Bad Tölz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bad Tölz
Bad Tölz
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bad Tölz hervorgehoben
Koordinaten: 47° 46′ N, 11° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Bad Tölz-Wolfratshausen
Höhe: 658 m ü. NHN
Fläche: 30,8 km²
Einwohner: 18.185 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 590 Einwohner je km²
Postleitzahl: 83646
Vorwahl: 08041
Kfz-Kennzeichen: TÖL, WOR
Gemeindeschlüssel: 09 1 73 112
Stadtgliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Schloßplatz 1
83646 Bad Tölz
Webpräsenz: www.bad-toelz.de
Bürgermeister: Josef Janker (CSU)
Lage der Stadt Bad Tölz im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Starnberger See Ammersee Österreich Landkreis Ebersberg Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Miesbach Landkreis München Landkreis Rosenheim Landkreis Starnberg Landkreis Weilheim-Schongau Wolfratshauser Forst Pupplinger Au Pupplinger Au Bad Heilbrunn Bad Tölz Benediktbeuern Bichl Dietramszell Egling Eurasburg (Oberbayern) Gaißach Geretsried Greiling Icking Jachenau Kochel am See Königsdorf (Bayern) Lenggries Münsing Reichersbeuern Sachsenkam Schlehdorf Wackersberg WolfratshausenKarte
Über dieses Bild
Blick auf Bad Tölz und die Isar vom Kalvarienberg

Bad Tölz ist die Kreisstadt des oberbayerischen Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen. Der Kurort liegt an der Isar, rund 50 Kilometer südlich von München.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Tölz liegt im mittleren Isartal, am nördlichen Eingang zum Isarwinkel, von wo man auf die bayerischen und Nordtiroler Kalkalpen blickt.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden im Rahmen der Gebietsreform Teile der aufgelösten Gemeinden Kirchbichl und Oberfischbach eingegliedert.[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Nachbargemeinden liegen im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.

Wappen von Dietramszell
Dietramszell
Wappen von Sachsenkam
Sachsenkam
Wappen von Wackersberg
Wackersberg
Nachbargemeinden Wappen von Reichersbeuern
Reichersbeuern
Wappen von Gaißach
Gaißach
Wappen von Greiling
Greiling

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klimadiagramm von Bad Tölz

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühgeschichte und Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 550 siedelten erstmals Bajuwaren auf dem Gebiet des Ried, dem heutigen Mühlfeld, am östlichen Isarufer. Im 7. Jahrhundert wurden diese heidnischen Bajuwaren von Rupert von Salzburg zum Christentum bekehrt, der dort zudem ein St.-Michaelis-Baptisterium errichtete.[3] Diese Siedlung, Reginried genannt,[4] fiel jedoch marodierenden Ungarn zum Opfer. Neben dieser Ansiedlung auf dem Mühlfeld, entstand mit dem Gries am Isarufer eine zweite, wo sich vor allem Flößer, Kalkbrenner und andere Handwerker niederließen. Im Ried siedelten vor allem Schmiede und Wagner, die von der Lage an der Salzstraße, aus Reichenhall und Hallein Richtung Allgäu, profitierten. Ab dem 9. Jahrhundert entstanden dort viele Wetzstein- und Sägemühlen am Ellbach, worauf sich der Name Mühlfeld bezieht.[4]

Tölz wurde 1155 erstmals urkundlich als „Tolnze“ erwähnt. Zurück geht der Name auf Hainricus de Tolnze (Heinrich von Tollenz), der aus einem Ort nahe Pressath in der Oberpfalz, dem heutigen Döllnitz, stammte. Urkunden von 1198 und 1202 erwähnen ihn auch als „Dominus Tolnzar de Hohenburc“. Um 1180 vermählte er sich mit Irmingard, der Tochter Gebhards von Hohenburg aus dem Geschlecht der Richer, der auf der Hohenburg in Lenggries beheimatet war.[5] Durch seine Teilnahme an Reichs- und Landtagen galt Heinrich von Tollenz als angesehener herzoglicher Lehensträger. Auf dem Gebiet der heutigen Stadtpfarrkirche ließ er ab 1180 die erste Tölzer Burg errichten, daneben die erstmals 1262 als „Kapella Tolnze“ erwähnte Kirche.[3]

Ludwig I. beauftragte Heinrich mit der weiteren Erschließung des Isarwinkels. Dadurch wuchsen die beiden Siedlungskerne an Gries und Mühlfeld zusammen, verbunden durch den Sämerpfad, wo vor allem Lager- und Wirtshäuser entstanden. Aus diesem Sämerpfad wurde später die Marktstraße, bekam diesen Namen aber erst 1624, als der Ort ein staatliches Salzamt erhielt.

Georg Westermayer (1836–1893), der Verfasser der erstmals 1871 veröffentlichten „Chronik der Burg und des Marktes Tölz“, wofür er 1879 mit dem Ehrenbürgerrecht ausgezeichnet wurde,[6] nennt jedoch andere Ursprünge von Tölz. Laut Westermayer geht der Ort auf eine römische Siedlung names Tollentium oder nach anderen Quellen Tollusium zurück.[7] Dabei beruft er sich auch auf Johannes Aventinus und dessen „Annales Bojorum Lips.“ sowie Karl Roth und seine „Beiträge zur deutschen Sprach-, Geschichts- und Ortsforschung“,[8] der die frühen Ortsnamen tholanza sowie dolanza erwähnt. Des Weiteren beschrieb Westermayer die keltische Besiedlung der Region. Funde und Bodendenkmäler zeugen von dieser keltischen (etwa das Koronafeld bei Gaißach, Funde aus der Hallstattzeit) und später römischen Besiedlung des Gebietes, der Ortsname leite sich von keltischen tol für Tal ab.[9] Eine römische Siedlung bestätigte der Historiker Wilhelm Schmidt. Diese bestand zumindest seit der Zeit des Germanicus.[10] Diese römische Ansiedlung soll bereits ein wichtiger Knotenpunkt an mehreren Römerstraßen gewesen sein.

Hainricus de Tolnze stammte laut Westermayer nicht aus der Oberpfalz, sondern aus Schäftlarn. Er beweist ihn als Zeuge einer Schenkung 1180 von Rudiger von Lindahe und verweist auf Erwähnungen in einer Urkunde des Kloster Schäftlarn von 1182,[11] wo er auch als Tolnzar mit seinen Rittern erwähnt wird. Andere Quellen sprechen ebenfalls gegen eine oberpfälzische Herkunft, so Stephan Glonners „Geschichtsnotizen fürs Isarthal“ der verwandtschaftliche Beziehungen zu früheren Herren der Hohenburg erwähnt, sowie Lang in seiner „Bavaria“, der ihn einem altansässigen Geschlecht zuordnet und dessen Verschwägerung mit Bernhard dem Jüngeren von Weilheim benennt. Heinrich von Tollenz verwaltete mehrere Burgen und aufgrund seines Ansehens begleitete er Otto von Wittelsbach bei dessen Verhandlungstagen. Diese führten ihn erst in die Oberpfalz, nach Amberg und Regensburg, neben den Grafen von Wasserburg und Falkenstein. Heinrich von Tollenz stand auch in der Gunst von Kaiser Heinrich VI., der ihn unter den berufenen Zeugen schon als „oberbayerischen Ritter“ erwähnt.[12] Auch bei Ludwig dem Bayern fand sich Heinrich von Tollenz regelmäßig ein.

Das älteste Urbar des Herzogtum Bayerns von 1240 erwähnt Tölz und Hohenburg nicht als grundbare Ortschaften des Herzoghofs, da beide noch im Besitz des Tölzer Geschlechtes waren. Das Landesurbar von 1281 bezeichnet Tölz als „herzogliches Amt von ansehnlichem Umfange“ und nennt es als eines der bedeutendsten der 55 bayerischen Ämter. [13] Um 1245 entbrannte eine Fehde zwischen Herzog Otto II. und Otto von Meranien. Letzterer musste als Vogt der Klöster in Benediktbeuern und Tegernsee Überfälle erdulden. Neben diesen Klöstern und weiteren kleineren Ortschaften, konnte auch Tölz den Angriffen der rund 500 Mann starken Söldnertruppe des Herzoges nicht entgehen.[14] Im Verlaufe des Mittelalters stand Tölz weiterhin mehrmals im Zentrum von Fehden. So 1301 zwischen Konrad von Egling zu Hohenburg und Philipp von Waldeck, die beide Güter im Isarwinkel besaßen.[15] Vor 1262 übernahm Konrad I. von Tölz und Hohenburg das Gebiet.[16] 1281 wurden im Urbar des Herzogtums Baiern das Gries, die Burg und die Mühlen am Ried als „Markt“ bezeichnet, obwohl Tölz das Marktrecht erst 1331 durch Kaiser Ludwig den Bayern verliehen wurde.[3][16] Etwa um 1200 entstand die erste Isarbrücke über den damals noch reißenden Fluss. Sie lag rund 100 Meter flussaufwärts der heutigen Brücke, und verband die heutige Römergasse mit dem anderen Ufer. Aufgrund der Hochwasserschäden musste diese Holzbrücke alle sechs bis acht Jahre ersetzt werden.[17] Nach dem Tod der letzten Erben derer von Tollenz fielen Tölz und Burg an die Wittelsbacher. Die prekären Vermögensverhältnisse des Herrscherhauses brachten Herzog Rudolph am 5. August 1300 dazu, Tölz und Umgebung an Freising zu verpachten.[18] Nach zehn Jahren sollten Rudolph oder ein Erbe das Pfand wieder auslösen, ansonsten würde es „auf ewig“ an Freising fallen, jedoch war der Bischof von Freising auch nach 15 Jahren noch Besitzer von Tölz. 1328 bekundete der Tölzer Pfleger Konrad der Maxlrainer, dass man sich „wegen der Veste Tölz verglichen habe“ und der Ort fiel wieder an die Wittelsbacher. [19]

Die Wälder der Umgebung waren Grundlage für das Gewerbe der Flößerei. Die Zunft der Flößer verfügte über 24 Meister und zahlreiche Gesellen in Tölz. Bereits 1320 war die Tölzer Flößerzunft mächtig genug, den umliegenden Bauern die Flößerei ihres eigenen Holzes zu verbieten. [20] 1374 wurde das erste Siegel des Tölzer Marktes, das „Sigillum Civium In Tollentze“ verliehen, das heutige Stadtwappen. Durch die Lage an mehreren Handelswegen, der Salzstraße zwischen Allgäu und Reichenhall, sowie dem Wasserweg auf der Isar Richtung München und Donau, gelangte Tölz zu Wohlstand. „Der große Brand“ vernichtete 1453 die Marktstraße, Stadtpfarrkirche, Burg und Teile des Grieses. Nach dieser Feuersbrunst wurde die Marktstraße in Stein neu errichtet mit großer Hilfe von Herzog Albrecht III., der diesen Wiederaufbau aus eigener Kasse bezahlte und insbesondere durch seine Liebe zu Agnes Bernauer bekannt wurde.[21] Ab 1460 entstand eine neue Burg. Nach dem Brand leiteten Kaspar I. Winzerer, sowie später dessen Sohn Kaspar II. Winzerer und Enkel Kaspar III. Winzerer als Pfleger und Burghüter die Geschicke von Tölz. Noch 40 Jahre vor dem Erlass des bayerischen Reinheitsgebotes begann im Jahre 1476 in Tölz die Biersiederei. Bereits zu Ende des 15. Jahrhunderts hatte der Ort seine maßgebliche Größe erreicht, die er bis Ende des 19. Jahrhunderts beibehielt.[16]

1492 gaben die Herzöge Wolfgang und Christoph die Losung „nach Tölz“ auf und ließen Ort und Schloss von ihren Söldnern plündern. Grund dafür war, dass sie sich von Albrecht IV. für ihren Thronverzicht als zu gering entschädigt ansahen. Beide sandten an Märkte und Städte Schreiben mit der Aufforderung zur Huldigung. Nur die Pfleger von Tölz, damals Kaspar II. Winzerer, Kehlheim und Schwandorf verweigerten dies und sandten das Schriftstück an ihren Herzog.[22] Albrecht IV. nahm das Treuebekenntnis der Tölzer 1491 wohlwollend an und forderte Tölzer für seine Streitkraft gegen den Löwlerbund an, was allerdings die Verteidigung der Ortes schwächte.

Frühe Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Tölz von Hans Donauer dem Älteren (1590)

Während des Dreißigjährigen Krieges forderte Maximilian I. 3000 Gulden von Tölz für seine Kriegskasse.[23] Wurden bereits ab 1618 ausgewählte Tölzer und Benediktbeurer eingezogen, um den „neuen Modus“ unter Hauptmann Hannibal von Herliberg zu vollziehen, so wurde im Mai 1622 das „Fenndl (Fähnlein) zu Töltz“ abgezogen, um bei Rain zu Tillys Heer zu stoßen. Dabei waren die Tölzer bei der Eroberung Heidelbergs beteiligt.[24] Am 20. Mai 1632 erreichten die ersten schwedischen Truppen Tölz. Da tags zuvor Wolfratshausen von diesen verwüstet wurde, wagten die Tölzer keinen Widerstand. Bei Unterhandlungen mit dem Pfleger Cäsar Crivelli forderten die Schweden 600 Gulden, um Tölz vor Brandschatzung zu schonen. Da der Markt diese Summe selbst nicht aufbringen konnte, wurde die Summe von Bürgern bezahlt und die Schweden stellten daraufhin einen Accordschein aus, der Tölz vor künftiger Plünderung bewahren sollte, der sich aber rasch als wertlos erwies.[24] Bereits am nächsten Tag erschienen weitere schwedische Truppen mit Geschützen, die erneut 2000 Gulden verlangten. Nach Bitten und Flehen senkten sie zwar ihre Forderung auf 500 Gulden, doch konnten auch diese nicht aufgebracht werden, so dass Schloss und Markt geplündert und verwüstet wurden. Die Schweden beschossen den Markt zudem vom heutigen Kalvarienberg aus und zündeten ihn an drei Stellen an.[25] Auf der Hohenburg in Lenggries war man beschäftigt, sich gegen die Schweden vorzubereiten, als Tölzer eintrafen und um Hilfe beim Kampf gegen das Feuer und die Schweden baten. 200 Mann zogen daraufhin nach Tölz und „schlugen die Schweden todt“. Auf Bitten verblieben die Hohenburger in Tölz, Crivelli sammelte seine Truppen und am 26. Mai wurden die abziehenden Schweden bei Kirchbichl und Dietramszell geschlagen. Die Pestjahre 1633 (27 Erwachsene) und 1634 (von April bis Juni 100 Erwachsene)[26] entvölkerten den Ort jedoch weiter. Die Blütezeit der für ihre Kunstschreiner bekannten Handwerker- und Flößerstadt (Tölzer Kästen) wurde dadurch beendet.

Kupferstich von Tölz von Matthäus Merian (1644)
Kupferstich von Tölz von Michael Wening (1701)

1631 gab es in Tölz bereits 22 Brauereien, mit Absatz bis ins Werdenfelser Land und nach Tirol. Hauptabnehmer wurde die Stadt München (8.730 Eimer Bier im Jahr 1782). Nach der Schlacht am Kahlenberg bat Max Emanuel am 11. Februar 1686 Tölz um 1.000 Gulden für sein Heer, um die Türken aus Ungarn zu drängen. Zudem forderte er 90 Tölzer für seine Streitkraft an. [27] Auf mit Vorräten beladenen Floßen begaben sich die Tölzer im April 1686 auf Isar und Donau zum Lager der bayerischen Hilfsarmee vor Ofen und am 2. September wurde die Stadt von den Türken befreit. Noch 1751 waren die Nachfahren von in Ungarn verbliebenen Tölzern nachweisbar. [28]

Während des Spanischen Erbfolgekrieges, in dem die Österreicher Bayern besetzten, stand Tölz im Mittelpunkt des Aufstandes der Oberländer Bauern. Der Kriegskommissär Matthias Ägidius Fuchs konnte den Tölzer Pflegskommissär Joseph Ferdinand Dänkel für seine Pläne gewinnen. Dieser befahl den Bürgermeistern, darunter Hans Christoph Kyrein, das Aufstellen von Truppen. Das Standquartier der Aufständischen befand sich dabei im Höckhenhaus, dem Geburtshaus des Weinwirtes Johann Jäger. Diese drei bewegten die Einheimischen zum Aufstand, wobei sie auch Drohungen nutzten. [29] Auch versprochene 8.000 Gewehre aus der Lenggrieser Hohenburg erwiesen sich dabei als Lüge. Am 17. Dezember 1705 gründete sich die „Kurbayerische Landesdefension des Oberlandes“ und das Tölzer Patent rief daraufhin alle Landespatrioten zum Widerstand auf.[30] In der Sendlinger Mordweihnacht fand diese Erhebung ihr tragisches Ende. Laut Johann Nepomuk Sepp zogen 2.769 Oberländer über Schäftlarn nach Sendling, wobei rund 500 aus Tölz und Umgebung stammten. [31]

Am 19. März 1742 fielen unter Franz von der Trenck Truppen der Panduren und Tollpatschen infolge des Österreichischen Erbfolgekrieges in Tölz ein. Durch Friedrich Nockher, dem Stifter des Kalvarienberges, der aus eigener Tasche mehrere hundert Gulden an die Panduren bezahlte, konnte die Brandschatzung des Ortes abgewendet werden. Beim Abzug einer Abteilung Panduren am 12. April wurden diese von Isarwinkler Bauern angegriffen und Trencks Adjutant Christian Gondola bei Kirchbichl vom Gaißacher Bacherbauer Joseph Heimkreiter getötet. Weitere fünf Panduren fanden bei diesem Angriff den Tod, während man Trencks Gesellschaftsdame verschonte. Gondolas Säbel und seine ledernen, silberbestickten Handschuhe befinden sich heute im Tölzer Stadtmuseum.[32] Dieser Angriff hatte jedoch Konsequenzen. Am 22. Mai erreichte Trenck mit Tollpatschen Gaißach und forderte die Auslieferung des Bacherbauern. Da dies zunächst verweigert wurde, ließ Trenck 22 Anwesen in Brand stecken und zehn Gaißacher töten. Daran erinnert heute die „Kapelle zum abgebrannten Kreuz“.[33] Nach Androhung weiterer Repressalien wurde Heimkreiter schließlich ausgeliefert und am 7. Juni in München zu Tode geprügelt. Eine Plünderung von Tölz konnte erneut Friedrich Nockher abwenden, der am 26. Mai abermals 4000 Gulden Blutgeld bezahlte. Ein Student aus Lenggries sandte als Provokation darauf einige Pfennige an Trenck, worauf dieser in Lenggries drei Höfe niederbrennen ließ. Einheimische Bauern vertrieben daraufhin die Panduren, aber eine Festnahme Trencks misslang. 1743 quartierten sich österreichische Truppen in Tölz ein.

Ab 1750 erlebten Flößerei und Holzhandwerk eine erneute Blütezeit. Dabei wurden Holz, Kalk und Möbel aus dem Isarwinkel auf der Isar und Donau bis nach München, Wien und Budapest transportiert. Infolge eines schweren Unwetters stürzten 1770 weite Teile des Fürstlichen Schlosses ein. Das Schloss war ein Ausbau der letzten Burg. Es wurde daraufhin abgetragen, die Steine auf der Isar nach München transportiert und dort in der Residenz verbaut. Das Schloss befand sich an der Stelle des heutigen Schlossplatzes, Bürgergartens und des Neuen Rathauses.

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kupferstich von Tölz von Johann Nepomuk Maag (1797)

Unter Jean-Victor Moreau durchzogen 1796 französische Truppen den Markt. Um den Ort bei Moreaus Rückzug zu sichern, übernahm Albert von Pappenheim die Verteidigung des Marktes, jedoch kamen zunächst keine Franzosen mehr nach Tölz. Dies geschah erst am 16. Juli 1800, einen Tag nach dem Waffenstillstand von Parsdorf, als 20 Husaren Tölz erreichten.[34] 1808 erhielt Tölz die Municipalverfassung. 1809 waren die Tölzer Schützen beim Kampf gegen die Tiroler beteiligt, Tölzer Landwehr verteidigte Lenggries am 17. Juli gegen einen Tiroler Einfall.

1861 entstand auf dem Griesfeld das schlossartige Städtische Krankenhaus, das das damalige Krankenhaus am Krottenbach von 1822 ablöste. Es wurde 1889 erweitert und blieb das Städtische Krankenhaus, bis es 1990 seinerseits von einem großen, modernen Bau im Badeteil abgelöst wurde (heutige Asklepios Stadtklinik).

Im Jahre 1846 entdeckte der Drechslersohn Kaspar Riesch am Sauersberg Deutschlands stärkste Jodquellen. Als Jäger beobachtete er, wie sich angeschossenes Wild an bestimmten Quellen aufhielt.[35] Eine Flasche dieses Quellwassers trug er zum Tölzer Arzt Dr. Betz. Bald darauf bestätigte Dr. Otto Sendtner aus München diese Entdeckung. Karl Raphael Herder und Dr. Gustav Höfler gründeten darauf 1856 das westlich der Isar gelegene Krankenheil Tölz, als Jodschwefelquellen- und Jodsodamineralbad.[36][37] Ein Aufschwung dieses Ortsteils durch den aufkommenden Kur- und Badebetrieb setzte ein. Zwischen 1856 und 1900 wurden weitere Quellen entdeckt.

Bahnhof Bad Tölz

Ab 1867 verlangte das „Eisenbahn-Comité in Tölz“ eine eigene „Holz- und Kohlenbahnlinie“. 1869 begann die Vermessung der Strecke und drei Jahre später wurde der erste Bauabschnitt vollendet. [38] 1874 wurde die Bahnstrecke Holzkirchen–Tölz als Vicinalbahn eröffnet. Das erste Bahnhofsgebäude, komplett aus rotem Backstein, entstand im selben Jahr. Nach dem Weiterbau der Strecke nach Lenggries 1924 wurde zeitgleich im Südosten der Stadt ein neuer, größerer Bahnhof errichtet. Architekt war der Münchener Georg Buchner. Die alten Bahnanlagen wurden daraufhin aufgegeben. An ihrer Stelle befindet sich heute die Fach- und Berufsoberschule und im weiteren Verlauf die Eisenburger Straße.

Krankenheil um 1900
Bad Tölz um 1900

Am 22. Juni 1899 wurde dem Ort der Titel „Bad“ verliehen,[39] die Ortsbezeichnung „Krankenheil“ verschwand.[40] Der Münchner Architekturprofessor Gabriel von Seidl belebte ab 1903 das verfallene[40] Stadtbild von Tölz durch neue Bauten im Heimatschutzstil. Durch ihn entstanden neue Gebäude, Fassadenmalereien und große Umgestaltungen, die das Bild der Stadt bis heute prägen. Einen bedeutenden Anteil an der positiven Entwicklung von Tölz trug Markt- und später Stadtbaumeister Peter Freisl (1874–1945), der zwischen 1901 und 1937 dringend notwendige bauliche Maßnahmen verwirklichte, die Tölz von einem ländlichen Marktflecken zu einem modernen Badeort machten.[41] Bereits Ende des 19. Jahrhunderts prangerte er Verfall und marode Zustände an, auch bei öffentlichen Gebäuden. Obwohl Wirtschaftszweige wie Flößerei, Brauerei, Kalk- und Kohlebrennerei oder der Handel mit der berühmten Kistlerware noch ertragreich waren, beklagte er das „Fehlen einer Perspektive für die künftige Entwicklung“.[42] Denn die Umstände zur Jahrhundertwende änderten sich dramatisch. Durch den Ausbau des Eisenbahnnetzes verlor die Flößerei an Bedeutung, die Tölzer Brauereien wurden weniger. Das Königreich Bayern begann sich vom Agrar- zum Industriestaat zu entwickeln. An Hauptstrecken der Bahn gelegene Orte wie Rosenheim gewannen an Bedeutung und überflügelten kleinere Märkte wie Tölz.[43] Magistratsbeschlüsse, wie die Auflösung der lateinischen Schule störten ebenfalls die Entwicklung von Tölz. Da also viele traditionelle Standbeine Ende des 19. Jahrhunderts wegbrachen, sollte der Badebetrieb mit seinem Potential stärker genutzt werden. Dessen Anfänge sieht Freisl rückblickend in seiner „Tölzer Baugeschichte“ sehr kritisch. Stützen konnte er sich allerdings auf den 1888 gegründeten „Ortsverschönerungs, Kur- und Fremdenverkehrsverein“. Prägend waren so die von Freisl initiierten Neubauten und Umgestaltungen, Grundstücksankäufe, die Verbesserung der Hygiene, etwa durch den Bau des Waldfriedhofes und dem Verdrängen von Schlachthöfen aus dem Ortsinneren, der Neu- und Ausbau von Schulen, sowie die Verbesserung der Infrastruktur (neue Straßenzüge, Isarbrücke, Bahnhof).[44]

Bereits 1888 war Tölz an das Stromnetz angeschlossen und drei Elektrizitätswerke beleuchteten, neben privaten und öffentlichen Gebäuden, auch Straßenzüge. Ab 1. Juni 1905 nahm die erste Kraftpostlinie Deutschlands ihren ständigen Betrieb zwischen Bad Tölz und Lenggries auf. Eine weitere positive Entwicklung erlaubte es Prinzregent Luitpold, am 14. Oktober 1906 dem Markt Bad Tölz das Stadtrecht zu verleihen. Im selben Jahr wurde Franz Edler von Koch Direktor der „Krankenheiler Jodquellen A.G.“

Nach dem Ersten Weltkrieg, in dem Tölz 150 Gefallene und Vermisste, bei rund 6.000 Einwohnern zu beklagen hatte, setzte ein erneuter Aufschwung des Tourismus und Kurbetriebes ein. Besuchten Tölz im Jahr 1919 4.418 Kurgäste und 7.118 Ausflügler, bei 162.077 Übernachtungen, steigerte sich dies bis 1928 auf 12.714 Kurgäste und 10.341 Ausflügler bei 315.796 Übernachtungen.[45] Aufgrund der hohen Anzahl norddeutscher Gäste wurde bereits 1879/80 die Johanneskirche erbaut, die erste evangelische Kirche des Oberlandes, für deren Bau Kaiser Wilhelm 1.000 Reichsmark spendete.[46]

Nach dem Bau des Walchenseekraftwerkes 1924 führte die Isar kaum noch genug Wasser zur Flößerei. Durch den Bau des Sylvensteinspeichers in den Jahren von 1954 bis 1959 wurde der Fluss weiter gezähmt. 1928 wurde der EC Bad Tölz gegründet, der sich später zu einem der traditions- und erfolgreichsten bayerischen Eishockeyvereine entwickelte und damit der Grundstein gelegt, Tölz den Ruf einer „Eishockeystadt“ zu geben. 1934 entstand das Natureisstadion, das 1952 zum Kunsteisstadion umgebaut wurde.

SS-Junkerschule in Bad Tölz im Jahr 1942

Im Dritten Reich nahmen 1934 die erste der SS-Junkerschulen, sowie eine NS-Beamtenschule in Bad Tölz den Lehrgangsbetrieb auf.[47] Der Bau der Junkerschule war ursprünglich auf einer Anhöhe Richtung Wackersberg geplant, allerdings hätte dies wohl das Ende des Kurbetriebes bedeutet. Von Adolf Hitler sind zwei Besuche in Tölz belegt, zuletzt 1932. Mitte 1940 wurde in Bad Tölz ein Außenlager des KZ Dachau errichtet. 1940/41 wurde in Bad Tölz und Umgebung aus Einheimischen die 97. Jäger-Division „Spielhahnjäger“ aufgestellt. Diese kam im Russlandfeldzug, in Polen, der Ukraine und im Kaukasus zum Einsatz und wurde bei Kriegsende 1945 in der Tschechoslowakei aufgelöst. Es hält sich hartnäckig folgende -von alliierter Seite nicht belegbare- Legende: Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges stand Tölz unmittelbar vor einer Bombardierung durch die Alliierten, vor allem aufgrund der im Ort ansässigen SS-Junkerschule. Doch aufgrund der dichten Wolkendecke und des starken Schneefalls mussten die alliierten Bomber 3 km vor dem Ort wieder abdrehen. Dieses Ereignis, das manche Einheimische noch heute als „Wunder von Tölz“ bezeichnen, führte dazu, dass der riesige Reichsadler, der ein Hakenkreuz in den Krallen hielt und seit 1934 an der Isarbrücke stand, nach dem Krieg eingeschmolzen und zum Dank in eine Marienstatue gegossen wurde, die heute den Brunnen in der unteren Marktstraße ziert.[48]

Am 27. März 1945 wurde in Bad Tölz noch die 38. SS-Grenadier-Division „Nibelungen“ aufgestellt, überwiegend aus Angehörigen der Junkerschule und der Hitlerjugend. Bis in die letzten Kriegstage lieferte sich in Bad Tölz und Umgebung die SS-Division „Götz von Berlichingen“ Gefechte mit den anrückenden US-amerikanischen Streitkräften. Dabei wurden die Isarbrücke bei einem deutschen Sprengversuch und Teile der unteren Marktstraße durch amerikanischen Artilleriebeschuss stark beschädigt. Am 1. Mai 1945 besetzten US-Amerikaner die Stadt.[49] Von 1.300 Einberufenen hatte Tölz im Zweiten Weltkrieg 361 Gefallene und 92 Vermisste zu beklagen. [50]

Isarbrücke und Kalvarienberg

Nach Kriegsende wurde die SS-Junkerschule von den US-amerikanischen Streitkräften übernommen. Der US-General George S. Patton übernahm nach dem Krieg das Amt des Militärgouverneurs von Bayern und regierte vorübergehend von Bad Tölz aus. Zum Gedenken an einen gefallenen Freund taufte er die Junkerschule in „Flint-Kaserne“ um. Bis zum Abzug 1991 war die Flint-Kaserne, neben einer Ingenieursschule, auch europäischer Stützpunkt der Special Forces, vulgo Green Berets. Über dem Haupteingang prangte der Schriftzug „Cleanest American Camp In Europe“. Die Kaserne existiert in ihrer ursprünglichen Architektur heute nicht mehr, da die Gebäude nur teilweise erhalten geblieben sind. Die Sporteinrichtungen, darunter ein Fußballstadion und ein Gebäude, das als Turnhalle, für Boxen und Ballspiele genutzt und auch mit einer Sauna und einem geheizten Pool ausgestattet wurden, das Kino und der Torbogen über dem Haupteingang existieren nicht mehr. Dennoch ist das Äußere und der Grundriss der ehemaligen Kaserne noch weitgehend erkennbar. Allerdings, sind die Gebäude im Inneren komplett umgebaut, da die Stadt ab Ende der 1990er Jahre mit einer großangelegten Umgestaltung begann. Dort finden sich heute unter dem Namen „Flint-Center“ diverse Ämter, Geschäfte und Gaststätten, die Polizeiinspektion und im Hof der ehemaligen Kaserne die architektonisch reizvolle „Schnecke“ (deren Baukosten vom Bund der Steuerzahler moniert wurden).

Bad Tölz und die Isar vom Kalvarienberg aus gesehen, gestaltet von Helmuth Ellgaard 1951. Er hatte sein Atelier an der Marktstraße von 1949 bis 1953.

Im Jahr 1956 wurde der Tölzer Knabenchor in der Stadt gegründet. 1969 wurde Bad Tölz als Heilklimatischer Kurort und 2006 als Moorheilbad anerkannt. Mit dem Alpamare eröffnete 1970 in Tölz Europas erstes rein privat finanziertes und betriebenes Erlebnisbad. Mit seinen zahlreichen Attraktionen wurde das Alpamare überregional bekannt und mehrfach ausgezeichnet, am 30. August 2015 wurde der Betrieb jedoch wegen mangelnder Rentabilität nach 45 Betriebsjahren eingestellt, nachdem das angeschlossene, traditionsreiche Hotel „Jodquellenhof“ bereits einige Monate zuvor in seinem 125. Betriebsjahr schließen musste. Die 1996 bis 2009 gesendete Fernsehserie Der Bulle von Tölz machte die Stadt vor allem außerhalb Bayerns sehr populär und beliebt. 2005 wurde das neue Eisstadion, die moderne Hacker-Pschorr-Arena (mit zwei Eisflächen) eröffnet. Dieses löste das alte Peter-Freisl-Stadion, den sogenannten Wellblechpalast, ab und dient auch als Austragungsort von Veranstaltungen wie Konzerten und Messen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1800 1840 1875 1887 1914 1933 1945 1978 2010 2014
Einwohner 1.859 2.500 3.500 4.000 6.000 7.327 12.000 13.000 17.650 18.185

Ende 1945 mit einer hohen Zahl von Vertriebenen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2014
 %
40
30
20
10
0
39,1 %
30,9 %
17,2 %
12,8 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
   2
   0
  -2
  -4
± 0,0 %p
+0,3 %p
+1,7 %p
-2,0 %p
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Der Stadtrat der Stadt Bad Tölz besteht aus 24 Stadträten.

Partei Wahl 2014[51] Wahl 2008[52] Wahl 2002[53]
Stadträte Stimmen Stadträte Stimmen Stadträte Stimmen
CSU 9 39,1 % 10 39,1 % 10 41,4 %
FWG 8 30,9 % 7 30,6 % 8 31,9 %
GRÜNE 4 17,2 % 4 15,5 % 2 9,3 %
SPD 3 12,8 % 3 14,8 % 4 17,4 %
Wahlbeteiligung 43,5 % 45,4 % 48,9 %

Aus ihren Reihen wurde Andreas Wiedemann (FWG) zum 2. Bürgermeister und Christof Botzenhart (CSU) zum 3. Bürgermeister gewählt.

Erster Bürgermeister ist Josef Janker (CSU).

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Tölz unterhält nachfolgende Städtepartnerschaften:

Religionsgemeinschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeindegebiet von Bad Tölz gehören rund 10.700 Einwohner der römisch-katholischen Kirche an. Der Pfarrverband von Bad Tölz besteht aus den Pfarrgemeinden Maria Himmelfahrt Bad Tölz, Hl. Familie Bad Tölz und St. Martin Ellbach. Darüber hinaus ist die Pfarrei St. Nikolaus der Gemeinde Wackersberg dem Pfarrverband angeschlossen. Der Pfarrverband befindet sich in der Erzdiözese München und Freising (Region Süd).

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Bad Tölz stellt die zweitgrößte Glaubensgemeinschaft in Bad Tölz. Sie gehört neben elf weiteren Gemeinden dem evangelisch-lutherischen Dekanat Bad Tölz (ca. 35.000 Mitglieder) an.

Andere christliche Konfessionen sind durch die altkatholische Teilgemeinde Bad Tölz (Pfarrei München), die Freie Christengemeinde Bad Tölz und die Neuapostolische Kirche vertreten. Die islamische Gemeinde, die Zeugen Jehovas, sowie eine buddhistische Gruppe[54] stellen weitere Religionsgemeinschaften in Bad Tölz dar.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Bad Tölz führen die Bundesstraße 13 von Würzburg zum Sylvensteinspeicher und die Bundesstraße 472, ein Teil der Deutschen Alpenstraße, von Marktoberdorf nach Irschenberg.

Eine 2,5 km lange Nordumfahrung für die überlasteten Bundesstraßen 472 und 13 ist als vordringlicher Bedarf im Bundeswegeplan enthalten. Die Baukosten werden auf 8,5 Mio. Euro projektiert.[55]

Bahnverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Tölz liegt an der eingleisigen Bahnstrecke Holzkirchen–Lenggries. Der Bahnhof Bad Tölz wird im Stundentakt durch die Züge der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) von München Hauptbahnhof nach Lenggries bedient. In der Hauptverkehrszeit wird durch zusätzliche Verstärkerzüge ein Halbstundentakt angeboten.

Busverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es halten folgende Regional- und Stadtbuslinien des Oberbayernbus und des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes (MVV) am Bahnhof oder am Zentralen Omnibus-Bahnhof (ZOB).[56][57]

Linie Bezeichnung Verlauf
377 MVV / Oberbayernbus WolfratshausenEglingAscholdingBad Tölz
379 MVV / Oberbayernbus Wolfratshausen – Geretsried (– Königsdorf) – Bad Tölz
9553 Oberbayernbus HolzkirchenSachsenkamSchaftlachWaakirchenReichersbeuernBad TölzObergriesLenggries
9557 Oberbayernbus Bad Tölz – Reichersbeuern – Waakirchen – GmundBad Wiessee – Weißach – Rottach-EgernTegernsee
9564 Oberbayernbus Bad TölzArzbach – Lenggries
9565 Oberbayernbus / Stadtbus 2 Bad Tölz Bahnhof – Flinthöhe – Lettenholzsiedl – Karwendelsiedlung – Bad Tölz ZOB
9568 Oberbayernbus Holzkirchen – OtterfingDietramszellBad Tölz
9570 Oberbayernbus / Stadtbus 1 Bad Tölz BahnhofBad Tölz ZOB / Altstadt – Kurviertel – Oberfischbach
9575 Oberbayernbus / Stadtbus 3 Bad Tölz Bahnhof – Altstadt – Friedhof – Gewerbegebiet Farchet
9593 Oberbayernbus HolzkirchenSachsenkamSchaftlachWaakirchenReichersbeuernBad TölzObergriesLenggries
9612 Oberbayernbus KochelBenediktbeuern – Bad Heilbrunn – Bad Tölz

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marktstraße

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Bildungszentrum des südlichen Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen verfügt die Stadt über eine große Schuldichte. Hierzu gehören neben drei Grundschulen, eine Hauptschule, eine Realschule und das Gabriel-von-Seidl-Gymnasium. Hinzu kommen eine Schule für Lernbehinderte sowie eine Schule für geistig Behinderte. Ebenfalls in Tölz ansässig sind das Berufsbildungszentrum für Maurer und Zimmerer, die Staatliche Berufsschule sowie eine Fachoberschule und eine Berufsoberschule.

Zudem bietet die Fachhochschule für angewandtes Management auf ihrem Campus Bad Tölz verschiedene Studiengänge an.

Ämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der bayerischen Kreisreform des Jahres 1972 konzentrieren sich die Ämter des Landkreises in den Städten Bad Tölz und Wolfratshausen. Die Hauptstellen des Landratsamtes und des Forstamtes befinden sich in Bad Tölz. Vom Finanzamt und Vermessungsamt sind Außenstellen in der Stadt angesiedelt.

Freizeit und Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Bad Tölz ist für ihren hohen Freizeitwert bekannt. Nach der Schließung des Erlebnisbad Alpamare verfügt die Stadt noch über ein Hallen- und Naturfreibad. In der näheren Umgebung befinden sich mehrere Golfplätze sowie Klettermöglichkeiten. Das DAV-Kletterzentrum Oberbayern Süd befindet sich in Bad Tölz. Die Stadt liegt am Knotenpunkt mehrerer Radwanderwege. Hierzu gehören die Via Bavarica Tyrolensis, der Isarradweg sowie der Bodensee-Königssee-Radweg. Ein sportliches Aushängeschild der Stadt ist der Eishockeysport und die hier beheimateten Tölzer Löwen. In der für Heimspiele genutzten Hacker-Pschorr Arena finden 4.300 Personen Platz.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bad Tölz im Sommer 2003
Untere Marktstraße

Die Marktstraße bildet ein spätmittelalterliches und barockes Ensemble mit breitgelagerten und mit Fassadenmalereien (Lüftlmalerei) geschmückten Häusern der Tölzer Kaufleutefamilien und Patrizier. Hervorzuheben sind dabei der Khanturm von 1353,[58] die alte Posthalterei von 1600, das Sporerhaus, das Moralthaus und das Alte Rathaus mit dem Zwiebelturm aus dem 15. Jahrhundert, das ehemalige Mädchenschulhaus (1843 bis 1982) von 1588, das Marienstift, das Höckhenhaus und das Pflegerhaus Kaspar Winzerers des II. von 1485. Im Keller des heutigen Metzgerbräus unterhalb der Stadtpfarrkirche sind spätgotische Gewölbeüberreste der ersten Tölzer Burg erhalten. Das Tölzer Schloss stand, bis es 1770 wegen eines Unwetters zu weiten Teilen einstürzte, an der Stelle des heutigen Schlossplatzes und des neuen Rathauses, das 1772 erbaut wurde und ab 1779 als Sitz des Landrichters diente.

An ihrem oberen östlichen Ende befindet sich das 1887 errichtete Denkmal für Kaspar Winzerer III, genannt der „Goldene Ritter“. Er war Landpfleger in Tölz. Das Denkmal dient zugleich dem Andenken der sechs gefallenen Tölzer des Deutsch-Französischen Krieges. Ebenfalls am Beginn der Marktstraße befindet sich im prunkvollen Heimat- und Bürgerhaus von 1602 das Stadtmuseum. Dieses Heimat- und Bürgerhaus dient auch als Kulisse für das Polizeipräsidium der Fernsehserie „Der Bulle von Tölz“.

Fassade des Marienstifts

Weiter hinab in Richtung Isar liegt die spätmittelalterliche Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt, das älteste bestehende Bauwerk des Isarwinkels (erbaut ab 1460), die 1875 bis 1877 den neugotischen Turm erhielt und deren Ausstattung teilweise aus dem 19. Jahrhundert stammt. Die Stadt im Norden überblickend liegt der Kalvarienberg mit der Heilig-Kreuz-Kirche, einer Doppelkirchen-Anlage des 18. Jahrhunderts (erbaut ab 1723), der Heiligen Stiege (Nachbildung der Scala Santa in Rom) und der Leonhardikapelle. Die Kapelle wurde 1718 zu Ehren des Heiligen Leonhard und der Gefallenen des Bauernaufstandes von 1705 errichtet. Zudem ist sie Ziel der alljährlich seit 1856 am 6. November stattfindenden Leonhardifahrt, mit mehr als 80 Wagen und jährlich rund 25.000 Besuchern, die größte ihrer Art. Dort verläuft ebenfalls einen Kreuzweg, der wie die Kalvarienbergkirche vom Salzbeamten Nockher gestiftet wurde. Auf diesem Kalvarienberg befand sich im Mittelalter und der frühen Neuzeit auch eine der beiden Hinrichtungsstätten in Tölz, woran der Name Galgenleite erinnert.

Vom Kalvarienberg bietet sich ein Panoramablick über den Isarwinkel, bis in das Karwendelgebirge. Östlich der Marktstraße befindet sich die Filialkirche Maria Hilf (Mühlfeldkirche, erbaut ab 1735) mit einem Fresko der Tölzer Pestprozession von Matthäus Günther im Altarraum und einem Doppelzwiebelturm. Im Badeteil der Stadt, westlich der Isar, liegen der Kurpark, der Streidlpark und der Rosengarten. Ebenso befindet sich dort die Franziskanerkirche. Dessen Bau veranlasste Maximilian I. 1624, der Franziskaner aus Mailand nach Tölz schickte, um dort ein Kloster zu errichten. [59] Ebenfalls am linken Isarufer liegt die evangelische Johanneskirche (erbaut 1879/80), mit einem Deckengemälde von Hubert Distler von 1970 und einem Altarbild von Lovis Corinth von 1898.

Auf einer Anhöhe über der Stadt, Richtung Wackersberg, steht das Ehrenmal der Spielhahnjägerdivision. Dieses Denkmal wurde dort 1957 errichtet und dient zum Gedenken an mehr als 10.000 im Zweiten Weltkrieg gefallene Spielhahnjäger. Zuvor stand an dieser Stelle ein Pavillon (genannt Belvedére), der 1848 von Studenten und dem Freikorps Tölz zu Ehren von Reichsverweser Johann von Österreich errichtet wurde.[60]

Marktstraße
Wandelhalle

Als Bindeglied zwischen der Tölzer Altstadt und dem Badeteil dient die Isarbrücke. Diese wurde im Laufe der Jahrhunderte häufig erneuert und umgestaltet. Die letzte Holzbrücke wurde 1881 durch eine eiserne ersetzt. Dieser folgte 1934 eine Stahlbetonbrücke, deren Achse erstmals zur Marktstraße ausgerichtet war. Die heutige Isarbrücke wurde 1969 errichtet.

Sehenswert sind im Badeteil zudem das Flößerdenkmal und die 1929–1930 von Heinz Moll neu errichtete Wandelhalle, die größte Europas (110 m lang). Die Wandelhalle hat sich seit dem Ende der Kur zu einem Anziehungspunkt für Künstler und Kuratoren entwickelt, die hier Ausstellungen und interdisziplinäre Kulturprojekte realisieren.

Das Kurhaus wurde nach dem Entwurf von Gabriel von Seidl erbaut, der 1913 verstarb, so dass sein Bruder Emanuel von Seidl die Arbeit bis zur Fertigstellung übernahm.

Stiege in der Kalvarienbergkirche

Nahe dem Isarufer beim Jägerwirt befindet sich der letzte verbliebene historische Kalkofen, sowie der 1906 eingeweihte Waldfriedhof (nachdem die alten Friedhöfe um den Tölzer Kirchen aus hygienischen und Platzgründen nach und nach aufgelöst wurden). Etwas im Schatten der Marktstraße liegt das Gries mit seinen engen verwinkelten mittelalterlichen Gassen und Plätzen und zahlreichen Brunnen. Dieser Stadtteil, der älteste von Tölz, diente einst als Wohn- und Herbergsort der Handwerker (vor allem Flößer, Kalkbrenner, Siebmacher, Fischer, Köhler und Tischler). Weil sich viele der armen Handwerker damals kein eigenes Haus leisten konnten, besaßen oder mieteten diese oft nur ein Stockwerk. Davon zeugen an vielen Häusern im Gries die Holztreppen an der Außenwand.

Da Tölz im Laufe seiner Geschichte mehrmals von verheerenden Großbränden heimgesucht wurde, wurde zu Ehren des Heiligen Florian der Floriansbrunnen am Fritzplatz erbaut. Um das Finanzamt zu verspotten, wurde dessen bunte Holzskulptur mit entblößtem Hintern dargestellt.

Skulptur des Heiligen Florian mit entblößtem Hintern

Einst war Tölz mit seinen zeitweise 22 Brauereien bekannt für sein Bier und Hauptlieferant für München, wobei auch das Oktoberfest beliefert wurde, wo sich eigene Tölzer Bierstuben befanden. Der Vorteil der Region waren die kühlen Lagerkeller, isoliert und in Flussnähe. Tölz wurde auf Tuff erbaut, München hingegen auf Kies. Mit der Erfindung der ersten Kompressionskältemaschine durch Carl von Linde 1873 war dieser Vorteil verloren und andernorts neu entstandene Brauereien minderten den Absatz merklich, und so begann der Abstieg. Zeitweilig gab es in Tölz keine Brauerei mehr. Die letzte historische Brauerei, die Grünerbrauerei (gegründet im Jahr 1603) schloss 2005 ihre Pforten und wurde zu einem Wohnhaus umgebaut. Zahlreiche Gebäude- und Gassennamen erinnern an die Brauereigeschichte. 2008 gründete ein ehemaliger Brauer des Klosters Reutberg eine neue Brauerei unter dem Namen Mühlfeldbräu unweit der ehemaligen Grünerbrauerei.[61] Dieser folgte Ende 2015 das Binderbräu im Badeteil. [62]

Weitere Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadt finden sich mehrere Bibliotheken. Hierzu gehören die Stadtbibliothek und das Stadtarchiv, die Kurbibliothek im Badeteil sowie die Pfarrbücherei. Im Kulturhaus Alte Madlschule und im Kunstturm und Kunstpark am Flint-Center finden Ausstellungen sowie Lesungen statt.

Das Tölzer Marionettentheater am Schlossplatz besteht seit 1908 und ist damit eines der traditionsreichsten Figurentheater in Deutschland. Gegründet wurde es vom Apotheker Georg Pacher, dessen Großvater bereits ab 1850 ein Wandertheater betrieb. [63] 2013 wurde dem Marionettentheater das einzige Zeiss-Planetarium im südbayerischen Raum angegliedert.

Seit 2009 befindet sich in Bad Tölz das Simulationszentrum für die Berg- und Luftrettung der Bergwacht Bayern. Die weltweit erste derartige Simulationsanlage bietet den Vorteil, dass weitgehend auf Schulungen an echten Hubschraubern verzichtet werden kann.[64][65]

Heilig-Kreuz-Kirche auf dem Kalvarienberg

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Bad Tölz finden regelmäßig Veranstaltungen statt, die einen überregionalen Charakter besitzen. Hierzu gehören die bekannte Leonhardifahrt, der Christkindlmarkt sowie die Tölzer Rosentage.

Die Villa Mann

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Winzerer-III-Standbild, modelliert von F. Schwarzgruber, gegossen von Ferdinand von Miller

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Nockher (1669–1754), Salzbeamter und Stifter der Kalvarienbergkirche
  • Franz Hanfstaengl (1804–1877), Maler, Lithograf und Fotograf
  • August Moralt (1811–1886), Tischlermeister
  • Anton Krettner (1849–1899), Komponist und Bürgermeister
  • Thomas Mann (1875–1955), Schriftsteller, besaß hier von 1906 bis 1917 eine Sommervilla, die heutige Villa Mann; ein Jahr vor Ende des Ersten Weltkrieges veräußerte er sie gegen eine Kriegsanleihe
  • Erika Mann und Klaus Mann, Schriftsteller und Schauspieler, verlebten in der elterlichen Villa Jugendjahre
  • Sigmund Egenberger (1875–1965), Architekt, Beauftragter für den Naturschutz und Ehrenmitglied des historischen Vereins
  • Rupert Egenberger (1877–1959), Begründer des Sonderschulwesens in Bayern; verstorben in Bad Tölz
  • Hans von Hentig (1887–1974), Kriminologe
  • Grethe Weiser (1903–1970), Schauspielerin, starb nach einem Verkehrsunfall im Stadtkrankenhaus Bad Tölz
  • Otto Kraus (Mineraloge) (1905–1984), Mineraloge und Naturschützer, ist hier verstorben
  • Jakob Ostler (1907–1970), Kurat des alten Städtischen Krankenhauses
  • Norbert Schultze (1911–2002), Komponist und Dirigent
  • Marie-Luise Schultze-Jahn (1918–2010), Mitglied der Weißen Rose
  • Gregor Dorfmeister (* 1929) Journalist und Schriftsteller, wuchs in Tölz auf; über seine Zeit in Hitlerjugend und Volkssturm berichtete er im teilweise autobiografischen Buch Die Brücke
  • Gina Ruck-Pauquet (* 1931) poetische Kinderbuchautorin, ließ sich 1958 in Bad Tölz nieder
  • Karl Herder und Max Höfler, Begründer des Kurbades
  • Kristian Schultze (1945–2011), Komponist, Arrangeur, Keyboarder und Musikproduzent, lebt seit 2002 in Bad Tölz
  • Ottfried Fischer (* 1953), Kabarettist und Schauspieler, als Hauptfigur in Der Bulle von Tölz steigerte er mit vielen weiteren Schauspielern die Bekanntheit von Bad Tölz bundesweit und auch international
  • Rupert Berger, Stadtpfarrer (1968–1997), Liturgiewissenschaftler
  • John Friedmann (* 1971), Schauspieler, wuchs in Bad Tölz auf

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christoph Schnitzer: Die NS-Zeit im Altlandkreis Bad Tölz und ihre Folgen. 1. Auflage 1995, 2. Auflage 2001, 3. Auflage 2015. Verlag Tölzer Kurier.
  • Peter Eberts, Bayerische Verlagsanstalt Bamberg, Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen (Hrsg.): Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Bayern von seiner schönsten Seite. Bayerische Verlagsanstalt Bamberg 2014, DNB 1072471353
  • Roland Haderlein, Christoph Schnitzer: Die Tölzer Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt. CS-Verlag, 2011.
  • Peter Blath: Bad Tölz. Alltagsimpressionen. In: Die Reihe Archivbilder. Karl M. Sutton-Verlag, Erfurt 2009, ISBN 3-89702-885-9.
  • Roland Haderlein, Claudia Petzl, Christoph Schnitzer: Bad Tölz. Stadt und Land im Porträt. CS-Verlag, 2006.
  • Christoph Schnitzer: Die Tölzer Leonhardifahrt. CS-Verlag.
  • Maximilian Czysz, Christoph Schnitzer: Mordsgeschichten aus Bad Tölz und dem Isarwinkel. CS-Verlag.
  • Patrick Staar, Kurt Stern: Tölzer Buam. Eishockeygeschichten, Menschen, Emotionen.
  • Walter Frei: Tölz in alten Bildern. 2., erw. Auflage. Mayr, Miesbach 2000.
  • Georg Paula, Angelika Wegener-Hüssen: Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen (= Denkmäler in Bayern. Band I.5). 1. Auflage. Karl M. Lipp-Verlag, 1994, ISBN 9783874905732.
  • Georg Westermayer: Chronik der Burg und des Marktes Tölz. 1. Auflage 1871, 2. Auflage 1895: Verlag Franz Paul Schapperer, Tölz. 3. Auflage 1976: Verlag Günther Aehlig, Bad Tölz, DNB 780193474 (1. Auflage Online).
  • Claus Janßen, Historischer Verein für das bayerische Oberland: Zurück in die Zukunft - Gabriel von Seidl in Tölz, Verlag Stephan Bammer, 2013, ISBN 9783000415708.
  • Stadt Bad Tölz/Gregor Dorfmeister: Bad Tölz, Löbl-Schreyer Verlag, 1988.
  • Gabriele Stangl: Leonhardifahrt in Bad Tölz, Verlag Günther Aehlig, 1977, ISBN 9783922189022.
  • Barbara Schwarz: Der Isarwinkel und Bad Tölz, Volk-Verlag, 2010, ISBN 978-3937200903.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bad Tölz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Bad Tölz – Reiseführer

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Oktober 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 569.
  3. a b c  Walter Frei: Tölz in alten Bildern. 2., erw. Auflage. Mayr, Miesbach 2000, S. 7.
  4. a b  Peter Blath: Bad Tölz. Alltagsimpressionen. In: Die Reihe Archivbilder. Karl M. Sutton-Verlag, Erfurt 2009, ISBN 3-89702-885-9, S. 7.
  5.  Roland Haderlein, Claudia Petzl, Christoph Schnitzer: Bad Tölz. Stadt und Land im Porträt. CS-Verlag, 2006, S. 7.
  6.  Roland Haderlein, Claudia Petzl, Christoph Schnitzer: Bad Tölz. Stadt und Land im Porträt. CS-Verlag, 2006, S. 82.
  7.  Georg Westermayer: Chronik der Burg und des Marktes Tölz. 3. Auflage. Verlag Günther Aehlig, Bad Tölz 1976, S. 11, DNB 780193474.
  8.  Georg Westermayer: Chronik der Burg und des Marktes Tölz. 3. Auflage. Verlag Günther Aehlig, Bad Tölz 1976, S. 254, DNB 780193474.
  9.  Georg Westermayer: Chronik der Burg und des Marktes Tölz. 3. Auflage. Verlag Günther Aehlig, Bad Tölz 1976, S. 13, DNB 780193474.
  10.  Georg Westermayer: Chronik der Burg und des Marktes Tölz. 3. Auflage. Verlag Günther Aehlig, Bad Tölz 1976, S. 18, DNB 780193474.
  11.  Georg Westermayer: Chronik der Burg und des Marktes Tölz. 3. Auflage. Verlag Günther Aehlig, Bad Tölz 1976, S. 44, DNB 780193474.
  12.  Georg Westermayer: Chronik der Burg und des Marktes Tölz. 3. Auflage. Verlag Günther Aehlig, Bad Tölz 1976, S. 46, DNB 780193474.
  13. Isarkiesel; Nummer 2; Isarkiesel-Verlag; 1998; Seite 11; Die Tölzer Burgen
  14.  Georg Westermayer: Chronik der Burg und des Marktes Tölz. 3. Auflage. Verlag Günther Aehlig, Bad Tölz 1976, S. 89, DNB 780193474.
  15.  Peter Blath: Bad Tölz. Alltagsimpressionen. In: Die Reihe Archivbilder. Karl M. Sutton-Verlag, Erfurt 2009, ISBN 3-89702-885-9, S. 8.
  16. a b c  Georg Paula, Angelika Wegener-Hüssen: Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen (= Denkmäler in Bayern. Band I.5). 1. Auflage. Karl M. Lipp-Verlag, 1994, ISBN 9783874905732, S. 16.
  17.  Walter Frei: Tölz in alten Bildern. 2., erw. Auflage. Mayr, Miesbach 2000, S. 127.
  18.  Georg Westermayer: Chronik der Burg und des Marktes Tölz. 3. Auflage. Verlag Günther Aehlig, Bad Tölz 1976, S. 66, DNB 780193474.
  19. Isarkiesel; Nummer 2; Isarkiesel-Verlag; 1998; Seite 11; Die Tölzer Burgen
  20. Isarkiesel; Nummer 13; Isarkiesel-Verlag; 2002; Seite 23; „Am Wasser hab i G'schäftn g'macht!“ - Eine kleine Geschichte der Flößerei auf der Isar
  21.  Georg Westermayer: Chronik der Burg und des Marktes Tölz. 3. Auflage. Verlag Günther Aehlig, Bad Tölz 1976, S. 111, DNB 780193474.
  22.  Georg Westermayer: Chronik der Burg und des Marktes Tölz. 3. Auflage. Verlag Günther Aehlig, Bad Tölz 1976, S. 95, DNB 780193474.
  23.  Georg Westermayer: Chronik der Burg und des Marktes Tölz. 3. Auflage. Verlag Günther Aehlig, Bad Tölz 1976, S. 160, DNB 780193474.
  24. a b  Georg Westermayer: Chronik der Burg und des Marktes Tölz. 3. Auflage. Verlag Günther Aehlig, Bad Tölz 1976, S. 161, DNB 780193474.
  25.  Georg Westermayer: Chronik der Burg und des Marktes Tölz. 3. Auflage. Verlag Günther Aehlig, Bad Tölz 1976, S. 162, DNB 780193474.
  26.  Georg Westermayer: Chronik der Burg und des Marktes Tölz. 3. Auflage. Verlag Günther Aehlig, Bad Tölz 1976, S. 165, DNB 780193474.
  27. Die Chronik von Tölz; Verlag Günther Aehlig; Georg Westermayer; 3. Auflage 1976; Seite 169
  28. Die Chronik von Tölz; Verlag Günther Aehlig; Georg Westermayer; 3. Auflage 1976; Seite 170
  29. Isarkiesel; Nummer 6; Isarkiesel-Verlag; 1998; Seite 5; Die Sendlinger Mordweihnacht 1705 - Mythos und Historie
  30.  Georg Paula, Angelika Wegener-Hüssen: Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen (= Denkmäler in Bayern. Band I.5). 1. Auflage. Karl M. Lipp-Verlag, 1994, ISBN 9783874905732, S. 18.
  31. Isarkiesel; Nummer 6; Isarkiesel-Verlag; 1998; Seite 7; Die Sendlinger Mordweihnacht 1705 - Mythos und Historie
  32.  Georg Westermayer: Chronik der Burg und des Marktes Tölz. 3. Auflage. Verlag Günther Aehlig, Bad Tölz 1976, S. 184, DNB 780193474.
  33.  Georg Westermayer: Chronik der Burg und des Marktes Tölz. 3. Auflage. Verlag Günther Aehlig, Bad Tölz 1976, S. 185, DNB 780193474.
  34.  Georg Westermayer: Chronik der Burg und des Marktes Tölz. 3. Auflage. Verlag Günther Aehlig, Bad Tölz 1976, S. 240, DNB 780193474.
  35. Peter Blath: Bad Tölz. Alltagsimpressionen. In: Die Reihe Archivbilder. Karl M. Sutton-Verlag, Erfurt 2009, ISBN 3-89702-885-9, S. 69.
  36.  Walter Frei: Tölz in alten Bildern. 2., erw. Auflage. Mayr, Miesbach 2000, S. 8.
  37. Anton Platiel: Zum 32. Bayerischen Ärztetag in Bad Tölz. In: Bayerisches Ärzteblatt 10/79. 1979, S. 868, abgerufen am 9. Januar 2016 (PDF-Datei; 56,6 MB).
  38. Isarkiesel; Nummer 7; Isarkiesel-Verlag; 1999; Seite 13; Die Tölzer Eisenbahnlinie
  39.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 428.
  40. a b  Walter Frei: Tölz in alten Bildern. 2., erw. Auflage. Mayr, Miesbach 2000, S. 9.
  41. Bad Tölz; Christoph Schnitzer, Roland Haderlein, Claudia Petzl; CS-Verlag; 2006; Seite 97
  42. Zurück in die Zukunft - Gabriel von Seidl in Tölz; Verlag Stephan Bammer; Claus Janßen, Historischer Verein für das bayerische Oberland; 2013; Seite 3
  43. Zurück in die Zukunft - Gabriel von Seidl in Tölz; Verlag Stephan Bammer; Claus Janßen, Historischer Verein für das bayerische Oberland; 2013; Seite 3
  44. Zurück in die Zukunft - Gabriel von Seidl in Tölz; Verlag Stephan Bammer; Claus Janßen, Historischer Verein für das bayerische Oberland; 2013; Seite 9ff.
  45. Peter Blath: Bad Tölz. Alltagsimpressionen. In: Die Reihe Archivbilder. Karl M. Sutton-Verlag, Erfurt 2009, ISBN 3-89702-885-9, S. 13.
  46. Peter Blath: Bad Tölz. Alltagsimpressionen. In: Die Reihe Archivbilder. Karl M. Sutton-Verlag, Erfurt 2009, ISBN 3-89702-885-9, S. 77.
  47.  Christoph Schnitzer: Die NS-Zeit im Altlandkreis Bad Tölz und ihre Folgen. Verlag Tölzer Kurier, 2001, S. 8.
  48.  Christoph Schnitzer: Die NS-Zeit im Altlandkreis Bad Tölz und ihre Folgen. Verlag Tölzer Kurier, 2001, S. 157.
  49.  Christoph Schnitzer: Die NS-Zeit im Altlandkreis Bad Tölz und ihre Folgen. Verlag Tölzer Kurier, 2001, S. 82.
  50. Die NS-Zeit im Altlandkreis Bad Tölz; Tölzer Kurier; Christoph Schnitzer; 2001; Seite 162
  51. Kommunalwahlen in Bayern am 16. März 2014 - Gemeinderatswahlen Oberbayern. In: www.wahlen.bayern.de. Abgerufen am 9. Januar 2016.
  52. Wahl der Gemeinderäte in den kreisangehörigen Gemeinden in Bayern 2008 nach Gemeinden. In: wahlen.bayern.de. Abgerufen am 9. Januar 2016.
  53. Wahl der Gemeinderäte in den kreisangehörigen Gemeinden in Bayern 2002 nach Gemeinden. In: www.wahlen.bayern.de. Abgerufen am 9. Januar 2016.
  54. Buddhistische Zentrum der Diamantwegslinie Bad Tölz. In: buddhismus-bayern.de, abgerufen am 9. Januar 2016.
  55. Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen: Bundesverkehrswegeplan. S. 91, abgerufen am 9. Januar 2016 (PDF-Datei; 101 KB).
  56. RVO GmbH: Liniennetzplan des Oberbayernbus. In: rvo-bus.de, 2003 (PDF-Datei; 679 KB), abgerufen am 9. Januar 2016.
  57. RVO GmbH: Liniennetzplan Bad Tölz. In: rvo-bus.de (PDF-Datei; 60 KB), abgerufen am 9. Januar 2016.
  58. Dieser wurde 1969 aus verkehrstechnischen Gründen abgetragen, anschließend aber in der alten Form, mit verbreiterter Durchfahrt, wieder aufgebaut.
  59. Der Isarwinkel und Bad Tölz; Volk-Verlag; Barbara Schwarz; 2010; Seite 54
  60.  Georg Westermayer: Chronik der Burg und des Marktes Tölz. 3. Auflage. Verlag Günther Aehlig, Bad Tölz 1976, S. 245, DNB 780193474.
  61. Neues Leben für Tölzer Brauereitradition. In: http://www.merkur.de. 1. März 2009, abgerufen am 10. Januar 2016.
  62. Binderbräu: Geschichte(n) vom Bier. In: http://www.merkur.de. 15. Januar 2009, abgerufen am 19. Januar 2016.
  63. Der Isarwinkel und Bad Tölz; Volk-Verlag; Barbara Schwarz; 2010; Seite 54
  64. Simulationszentrum für die Berg- und Luftrettung. In: bergwacht-bayern.de. Bergwacht Bayern, abgerufen am 10. Januar 2016 (PDF; 3,06 MB).
  65. Hubschrauberrettung in der Trainingshalle. Weltweit einmaliges Simulationszentrum für die Berg- und Luftrettung. In: bw-zsa.org. Bergwacht Bayern, abgerufen am 10. Januar 2016 (PDF; 256 KB).