder des Viertaktprinzips, dem zu Ehren seit 1940 der Ottomotor seinen Namen trägt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • David François Merveilleux, Pierre Joseph de LaPimpie Solignac: Amusemens des Eaux de Schwalbach, Oder Zeitvertreibe Bey den Wassern zu Schwalbach, Denen Bädern zu Wiesbaden, und dem Schlangenbade. Lüttich 1739 (Digitalisat).
  • Jörg Diefenbacher: Die Schwalbacher Reise. Mannheim 2002, ISBN 3-00-008209-3.
  • Peter Bayerlein: Schinderhannes-Ortslexikon. Mainz-Kostheim 2003.
  • Gisela Ephan: Nur die Erinnerung bleibt … Bad Schwalbach u. a. 2007, ISBN 3-85251-015-5.
  • Literatur über Bad Schwalbach nach Stichwort nach GND In: Hessische Bibliographie

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerung in Hessen am 31.12.2020 nach Gemeinden (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. 79. Sitzung des Fachausschusses für Kurorte Erholungsorte und Heilbrunnen in Hessen vom 21. November 2012. In: Staatszeiger für das Land Hessen. Nr. 9, 2014, ISSN 0724-7885, S. 187.
  3. Ortsbeiräte in Bad Schwalbach (Memento vom 18. Juli 2011 im Internet Archive)
  4. a b c d e f g Bad Schwalbach, Rheingau-Taunus-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen (Stand: 4. April 2014). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL), abgerufen am 23. Juni 2014.
  5. Franz Xaver Remling: Geschichte der Bischöfe zu Speyer. Band 2, S. 410
  6. Francis Head: Bubbles from the brunnen of Nassau (Auflage 1866)
  7. Henry Lohner: Nur wer tot ist, geht kein Risiko mehr ein. Books on Demand, Norderstedt 2012, ISBN 978-3-8448-0977-0, S. 87.
  8. Peter Bayerlein: Schinderhannes-Ortslexikon. Wiesbaden 2013. S. 214
  9. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 377.
  10. Gesetz zur Neugliederung des Rheingaukreises und des Untertaunuskreises (GVBl. II 330-30) vom 26. Juni 1974. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 22, S. 312, § 1 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,5 MB]).
  11. Hauptsatzung. (PDF; 85 kB) § 6. In: Webauftritt. Stadt Bad Schwalbach, abgerufen im Februar 2019.
  12. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Land Hessen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  13. a b Bevölkerung nach Staatsangehörigkeitsgruppen: Stadt Bad Schalbach. In: Zensus2011. Statistisches Bundesamt, abgerufen im Oktober 2021.
  14. Migrationshintergrund: Stadt Bad Schalbach. In: Zensus2011. Statistisches Bundesamt, abgerufen im Oktober 2021.
  15. a b Hessisches Statistisches Informationssystem In: Statistik.Hessen.
  16. a b Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 42 und 96;.
  17. a b Ausgewählte Strukturdaten über die Bevölkerung am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 161;.
  18. Ergebnis der Gemeindewahl am 14. März 2021. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2021.
  19. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2016.
  20. Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011. In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, abgerufen im April 2011.
  21. Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Webauftritt. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original; abgerufen im April 2006.
  22. Bürgermeisterwahl 2019 - Stichwahl. Abgerufen am 17. Juni 2020.
  23. Die Städtefreundschaft mit Buc/Frankreich (Memento vom 14. März 2014 im Internet Archive)
  24. Eckart Roloff, Karin Henke-Wendt: Klein, aber fein – die älteste Apotheke im Taunus. (Kur-Stadt-Apothekenmuseum, Bad Schwalbach) In: Besuchen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Eine Tour durch Deutschlands Museen für Medizin und Pharmazie. Band 2, Süddeutschland. Verlag S. Hirzel, Stuttgart 2015, S. 174–176, ISBN 978-3-7776-2511-9
  25. Mathias Gubo: Bildgeschichten. Wie das Bad-Schwalbach-Bild von Alexej Jawlensky über viele Umwege in die Sammlung Brabant in Wiesbaden gelangte. Wiesbadener Kurier, 13. April 2019