Badenova

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badenova AG & Co. KG
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Rechtsform AG & Co. KG
Sitz Freiburg im Breisgau
Leitung Vorstand:
  • Thorsten Radensleben (Vorsitzender)
  • Mathias Nikolay
  • Maik Wassmer

Vorsitzender des Aufsichtsrats:

Mitarbeiter 1339 (2016)
Umsatz 970,1 Mio. Euro (2016)
Branche Energieversorger
Website www.badenova.de

Die Badenova AG & Co. KG (Eigenschreibweise: badenova), ist das größte Energieversorgungsunternehmen im Regierungsbezirk Freiburg mit Hauptsitz in Freiburg im Breisgau.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Badenova-Hauptgebäude in Freiburg im Breisgau

Das Unternehmen entstand 2001 aus einer Fusion von sechs Energieversorgern:

  • Freiburger Energie- und Wasserversorgung (FEW),
  • Gasfernversorgung Mittelbaden (MIBA),
  • Stadtwerke Lahr,
  • Energieversorgung Oberbaden (EVO)
  • Badische Gas- und Elektrizitätsversorgungs AG Lörrach und
  • Gasbetriebe GmbH Emmendingen (GBG).

Auslöser für die Fusion war die Liberalisierung des Strommarktes und die damit verbundene Sorge der kommunalen Stadtwerke, alleine gegen die Übermacht der Konzerne im Wettbewerb unterzugehen. Gründungsvorstände waren Adalbert Häge, Mathias Nikolay, Horst Gute und Harald Seidelmann. Zu Beginn hatte das Unternehmen 1.175 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In den Jahren danach entwickelte sich Badenova immer weiter zum führenden Energie- und Umweltversorger in der Region.

2002 wurde die zentrale Verbundleitwarte in Freiburg eingerichtet. In den darauffolgenden Jahren beteiligte sich das Unternehmen an vielen Projekten zum Thema Erneuerbare Energien. Beispiele hierfür sind die Inbetriebnahme der Windräder am Schauinsland sowie 2003 am Roßkopf. Im Jahr 2004 wurde das Dach des Heimatstadion des SC Freiburgs mit Solarmodulen ausgestattet. 2005 wurden von Badenova 15 Erdgastankstellen zwischen Hochrhein und Nordschwarzwald installiert. Ab 2007 änderte Badenova ihre Unternehmensstrategie hin zu einer konsequent ökologischen Ausrichtung und gründete zudem die Wärmetochtergesellschaft Badenova Wärmeplus. Im darauffolgenden Jahr 2008 ging Badenova einen weiteren Schritt in Richtung Energiewende: Gesellschafter und Aufsichtsrat erteilten den regionalen Auftrag zur Energiewende und alle Privatkunden von Badenova wurden auf atomstromfreie Energie umgestellt. Seit 2009 besitzt Badenova Wärmeplus ihr erstes Biogaskraftwerk in Neuried. Im Jahr 2010 startete Badenova dann das sog. kompas-Beteiligungsmodell für Kommunen. Im Jahr 2012 nahm das neue Biogaswerk von Badenova in Bremgarten den Betrieb. Die Anlage verfügt über eine Produktionskapazität von jährlich 50.000 Megawattstunden Biomethan und war zur damaligen Zeit damit die größte Anlage ihrer Art in ganz Baden-Württemberg. Im selben Jahr gründete der Freiburger Energieversorger die Badenova Wind GmbH deren vorrangiges Anliegen es ist, die regenerative Energieerzeugung dezentral auszubauen und durch ein Bürgerbeteiligungsmodell die Region am südlichen Oberrhein sowie deren Bewohner daran teilhaben zu lassen. Gleichzeitig unterwerfen sie sich einem gemeinsam mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) erarbeiteten Nachhaltigkeitskonzept, dessen besonderes Augenmerk auf Natur- und Artenschutz liegt. Im Jahr 2013 errichtete Badenova die große Netzgesellschaft Badenova Bn Netze GmbH. Ebenfalls seit 2013 bestehen Vertriebskooperationen mit Vodafone und weiteren Telekommunikationsunternehmen. Badenova erhielt zudem das Umweltsiegel des TÜV Saarland. Zum 01. Januar 2015 kam es zur Neuaufstellung von Badenova nach Geschäftsfeldern.

Unternehmensstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesellschafter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den Hauptgesellschaftern Thüga AG und die Stadt Freiburg, sind über weitere 90 Kommunen Eigentümer von Badenova:

Vorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Badenova-Gesamtvorstand v.l.: Mathias Nikolay, Thorsten Radensleben, Maik Wassmer

Die Badenova AG hat einen dreiköpfigen Vorstand:

  • Vorstandsvorsitzender Thorsten Radensleben (seit 2002)
  • Technikvorstand Mathias Nikolay (seit 1999)
  • Finanzvorstand Maik Wassmer (seit 2007)

Aufsichtsrat und weitere Gremien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dem Aufsichtsrat obliegt die Überwachung der Tätigkeit der Komplementärin sowie die Vorberatung aller Angelegenheiten, deren Entscheidung den Gesellschaftern vorbehalten ist. Er hat zu diesem Zweck Informations- und Kontrollrechte. Aufsichtsratsvorsitzender ist der Oberbürgermeister von Freiburg, Dieter Salomon.
  • Der Kommunalbeirat berät den Aufsichtsrat von Badenova sowie den Vorstand der Komplementärin in regional bedeutsamen Fragen. Er unterbreitet Vorschläge zur Verwendung der Mittel aus dem Innovationsfonds für Klima- und Wasserschutz und hat Mitsprache bei großen, strategischen Investitionsentscheidungen.
  • Der Sachverständigenbeirat prüft die Projektanträge für die Mittelvergabe aus dem Innovationsfonds für Klima- und Wasserschutz und schlägt diese dem Kommunalbeirat zur weiterem Beratung vor.

Geschäftsfelder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zentralfunktionen, Shared Services, Finanzbeteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die beiden Tochterunternehmen Baden IT und E-Maks zählen zu den Zentralfunktionen und erbringen umfangreiche Dienstleistungen in den Bereichen IT, Telekommunikation und Kundenabrechnung. Ebenso zu den Zentralfunktionen gehören die Bereiche Finanzen & Controlling, Personalmanagement und Informationsmanagement (IT).

Markt und Energiedienstleistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Geschäftsfeld Markt & Energiedienstleistungen werden 290.000 Kunden mit Erdgas und Strom beliefert. Kundenorientierung, wettbewerbsfähige Produkte und innovative Dienstleistungsangebote sind die zentralen Elemente des Geschäftsfelds. Die relevanten Wertschöpfungsstufen umfassen den Energiehandel, die Bewirtschaftung von Erdgasspeichern und Kraftwerksbeteiligungen sowie den Vertrieb von Strom, Erdgas und Energiedienstleistungen.

Tochterunternehmen und Beteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beteiligungen von Badenova

Neben den durch gesetzliche Vorgaben zur Unternehmensentflechtung entstandenen Unternehmensbereichen Badenova und Bn Netze, also der Trennung von Energieerzeugung bzw. -lieferung und dem Betrieb von Strom- und Erdgasnetzen, sind weitere Tochterunternehmen entstanden:

Bn Netze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 2007 gegründete Bn Netze GmbH, kurz Bn Netze (Eigenschreibweise: bnNETZE), ist für den Betrieb, die Planung, den Ausbau und die Instandhaltung aller Strom-, Erdgas- und Wassernetze verantwortlich. Das Erdgasnetz ist derzeit 7.835 Kilometer lang. Darin werden mit mehr als 5.700 Kilometern Hoch-, Mittel- und Niederdruckleitungen rund 176.868 Zähler im Netz versorgt. Bei der Sparte Strom unterhält das Unternehmen 5.810,3 Kilometer lange Netze. Es gibt rund 199.144 Zähler im Netz. Die Netzlänge der Wasserrohre (inklusive Haushaltsanschlüssen) beträgt rund 1.358,3 Kilometer. Das Unternehmen hat circa 35.928 Zähler im Netz. Das Versorgungsgebiet umfasst Freiburg und Lahr. Darüber hinaus übernimmt Bn Netze beispielsweise die Betriebsführungen in verschiedenen Städten und Gemeinden, u. a. in Lörrach und Breisach.

Baden IT[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 1997 gegründete Unternehmen Baden IT GmbH, kurz Baden IT (Eigenschreibweise: badenIT), ist eine der ältesten Badenova-Töchter und beschäftigt aktuell über 90 Mitarbeiter. Mit mehreren Rechenzentren stellt das Unternehmen sowohl für die IT-Systeme der badenova als auch für externe Kunden die höchst mögliche Verfügbarkeit für den IT-Betrieb sicher. Neben klassischen IT-Dienstleistungen wie Rechenzentrumslösungen und private Cloud-Services, SAP und Telekommunikationslösungen bietet Baden IT ein konzerneigenes Glasfaser- und Kupfernetz an und bietet hochverfügbare Breitbandanschlüsse für Unternehmen.

Badenova Wärmeplus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Badenova Wärmeplus GmbH & Co. KG, kurz Badenova Wärmeplus bzw. Wärmeplus (Eigenschreibweise: badenovaWÄRMEPLUS), ist eine hundertprozentige Tochter der Badenova AG & Co. KG. Sie besorgt seit ihrer Gründung im Jahr 2007 im gesamten Marktgebiet zwischen Hochrhein und Nordschwarzwald die Projektierung, den Bau und den Betrieb von Wärmenetzen- und Anlagen, sowohl in Eigenregie, als auch für und mit Kunden oder mit Partnerunternehmen. Das Unternehmen hat 73 Mitarbeiter und einen durchschnittlichen Jahresumsatz von rund 60 Mio. Euro (inkl. Tochter). Für einzelne räumlich begrenzte Wärmeversorgungen hat Badenova Wärmeplus ihrerseits wieder eigene Tochterunternehmungen gegründet, entweder alleine oder zusammen mit Kommunen und anderen Partnern. Die zwei 100 prozentigen Töchter des Unternehmens sind die Badenova Wind GmbH und die Windpark Kambacher Eck GmbH. Die Badenova Wind ist eine Dachgesellschaft zur Planung, Entwicklung und zum Bau von Windparks. Die Windpark Kambacher Eck GmbH betreibt vier große Windkraftanlagen auf dem Kambacher Eck. Neben diesen ist Badenova Wärmeplus an weiteren Gesellschaften beteiligt. Dazu zählen u. a. Regiosonne und ASF Solar GmbH & Co. KG.

E-Maks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die E-Maks GmbH & Co. KG, kurz E-Maks (Eigenschreibweise: E-MAKS), ist ein bundesweit tätiger Abrechnungsdienstleister in der Energieversorgungsbranche mit Sitz in Freiburg im Breisgau. Die Firmen-Abkürzung E-MAKS steht für Energie-Management-Abrechnung-Kundenservice. Das Unternehmen ist als Shared Service u. a. für die Kommunikation zwischen Energielieferanten, Netzbetreibern, Messdienstleistern und Endkunden im deregulierten Energiemarkt zuständig. E-Maks gehört zu 73,5 % der Badenova und zu 26,5 % der Thüga AG. Der Abrechnungsdienstleister wurde 2008 gegründet und hatte 2015 ca. 180 Mitarbeiter und einen Umsatz von rund 20 Mio. Euro.

Badenova Konzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Badenova Konzept GmbH & Co. KG, kurz Badenova Konzept (Eigenschreibweise: badenovaKONZEPT), handelt es sich um eine gemeinsame Tochtergesellschaft von Badenova und der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau sowie weiterer regionaler Sparkassen. Badenova Konzept entwickelt und realisiert Bebauungspläne, Stadtentwicklungen und Erschließungen für Kommunen und Städte im ganzen Südwesten. Die Gesellschaft ist ein wichtiger Baustein im kommunalen Dienstleistungs- und Bindungsmanagement und wurde 2008 auf Initiative der Badenova gegründet, um Städte und Gemeinden bei der Erschließung von Bauland durch Beratung, Planung, Finanzierung und Vertragsmanagement zu unterstützen.

Regio Data[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regio Data GmbH, kurz Regio Data (Eigenschreibweise: regioDATA), bietet als Dienstleister komplette Lösungen rund um Geoinformationssysteme (GIS) und Geodatenmanagement für Unternehmen und Kommunen im Versorgungsgebiet von Badenova an. Raumbezogene Informationssysteme für Ver- und Entsorgungsnetze sind das Spezialgebiet des Unternehmens. Regio Data bietet des Weiteren umfassende Ingenieursleistungen und eine lückenlose Netzdokumentation über alle Sparten. Mit neun Vermessungstrupps ist Regio Data Ansprechpartner in vermessungstechnischen Fragestellungen. Neben der Spartenkompetenz der Ver- und Entsorgungsleitungen ist Regio Data mit Messtechnik für Deformations- und Ingenieursvermessung sowie DGM-Berechnungen ausgerüstet.

Baden Campus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Baden Campus GmbH & Co. KG, kurz Baden Campus (Eigenschreibweise: badenCAMPUS), hat zum Ziel, Innovatoren und Gründer in der Region zu unterstützen. Die Badenova-Tochter berät Unternehmensgründer inhaltlich und strategisch und stellt ihnen bei Bedarf Räumlichkeiten auf dem Gelände des ehemaligen Badenova-Servicecenters in Breisach zur Verfügung. Die Beratungsangebote von Baden Campus sind kostenfrei und richten sich an alle gründungswilligen Personen der Region. Das Unternehmen wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg mit EU-Mitteln, gefördert.[1]

Sonstige Beteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Badenova hält über 30 weitere direkte Beteiligungen an lokalen Wärmegesellschaften, Stadtwerken, Energieagenturen und Partnern aus der regionalen Energiewirtschaft.

Produkte und Dienstleistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strom[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Badenova hat einen Netzabsatz von 1.457 Mio. kWh. Davon entfallen 613,6 Mio. kWh auf Privatkunden und 843,4 Mio. kWh auf Geschäftskunden. Für Privatkunden besteht der Strom zu 100 % aus erneuerbaren Energien. Das Unternehmen beliefert zudem auch Gewerbekunden und Industriekunden. Zu bekannten Kunden gehören u. a. der Europapark Rust oder der SC Freiburg.

Erdgas[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Badenova bietet verschiedene Erdgas-Angebote an. Das Unternehmen hat einen Netzabsatz von 16.489,8 Mio. kWh. Davon entfallen 5.689,7 Mio. kWh an Privatkunden und 10.800,1 Mio. kWh an Geschäftskunden. Bereits 290.000 Kunden werden im Einzugsgebiet von Badenova mit Erdgas versorgt.

Wärme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Geschäftsfeld Wärme & Erzeugung bündelt in der Badenova-Gruppe sämtliche Aktivitäten zu Planung, Bau und Betrieb innovativer Wärmeerzeugungsanlagen. Im Bereich der erneuerbaren Energien werden hier Entwicklung, Bau und Betrieb von Biogas-, Windkraft und Solaranlagen verantwortet. Der Netzabsatz im Jahr 2016 betrug dabei 312,3 Mio kWh, die Trassenlänge 115,0 km, die Anzahl der Erzeugungsanlagen beläuft sich, inkl. Tochtergesellschaften, auf 164.

Wasser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Badenova hatte im Jahr 2016 einen Wasser-Netzabsatz von 19,3 Mio. m³ bei einer Netzlänge (inklusive Hausanschlüsse) von 1.358,3 km und rund 36.000 Wasserzählern. Damit ist Badenova der größte Wasserversorger in Baden-Württemberg.

Bauen und Modernisieren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bereich Bauen & Modernisieren werden Produkte und Dienstleistungen zu Heizung, Photovoltaik und Gebäudeeffizienz angeboten. Bei Heizungsmodernisierung bietet Badenova Heizungen zum Mieten oder Kaufen bei freier Wahl der Heiztechnik (z. B. Brennwerttechnik, Wärmepumpe, BHKW) und des Energieträgers (z. B. Erdgas, Erdöl, Holzpellet|Holzpellets) an. Zudem baut Badenova individuelle Photovoltaikanlagen – optional mit Stromspeicher – um Strom selbst zu erzeugen und zu speichern. Badenova berät zu gesetzlichen Auflagen (EWärmeG) und Energieeinsparmöglichkeiten.

Smart Home[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Badenova stellt Anwendungen zur Heizungssteuerung sowie Stromverbrauchsmessung zur Verfügung und informiert die Nutzer auf ihrer Website rund um das Thema Smart Home.[2]

Telekommunikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen führt neben seinen Energiedienstleistungsprodukten auch Telekommunikationsprodukte: Mobilfunk, DSL und Festnetz. Hierbei ist es dem Kunden möglich, Verträge mit verschiedenen Telekommunikations-Dienstleistern wie Vodafone, Deutsche Telekom oder O2 abzuschließen. Auch Hardware wie Smartphones oder Tablets werden im Bundle mit Strom- und Erdgasverträgen vertrieben.

E-Mobilität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für das Laden von zu Hause aus, bietet Badenova eigene Wallboxen an. Für das Laden von unterwegs, stellt Badenova die Badenova-Ladekarte mit rd. 10.000 Ladepunkten auf nationaler und europäischer Ebene bereit. Öffentliche Badenova-Ladesäulen können auch ohne Vertragsbindung über eine Webanwendung, mittels QR-Code geladen werden.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Badenova-Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das vom SC Freiburg als Heimstadion genutzte Fußballstadion in Freiburg trug von Juni 2004 bis Dezember 2011 den Namen Badenova-Stadion. Das Unternehmen ist weiterhin Sponsor des Vereins.

Bildung & Dialog[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Badenova unterstützt und veranstaltet unterschiedlichste Sport-, Kultur-, Schul- und Freizeitaktivitäten, um das Umweltbewusstsein von jungen Menschen zu stärken und ihnen die ökologische Verantwortung näherzubringen. Ob das Klimatheater im Kindergarten, Umwelt- und Naturschutzunterricht für Grundschulklassen, Upcycling-Projekte oder Graffiti-Workshops für Oberstufen, Badenova bietet Schul- und Unterrichtsprojekte für alle Altersstufen. Darüber hinaus pflegt das Unternehmen über sein Sponsoring-Engagement auch den Dialog mit anderen regionalen Partnern. So unterstützt der Energiedienstleister zahlreiche Veranstaltungen, Vereine und Organisatoren, welche die Energiewende auf sympathische Weise vorantreiben. Dieses Engagement ist dabei breit gestreut und umfasst die Bereiche Sport, Kultur, Jugend und Soziales. Die Förderung regionaler Projekte, die dem Gemeinwohl dienen, gehört zu den inhaltlichen Schwerpunkten des Sponsoring-Engagements.

Ausbildung & Studium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszubildende bei Bn Netze, einem Tochter-Unternehmen der badenova AG

badenova hat als Ausbildungsbetrieb vielfältige Möglichkeiten um in das Berufsleben zu starten. Neben technischen Ausbildungsberufen wie beispielsweise Anlagenmechaniker für Rohrsystemtechnik oder Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme bietet das Unternehmen auch kaufmännische Ausbildungsberufe, wie die Ausbildung zum Industriekaufmann/ -Frau oder Kaufmann/ -frau für Dialogmarketing an. In Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg sind auch duale Studiengänge wie der Schwerpunkt BWL-Industrie entstanden. Als verantwortungsbewusster und großer Arbeitgeber in der Region fördert badenova mit vielen gemeinsamen Azubi-Projekten und Weiterbildungsmöglichkeiten jedes Jahr die Ausbildung von rund 50 qualifizierten Nachwuchskräften. Am Standort Freiburg hat das Unternehmen eine eigene Ausbildungswerkstatt eingerichtet. Hier können die Auszubildenden ihr erlerntes Wissen praktisch anwenden.

Forschung & Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Badenova engagiert sich mit etlichen Partnern in Forschung und Entwicklung, um Lösungen zur nachhaltigen Gewinnung und effizienten Nutzung von Energie anzubieten. Unter anderem sind das die Hochschule Offenburg, der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord, die Universität Freiburg, verschiedene Fraunhofer-Institute und viele andere.

Partner & Vernetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Badenova will auf den Märkten der Energiezukunft gemeinsam mit relevanten Unternehmen und Organisationen die regionale Wertschöpfung sicherstellen und arbeitet dafür am Netzwerk der Energiewende vor Ort. Badenovas Gesellschafterkommunen, über 90 Städte und Gemeinden zwischen Hochrhein und Nordschwarzwald, erteilten dem Energiedienstleister hierfür bereits 2008 den sogenannten regionalen Auftrag. Dieser Auftrag verpflichtet das Unternehmen, die Energiezukunft als ein Gesellschaftsprojekt für die ganze Region voranzutreiben und mit Partnern umzusetzen. Zu diesem Netzwerk gehören deshalb nicht nur Unternehmen und Forschungseinrichtungen, sondern auch die Behörden und Verbände oder treibende Kräfte wie der Verein Klimapartner Oberrhein.

Stromkennzeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stromabsatz der Badenova-Gruppe liegt bei etwa 1,9 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr. Privatkunden werden seit 2008 mit Strom versorgt, der nicht aus Kernkraftwerken stammt, seit Jahresbeginn 2011 mit zertifiziertem Ökostrom. Nach dem Energiewirtschaftsgesetz sind seit dem 15. Dezember 2005 alle Energieversorgungsunternehmen in Deutschland verpflichtet, die Herkunft ihres Stroms zu veröffentlichen. Für die Badenova war die Verteilung der Herkunft im Jahr 2014 wie folgend:[3]

  bundesweiter
Durchschnitt
Badenova-
Gesamtstrommix
Erneuerbare Energieträger 27,9 % 83,8 %
Kernenergie 16,8 % 03,4 %
fossile und sonstige Energieträger 55,3 % 12,7 %
Radioaktiver Abfall 0,0004 g/kWh 0,0001 g/kWh
Kohlendioxidemissionen 508 g/kWh 110 g/kWh

Innovationsfonds Klima- und Wasserschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Badenova Innovationsfonds unterstützt Projekte zum Klima- und Wasserschutz. Jedes Jahr werden 3 % des Unternehmensgewinns von Badenova (ca. 1,5 Mio. Euro) in beispielgebende Projekte investiert. Seit dem Start des Innovationsfonds im Jahr 2001 kamen so 27 Mio. Euro bei 250 Umweltprojekten an. Der Zusatzeffekt: diese Projekte haben Investitionen in Höhe von rund 100 Mio. Euro in Umwelt- und Klimaschutz-Themen in der Region ausgelöst. Um Fördermittel bewerben können sich neben Kommunen, Verbänden, Organisationen, Vereinen und Unternehmen auch Privatpersonen. Die wichtigsten Kriterien für die Förderung von Projekten im Rahmen des Innovationsfonds sind: Innovationsgrad, ökologische Wirkung und Multiplikatoreneffekt. Alle Anträge werden durch einen unabhängigen Sachverständigenbeirat geprüft und die besten zur Förderung empfohlen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.badische-zeitung.de/breisach/ende-mai-soll-das-gruenderzentrum-baden-campus-bezogen-werden
  2. https://smarthome.badenova.de/
  3. badenova.de: Stromkennzeichnung 2014 gemäß § 42 Energiewirtschaftsgesetz (Memento des Originals vom 28. Januar 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.badenova.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Badenova – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 48° 1′ 41,5″ N, 7° 50′ 44,5″ O