Badge

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Badge des britischen Königshauses Windsor
Badge des Prince of Wales

Badge (dt.: Bilddevise) ist ein englischer Begriff mit verschiedenen historischen und modernen Bedeutungen.

Heraldik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Heraldik ist ein Badge oder Cognizance (Abzeichen) eine gegenständliche Darstellung, mit der zunächst englische Adelsgeschlechter Urkunden, Gebäude oder andere Gegenstände versehen haben, um sie als zugehörig zu kennzeichnen, also quasi eine Marke. Später übernahmen Adelsgeschlechter in ganz Europa diese Gepflogenheit.

Beispiele aus Bereich der englischen Heraldik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beispiele aus Bereich der burgundischen und französischen Heraldik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beispiele aus dem deutschsprachigen Raum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moderne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heutzutage wird der Begriff Badge allgemein im Zusammenhang mit Namensschildern oder Zutrittsausweisen verwendet, im Englischen beispielsweise für Polizeimarken oder sichtbar getragene ID-Anhänger mit Clip, Lanyard oder Kette. Siehe hierzu Plakette. Auch Ansteck-Buttons werden bisweilen so genannt.

Ebenso ist die Bezeichnung innerhalb von militärischen Verbänden üblich, die zumeist auf der rechten Schulter unter der Hoheitskennung das Wappen des angehörigen Verbandes tragen.

Bei Computern sind 2,5 × 2,5 cm große sogenannte Case Badges (Gehäuse-Aufkleber) als Beigabe zu diverser Hardware (und seltener auch Software) üblich, um auf dem Gehäuse für diese zu werben.

Bei Software bezeichnet ein Badge außerdem eine kleine, zusätzliche Grafik innerhalb des Symbols für ein Programm oder eine App. Diese weist den Benutzer beispielsweise darauf hin, dass es sich bei einer Datei um eine Verknüpfung handelt oder bei Messengern eine ungelesene Nachricht eingegangen ist.

Im E-Learning-Kontext ist ein Badge ein digitales Zertifikat bzw. ein Lernabzeichen, welches das Vorhandensein bestimmter Fertigkeiten oder Kenntnisse bestätigt, beispielsweise im Rahmen des Open-Badges-Systems.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Renate Holzschuh-Hofer, Feuereisen im Dienst politischer Propaganda von Burgund bis Habsburg, in: RIHA Journal (Journal of the International Assoziation of Rerearch Institutes in the History of Arts) 0006, 2010 [3]
  • Simona Slanička, Krieg der Zeichen: Die visuelle Politik Johanns ohne Furcht und der armagnakisch-burgundische Bürgerkrieg. Vandenhoeck und Ruprecht Verlag, Göttingen 2002. ISBN 9783525351789.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. A chaque roi son animal, in: La renardes des Alpes. Un blog pur partager mon passion de la nature, 31. Oktober 2013
  2. Fanny Bury Palliser: Historic Devices, Badges, and War-Cries. s. n., London 1870, S. 35.
  3. Renate Holzschuh-Hofer, Feuereisen im Dienst politischer Propaganda von Burgund bis Habsburg, in: RIHA Journal (Journal of the International Assoziation of Rerearch Institutes in the History of Arts) 0006, 2010