Baden-Baden

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Baden-Baden (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Baden-Baden
Baden-Baden
Deutschlandkarte, Position der Stadt Baden-Baden hervorgehoben
Koordinaten: 48° 46′ N, 8° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Höhe: 161 m ü. NHN
Fläche: 140,21 km²
Einwohner: 54.160 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 386 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 76530, 76532, 76534
Vorwahlen: 07221, 07223
Kfz-Kennzeichen: BAD
Gemeindeschlüssel: 08 2 11 000
Stadtgliederung: 11 Stadtteile[2]
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 2
76530 Baden-Baden
Webpräsenz: www.baden-baden.de
Oberbürgermeisterin: Margret Mergen (CDU)
Lage der Stadt Baden-Baden
in Baden-Württemberg
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Über dieses Bild

Baden-Baden ist der kleinste Stadtkreis Baden-Württembergs und liegt im Westen des Landes. Der Ort ist als Kur- und Bäderstadt sowie als Medien-, Kunst- und internationale Festspielstadt bekannt. Bereits die Römer nutzten die hier am Rand des Schwarzwalds entspringenden heißen Thermalquellen. Im Mittelalter war Baden-Baden Residenzstadt der Markgrafschaft Baden und somit auch namensgebend für das Land Baden. Nach dem katastrophalen Stadtbrand 1689 verlor sie den Status der Residenzstadt an Rastatt. Im 19. Jahrhundert wurde die Bäderstadt wiederentdeckt und entwickelte sich, auch dank der Einnahmen aus der Spielbank, zu einem international bedeutsamen Treffpunkt von Adligen und wohlhabenden Bürgern. Aus dieser Blütezeit im 19. Jahrhundert ist ein reiches, gut erhaltenes materielles und immaterielles Erbe erhalten.

Namensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die römische Siedlung wurde, wie viele Städte mit Heilquellen, Aquae genannt, das lateinische Wort für Quelle oder Bad. Im 3. Jahrhundert trug die Civitas den Ehrentitel Aurelia Aquensis nach Kaiser Caracalla (Marcus Aurelius Severus Antoninus), der die Bäder ausbauen ließ und selbst besucht haben könnte.[3]

Seit dem Mittelalter hieß die Stadt einfach Baden. Der Ortsname ging auch auf die um 1100 errichtete Burg Hohenbaden über, den neuen Herrschaftssitz Hermanns II., ursprünglich Markgraf von Verona. Im Laufe des 12. Jahrhunderts wurde Baden zum Bestandteil seines Titels; es entstand die Markgrafschaft Baden, die vom 16. bis ins 18. Jahrhundert zweigeteilt war und im 19. Jahrhundert zum Großherzogtum aufstieg. So hat der Name des Landes Baden und damit auch der des heutigen Baden-Württemberg einen Ursprung im Namen der Stadt Baden(-Baden).

Zur Unterscheidung von gleichnamigen Städten – Baden in der Schweiz und Baden bei Wien, auch Badenweiler im altbadischen Oberland hieß ursprünglich nur Baden – war oft ein Zusatz notwendig. So nannte man die Stadt auch Niederbaden oder Markgrafen-Baden.[4] Der Name Baden-Baden stand zunächst für die ab 1535 vom protestantischen Gegenstück Baden-Durlach getrennte katholische Markgrafschaft. Nachdem die katholischen Markgrafen im 18. Jahrhundert ihren Sitz nach Rastatt verlegten, wurde Baden bei Rastatt als Bezeichnung der Stadt Baden üblich.[5] Als 1771 die katholische Linie ausstarb und sich die Markgrafschaft Baden – nun mit Karlsruhe als Residenz – wiedervereinigte, trat Rastatt in den Hintergrund. Der Name Baden-Baden ging vom ehemaligen Territorium auf die Stadt Baden über,[6] deren Bedeutung im 19. Jahrhundert wieder gewachsen war. Der Doppelname setzte sich durch, lange bevor er zum 1. September 1931 offiziell wurde.[7]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf Baden-Baden vom Merkur
Baden-Baden und der Merkur vom Kurpark
Rebland: Neuweier und der Yberg

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtkreis Baden-Baden wird umgeben vom Landkreis Rastatt. Baden-Baden liegt am Westrand des nördlichen Schwarzwaldes im Tal der Oos, einem kleinen Fluss, der etwa 13 km weiter bei Rastatt in die Murg mündet. Die östlichen Stadtteile schmiegen sich teilweise in die Hänge des Schwarzwaldes. Höchster Punkt des Stadtgebietes ist mit 1003 m die Badener Höhe. Die westlichen Stadtteile liegen in der Vorbergzone und der Oberrheinischen Tiefebene, wo sich der mit 112 m tiefste Punkt der Gemarkung in der Geggenau im Naturschutzgebiet Rastatter Ried befindet. In der Vorbergzone wird Weinbau betrieben. Das Baden-Badener Rebland gehört zur Weinbauregion Ortenau.

Regionale Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baden-Baden ist mit rund 53.000 Einwohnern die kleinste der insgesamt neun kreisfreien Städte des Landes und bildet ein Mittelzentrum mit Teilfunktionen eines Oberzentrums. Zum Mittelbereich Baden-Baden gehören neben der Stadt Baden-Baden auch die Gemeinden Hügelsheim und Sinzheim, die beide im Landkreis Rastatt liegen. Darüber hinaus bestehen Beziehungen mit dem französischen Nord-Elsass.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Baden-Baden gliedert sich in folgende Stadtteile: Oos, Balg, Weststadt, Innenstadt, Lichtental mit Oberbeuern und Geroldsau, Ebersteinburg, Steinbach, Neuweier, Varnhalt, Haueneberstein und Sandweier.[8]

Außerdem gibt es zahlreiche weitere Wohnplätze oder Wohngebiete mit eigenem Namen, die teilweise sehr verstreut sind: Gaisbach, Gallenbach (Varnhalt), Hungerberg, Malschbach, Mührich, Müllenbach, Schmalbach, Schneckenbach (Neuweier), Seelach, Umweg (Steinbach) und Unterer Plättig.

Die Stadtteile Ebersteinburg, Haueneberstein und Sandweier haben jeweils eine eigene Ortsverwaltung mit einem Ortsvorsteher. Die Stadtteile Steinbach, Neuweier und Varnhalt haben eine gemeinsame Ortsverwaltung (Rebland) ebenfalls mit einem Ortsvorsteher.

Im Stadtkreis Baden-Baden liegen drei unbewohnte Exklaven der Nachbargemeinde Sinzheim, darunter das Klostergut Fremersberg.

Nachbarkommunen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Baden-Baden. Sie werden im Uhrzeigersinn genannt, beginnend im Norden, und gehören alle zum Landkreis Rastatt: Rastatt, Kuppenheim, Gaggenau, Gernsbach, Weisenbach, Forbach, Bühl, Bühlertal, Sinzheim, Hügelsheim und Iffezheim.

Flächenaufteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[9]

Mit 86,34 km² oder 61,6 Prozent der Stadtfläche (Landesdurchschnitt für Baden-Württemberg: 38,3 %) ist ein überdurchschnittlich großer Flächenanteil mit Wald bedeckt. Davon sind ca. 75 km² in kommunalem Besitz,[10] womit der Baden-Badener Stadtwald einer der größten Deutschlands ist.

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bereich zwischen Badener Höhe und Schwarzwaldhochstraße hat Baden-Baden Anteil am Nationalpark Schwarzwald. Sieben Naturschutzgebiete liegen ganz oder teilweise auf der Gemarkung der Stadt. Mehr als 60 Prozent der Gemeindefläche stehen unter Landschaftsschutz. Zu den sechs flächenhaften Naturdenkmalen in Baden-Baden zählen der Geroldsauer Wasserfall und die Wolfsschlucht. Dutzende Einzelbäume in den Gärten, Parks und Wäldern sind als Naturdenkmale geschützt.[11]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Römische Reliefs aus Aquae
Ruine Hohenbaden, das sogenannte Alte Schloss am Hang des Battert
Stadtansicht aus der Topographia Sueviae von Matthäus Merian, 1643
Flaneure vor dem Kurhaus im 19. Jahrhundert

Erste Spuren der Besiedlung des Oostals finden sich aus der Mittelsteinzeit um 8000 bis 4000 v. Chr., Grabfunde in der Rheinebene und im Übergang zum Schwarzwald sind auch für die nachfolgenden Epochen der Stein- und der Bronzezeit belegt. Auf dem Battert finden sich noch Überreste eines vermutlich keltischen Ringwalls. Doch vor allem mit den Römern, die die bis zu 68 Grad Celsius heißen Thermalquellen schätzten, kam Baden-Baden zu seiner Bedeutung. Nach der Besetzung der rechtsrheinischen Gebiete unter Kaiser Vespasian gründeten sie hier um die Mitte der 70er Jahre n. Chr. zunächst ein Kastell. Es lag auf dem „Rettig“-Plateau südlich der heutigen Altstadt bei der Realschule. Im Gebiet der Altstadt entstand eine Siedlung und im Bereich der heutigen Stiftskirche und des Friedrichsbades mehrere Bäder. Aquae entwickelte sich zum Militärkurbad und Verwaltungssitz der Civitas Aquensis.[12] Um 260 n. Chr. eroberten die Alamannen die Gegend. Im 8. Jahrhundert kam das Gebiet unter fränkische Herrschaft.[13]

Graf Hermann II. aus dem Geschlecht der Zähringer erwarb das Gebiet um Baden-Baden Anfang des 12. Jahrhunderts und nannte sich Markgraf von Baden, Herr der Markgrafschaft Baden. Das Stadtrecht wurde Baden-Baden um 1250 verliehen.

Mit der Erlaubnis des Markgrafen Friedrich II. wurden ab 1306 die Thermalquellen für Bäder genutzt. Die erste Kurtaxe wurde 1507 erhoben, und ein Kurdirektor kümmerte sich um den aufstrebenden Kurbetrieb.

Ab 1500 lag die Stadt im Schwäbischen Reichskreis. Nach Teilung der Markgrafschaft Baden 1535 blieb Baden-Baden Residenzstadt der Bernhardinischen Linie des Herrscherhauses und Hauptstadt der Markgrafschaft Baden-Baden.

Baden-Baden war 1570 bis 1631 von Hexenverfolgung betroffen. 134 Menschen in der Stadt und ihren heutigen Ortsteilen gerieten in einen Hexenprozess, mindestens 102 kamen zu Tode. Die letzte Hinrichtung fand 1631 statt: Margaretha, Frau des Schlossers Jakob Dioniß.[14]

Während des Pfälzischen Erbfolgekrieges wurde Baden-Baden am 24. August 1689 von französischen Truppen niedergebrannt, in der Folge kam auch der Bäderbetrieb zum Erliegen.[13] 1705 verlegte Ludwig Wilhelm von Baden-Baden die Residenz nach Rastatt; Baden-Baden blieb aber Amtsstadt.

Mit dem Rastatter Kongress wurde Baden-Baden am Ende des 18. Jahrhunderts wiederentdeckt und in der Folge vom badischen Staat zum mondänen Kurort ausgebaut. Viele herrschaftliche Gäste machten den Ort zur Sommerhauptstadt Europas. Paris war die Winterhauptstadt. Es entstanden Luxushotels, das Kurhaus (1821–1824) und die Spielbank (1810–1811), die jedoch 1872 wieder geschlossen wurde und von 1933 bis 1943 wieder geöffnet war.[13] Internationale Pferderennen finden seit 1858 auf dem Rennplatz Iffezheim statt. Anfangs wurden diese vom frühen Tourismusunternehmer und Mäzen Edouard Bénazet veranstaltet und mit Einnahmen aus der Baden-Badener Spielbank, deren Pächter er war, finanziert. Im Jahr 1872 übernahm der im selben Jahr gegründete Internationale Club Baden-Baden die Organisation der Pferderennen.[15]

1844 schloss die Badische Hauptbahn den Vorort Oos an das Eisenbahnnetz an. Mit der Stichbahn zum Stadtbahnhof erhielt 1845 auch der Kurort selbst seinen Bahnanschluss. Ab 1910 verkehrte die Straßenbahn Baden-Baden innerhalb der Stadt, die von 1949 bis 1971 durch Oberleitungsbusse abgelöst wurde.

1863 wurde der Kreis Baden errichtet, dem die Amtsbezirke Achern, Baden-Baden, Bühl, Rastatt und Gernsbach angehörten. 1924 wurde das Amt Baden aufgelöst, doch wurde Baden-Baden 1939 zum Stadtkreis erklärt.

Kolonne verhafteter Juden in Baden-Baden unter Bewachung von SS und Polizei nach den Novemberpogromen 1938

In der Reichskristallnacht wurde die Synagoge zerstört und zahlreiche Geschäfte und Wohnungen jüdischer Bürger wurden vor den Augen der Polizei verwüstet und geplündert. Die jüdischen Bewohner wurden in das KZ Dachau verschleppt, um sie zur Emigration zu nötigen und ihr Vermögen zu arisieren.[16][17]

Während des Zweiten Weltkrieges waren 4365 Menschen als NS-Zwangsarbeiter in den Lagern Baden-Baden, Steinbach und Sandweier interniert.[18]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Baden-Baden Sitz der französischen Zonen-Regierung und Hauptquartier der Französischen Streitkräfte in Deutschland. Die Spielbank nahm 1950 ihren Betrieb wieder auf.[13] Es entstand der Südwestfunk in Baden-Baden, dessen Nachfolger Südwestrundfunk noch heute einen wichtigen Teil seines Programms hier produziert. 1977 wurde die Stichbahn in den Stadtkern stillgelegt, und der Ooser Bahnhof erhielt den Namen Bahnhof Baden-Baden. 1981 war Baden-Baden Gastgeber der zweiten Landesgartenschau Baden-Württembergs.

Im Jahr 1963 wurde in Baden-Baden eine IOC-Session und 1981 der 11. Olympische Kongress ausgerichtet. In beiden Tagungen standen ungeheure Probleme auf der Tagesordnung, die in Baden-Baden gelöst wurden und letztendlich den Fortbestand der Olympischen Spiele sicherten. Zudem wurde im Jahre 1981 die beiden Städte Calgary (Kanada) und Seoul (Südkorea) für die Olympischen Spiele 1988 als Austragungsstätten nominiert. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) verlieh 1996 Baden-Baden den Titel „Olympische Stadt“ für die Verdienste um die Olympische Bewegung. Baden-Baden ist damit die neunte Stadt weltweit, die mit diesem Titel ausgezeichnet wurde. Dessen äußeres Zeichen ist der von Pierre de Coubertin geschaffene „Olympic Cup“, den IOC-Präsident Juan Antonio Samaranch 1997 persönlich in Baden-Baden übergab.

Seit 1992 wird in Baden-Baden der Deutsche Medienpreis verliehen. Mit dem bis 1999 vollzogenen Abzug der französischen Streitkräfte wurden in den westlichen Stadtgebieten große Grundstücks- und Gebäudeflächen für eine zivile Nutzung frei. Dort entsteht seither das neue Stadtviertel Cité.

Erster Staatsempfang für US-Präsident Barack Obama in Deutschland am 3. April 2009 auf dem Baden-Badener Marktplatz

Am 3. und 4. April 2009 war Baden-Baden einer der Gastgeberorte des Gipfels zum 60. Jubiläum der NATO. Im Kurhaus fand ein Arbeitsessen der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsstaaten statt.

Baden-Baden bewirbt sich seit 2010 gemeinsam mit anderen bedeutenden Kurorten als Great Spas of Europe um das Prädikat UNESCO Weltkulturerbe und wird seit 2014 auf der Tentativliste geführt.[19]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Städte und Gemeinden wurden in die Stadt bzw. in den Stadtkreis Baden-Baden eingegliedert:

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).

Einwohnerentwicklung in Baden-Baden 1790–2005
Jahr Einwohner
1790 1.900
1812 3.085
1852 6.714
1. Dezember 18711 10.080
1. Dezember 18801 11.923
1. Dezember 18901 13.884
1. Dezember 19001 15.718
1. Dezember 19101 22.066
8. Oktober 19191 23.359
16. Juni 19251 26.021
16. Juni 19331 30.262
17. Mai 19391 33.166
1946 ¹ 32.359
Jahr Einwohner
13. September 19501 36.582
6. Juni 19611 40.029
27. Mai 19701 37.537
31. Dezember 1975 49.718
31. Dezember 1980 49.142
30. September 1982[13] 49.012
27. Mai 19871 50.127
31. Dezember 1990 51.849
31. Dezember 1995 52.745
31. Dezember 2000 52.729
31. Dezember 2005 54.581
31. Dezember 2010 54.445
31. Dezember 2015 54.160
1 Volkszählungsergebnis

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stiftskirche Baden-Baden
Augustaplatz und Evangelische Stadtkirche

Baden-Baden gehörte anfangs zum Bistum Speyer und zur Mainzer Kirchenprovinz. Bald nach dem Reichstag zu Worms ließ Markgraf Philipp II. evangelische Prediger in die Stadt, und bereits ab 1538 soll die ganze Stadt protestantisch gewesen sein. Offiziell wurde die Reformation aber erst 1556 eingeführt. Doch mussten nach seinem Tod seine Kinder auf Druck ihres Vormunds Herzog Albrecht V. wieder katholisch werden, und der evangelische Gottesdienst wurde ab 1571 verboten. 1610 wurde dann wieder ein evangelischer Hofprediger ernannt; doch holte Markgraf Wilhelm die Jesuiten in die Stadt, welche die Rekatholisierung vollzogen. Wer evangelisch bleiben wollte, musste die Stadt verlassen, so dass es ab 1650 keine Protestanten mehr in Baden-Baden gab. Unter Markgraf Karl Friedrich war ab 1771 nur der katholische Gottesdienst erlaubt. Die Gläubigen gehörten zunächst noch zum Bistum Speyer, nach dessen Auflösung zum Generalvikariat Bruchsal, und 1821/1827 wurde die Gemeinde Teil des neu gegründeten Erzbistums Freiburg. Baden-Baden wurde Sitz eines Dekanats. Die dem Dekanat zugeordneten Kirchengemeinden wurden 1976 neu geordnet. Die Dekanatsgrenzen wurden dabei dem neuen Stadtkreis Baden-Baden angepasst.

Römisch-katholische Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Stadtgebiet Baden-Badens gibt es heute folgende katholischen Kirchen- bzw. Pfarrgemeinden: Stiftskirche (Altstadt), St. Bernhard (Weststadt), St. Josef (Stadtmitte), St. Bonifatius (Lichtental), St. Dionysius (Oos), St. Eucharius (Balg), Hl. Geist (Geroldsau), St. Antonius (Ebersteinburg), St. Bartholomäus (Haueneberstein), St. Jakobus (Steinbach), St. Katharina (Sandweier), St. Michael (Neuweier), Herz-Jesu (Varnhalt) sowie die Autobahnkirche St. Christophorus an der Raststätte Baden-Baden. Mit dem Kloster Lichtenthal besteht eine Zisterzienserinnenabtei in der Stadt.

Orthodoxe Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt auch eine Rumänisch-Orthodoxe Kirche (Stourdza-Kapelle) und eine Russisch-Orthodoxe Kirche.

Evangelische Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wenigen Protestanten in Baden-Baden zu Anfang des 19. Jahrhunderts konnten 1832 ihre erste Gemeinde gründen. Diese gehört wie auch alle anderen heutigen Kirchengemeinden zur Evangelischen Landeskirche in Baden (Kirchenkreis Südbaden). 1855 konnte sich die Gemeinde ihre eigene Kirche erbauen, die heutige Stadtkirche. 1960/1964 wurde die Kirchengemeinde in die Lukasgemeinde und die Markusgemeinde aufgeteilt. Weitere protestantische Gemeinden im Stadtgebiet sind die Luthergemeinde Lichtental (Pfarrei 1936 errichtet), die Paulusgemeinde in der Weststadt (Pfarrei 1946 errichtet), die Friedensgemeinde Baden-Oos (Pfarrei 1949 errichtet) und die Matthäusgemeinde Steinbach-Sinzheim. Alle evangelischen Kirchengemeinden Baden-Badens gehören heute zum Kirchenbezirk Baden-Baden und Rastatt.

Weitere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Baden-Baden auch Freikirchen und Gemeinden, darunter eine Lutherische Gemeinde (1912 gegründet), die zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Baden gehört, und eine Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten. Ferner gibt es eine Alt-Katholische Gemeinde, deren Gottesdienste in der Spitalkirche gefeiert werden. Die Anglikanisch-Episkopalische Kirche ist in der Stadt ebenfalls mit einer Gemeinde vertreten und betreut überwiegend US-amerikanische Gläubige.

Auch die Neuapostolische Kirche ist in Baden-Baden vertreten, ebenso eine Gemeinde der Zeugen Jehovas.

Islam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Steinbach befindet sich eine Moschee unter der Aufsicht der türkischen DİTİB.

Judentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Synagoge in der Pogromnacht zerstört, Ansichtskarte von ca. 1900

Die Israelitische Religionsgemeinde hatte in der Stephanienstraße eine Synagoge. Bei der ersten Volkszählung nach der „MachtergreifungHitlers wurden 260 Personen als „Glaubensjuden“ erfasst.

Baden-Baden blieben die schlimmsten Exzesse der Nationalsozialisten zunächst erspart. Während der Novemberpogrome 1938 am 10. November 1938 wurden in den frühen Morgenstunden viele der in Baden-Baden wohnenden Juden durch die Polizei abgeführt und zum Hof der alten Polizeidirektion (neben der heutigen Caracalla Therme) gebracht. Gegen Mittag wurden sie als bewachte Kolonne zur Synagoge geleitet. Augenzeugen berichten von Demütigungen durch die SS und brutalen Übergriffen durch Baden-Badener Bürger. Etliche Juden wurden mit Steinen beworfen, verprügelt, ausgepeitscht, bewusstlos geschlagen, entwürdigt und teilweise körperlich misshandelt. Im Inneren des Gebäudes waren SS-Männer aus der Umgebung Baden-Badens damit beschäftigt, auf der Frauenempore Feuer zu legen. Die Synagoge wurde durch den Pöbel entweiht. Bis auf etwa 60 Personen wurden schließlich alle zusammengetriebenen Juden mit einem Bus zum Bahnhof gefahren. Von dort wurden die Baden-Badener Juden mit einem Sonderzug zusammen mit anderen Juden aus dem Schwarzwaldgebiet ins Konzentrationslager Dachau verschleppt. Die Synagoge in Baden-Baden brannte vollständig aus. Eine Druckerei erwarb später das Grundstück. Auf dem Gelände der ehemaligen Synagoge ist heute ein Gedenkstein mit der Inschrift zu finden:

„Hier stand die Baden-Badener Synagoge, zerstört durch Brandstiftung am 10. November 1938.“

Am 22. Oktober 1940 wurden 106 Juden aus Baden-Baden im Rahmen der Wagner-Bürckel-Aktion in das Camp de Gurs deportiert. Von ihnen starben mindestens 14 in Auschwitz, einer in Lublin-Majdanek und 22 in verschiedenen anderen Lagern. 1941 wurden noch 44 Juden im Stadtkreis gezählt. Sie wurden nach Lublin und nach Theresienstadt verschleppt. Nur zwei kehrten in ihre Heimatstadt zurück, alle anderen sind umgekommen.

Der jüdische Friedhof in Baden-Baden (Lichtental) wurde aufgrund eines Erlasses des Badischen Innenministers vom 12. September 1941 nicht geschlossen oder verkauft, wie es vielen anderen Jüdischen Friedhöfen ergangen ist. Am 25. November 1976 wurde ein Gedenkstein für die jüdischen Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft eingeweiht; der Gedenkstein enthält eine Bodenplatte der Baden-Badener Synagoge.

„Denn Tag und Nacht beweine ich die Erschlagenen meines Volkes“

– Inschrift – Jeremia 8,23

Die längst vernichtete Israelitische Gemeinde Baden-Baden wurde am 23. Februar 1951 formell aus dem Vereinsregister gelöscht, 1956 wiedergegründet. Der Gottesdienst wird auch heute noch in einem Betsaal, Werderstraße 2, im Gebäudekomplex des Kurhauses, abgehalten.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014
Wahlbeteiligung: 44,1 %
 %
40
30
20
10
0
30,15
20,21
16,74
14,53
8,42
9,38
0,58
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-2,55
+2,11
+0,24
-2,77
-7,08
+9,38
+0,58
Sitzverteilung im Gemeinderat
      
Von 40 Sitzen entfallen auf:

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wahl zum Gemeinderat am 25. Mai 2014 brachte folgendes Ergebnis:

CDU 30,15 % (−2,55) 12 Sitze (−1)
GRÜNE 20,21 % (+2,11) 8 Sitze (+1)
SPD 16,74 % (+0,24) 7 Sitze (±0)
FW 14,53 % (-2,77) 6 Sitze (−1)
FBB 9,39 % (+9,38) 4 Sitze (+4)
FDP 8,42 % (-7,08) 3 Sitze (−3)
Einheit 0,58 % (+0,58) 0 Sitze (±0)
Gesamt 100,0 % 40 Sitze

Oberbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Spitze der Stadt Baden-Baden standen seit dem 15. Jahrhundert der Schultheiß, der Bürgermeister, das Gericht und der Rat mit je 12 Mitgliedern. Sie bildeten das Stadtregiment. Der Schultheiß stand dem Gericht vor, der Bürgermeister dem Rat. Er hing aber von den Weisungen des Schultheißen und des Rates ab. 1507 erhielt die Stadt eine Stadtordnung. Anfang des 19. Jahrhunderts gab es einen Magistrat, dem zwei Bürgermeister und zwölf Ratsmitglieder angehörten. Nach Einführung der badischen Städteordnung 1874 bekam der Bürgermeister den Titel Oberbürgermeister.

In der heutigen Zeit wird der Oberbürgermeister von der wahlberechtigten Bevölkerung für ein Amtsperiode von acht Jahren direkt gewählt. Sein ständiger Vertreter ist der „Erste Beigeordnete“ mit der Amtsbezeichnung „Erster Bürgermeister“.

Bürgermeister und Oberbürgermeister seit 1815:

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Baden-Baden

Das Wappen der Stadt Baden-Baden ist in drei breite Felder in den Farben rot und gelb auf die Flagge gesetzt. Die Umrandung und die Mauerkrone ist auf der Flagge in dunkelbraun gehalten. Bei der Flagge handelt es sich um die Dienstflagge der Stadt, die für öffentliche Gebäude einschließlich Schulen bestimmt ist.

Baden-Baden ist Stadtkreis und hat in seinem Siegel immer das Wappen der Landesfürsten geführt. Der erste Abdruck liegt aus dem Jahre 1421 vor. Das Wappen der früheren Landesherren, der Herzöge von Zähringen, ist ein roter, schräg rechts auf einem goldenen Schild liegender Balken. Zur Unterscheidung zum Landeswappen wurde das Stadtwappen mit einer dreizackigen Mauer versehen. Im 18. Jahrhundert zeigten die Siegel eine Laubkrone, ab dem 19. Jahrhundert eine dreitürmige Mauer.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baden-Baden unterhält mit folgenden Städten Städtepartnerschaften:[20]

Gemeindefinanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Kommunalabfrage 2007 des Bundes der Steuerzahler Baden-Württemberg stehen städtischen Steuereinnahmen von insgesamt 57,863 Millionen Euro 2006 und geschätzten Steuereinnahmen für 2007 von insgesamt 60,357 Millionen Euro folgende Schulden der Kommune gegenüber:

  • 2006 insgesamt 81,421 Millionen Euro Schulden (nämlich: 29,335 Millionen Euro Schulden des Kämmereihaushaltes und 52,086 Millionen Euro Schulden der städtischen Eigenbetriebe/Sondervermögen)
  • 2007 insgesamt 99,610 Millionen Euro Schulden (nämlich: 39,340 Millionen Euro Schulden des Kämmereihaushaltes und 60,270 Millionen Euro Schulden der städtischen Eigenbetriebe/Sondervermögen).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater und Veranstaltungsorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater Baden-Baden
Festspielhaus
Museum Frieder Burda

Das Theater Baden-Baden ist eine Sprechbühne mit festem Ensemble. Darüber hinaus wird auch das Spiegelfoyer im Theater mit kleineren Produktionen bespielt. Das neben dem Theater befindliche TIK (Theater im Kulissenhaus) dient als Bühne für Kinder- und Jugendtheaterstücke.

Das Festspielhaus Baden-Baden, durch völligen Umbau des ehemaligen Stadtbahnhofs entstanden, ist das zweitgrößte Konzerthaus Europas mit Opern, Musicals und Konzerten.

Im Kurhaus Baden-Baden finden regelmäßig Konzerte, Bälle sowie Tanz-, Kinder- und Comedy/Kleinkunst-Veranstaltungen statt. Das Kongresshaus am Augustaplatz beherbergt Messen, Tagungen und Veranstaltungen wie die Verleihung des Deutschen Medienpreises.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Philharmonie Baden-Baden ist das ständige Orchester der Stadt Baden-Baden. Es gehört zu den traditionsreichsten Klangkörpern Deutschlands. Erste Anfänge datieren die Gründung der Hofkapelle auf das Jahr 1460. Aus dem Jahre 1582 existiert eine detaillierte Aufstellung des Instrumentariums des zu dieser Zeit von Francesco Guami (Posaunenmeister der von Orlando di Lasso geleiteten Münchner Hofkapelle) dirigierten Orchesters. Seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts gab es ein überwiegend mit böhmischen Musikern besetztes Sommerorchester, nach 1854 dann ein ganzjährig auftretendes Orchester. Rund 60.000 Konzerte dürfte das Orchester seit dieser Zeit gespielt haben. Hector Berlioz leitete über viele Jahre die damaligen Sommerfestspiele der Stadt. Das Baden-Badener Theater wurde mit seiner Oper Béatrice und Bénédict eröffnet. Viele der berühmtesten Solisten und Dirigenten arbeiteten mit dem Orchester. Johann Strauss, Johannes Brahms, Luise Adolpha Le Beau, Richard Strauss, Pietro Mascagni, Arthur Nikisch, Wilhelm Furtwängler, Bruno Walter, George Szell, Otto Klemperer und viele andere setzten Glanzpunkte in der Geschichte der Philharmoniker. Von Franz Liszt über Pablo Casals bis zu Plácido Domingo traf sich die musikalische Weltspitze auf den historischen Bühnen Baden-Badens.

Konzerte führen die Philharmonie heute weit über die Grenzen Baden-Badens hinaus. Nicht nur die großen deutschen Konzertsäle – wie etwa die „Alte Oper“ in Frankfurt und das Baden-Badener Festspielhaus – auch China, Dubai, Frankreich, Belgien, die Schweiz und die Ukraine standen auf dem Spielplan des Ensembles. Mit der Carl Flesch Akademie bietet das Orchester alljährlich im Sommer einen der international renommiertesten Meisterkurse für Streichinstrumente an.

Baden-Baden ist zweiter Sitz des SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg. Es gehört zu den führenden Rundfunk-Sinfonieorchestern Deutschlands und tritt mehrmals im Jahr im Festspielhaus auf. Im Museum Frieder Burda findet seit 2006 die Kammermusikreihe des Orchesters statt. Der SWR veranstaltet jährlich im September auch das SWR3 New Pop Festival.

Im Juni 2007 konnte das Jugendorchester Baden-Baden sein 50-jähriges Bestehen feiern. 2001 musizierte man mit einem Weltstar der Violine, Hilary Hahn.

In Baden-Baden finden seit 1997 jährlich die Herbert von Karajan Pfingstfestspiele statt, seit 2003 wird der Herbert-von-Karajan-Musikpreis verliehen.

Der Philharmonische Chor Baden-Baden wurde 1998 gegründet und nimmt in wechselnden Besetzungen an chorsinfonischen Konzerten und Veranstaltungen teil.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baden-Baden hat im Zweiten Weltkrieg keine großen Schäden erlitten und gehört zu den am besten erhaltenen Kurorten in Deutschland. Das Stadtbild wird von herausragenden Beispielen der Kurarchitektur des 19. und frühen 20. Jahrhunderts geprägt.[22] Das Kurhaus mit dem berühmten Casino ist architektonischer und gesellschaftlicher Mittelpunkt sowie Wahrzeichen der Stadt.

Die Altstadt Baden-Badens hat zahlreiche Geschäfte und Cafés. Im Bäderviertel gibt es die moderne Caracalla Therme, das Friedrichsbad aus dem 19. Jahrhundert sowie römische Badruinen. Das erste Luxushotel war das Hotel Badischer Hof; ein weiteres bekanntes Hotel ist Brenners Park-Hotel & Spa.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind die klassizistische Villa Hamilton, wie das Kurhaus von Friedrich Weinbrenner ausgeführt, die Wasserkunstanlage Paradies, das Kloster Lichtenthal, das Schloss Hohenbaden, das Neue Schloss und das Brahmshaus.

Auch zwei Bauten von Weinbrenner-Nachfolger Heinrich Hübsch, einem führenden Vertreter des deutschen Romantizismus sind erwähnenswert: die Trinkhalle Baden-Baden (Säulenhalle direkt beim Kurhaus) und das ehemalige Dampfbad (unterhalb des Neuen Schlosses).

An Kirchen sind zu erwähnen: Stiftskirche, Evangelische Stadtkirche, Spitalkirche, St. Bernhard, St. Johannis sowie die Russische Kirche, die Stourdza-Kapelle und die Autobahnkirche St. Christophorus. In den Weinbergen bei den Lichtentaler Eckhöfen liegt eine Marienkapelle.

Die Siedlung Ooswinkel ist eine Gartenstadt nach Plänen von Paul Schmitthenner.

Mit der Merkurbergbahn gelangt man auf den 668 Meter hohen Baden-Badener Hausberg Merkur mit seinem Aussichts- und Sendeturm. Auf dem Fremersberg befindet sich ein Richtfunkturm mit Aussichtsplattform. Am höchsten Punkt der Gemarkung Baden-Baden auf der Badener Höhe (1002,5 m über Normalnull) steht ein 30 Meter hoher Aussichtsturm, der Friedrichsturm.

Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Oos an der Lichtentaler Allee
Rosengarten am Beutig
Naturschutz- und Klettergebiet Battertfelsen

Die bekannteste Parkanlage Baden-Badens ist die vom Kloster Lichtenthal bis zum Theater an der Oos entlangführende Lichtentaler Allee mit dem Rosengarten in der Gönneranlage. Der innerstädtische Landschaftspark setzt sich links der Oos beim Kurhaus und der Trinkhalle, entlang der Kaiserallee und auf dem Michaelsberg um die Stourdza-Kapelle fort. Hunderte exotische Bäume sind in den Anlagen gepflanzt und profitieren von dem durch die Oberrheinebene beeinflussten milden Klima, darunter einige der dicksten Mammutbäume in Deutschland. Zur Landesgartenschau 1981 entstand die Parkgestaltung der Täler und Anhöhen östlich und nördlich des Neuen Schlosses.[23] Im Rosenneuheitengarten Beutig findet jährlich der Rosenneuheitenwettbewerb statt.

Wanderwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baden-Baden unterhält mehr als 20 Rundwanderwege in seiner weitgehend unter Landschaftsschutz stehenden und stark bewaldeten, bergigen Umgebung. Der 40 km lange Panoramaweg führt auf fünf ausgewiesenen Etappen um die Stadt. Er wurde im Jahr 1997 neu gestaltet und 2004 vom Deutschen Tourismusverband als „schönster Wanderweg“ ausgezeichnet. Wie auch der 9,4 km lange Ebersteinburg-Rundweg ist er als Premium-Wanderweg zertifiziert. Der Wildnispfad und der Luchspfad sind zwei Themenwege im Nationalpark Schwarzwald.[24] Der Fernwanderweg Westweg des Schwarzwaldvereins führt über die Badener Höhe, den höchsten Punkt Baden-Badens. Der Fernwanderweg Ortenauer Weinpfad verläuft von Gernsbach kommend durch Baden-Baden ins Rebland und weiter durch die badischen Weinbaugebiete am Rand des Schwarzwalds. Die Prädikatswanderwege Murgleiter und Gernsbacher Runde führen im Bereich Merkur bzw. Ebersteinburg ebenfalls über Baden-Badener Gemarkung.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schachverein OSG Baden-Baden spielt in der 1. Schachbundesliga und ist mehrfacher deutscher Meister. Das Schachzentrum Baden-Baden ist Träger des Bundesstützpunktes.

Unter den Baden-Badener Fußballvereinen ist der SC Baden-Baden der erfolgreichste. Er spielte in den 1970er-Jahren in den höchsten deutschen Amateurligen. Spielort ist das Aumattstadion in der Weststadt, das rund 6000 Zuschauer fasst.

Der SR Yburg Steinbach spielte 1951 um die deutsche Meisterschaft im Feldhandball.

Der Tennisclub „Rot-Weiss“ Baden-Baden ist der älteste Tennisclub Deutschlands. Er wurde 1881 als Baden-Baden Lawn Tennis Club zunächst für englische Kurgäste gegründet.[25][26] Diese führten hier ebenfalls den Golfsport ein. Der 1901 gegründete Golf Club Baden-Baden zählt zu den ältesten Golfclubs in Deutschland.[27] Der Baden-Badener Golfplatz liegt südlich des Fremersbergs am oberen Ende des Michelbachtals.

Die bis zu 60 m hohen Battertfelsen im Naturschutzgebiet am Battert sind das bedeutendste Klettergebiet im Nordschwarzwald. Der Deutsche Alpenverein Sektion Baden-Baden/Murgtal unterhält seit 2011 in Baden-Oos eine Kletterhalle.[28][29]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baden-Baden liegt an der A 5 (KarlsruheBasel) und ist über die Anschlussstellen Baden-Baden und Bühl zu erreichen. Eine weitere Auffahrt befindet sich im Stadtteil Sandweier an der Autobahnkirche. In Baden-Baden beginnt die Panorama- und Touristenstraße SchwarzwaldhochstraßeB 500 – die in Freudenstadt endet. Teilweise über 1000 Meter hoch gelegen bietet sie den Autofahrern Einblicke in den Nordschwarzwald und Aussichten in die Rheinebene, die Vogesen, die Schwäbische Alb oder die Alpen.

Um die Innenstadt von dem zuvor im engen Talgrund konzentrierten Durchgangsverkehr zu entlasten, entstanden die Schlossbergtangente nördlich und der Michaelstunnel westlich des Stadtzentrums. Durch diesen mit 2544 Metern zweitlängsten Straßentunnel in Baden-Württemberg führt seit 1989 die B 500. Der zentrale Leopoldsplatz ist seitdem für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Die B 3 führt an den Stadtteilen Steinbach, Oos sowie Sandweier und Haueneberstein vorbei (B3 neu).

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Baden-Baden

Der Bahnhof Baden-Baden (ehemals: Baden-Oos) ist Intercity-Express-Haltepunkt an der Rheintalbahn von Mannheim nach Basel. Die Schwarzwaldbahn, die zwischen Karlsruhe und Konstanz pendelt, hält stündlich am Bahnhof Baden-Baden. Die Stadtbahnlinien S 4 und S 32 der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft bieten direkte Verbindungen nach Bühl, Rastatt, Ettlingen, Karlsruhe und Heilbronn. Im Jahre 2010 wurde der Bahnhof Baden-Baden von der Allianz pro Schiene zum „Bahnhof des Jahres“ in der Kategorie Kleinstadtbahnhof gewählt.

Den weiteren öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gewährleistet die Baden-Baden-Linie, die mit mehreren Buslinien den ganzen Stadtkreis sowie teilweise die benachbarten Städte bedient. Die Hauptlinie ist die Buslinie 201, die tagsüber im Zehn-Minuten-Takt vom Bahnhof im Stadtteil Oos, durch die Weststadt, über die Stadtmitte bis nach Lichtental bzw. Oberbeuern fährt.

Die städtische Straßenbahn wurde am 24. Januar 1910 eröffnet und am 28. Februar 1951 stillgelegt. Sie besaß meterspurige Strecken von rund 15 km Länge und wurde durch den Oberleitungsbus Baden-Baden ersetzt, der seit 26. Juni 1949 auf paralleler Trasse bis zum 31. Juli 1971 in Betrieb war.

Baden-Baden verfügte ehemals über zwei Bahnhöfe, denn von 1845 bis 1977 verband eine Stichstrecke den Bahnhof Baden-Oos (heute: Baden-Baden) an der Rheintalbahn mit dem Kopfbahnhof Baden-Baden. Dessen nach der Stilllegung als „Alter Bahnhof“ bezeichnetes Empfangsgebäude dient seit 1998 als Eingangsbereich des Festspielhauses. Am 24. September 1977 fuhr der letzte Personenzug auf der Stichbahn. Die Bahnanlagen von Baden-Baden bis Baden-Baden-Oos wurden im Rahmen der Landesgartenschau in Baden-Baden in die sogenannte „grüne Einfahrt“ umgewandelt. Auf dem Gelände des ehemaligen Kopfbahnhofs befinden sich heute das Festspielhaus, der Eingang des Michaelstunnels, eine Tiefgarage und eine Grünanlage mit Teich.

Darüber hinaus verfügten die beiden heutigen Stadtteile Haueneberstein und Steinbach über Bahnhöfe an der Rheintalbahn, die jedoch in den 1970er-Jahren aufgegeben wurden. Im Zuge der Verlängerung der Stadtbahnlinie von Karlsruhe bis Achern wurden sie reaktiviert. Der Halt in Steinbach erhielt dabei den neuen Namen Baden-Baden Rebland.

Auf den Merkur führt seit 16. August 1913 eine Standseilbahn, die Merkurbergbahn.

Luftverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeppelin am Ooser Flugplatz im Jahr 1914

Die Stadt Baden-Baden ist am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden beteiligt, dem mit jährlich ca. einer Million Passagieren[30] zweitgrößten Verkehrsflughafen in Baden-Württemberg. Er liegt im Baden-Airpark, einer ehemaligen kanadischen Luftwaffenbasis, etwa 10 Kilometer westlich des Baden-Badener Stadtzentrums in Rheinmünster-Söllingen. Er dient unter anderem der Billigfluggesellschaft Ryanair als Basis. Angeflogen werden überwiegend Städte- und Urlaubsziele in Europa und rund ums Mittelmeer.

Am 22. August 1910 wurde eine Luftschiffhalle am Flugplatz Baden-Oos westlich des Bahnhofs eingeweiht. Er war damit der erste deutsche Zeppelin-Landeplatz außerhalb von Friedrichshafen.[31] Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte er sich zu einem stark frequentierten Verkehrslandeplatz. Ab 1997 wurde der allgemeine Luftfahrtbetrieb zum Baden-Airpark verlagert. Der Ooser Flugplatz dient als Sonderlandeplatz weiterhin – auf einem Teil der früheren Fläche – als Heimat des Aero-Clubs Baden-Baden e.V. und der Fliegergruppe Gaggenau e.V. der Sport- und Freizeit-Fliegerei.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gebäudekomplex des SWR unterhalb des Fremersberges

Baden-Baden ist Sitz eines der Funkhauskomplexe des Südwestrundfunks. Hier werden zahlreiche Fernseh- und Rundfunkprogramme produziert und ausgestrahlt, darunter das Programm von SWR3. In den Fernsehstudios entstehen unter anderem die werktägliche Sendung ARD-Buffet sowie Innenaufnahmen für die Serien Die Fallers und Tatort. Die ARTE Deutschland TV GmbH hat ebenfalls ihren Sitz in der Stadt. Jährlich veranstalten die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste und der Sender 3sat ihr Fernsehfilm-Festival in Baden-Baden.

Zwei Tageszeitungen erscheinen in Baden-Baden: Das Badische Tagblatt (BT) und eine Lokalausgabe der Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) aus Karlsruhe.

In Baden-Baden wird jährlich der Deutsche Medienpreis von dem Baden-Badener Unternehmen Media Control verliehen.

Seit 2009 wird jährlich der Baden-Baden Award Event und Medien von der Europäischen Medien- und Event-Akademie sowie der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe an herausragende Auszubildende im Bühnen- und Medienbereich vergeben.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baden-Baden ist Sitz eines Landgerichts und eines Amtsgerichts, die zum Oberlandesgerichtsbezirk Karlsruhe gehören.

Ferner gibt es ein Finanzamt, mehrere Notariate und ein Zollamt. Die Stadt ist auch Dekanatssitz des Kirchenbezirks Baden-Baden und Rastatt der Evangelischen Landeskirche in Baden.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baden-Baden hat zahlreiche Bildungseinrichtungen. Allen voran ist die Europäische Medien- und Event-Akademie zu nennen. Daneben gibt es in Baden-Baden folgende weiterführende Schulen:

Ferner gibt es die Vincenti-Grundschule, die Grundschule Baden-Oos mit bilingualem Zug[32] und jeweils eine Grundschule in den Stadtteilen Balg, Ebersteinburg, Lichtental, Neuweier und Varnhalt. An Grund- und Hauptschulen bestehen die Theodor-Heuss-Schule (Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule) und entsprechende Einrichtungen in den Stadtteilen Steinbach, Haueneberstein, Sandweier und Lichtental.

Die größte private Bildungseinrichtung ist das Pädagogium Baden-Baden (Realschule, Gymnasium, Wirtschaftsgymnasium; mit Internat), daneben die Stulz-von-Ortenberg-Schule für Erziehungshilfe und die beiden Beruflichen Schulen BBS Baden-Badener Sprachschule GmbH und Wirtschaftsinstitut Baden-Baden in der Merkur Akademie International.

Als weitere private Bildungseinrichtungen haben die IB Medizinische Akademie mit Schulen für Logopädie, Physiotherapie und Podologie sowie die Bernd-Blindow-Schulen mit Physiotherapie bzw. PTA einen Schulstandort in Baden-Baden eingerichtet.

Überregional bekannte ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den in Baden-Baden geborenen, besonders bekannt gewordenen Persönlichkeiten zählen der Reichskanzler Max von Baden, der Schriftsteller Reinhold Schneider, der Nationalsozialist Rudolf Höß, der Journalist Erich Kuby und der Schlagersänger Tony Marshall. Zu den bekannten Einwohnern zählen die Schriftsteller Werner Bergengruen, Otto Flake, der russische Schriftsteller Iwan Turgenew, die Pianistin und Komponistin Clara Schumann sowie Frank Elstner. Zu den Ehrenbürgern gehören u. a. Ferdinand Graf von Zeppelin, Otto von Bismarck, Albert Gönner, Konrad Adenauer, der Kunstsammler Frieder Burda und der Komponist und Dirigent Pierre Boulez.

Baden-Baden in der Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Merkwürdig ist, daß noch kein Schriftsteller die große Zeit Badens (1845–1869) für einen Roman verwendet hat“ schrieb Otto Flake im Vorwort zu seinem Roman Hortense oder die Rückkehr nach Baden-Baden, der 1933 veröffentlicht wurde. Dieser Roman spiegelt das Flair der Blütezeit des Kurorts im 19. Jahrhundert wider. Flake kannte vielleicht nicht den Roman Rauch von Iwan Turgenew von 1867, der das Leben der russischen Adligen im Modebad kritisiert und karikiert. Baden-Baden ist auch in andere Werke als Schauplatz der Ereignisse eingeflossen:

Aufzeichnungen eines Müßiggängers in Baden-Baden finden sich in Reinhold Schneiders Der Balkon von 1957.

Leonid Zypkin porträtiert im zweiten und dritten Teil seines Romans Ein Sommer in Baden-Baden (1982) Fjodor Dostojewskis Spielsucht am Roulette-Tisch in Baden-Baden während der Deutschlandreise mit seiner zweiten Frau Anna 1867 und benutzt dafür Motive aus dessen 1866 verfasstem Roman Der Spieler.[33]

Die Autorin Rita Hampp veröffentlichte seit 2005 mehrere Krimis und Romane, die in Baden-Baden spielen.

In Film und Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der hier angesiedelte Südwestrundfunk und mit ihm verbundene Produktionsfirmen nutzen die Stadt häufig als Kulisse für Film- und Fernsehaufnahmen. In Baden-Baden spielten die Serien Der Forellenhof und Bloch sowie verschiedene Fernsehfilme. Ernst Jacobi, Heinz Schimmelpfennig und Karin Anselm ermittelten als Baden-Badener Tatort-Kommissare.

Das fiktive Mommsen-Gymnasium aus Baden-Baden diente zwischen 1968 und 1972 als Kulissenort für die Kurzserie Die Lümmel von der ersten Bank, die allerdings überwiegend in München gedreht wurde. Der Film Die romantische Engländerin mit Michael Caine und Glenda Jackson spielt zum großen Teil in Baden-Baden, eine Episode in Claude Millers Film Das Auge mit Isabelle Adjani in Brenners Park-Hotel & Spa. Auch die Baden-Badener Spielbank war schon mehrfach Filmkulisse, beispielsweise in Der letzte Fußgänger mit Heinz Erhardt aus dem Jahr 1960 und in Otto’s Eleven mit Otto Waalkes in der Hauptrolle aus dem Jahr 2010.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Arbeitskreis für Stadtgeschichte Baden-Baden: Aquae. Beiträge zur Geschichte der Stadt und des Kurortes Baden-Baden. ISSN 0175-4858.
  • Helmuth Bischoff: Baden-Baden – Die romantische Bäderstadt im Tal der Oos. (DuMont-Kunst-Reiseführer.) DuMont, Köln 1996, ISBN 3-7701-3086-3.
  • Ulrich Coenen: Von Aquae bis Baden-Baden – Die Baugeschichte der Stadt und ihr Beitrag zur Entwicklung der Kurarchitektur. Verlagshaus Mainz, Aachen, Mainz 2008, ISBN 978-3-8107-0023-0.
  • Volkmar Eidloth: Baden-Baden, europäische Kurstädte und das Welterbe der UNESCO. Grundzüge einer länderübergreifenden gemeinschaftlichen Bewerbung. In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg, 42. Jg. 2013, Heft 3, S. 134–144 (online)
  • Clemens Kieser, Karlfriedrich Ohr, Wolfgang Stopfel, Martin Walter: Kunst- und Kulturdenkmale im Landkreis Rastatt und in Baden-Baden. Konrad-Theiss Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 3-8062-1599-5.
  • Landesdenkmalamt Baden-Württemberg (Hrsg.), Wolf Deiseroth (Bearb.): Stadt Baden-Baden. (Ortskernatalas Baden-Württemberg.) Stuttgart 1993, ISBN 978-3-89021-564-8.
  • Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Stadt Baden-Baden (Hrsg.): Der Stadtkreis Baden-Baden. (Kreisbeschreibungen des Landes Baden-Württemberg.) Thorbecke, Sigmaringen 1995, ISBN 3-7995-1356-6.
  • Egon Schallmayer: Aquae – das römische Baden-Baden. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1989, ISBN 3-8062-0555-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Baden-Baden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Baden-Baden – Reiseführer
 Wiktionary: Baden-Baden – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikisource: Baden-Baden – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alle politisch selbständigen Gemeinden mit ausgewählten Merkmalen am 30.09.2016 (3. Quartal 2016) (XLS-Datei, 4,86 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Stadt Baden-Baden – Einwohner nach Stadtteilen
  3. Egon Schallmayer: Aquae – das römische Baden-Baden. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1989, ISBN 3-8062-0555-8, S. 55 ff.
  4. Rolf Gustav Haebler: Dr. Johannes Widmann. Lebensgeschichte eines großen Arztes und Gelehrten. In: Die Ortenau Nr. 43, 1963, S. 208.
  5. Robert Erhard: Baden-Badener Bädergeschichte vom Mittelalter bis in die Neuzeit. In: Petra Mayer-Reppert, Britta Rabold: Die römischen „Soldatenbäder“ in Baden-Baden (Aquae Aureliae). (= Führer zu archäologischen Denkmälern in Baden-Württemberg. Band 25). Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8062-2243-2, S. 81.
  6. Landesdenkmalamt Baden-Württemberg (Hrsg.), Wolf Deiseroth (Bearb.): Stadt Baden-Baden. (Ortskernatalas Baden-Württemberg.) Stuttgart 1993, ISBN 978-3-89021-564-8, S. 11.
  7. Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Stadt Baden-Baden: Der Stadtkreis Baden-Baden, 1995, S. 282.
  8. Stadt Baden-Baden: Statistische Zahlen, abgerufen am 4. Januar 2010
  9. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Baden-Baden.
  10. Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Stadt Baden-Baden (Hrsg.): Der Stadtkreis Baden-Baden. (Kreisbeschreibungen des Landes Baden-Württemberg.) Thorbecke, Sigmaringen 1995, ISBN 3-7995-1356-6, S. 336.
  11. Schutzgebietsverzeichnis der Landesanstalt für Umwelt (Gebietsart und Stadt- bzw. Landkreis auswählen)
  12. Petra Mayer-Reppert, Britta Rabold: Die römischen „Soldatenbäder“ in Baden-Baden (Aquae Aureliae). (= Führer zu archäologischen Denkmälern in Baden-Württemberg. Band 25). Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8062-2243-2, S. 9–22.
  13. a b c d e Stadtplan Baden-Baden, amtliche Ausgabe, Städtisches Vermessungs- und Liegenschaftsamt Baden-Baden, 1983
  14. Martin Burkart: Hexen und Hexenprozesse in Baden. Selbstverlag, Durmersheim 2009, S. 308–389.
  15. Baden-Baden im 19.Jahrhundert auf den Seiten des Kulturhauses LA8
  16. Die Nacht als die Synagogen brannten, Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, abgerufen 28. Dezember 2014
  17. Yadvashem: Kristallnacht in Baden-Baden, Germany, abgerufen 28. Dezember 2014
  18. Nazis verschleppten sogar 15-jährige in die Kurstadt., Badisches Tagblatt, 4. August 2000, abgerufen 28. Dezember 2014
  19. Antrag als UNESCO-Weltkulturerbe. Stadt Baden-Baden, abgerufen am 25. November 2016.
  20. Städtepartnerschaften
  21. Kunstmuseum-Gehrke-Remund, offizielle Webseite
  22. Wolfgang Niess, Sönke Lorenz: Kult-Bäder und Bäderkultur in Baden-Württemberg. Markstein-Verlag, Freiburg i. Br., ISBN 3-935129-16-5, S. 13–31.
  23. Bernd Weigel: Parkführer Baden-Baden. Stadtverwaltung Baden-Baden, Gartenamt, 2003, ISBN 3000107703.
  24. Stadt Baden-Baden: Wandern. Abgerufen am 25. Juni 2016.
  25. Tennis Club „Rot-Weiss“ Baden-Baden – Der Verein. Abgerufen am 4. Februar 2016.
  26. Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Stadt Baden-Baden: Der Stadtkreis Baden-Baden, 1995, S. 444
  27. golf-club-baden-baden.de
  28. Deutscher Alpenverein, Sektion Baden-Baden/Murgtal: Kletterzentrum Baden-Baden. Abgerufen am 29. Juni 2016.
  29. DAV – Deutscher Alpenverein eröffnet Kletterhalle in Baden-Baden/Oos. Baden-Baden TV vom 24. September 2011, abgerufen am 29. Juni 2016.
  30. Passagieraufkommen Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden. Abgerufen am 14. Januar 2015 (PDF; 36 kB).
  31. Reiner Haehling von Lanzenauer: Vor hundert Jahren: Flugplatz Baden-Baden. In: Arbeitskreis für Stadtgeschichte Baden-Baden (Hrsg.): Aquae 2010. Ausgabe 43, Baden-Baden 2010, ISSN 0175-4858, S. 16.
  32. Stadt Baden-Baden: Bildung und Schulen: Grund- und Werkrealschulen: Grundschule Oos, abgerufen am 16. Februar 2013
  33. Die Deutung des fiktiven Ortes Roulettenburg in Dostojewskis Roman ist umstritten. Wahrscheinlich bezieht sich der Schriftsteller bei der Schilderung der Kurstadt auf seine Erlebnisse in Wiesbaden 1865, wo er seine Reisekasse verspielte.