Badeunfall

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Ein Badeunfall ist ein Personenunfall beim Schwimmen oder Baden.

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Schätzungen der non-profit-Organisation „Blausand.de“, die sich für mehr Badesicherheit einsetzt, kommen jedes Jahr allein in Europa mindestens 20.000 Menschen bei Badeunfällen ums Leben. [1]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland ertranken 2008 insgesamt 475 Menschen, 12,3 Prozent mehr als 2007. 73 Prozent der Ertrunkenen waren Männer. Es waren 13 Kinder im Vorschulalter als Opfer betroffen. In diesen Zahlen sind auch Ertrinkungsunfälle enthalten, bei denen die Opfer von Booten oder vom Ufer aus ins Wasser gestürzt, ins Eis eingebrochen oder nach Autounfällen ertrunken sind.[2]

2005 gab es in Deutschland 477 Opfer bei Badeunfällen in Gewässern zu beklagen, wobei die Mehrzahl in unbewachten Badeseen ertrank. Im Jahr 2015 ertranken mindestens 488 Menschen. Das sind 24,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die meisten Badeunfälle ereigneten sich in unbewachten Binnengewässern. Die Zahlen gab der DLRG Präsident Hans-Hubert Hatje bekannt. [3]

Deutsch­land gehört laut der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on ge­mein­sam mit den Nie­der­lan­den und Groß­bri­tan­ni­en be­züg­lich Er­trin­kungs­ge­fahr zu den drei si­chers­ten Län­dern Eu­ro­pas. Etwa die Hälf­te al­ler deut­schen Ba­de­to­ten ist über 50 Jah­re alt, und in drei von vier Fäl­len sind sie männ­lich.[4] Insgesamt sind die Zahlen der Badetoten tendenziell rückläufig: In den ver­gan­ge­nen 20 Jah­ren be­wegt sich die Zahl der deut­schen Ba­de­to­ten un­ge­fähr zwi­schen 400 und 600 pro Jahr, Ten­denz im Mit­tel sin­kend. Aus­rei­ßer nach oben korrelieren stets mit Hit­ze­som­mern, wie etwa 2015, aber auch 2006 (606 Todesfälle) oder 2003 (644 Todesfälle). Bis in die Sieb­zi­ger­jah­re wa­ren jähr­li­che Op­fer­zah­len von mehr als 1000 Men­schen üb­lich, An­fang der Fünf­zi­ger lie­ßen über 2000 Deut­sche in Ba­de­ge­wäs­sern ihr Le­ben, und 1926 wa­ren es 3552, fast 10 pro Tag.[5] 

Vermeidung und Erste Hilfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Rettungsschwimmen

Badeunfälle können durch Beachtung der Baderegeln weitgehend vermieden werden.

Verunglückte Badegäste bzw. Schwimmer werden durch Schwimmmeister, Fachangestellter für Bäderbetriebe, Rettungsschwimmer oder andere hilfsbereite Badegäste geborgen, gerettet und versorgt (Erste Hilfe).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.blausand.de/index.php?option=com_content&task=section&id=1&Itemid=26&lang=de_DE
  2. http://www.focus.de/panorama/vermischtes/statistik-zahl-der-toedlichen-badeunfaelle-gestiegen_aid_384436.html
  3. DLRG gibt Zahl der tödlichen Badeunfälle 2015 bekannt, zuletzt abgerufen am 4. Juli 2016.
  4. Badeunfälle. In: DER SPIEGEL. (spiegel.de [abgerufen am 1. Oktober 2017]).
  5. Badeunfälle. In: DER SPIEGEL. (spiegel.de [abgerufen am 1. Oktober 2017]).