Badenova

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badenova AG & Co. KG
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Rechtsform AG & Co. KG
Sitz Freiburg im Breisgau
Leitung Vorstand:
  • Dr. Thorsten Radensleben (Vorsitzender)
  • Mathias Nikolay
  • Maik Wassmer

Vorsitzender des Aufsichtsrats:

Mitarbeiter 1325 (2015)
Umsatz 851,8 Mio. Euro (2015)
Branche Energieversorger
Website www.badenova.de
Das Badenova-Hauptgebäude in der Tullastraße in Freiburg im Breisgau

Die Badenova AG & Co. KG (Eigenschreibweise: badenova), ist das größte Energieversorgungsunternehmen im Regierungsbezirk Freiburg mit Hauptsitz in Freiburg im Breisgau.

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmensstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen entstand 2001 aus der Fusion der Energieversorger

  • Freiburger Energie- und Wasserversorgung (FEW),
  • Gasfernversorgung Mittelbaden (MIBA),
  • Stadtwerke Lahr (SWL),
  • Energieversorgung Oberbaden (EVO)
  • Badische Gas- und Elektrizitätsversorgungsgesellschaft und
  • Gasbetriebe Emmendingen (GBG).

Im Juli 2013 waren neben dem Hauptgesellschafter Thüga mit 43,63 Prozent die Städte Freiburg (32,76 Prozent), Offenburg (7,11 Prozent), Lörrach (4,07 Prozent), Breisach (2,12 Prozent), Waldshut-Tiengen (1,59 Prozent) und Lahr/Schwarzwald (1,43 Prozent) und weitere 95 südbadische Städte und Gemeinden mit insgesamt 6,29 Prozent Eigentümer des Unternehmens. Das Unternehmen ist vollständig in kommunaler Eigentümerschaft.

Das Unternehmen hat einen dreiköpfigen Vorstand bestehend aus dem Vorstandsvorsitzenden Thorsten Radensleben, dem Technikvorstand Mathias Nikolay und dem Finanzvorstand Maik Wassmer. Aufsichtsratsvorsitzender ist der Oberbürgermeister von Freiburg, Dieter Salomon.

Die badenova gehört zum Verbund lokaler und regionaler Energieerzeuger Kom9 und ist über diesen Verbund an der Thüga beteiligt (Kreuzbeteiligung).

Geschäftsfelder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Badenova-Gruppe deckt die Geschäftsfelder Vertrieb von Strom und Erdgas, Netzbetrieb, Wasser- sowie Wärmeversorgung ab. Neben diesen klassischen Versorgungsleistungen bietet das Unternehmen in verschiedenen Tochtergesellschaften und Beteiligungen weitere Dienstleistungen wie Beteiligungsmodelle an Wind-, Wasser- und Solaranlagen, Biogasproduktion, Energiecontracting, Kraft-Wärme-Kopplung für Gewerbekunden und Industriebetriebe, Nahwärmelösungen, Wasser- und Abwasserbetriebsführungen für Kommunen und kommunale Klimaschutzberatung an.

Im Geschäftsfeld Erdgasvertrieb organisiert Badenova den Einkauf und Weiterverkauf von jährlich rund 7,9 Milliarden Kilowattstunden Erdgas an private und industrielle Endkunden sowie an Weiterverteiler. Seit 2008 bietet Badenova Bioerdgasbeimischungen an, seit 2010 aus eigener Produktion.

Der Stromabsatz in der Badenova-Gruppe liegt bei etwa 1,9 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr. Privatkunden werden seit 2008 mit Strom versorgt, der nicht aus Kernkraftwerken stammt, seit Jahresbeginn 2011 mit zertifiziertem Ökostrom.

Beteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beteiligungen von Badenova

Neben den durch gesetzliche Vorgaben zur Unternehmensentflechtung entstandenen Unternehmensbereichen Badenova und bnNetze, also der Trennung von Energieerzeugung bzw. -lieferung und dem Betrieb von Strom- und Erdgasnetzen, sind weitere Tochterunternehmen entstanden:

bnNetze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 2007 gegründete bnNetze GmbH ist für den Betrieb von Elektrizitäts-, Erdgas- und Wassernetzen verantwortlich. Das Erdgasnetz inklusive der Hausanschlüsse ist derzeit 7628 Kilometer lang. Darin werden mit mehr als 5700 Kilometern Hoch-, Mittel- und Niederdruckleitungen rund 173.000 Zählpunkte versorgt. Bei der Sparte Strom werden mit einem 4992 Kilometer langen Hoch-, Mittel- und Niederspannungs- und Fernwirknetz rund 176.000 Haushalte versorgt. Bis zum 1. Juli 2014 lautete der Unternehmensname Badenovanetz GmbH.

E-Maks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die E-Maks GmbH & Co. KG, eine Abkürzung für „Energie-Management-Abrechnung-Kundenservice“, ist ein bundesweit tätiger Abrechnungsdienstleister in der Energieversorgungsbranche mit Sitz in Freiburg im Breisgau. Das Unternehmen ist als Shared Service u. a. für die Kommunikation zwischen Energielieferanten, Netzbetreibern, Messdienstleistern, Messstellenbetreibern und Endkunden im deregulierten Energiemarkt zuständig. Gegründet wurde das Unternehmen 2008. Es gehört zu drei Vierteln der Badenova und zu einem Viertel der Thüga. Bei der E-Maks waren Ende 2012 rund 190 Mitarbeiter beschäftigt, der Umsatz belief sich im Jahr 2012 auf 24 Millionen Euro.

BadenIT[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die vollständige Tochtergesellschaft wurde 1997 gegründet und beschäftigte im Januar 2014 80 Mitarbeiter. Im Jahr 2012 lag der Umsatz bei rund 14 Millionen Euro. Neben klassischen IT-Dienstleistungen wie Rechenzentrumslösungen und privaten Cloud-Computing, SAP und Telekommunikationslösungen verfügt das Unternehmen über ein eigenes Glasfaser- und Kupfernetz in Freiburg und bietet Breitbandanschlüsse für Unternehmen an.

Badenova WärmePlus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Badenova WärmePlus GmbH & Co.KG, kurz WärmePlus, ist im Bereich Entwicklung, Planung, Bau und Betrieb von Energieanlagen zur Strom-, Wärme- und Kälteversorgung tätig. WärmePlus versorgt mehr als 30.000 Kunden mit Wärme.

BadenovaWind[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um die Windpotenziale im Südwesten Deutschlands zu erschließen, hat Badenova im Jahre 2012 die Tochtergesellschaft BadenovaWind GmbH gegründet und gemeinsam mit den Sparkassen der Region ein Modell zur Bürgerbeteiligung entwickelt. Eine Kooperation mit dem Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz soll für den naturverträglichen Ausbau der Windenergie sorgen.

Daneben existieren noch weitere Beteiligungen.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Badenova-Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das vom SC Freiburg als Heimstadion genutzte Fußballstadion in Freiburg im Breisgau trug von Juni 2004 bis Dezember 2011 den Namen Badenova-Stadion. Das Unternehmen ist weiterhin Sponsor des Vereins.

Stromkennzeichnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Energiewirtschaftsgesetz sind seit dem 15. Dezember 2005 alle Energieversorgungsunternehmen in Deutschland verpflichtet, die Herkunft ihres Stroms zu veröffentlichen. Für die Badenova war die Verteilung der Herkunft im Jahr 2014 wie folgend:[1]

  bundesweiter
Durchschnitt
Badenova-
Gesamtstrommix
Erneuerbare Energieträger 27,9 % 83,8 %
Kernenergie 16,8 % 03,4 %
fossile und sonstige Energieträger 55,3 % 12,7 %
Radioaktiver Abfall 0,0004 g/kWh 0,0001 g/kWh
Kohlendioxidemissionen 508 g/kWh 110 g/kWh

Innovationsfonds[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen garantiert jährlich 3 Prozent des Unternehmensgewinns für beispielgebende Projekte im Klima- und Wasserschutz in innovative ökologische Projekte im Raum Südbaden. Seit Bestehen des Fonds wurden 223 Projekte mit insgesamt 24 Millionen Euro unterstützt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. badenova.de: Stromkennzeichnung 2014 gemäß § 42 Energiewirtschaftsgesetz

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Badenova – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 48° 1′ 42″ N, 7° 50′ 44″ O